Zum Inhalt springen
parteiprogramm

AfD zur Wirtschaft

Aus dem Programm „DAS LAND ZUERST. Regierungsprogramm der AfD Sachsen-Anhalt zur Landtagswahl 2026“

Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2026, 6. September 2026Original-PDF, 258 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Wirtschaft

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen (0), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 2 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher konservativ (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 1 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Mittelstand statt Großkonzerne fördern

Die AfD will die Wirtschaftspolitik des Landes auf kleine und mittelständische Unternehmen ausrichten statt auf Subventionen für ausländische Großkonzerne. Standortnachteile sollen beseitigt und neue Vorteile geschaffen werden. So will sie eine Re-Industrialisierung einleiten.

Die AfD will kleine und mittlere Firmen im Land stärken. Sie will kein Geld mehr für große Konzerne aus dem Ausland geben. Das Land soll als Standort besser werden. So sollen weniger Firmen pleitegehen oder wegziehen. Mehr neue Firmen sollen entstehen.

Das Programm verweist auf die geplante Intel-Ansiedlung, für die zehn Milliarden Euro an Subventionen vorgesehen waren, nach seiner Rechnung über drei Millionen Euro je Arbeitsplatz. Daraus folgert die AfD, dass Milliardenhilfen für ein einzelnes Großunternehmen strukturelle Probleme nicht lösen. Als Standortnachteile nennt sie hohe Energiekosten, schlechte Verkehrsinfrastruktur und die Abwanderung von Fachkräften. Begleitend sind Maßnahmen in der Energie-, Infrastruktur- und Arbeitsmarktpolitik vorgesehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 143)
„Diese Politik soll dazu dienen, die Insolvenz und Abwanderung kleiner und mittelständischer Unternehmen zu stoppen sowie die Gründung kleiner und mittelständischer Unternehmen im Land zu fördern.“
Seite 143 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Statt hoher Einzelsubventionen für Großunternehmen sollen bessere allgemeine Standortbedingungen treten, was den staatlichen Eingriff schrittweise verringert.

Sonderwirtschaftszonen in strukturschwachen Regionen prüfen

Die AfD will prüfen, ob in strukturschwachen Teilen Sachsen-Anhalts räumlich begrenzte Sonderwirtschaftszonen eingerichtet werden können. Sie verweist auf andere Länder, die damit nach ihrer Darstellung gute wirtschaftliche Ergebnisse erzielen.

Die AfD will Sonder-Wirtschaftszonen prüfen. Das sind Gebiete mit besonderen Regeln für Firmen. Sie sollen in wirtschaftlich schwachen Gegenden liegen. Andere Länder haben damit laut AfD Erfolg.

Die Zonen sollen klar abgegrenzte Gebiete in wirtschaftlich schwachen Regionen des Landes sein. Das Programm stellt fest, dass Deutschland mit diesem Instrument bisher keine Erfahrung hat. Die AfD bezeichnet das Vorhaben deshalb als wirtschaftspolitisches Neuland.

Originalzitat anzeigen (Seite 145)
„indem sie die Einrichtung räumlich abgegrenzter Sonderwirtschaftszonen in strukturschwachen Regionen des Landes prüft“
Seite 145 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Geprüft werden Gebiete mit besonderen Bedingungen für Unternehmen, was in Richtung marktfreundlicherer Standortpolitik weist, aber zunächst nur eine Prüfung ist.

Meisterausbildung kostenfrei machen, Meisterprämie zahlen

Die AfD will die Meisterausbildung kostenfrei machen und eine nach Alter gestaffelte Meisterprämie einführen. So sollen wieder mehr Handwerker den Meisterbrief erwerben und später Betriebe übernehmen.

Die AfD will, dass die Ausbildung zum Meister nichts kostet. Dazu soll es eine Prämie geben. Junge Meister bekommen am meisten Geld. So sollen mehr Handwerker Meister werden. Sie sollen später Betriebe übernehmen.

Die Kostenfreiheit soll für alle Altersgruppen gelten, aber besonders jungen Menschen ohne Rücklagen helfen, die eine Familie gründen wollen. Die Prämie soll 5.000 Euro betragen, wenn der Abschluss vor dem 25. Geburtstag gelingt, 2.500 Euro bis zum 30. Geburtstag und 1.000 Euro danach. Beides ist Teil eines Handwerkssicherungskonzepts, das vom Handwerksjahr über Ausbildung, Führerschein-Zuschuss und Abschlussprämie bis zur Übernahme des Ausbildungsbetriebs reicht. Damit will die AfD auch dem Problem begegnen, dass viele Betriebsinhaber bald in den Ruhestand gehen und schwer Nachfolger finden.

Originalzitat anzeigen (Seite 149)
„Außerdem soll eine Meisterprämie eingeführt werden, um Handwerker zu motivieren, bereits in jungen Jahren einen Meisterabschluss anzustreben.“
Seite 149 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das Land soll die Kosten der Meisterausbildung übernehmen und zusätzlich Prämien zahlen, also öffentliche Leistungen ausbauen.

Digitalisierung und KI in kleinen Unternehmen fördern

Die AfD will kleine und mittlere Unternehmen fördern, wenn sie in Technisierung, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz investieren. Das soll den Wirtschaftsstandort Sachsen-Anhalt modernisieren.

Die AfD will kleinen und mittleren Firmen helfen. Die Firmen sollen in moderne Technik investieren. Dazu gehören Computer-Technik und Künstliche Intelligenz. So soll die Wirtschaft im Land moderner werden.

Das Programm begründet die Förderung damit, dass Unternehmen durch solche Investitionen effizienter produzieren, Ressourcen besser einsetzen und produktiver werden können. Eine AfD-geführte Landesregierung soll entsprechende Vorhaben des Mittelstands unterstützen. Ziel ist ein modernisierter und zukunftssicherer Standort.

Originalzitat anzeigen (Seite 150)
„Darum wird eine AfD-geführte Landesregierung Maßnahmen und Investitionen kleiner und mittelständischer Unternehmen in diesen Feldern unterstützen und fördern.“
Seite 150 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das Land soll Investitionen von Unternehmen mit öffentlicher Förderung unterstützen, was die staatliche Rolle leicht ausweitet.

Gütesiegel „Hergestellt in Sachsen-Anhalt“ einführen

Die AfD will ein Gütesiegel für Produkte aus Sachsen-Anhalt schaffen und mit einer Werbekampagne begleiten. Es soll die Vielfalt heimischer Erzeugnisse sichtbar machen.

Die AfD will ein Siegel für Produkte aus Sachsen-Anhalt einführen. Ein Siegel ist ein Zeichen auf der Ware. Es zeigt, woher die Ware kommt. Firmen können es freiwillig nutzen. Dazu soll es Werbung geben.

Das Siegel soll eine freiwillige Herkunftsangabe sein. Gedacht ist es vor allem für Waren von Traditionsunternehmen, die eng mit dem Land verbunden sind und für dieses einen typischen Wert haben. Eine Landesregierung unter Führung der AfD soll das Siegel entwickeln, etablieren und eine passende Vermarktungskampagne starten.

Originalzitat anzeigen (Seite 150)
„wird eine AfD-geführte Landesregierung das Gütesiegel „Hergestellt in Sachsen-Anhalt“ entwickeln, einführen und etablieren.“
Seite 150 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Tourismus mit Kampagne #deutschdenken stärken

Die AfD will ein neues Tourismuskonzept entwickeln, das in eine Kampagne namens #deutschdenken eingebettet ist. Der Tourismus soll als Wirtschaftsfaktor für das ländlich geprägte Land wachsen und dabei Kultur und Geschichte des Landes stärker nutzen.

Die AfD will mehr Urlauber nach Sachsen-Anhalt holen. Dafür soll es einen neuen Plan geben. Der Plan gehört zu einer Kampagne mit dem Namen #deutschdenken. Kultur und Geschichte des Landes sollen dabei wichtig sein. Der Tourismus soll Arbeit und Einkommen bringen.

Das Programm beschreibt den Tourismus als Quelle für Einkommen, als Grund für Fachkräfte zu bleiben und als Chance, örtliche Infrastruktur zu entwickeln. Es wirft der CDU-geführten Landesregierung vor, die Branche nicht ausreichend gefördert und die kulturellen und historischen Besonderheiten des Landes nicht genutzt zu haben. Während der Inlandstourismus anderswo wachse, stagniere er in Sachsen-Anhalt. Eine AfD-geführte Regierung soll deshalb ein Gesamtkonzept erarbeiten und umsetzen.

Originalzitat anzeigen (Seite 151)
„Eine AfD-geführte Landesregierung wird im Rahmen der neuen Kampagne #deutschdenken ein in sich stimmiges Konzept entwickeln und umsetzen, um dem Tourismus in Sachsen-Anhalt zu neuer Blüte zu verhelfen.“
Seite 151 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Die Tourismusförderung soll an eine Kampagne gebunden werden, die nationale Kultur und historische Prägung betont, was eine leichte Verschiebung zu traditionsbewahrenden Werten bedeutet.

Was sagen die anderen Parteien zur Wirtschaft?

Alle Programme in Sachsen-Anhalt im Vergleich