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CDU zu Migration und Integration

Aus dem Programm „Connected Cities. Das vernetzte Land. Regierungsprogramm der CDU Bremen zur Wahl der Bremischen Bürgerschaft am 14. Mai 2023“

Bürgerschaftswahl Bremen 2023, 14. Mai 2023Original-PDF, 132 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Migration und Integration

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Migrationausgewogen (0), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 2 eher offen, 0 ausgewogen, 2 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Freiwillige Aufnahme Geflüchteter an Kapazitäten knüpfen

Die CDU will Geflüchtete über die Pflichtquote des Königsteiner Schlüssels hinaus nur aufnehmen, wenn Unterkunft, Kita- und Schulplätze sowie Integrationsangebote vorhanden sind. Die Unterbringung soll langfristig geplant werden und überwiegend in öffentlicher Hand liegen. Eine Aufnahme ohne ausreichende Versorgung nennt das Programm unmenschlich und teuer.

Bremen muss eine feste Zahl von Geflüchteten aufnehmen. Die CDU will nur dann mehr aufnehmen, wenn genug Platz da ist. Es muss Wohnungen, Kita-Plätze und Schul-Plätze geben. Die Unterkünfte sollen dem Staat gehören. Turnhallen sollen nur im Notfall Unterkünfte sein.

Die CDU bekennt sich zum Schutz von Geflüchteten und sieht Integration als mehr als ein Dach über dem Kopf. Die Kapazitäten sollen so geplant sein, dass sie bei Bedarf schnell wachsen können. Erstaufnahmeeinrichtungen, Übergangswohnheime, ein Grundstock an Wohnungen und flexible Unterkünfte sollen dem Staat gehören, um hohe jährliche Mieten und Provisorien zu vermeiden. Turnhallen oder Wohnheime für Studierende und Auszubildende kommen nur als letzte Möglichkeit infrage, unter Beteiligung der Nutzer und der zuständigen Beiräte.

Originalzitat anzeigen (Seite 96)
„Geflüchtete über den Königsteiner Schlüssel hinaus nur dann freiwillig aufnehmen, wenn ihre Unterbringung gesichert ist“
Seite 96 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Unterkünfte sollen statt angemietet im öffentlichen Eigentum stehen, was die Rolle des Staates als Eigentümer ausbaut.

  • Migrationeher restriktiv

    Die freiwillige Aufnahme über die Pflichtquote hinaus wird an Bedingungen geknüpft und damit gegenüber der bisherigen Bremer Praxis begrenzt.

Konsequent abschieben, Bleiberecht für gut Integrierte

Die CDU will Geflüchtete, die sie als integrationsunwillig einstuft oder die straffällig geworden sind, konsequent abschieben. Für gut integrierte und bemühte Menschen sollen dagegen die Voraussetzungen für den „Chancen-Aufenthalt“ geschaffen werden. Im Bundesrat will sie längere Voraufenthaltszeiten für ein dauerhaftes Bleiberecht erreichen.

Die CDU will Geflüchtete abschieben, die Straftaten begehen. Das gilt auch für Menschen, die sich nicht integrieren wollen. Wer sich gut integriert, soll bleiben können. Die CDU will aber: Menschen müssen länger hier leben, bevor sie dauerhaft bleiben dürfen.

Beim „Chancen-Aufenthalt“ soll im Einzelfall die Abschiebung ausgesetzt oder eine Bleibeperspektive eröffnet werden; damit will die CDU das Engagement von Geflüchteten und Zugewanderten anerkennen. Die Voraufenthaltszeit nach dem Chancen-Aufenthaltsgesetz soll wieder auf mehr als drei Jahre steigen. Zur Begründung verweist das Programm darauf, dass ein Asylverfahren im Schnitt 2,5 Jahre dauere und die Verkürzung deshalb ein falsches Signal sei.

Originalzitat anzeigen (Seite 96)
„integrationsunwillige und straffällige geflüchtete Menschen konsequent abschieben“
Seite 96 im Original

Einordnung

  • Migrationeher restriktiv

    Konsequentere Abschiebungen und wieder längere Voraufenthaltszeiten verschärfen den heutigen Stand, während die Umsetzung des Chancen-Aufenthalts für gut Integrierte dies abmildert.

Ausländische Fachkräfte gewinnen und Integration fördern

Die CDU will ausländische Berufsabschlüsse leichter anerkennen und über den Bundesrat gemeinsam mit anderen Ländern Fachkräfte in ihren Herkunftsländern anwerben. Migrantenselbstorganisationen und Quartierszentren sollen in ihrer Integrationsarbeit gestärkt werden.

Die CDU will mehr Fachkräfte aus dem Ausland holen. Ihre Berufs-Abschlüsse sollen leichter anerkannt werden. Es soll mehr Sprach-Kurse für sie geben. Vereine von Zugewanderten sollen Geld und Räume bekommen. Auch Zentren in den Stadt-Vierteln sollen mehr Hilfe bekommen.

Bei der Anerkennung von Abschlüssen setzt die CDU auf Zusammenarbeit mit Unternehmen und Kammern, um pragmatische Einzelfalllösungen zu finden und Unterschiede schnell auszugleichen. Sprachförderprogramme für ausländische Fachkräfte, besonders aus anderen EU-Staaten, sollen ausgebaut werden. Die Potenziale bereits hier lebender Menschen mit Migrationshintergrund will sie über Kontakte zu Migrantenselbstorganisationen nutzen. Diese Organisationen, auch die von Jugendlichen, sollen ideell und finanziell wie andere Selbstorganisationen gefördert werden und Räume erhalten. Quartierszentren sollen ihre niedrigschwelligen Angebote ausbauen.

Originalzitat anzeigen (Seite 96)
„uns zudem für eine einfachere Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse einsetzen“
Seite 96 im Original

Einordnung

  • Migrationeher offen

    Leichtere Anerkennung von Abschlüssen, gezielte Anwerbung im Ausland und mehr Förderung für Migrantenorganisationen erleichtern Zuwanderung und Integration schrittweise.

Einbürgerungsanträge schneller bearbeiten

Die CDU begrüßt die hohe Zahl an Einbürgerungsanträgen und will die Bearbeitungszeit von derzeit bis zu zwei Jahren verkürzen. Dafür soll das Migrationsamt mehr Personal und Räume erhalten und stärker digital arbeiten.

Viele Menschen in Bremen wollen Deutsche werden. Die CDU findet das gut. Die Anträge dauern aber bis zu zwei Jahre. Das Amt soll deshalb mehr Personal und mehr Räume bekommen. Vieles soll auch online gehen.

Das Programm führt die langen Wartezeiten auf viele Anträge und fehlenden Personalzuwachs in den vergangenen sieben Jahren zurück. Die Beratungsangebote sollen ausgebaut werden. Zur Digitalisierung nennt die CDU Signature-Pads, Bezahlmöglichkeiten am Arbeitsplatz und die Anwendung des Onlinezugangsgesetzes, damit mittelfristig alle Verwaltungsleistungen online verfügbar sind. Die Behörde soll vernetzt mit anderen zuständigen Stellen arbeiten.

Originalzitat anzeigen (Seite 97)
„Die personellen Ressourcen in der zuständigen Behörde aufstocken und die räumlichen Bedarfe bereitstellen“
Seite 97 im Original

Einordnung

  • Migrationeher offen

    Mehr Personal und schnellere Verfahren erleichtern den Weg zur Einbürgerung praktisch, ohne die rechtlichen Voraussetzungen zu ändern.

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