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BSW zur Wirtschaft

Aus dem Programm „Sachsen-Anhalt bleibt anders. Wahlprogramm zur Landtagswahl 2026“

Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2026, 6. September 2026Original-PDF, 90 SeitenAnalyse vom 4. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Wirtschaft

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-0,7), aus 8 Punkten

    Punkte je Stufe: 2 deutlich mehr Staat, 3 eher mehr Staat, 2 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Wachstum zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 0 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

  • Außenpolitikeher Diplomatie zuerst (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Diplomatie zuerst, 2 eher Diplomatie zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Abschreckung zuerst, 0 deutlich Abschreckung zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

In Infrastruktur und Bildung statt in Rüstung investieren

Das BSW will öffentliches Geld in Bildung, Verkehr, Energieversorgung und Digitalisierung lenken statt in Rüstung. Kleine und mittlere Unternehmen sollen gestärkt werden. Nach Ansicht der Partei entsteht Wohlstand nicht durch Rüstung, sondern setzt Frieden voraus.

Das BSW will Geld anders ausgeben. Es soll in Schulen, Straßen, Energie und Internet fließen. Für Waffen soll weniger Geld da sein. Kleine und mittlere Firmen sollen mehr Hilfe bekommen.

Das Programm stellt Ausgaben für Rüstung und zivile Investitionen gegeneinander. Genannt werden Bildung, Infrastruktur, Verkehr, Energieversorgung und Digitalisierung. Statt Rüstungsinteressen sollen kleine und mittlere Betriebe gefördert werden. Wer arbeitet, soll sich nach dem Willen der Partei wieder eine gesicherte Existenz schaffen können. Die Lage des Landes führt das Programm auf 23 Jahre CDU-geführte Regierung zurück.

Originalzitat anzeigen (Seite 7)
„Statt Milliarden in Aufrüstung zu stecken, brauchen wir Investitionen in Bildung, Infrastruktur, Energieversorgung und Digitalisierung.“
Seite 7 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Punkt verlangt mehr öffentliche Investitionen in Bildung und Infrastruktur, also eine stärkere Rolle des Staates.

  • Außenpolitikeher Diplomatie zuerst

    Mittel sollen von der Rüstung in zivile Bereiche umgelenkt werden, was gegenüber dem heutigen Aufrüstungskurs Zurückhaltung beim Militär bedeutet.

Rüstungsindustrie nicht fördern, Konversion finanzieren

Das BSW will Rüstungsfirmen keine öffentlichen Gelder geben und verhindern, dass zivile Betriebe auf Kriegsproduktion umstellen. Ein öffentlicher Fonds soll die Umstellung von Rüstung auf zivile Fertigung bezahlen. Rüstungsexporte sollen strenger kontrolliert und Übergewinne der Branche abgeschöpft werden.

Waffen-Firmen sollen kein Geld vom Staat bekommen. Normale Betriebe sollen keine Waffen bauen. Ein Fonds soll helfen, wenn Waffen-Firmen auf andere Produkte umstellen. Sehr hohe Gewinne aus Waffen will das BSW einziehen.

Die Partei wendet sich dagegen, dass die Wirtschaft zum Zulieferer der Rüstungsindustrie wird. Rüstungsunternehmen sollen weder Zuschüsse noch Darlehen oder Förderprogramme erhalten. Für die Rüstungskonversion, also den Wechsel von militärischer zu ziviler Produktion, ist ein Fonds aus öffentlichen Mitteln vorgesehen. Hinzu kommen schärfere Kontrollen bei der Ausfuhr von Waffen und eine Abgabe auf außergewöhnlich hohe Gewinne der Branche.

Originalzitat anzeigen (Seite 10)
„Keine Subventionen, Kredite oder Fördermittel für Rüstungsunternehmen“
Seite 10 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein öffentlicher Fonds und eine Abschöpfung von Übergewinnen bedeuten mehr staatliche Lenkung und Abgaben in einer Branche.

  • Außenpolitikeher Diplomatie zuerst

    Rüstungsexporte sollen strenger kontrolliert und die Branche nicht mehr gefördert werden, was Zurückhaltung bei Rüstung gegenüber heute verstärkt.

Untersuchungsausschuss zur Intel-Ansiedlung

Ein Untersuchungsausschuss soll die geplante Intel-Ansiedlung aufarbeiten. Aus Sicht des BSW waren die Entscheidungen intransparent und die Kostenrisiken unklar; Großprojekte sollen künftig stärker vom Parlament kontrolliert werden.

Der Landtag soll das Intel-Projekt untersuchen. Das BSW meint: Die Entscheidungen waren nicht offen genug. Es ging um sehr viel Geld. Bei großen Projekten soll das Parlament besser kontrollieren.

Das Programm spricht vom „Intel-Komplex“ und sieht darin ein Beispiel für eine Wirtschaftspolitik, die Milliarden bindet. Der Ausschuss soll klären, wer verantwortlich war. Zugleich bekennt sich die Partei zum Industriestandort und verlangt eine aktive Industriepolitik.

Originalzitat anzeigen (Seite 20)
„Das BSW fordert daher einen Untersuchungsausschuss, um Verantwortlichkeiten offenzulegen, Lehren zu ziehen und Transparenz herzustellen.“
Seite 20 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Finanzierung und Investitionen im Mittelstand erleichtern

Das BSW will kleinen und mittleren Unternehmen den Zugang zu Kapital erleichtern. Dazu sollen Rücklagen und wieder investierte Gewinne steuerlich bessergestellt, Kredite einfacher vergeben und Investitionen durch Abschreibungen und Förderprogramme angeregt werden.

Kleine und mittlere Firmen bekommen oft schwer Geld. Das BSW will das ändern. Firmen sollen weniger Steuern auf Gewinne zahlen, die sie wieder in den Betrieb stecken. Kredite sollen einfacher und schneller zu bekommen sein.

Das Programm nennt als Mittel eine steuerliche Begünstigung von Rücklagen und eine niedrigere Besteuerung von Gewinnen, die im Betrieb bleiben. Kredite sollen schneller, einfacher und digitaler vergeben werden, und die Bankenregulierung soll den Mittelstand nicht benachteiligen. Für Investitionen in Energieeffizienz, Digitalisierung und modernere Produktionsanlagen sind bessere Abschreibungsmöglichkeiten vorgesehen. Auch die Finanzierung von Betriebsübergaben soll einfacher und durchschaubarer werden, damit Nachfolgen gelingen. Als Begründung nennt das Programm, dass Betriebe so unabhängiger von Bankkrediten werden und Wertschöpfung in der Region bleibt.

Originalzitat anzeigen (Seite 21)
„Eine gezielte Förderung der Eigenkapitalbildung ist notwendig, etwa durch die steuerliche Begünstigung von Rücklagen oder die geringere Besteuerung von reinvestierten Gewinnen.“
Seite 21 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Steuerliche Entlastungen für Rücklagen und reinvestierte Gewinne sowie bessere Abschreibungen senken die Abgabenlast von Unternehmen schrittweise.

Gründungen, Innovation und Wissenstransfer fördern

Das BSW will Unternehmensgründungen stärker unterstützen und bürokratische Hürden abbauen. Förderbedingungen für Forschung und Innovation sollen einfacher, transparenter und verlässlicher werden.

Das BSW will Menschen helfen, die eine Firma gründen. Anträge sollen einfacher werden. Es soll mehr Beratung geben. Firmen sollen leichter an Wissen und neue Technik kommen.

Das Programm verweist darauf, dass die Zahl der Gründungen im Vollerwerb sinkt und bis 2030 für mehr als 10.000 Betriebe Nachfolger gesucht werden. Es fordert eine aktive Gründungskultur mit leicht zugänglicher Beratung, Mentoringprogrammen und sozialer Absicherung. Die Förderstrukturen gelten dem Programm als zu kompliziert und zu wenig auf kleine und mittlere Betriebe zugeschnitten; Risikokapital werde zu selten bereitgestellt. Transferzentren und praxisnahe Beratung sollen helfen, Produkte schneller auf den Markt zu bringen.

Originalzitat anzeigen (Seite 21)
„Das BSW setzt sich für mehr Unterstützung von Gründungen sowie für den Abbau von Hemmnissen wie bürokratischen Hürden und komplexen Antragsverfahren ein.“
Seite 21 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen

    Der Punkt verbindet mehr staatliche Förderung für Gründungen mit dem Abbau von Bürokratie und nimmt damit keine klare Seite ein.

Chemiestandort erhalten und umbauen

Das BSW will die Chemieindustrie in Sachsen-Anhalt erhalten und ihren Umbau fördern. Dazu gehören die Ansiedlung von Recycling-Unternehmen in den Chemieparks, günstige Energie, schnellere Genehmigungen und eine gesicherte Versorgung mit Öl und Gas.

Sachsen-Anhalt hat viele Chemie-Betriebe. Das BSW will sie erhalten. Dafür soll Energie günstig sein und Genehmigungen sollen schneller gehen. Die Betriebe sollen sicher Öl und Gas bekommen.

In den bestehenden Chemieparks sollen sich Unternehmen ansiedeln, die auf Recycling ausgerichtet sind. Die Versorgung mit Öl und Gas soll neu geordnet werden; das Programm verweist darauf, dass die Anlagen auf Pipelinegas und bestimmte Ölsorten ausgelegt sind. Der ökologische Umbau soll mit staatlicher Förderung und Beteiligungen des Landes abgesichert werden. Umschulungen sind besonders für Beschäftigte des Bergbaus im Süden des Landes vorgesehen. Hochschulen und Unternehmen sollen in Clustern enger zusammenarbeiten, und Pflichtpraktika sollen die Berufsorientierung verstärken.

Originalzitat anzeigen (Seite 27)
„Diese Neuausrichtung erfordert langfristig günstige Energiepreise, beschleunigte Genehmigungsverfahren und einen moderaten Ausbau der erneuerbaren Energien.“
Seite 27 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Umbau der Industrie soll mit staatlichen Förderprogrammen und Landesbeteiligungen abgesichert werden.

  • Klimaeher Wachstum zuerst

    Günstige Energie und eine gesicherte Öl- und Gasversorgung für die Industrie haben Vorrang, der Ausbau der Erneuerbaren soll nur moderat erfolgen.

Lithiumförderung in öffentlicher Hand organisieren

Das BSW will die Lithiumvorkommen in der Altmark als strategischen Rohstoff unter öffentlicher Kontrolle halten. Gewinne sollen über eine öffentliche Beteiligungsgesellschaft in die Region fließen, und die Förderung soll umwelt- und wasserschonend erfolgen.

In der Altmark gibt es viel Lithium. Das ist ein Rohstoff für Batterien. Das BSW will, dass das Lithium dem Staat gehört. Die Gewinne sollen in der Region bleiben. Die Förderung soll Wasser und Boden schonen.

Private und kommunale Unternehmen können sich an offenen Ausschreibungen beteiligen, bei denen ökologische, soziale und regionale Kriterien den Ausschlag geben. Als Verfahren nennt das Programm die Direkte Lithiumextraktion mit geschlossenen Wasserkreisläufen, lückenloser Umweltüberwachung und Schutz des Grundwassers. Ziel ist eine Wertschöpfungskette im Land von der Gewinnung über die Verarbeitung bis zur Batteriefertigung. Verbindliche Vereinbarungen sollen sicherstellen, dass Gewinne in die regionale Entwicklung zurückfließen. Die Bevölkerung soll klare Mitspracherechte erhalten.

Originalzitat anzeigen (Seite 28)
„Lithium soll als strategische Ressource in öffentlicher Hand bleiben.“
Seite 28 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Ein Rohstoff soll dauerhaft in öffentlichem Eigentum bleiben und seine Gewinne über eine staatliche Beteiligungsgesellschaft gelenkt werden, statt die Förderung privaten Unternehmen zu überlassen.

Daseinsvorsorge rekommunalisieren, Privatisierungen stoppen

Das BSW will zentrale Bereiche der Daseinsvorsorge zurück in öffentliche oder genossenschaftliche Trägerschaft holen. Weitere Privatisierungen von kommunalem Eigentum lehnt die Partei ab.

Das BSW will wichtige Dienste wieder in öffentliche Hand geben. Dazu gehören Wasser, Energie, Müll, Wohnungen, Bus und Bahn. Private Firmen sollen damit keinen Gewinn machen. Gemeinden sollen kein Eigentum mehr verkaufen.

Genannt werden Energie- und Wasserversorgung, Abfallentsorgung, Nahverkehr, Wohnungen und soziale Einrichtungen. Diese Bereiche sollen aus Sicht des Programms nicht von gewinnorientierten privaten Unternehmen betrieben werden. Die Rekommunalisierung gilt dem BSW als wesentlicher Baustein, damit Kommunen wieder selbst gestalten können.

Originalzitat anzeigen (Seite 76)
„Öffentlicher Nahverkehr, Energie, Wasser, Abfall, Wohnungswirtschaft und soziale Infrastruktur gehören in öffentliche oder genossenschaftliche Hand – nicht in renditeorientierte Privatstrukturen.“
Seite 76 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Private Betreiber sollen in mehreren Versorgungsbereichen durch öffentliche oder genossenschaftliche Träger ersetzt werden, was die Eigentumsordnung in diesen Bereichen grundlegend verändert.

Mittelstand, Gründer und Fachkräfte im Land fördern

Das BSW will kleine und mittlere Betriebe steuerlich entlasten und Gründern den Start erleichtern. Ärzte und Lehrer sollen Vergünstigungen erhalten, wenn sie aufs Land ziehen. Ziel ist laut Programm, dass junge Menschen in der Region bleiben.

Das BSW will kleine Betriebe im Land fördern. Sie sollen weniger Steuern zahlen, wenn sie modernisieren. Ärzte und Lehrer sollen Hilfe bekommen, wenn sie aufs Land ziehen. Zum Beispiel beim Hauskauf. Junge Menschen sollen im Land bleiben.

Steuervorteile soll es für Modernisierungen und neue Geräte geben, dazu Hilfe bei der Fachkräfteausbildung. Ärzte und Lehrer sollen beim Hauskauf oder bei der ersten Praxisausstattung begünstigt werden. Aufsichtsräte großer Unternehmen sollen Rechenschaft ablegen, wenn Ostdeutsche unterrepräsentiert sind. Vorgesehen sind auch Weiterbildungen für junge Führungskräfte. In der Bildung will das BSW an längeres gemeinsames Lernen und Betriebspatenschaften aus der DDR anknüpfen. Auch nachhaltige Landwirtschaft soll unterstützt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 89)
„Handel, Dienstleistung und Handwerk vor Ort sollen gezielt gefördert werden.“
Seite 89 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen

    Der Punkt verbindet Steuererleichterungen für Betriebe mit staatlicher Förderung und einer neuen Rechenschaftspflicht für Aufsichtsräte.

Was sagen die anderen Parteien zur Wirtschaft?

Alle Programme in Sachsen-Anhalt im Vergleich