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BIW zu Finanzen und Steuern

Aus dem Programm „Programm für die Bürgerschaftswahl 2023“

Bürgerschaftswahl Bremen 2023, 14. Mai 2023Original-PDF, 26 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Finanzen und Steuern

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt (+0,8), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 0 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 3 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Schuldenbremse strikt einhalten, Schulden abbauen

Die BIW will die Schuldenbremse ohne Ausnahmen einhalten und lehnt die vom Senat geplanten neuen Kredite ab. Unerwartete Steuermehreinnahmen sollen vollständig in den Schuldenabbau fließen, um die Zinslast zu senken.

Bremen hat sehr hohe Schulden. Die BIW will keine neuen Schulden machen. Die Schulden-Bremse soll streng gelten. Das ist eine Regel gegen neue Kredite. Zusätzliches Steuergeld soll alte Schulden tilgen.

Das Programm verweist auf über 23 Milliarden Euro Schulden Ende 2022, mehr als 33.000 Euro je Einwohner. Die vom Senat bis 2027 geplanten drei Milliarden Euro an weiteren Krediten für Klimakrise und Kriegsfolgen lehnt die BIW ab. Stattdessen setzt sie auf sparsamen Mitteleinsatz und höhere Steuereinnahmen durch Wirtschaftsförderung, neue Arbeitsplätze und mehr Einwohner. Außerplanmäßige Mehreinnahmen, etwa bei guter Konjunktur, sollen nur zur Tilgung dienen.

Originalzitat anzeigen (Seite 19)
„Die Vorgaben der verfassungsrechtlich verbindlichen Schuldenbremse sind deshalb unbedingt einzuhalten und dürfen auch nicht mit Hilfe von haushälterischen Tricks umgangen werden.“
Seite 19 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Die Ablehnung neuer Kredite und der Vorrang für Schuldenabbau stärken die Haushaltsdisziplin gegenüber der heutigen Bremer Praxis.

Sparsamer wirtschaften und Finanzkontrolle ausbauen

Die BIW will öffentliche Gelder effizienter einsetzen und Verschwendung eindämmen. Dazu sollen Rechnungshof und Prüfungsämter mehr Befugnisse bekommen und schon an der Planung großer Vorhaben mitwirken.

Die BIW will, dass Bremen sparsam mit Steuergeld umgeht. Prüfer sollen große Projekte früh kontrollieren. Ämter sollen gemeinsam einkaufen und so Rabatte bekommen. Bürger und Mitarbeiter sollen Spar-Ideen einreichen. Für gute Ideen gibt es Prämien.

Große Wirtschaftsförderausgaben sollen vorab eine Kosten-Nutzen-Prüfung mit dem Landesrechnungshof durchlaufen; Prestigeprojekte lehnt das Programm ab. Der Einkauf der Behörden soll gebündelt werden, auch in Kooperation mit Niedersachsen, und bei Vergaben sollen politische Nebenziele keine Rolle spielen. Vorgesehen sind Anreize für sparsame Beschäftigte, Zero-Base-Budgeting sowie ein Vorschlagswesen für Verwaltung und Einwohner mit Prämien. Hinzu kommen das Einwerben privater Spenden und Sponsorengelder, ein härteres Vorgehen gegen Steuer- und Sozialbetrug und mehr Ehrenamt, damit der Staat sich aus einzelnen Aufgaben zurückziehen kann.

Originalzitat anzeigen (Seite 21)
„sind die Befugnisse des Landesrechnungshofes und der Rechnungsprüfungsämter im Land Bremen zu erweitern“
Seite 21 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Ausgabenkürzung, strengere Kontrolle und ein teilweiser Rückzug des Staates zugunsten von Ehrenamt und privaten Geldern verschieben den heutigen Stand in Richtung Haushaltsdisziplin.

Neue Einwohner für Bremen gewinnen

Die BIW will mit einem abgestimmten Programm aller Ressorts mehr Menschen zum Zuzug nach Bremen bewegen. Mehr Einwohner sollen Kaufkraft und Steuereinnahmen des Landes erhöhen.

Die BIW will, dass mehr Menschen in Bremen wohnen. Dafür soll es ein Programm geben. Es richtet sich vor allem an Pendler aus Niedersachsen. Mehr Einwohner bringen dem Land mehr Steuergeld.

Das Konzept soll Stadtentwicklung, Wohnen, Arbeit, Freizeit und Infrastruktur zusammen betrachten. Hauptzielgruppe sind die knapp 125.000 Menschen, die in Niedersachsen wohnen und in Bremen oder Bremerhaven arbeiten. Die BIW sieht darin einen Weg, die Einnahmen des Landes und seiner Städte zu steigern.

Originalzitat anzeigen (Seite 20)
„Wir wollen ein ressortübergreifend abgestimmtes Programm zur aktiven Gewinnung neuer Einwohner“
Seite 20 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Steuerverteilung zugunsten der Stadtstaaten reformieren

Die BIW will, dass Bremen im Bundesrat eine andere Verteilung der Lohn- und Einkommensteuer von Pendlern anstößt. Außerdem soll die Gewerbesteuer durch einen größeren kommunalen Anteil an anderen Steuern ersetzt werden.

Viele Menschen arbeiten in Bremen, wohnen aber in Niedersachsen. Ihre Lohn-Steuer geht an den Wohnort. Die BIW will, dass Bremen einen Teil davon bekommt. Die Gewerbe-Steuer soll wegfallen. Die Städte sollen dafür mehr von anderen Steuern erhalten.

Derzeit richtet sich die Verteilung der Lohnsteuer allein nach dem Wohnsitz, was Bremen nach Darstellung des Programms strukturell benachteiligt. Liegen Wohn- und Arbeitsort in verschiedenen Ländern, soll das Aufkommen je zur Hälfte geteilt werden. Die Gewerbesteuer soll einem höheren Anteil der Kommunen an Lohn-, Einkommen- und Umsatzsteuer weichen. Damit sollen die Einnahmen der bremischen Städte weniger von der Konjunktur abhängen.

Originalzitat anzeigen (Seite 22)
„dass die Verteilung des Steueraufkommens zumindest teilweise nach dem Arbeitsortprinzip verteilt wird“
Seite 22 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen

    Die Reform verteilt Steuereinnahmen zwischen Ländern und Steuerarten um, ohne die Gesamtbelastung erkennbar zu erhöhen oder zu senken.

Landesbeteiligungen prüfen und teilweise verkaufen

Die BIW will die über 200 Beteiligungen des Landes auf Nutzen und Wirtschaftlichkeit prüfen und, wo es sinnvoll ist, verkaufen. Die Erlöse sollen Schulden tilgen und Investitionen finanzieren; kommunale Wohnungen sind vom Verkauf ausgenommen.

Dem Land Bremen gehören Anteile an mehr als 200 Firmen. Die BIW will prüfen, ob sich das lohnt. Manche Anteile soll das Land verkaufen. Mit dem Geld soll Bremen Schulden bezahlen und investieren. Wohnungen der städtischen Gesellschaften sollen nicht verkauft werden.

Ein Verkauf soll ganz oder in Teilen erfolgen, wenn die Marktlage günstig ist. Die Einnahmen sind für Altschulden und Zukunftsinvestitionen in den Wirtschaftsstandort vorgesehen. Die Leistungen für die Bürger dürfen sich durch Privatisierungen nicht verschlechtern, vor allem nicht in der grundlegenden Daseinsvorsorge. Wohnungen von Gewoba, Brebau und Stäwog sollen nicht an private Investoren gehen, weil die BIW Nachteile für Mieter befürchtet.

Originalzitat anzeigen (Seite 21)
„Sofern sinnvoll und möglich, müssen diese Beteiligungen bei günstiger Marktlage ganz oder teilweise veräußert werden.“
Seite 21 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Der teilweise Verkauf öffentlicher Beteiligungen ist ein Schritt Richtung Privatisierung, begrenzt durch Ausnahmen für Wohnungen und Daseinsvorsorge.

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Alle Programme in Bremen im Vergleich