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BSW zur Familie

Aus dem Programm „Sachsen-Anhalt bleibt anders. Wahlprogramm zur Landtagswahl 2026“

Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2026, 6. September 2026Original-PDF, 90 SeitenAnalyse vom 4. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Familie

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,2), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 3 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschaftausgewogen (0), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 0 ausgewogen, 1 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Ferien- und Ganztagsbetreuung durch das Land finanzieren

Das BSW will, dass das Land eine verlässliche Betreuung in den Ferien und im Ganztag bezahlt und die Kommunen dabei unterstützt. Eltern sollen ohne finanziellen oder gesellschaftlichen Druck zwischen Beruf und Familienarbeit wählen können. Die Partei will außerdem die wirtschaftliche Unabhängigkeit von Frauen stärken.

Kinder haben mehr freie Tage als Eltern Urlaub haben. Das BSW will deshalb mehr Betreuung in den Ferien und am Nachmittag. Das Land soll dafür bezahlen. Es soll auch den Städten und Gemeinden helfen. Frauen sollen eigenes Geld verdienen können.

Das Programm begründet die Forderung damit, dass die schulfreien Tage die Urlaubstage der Eltern klar übersteigen. Vereinbarkeit von Familie und Beruf gilt dem BSW als Schlüssel zur Gleichstellung. Die Partei verweist auf die DDR-Erfahrung, in der Berufstätigkeit von Frauen und öffentliche Kinderbetreuung üblich waren. Frauen arbeiteten heute häufiger in Teilzeit und leisteten den größten Teil der unbezahlten Sorgearbeit. Gleichstellung soll als Querschnittsaufgabe in allen Politikfeldern geprüft werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 37)
„Diese Lücke kann nur geschlossen werden, wenn das Land Sachsen-Anhalt verlässliche Ferien- und Ganztagsbetreuung finanziert und die Kommunen bei der Umsetzung unterstützt.“
Seite 37 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das Land soll zusätzliche öffentliche Betreuungsangebote finanzieren, was öffentliche Leistungen ausbaut.

  • Gesellschafteher progressiv

    Der Ausbau der Betreuung soll die Erwerbstätigkeit und wirtschaftliche Eigenständigkeit von Frauen fördern, was zur Gleichstellung hin verschiebt.

Werbemessen für Leihmutterschaft verbieten

Das BSW lehnt es ab, Mutterschaft und Kinderwunsch zu kommerzialisieren. Messen, auf denen Agenturen für Leihmutterschaft werben oder Verträge vorbereiten, sollen im Land untersagt werden. Die Partei will damit Frauen vor Ausbeutung und Kinder vor Menschenhandel schützen.

Das BSW ist gegen Geschäfte mit Leihmutterschaft. Bei einer Leihmutterschaft trägt eine Frau ein Kind für andere aus. Messen mit Werbung dafür sollen in Sachsen-Anhalt verboten sein. Das soll Frauen und Kinder schützen.

Das Land soll solche Veranstaltungen über seine Zuständigkeiten im Ordnungsrecht und im Verbraucherschutz untersagen und das Verbot auch durchsetzen. Der Landesverband will dem Bundesvorstand der Partei empfehlen, auf Bundesebene ein umfassendes Verbot anzustreben. Als Ziel nennt das Programm, Frauen vor Ausbeutung zu bewahren und Kinder gegen Menschenhandel zu schützen.

Originalzitat anzeigen (Seite 38)
„Babymessen, auf denen Leihmutterschafts-Agenturen oder Vermittler werben, Kontakte knüpfen oder Verträge anbahnen, sind in Sachsen-Anhalt zu verbieten.“
Seite 38 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Das bestehende Verbot der Leihmutterschaft soll durch ein Veranstaltungsverbot gegen Vermittler zusätzlich abgesichert werden, was neue Formen der Familiengründung weiter begrenzt.

Kitas beitragsfrei machen

Das BSW will die Elternbeiträge für Kitas in Sachsen-Anhalt perspektivisch abschaffen und eine ganztägige Betreuung im ganzen Land sichern. Frühkindliche Bildung dürfe nach Ansicht der Partei nicht vom Einkommen der Eltern abhängen.

Eltern sollen später kein Geld mehr für die Kita zahlen. Überall soll es Betreuung für den ganzen Tag geben. Das BSW sagt: Bildung für kleine Kinder darf nicht vom Geld der Eltern abhängen.

Das Programm versteht ganztägige Kinderbetreuung als Teil der sozialen Infrastruktur und als Bedingung dafür, dass Eltern arbeiten können. Wegen sinkender Geburtenzahlen sieht das BSW kleine Kitas von Schließung bedroht, wenn das Land die Kommunen nicht finanziell unterstützt. Die Beitragsfreiheit wird als Ziel für die Zukunft genannt. Die staatliche Verantwortung für Betreuung soll weiterentwickelt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 46)
„Wir setzen uns deshalb für beitragsfreie Kitas in Sachsen-Anhalt ein.“
Seite 46 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Die Elternbeiträge sollen ganz entfallen, sodass die öffentliche Hand die Kita-Kosten vollständig trägt.

Mehr Kita-Fachkräfte ausbilden, Kinderförderungsgesetz reformieren

Das BSW will das Kinderförderungsgesetz grundlegend reformieren, mehr Erzieher ausbilden und die Personalschlüssel verbessern. Bezahlung und Arbeitsbedingungen in Kitas sollen aufgewertet werden, um dem Fachkräftemangel zu begegnen.

In Kitas fehlen Fachkräfte. Das BSW will mehr Erzieher ausbilden. Eine Fachkraft soll weniger Kinder betreuen. Die Arbeit in der Kita soll besser bezahlt werden.

Vorgesehen sind mehr Ausbildungsplätze für Erzieher und mehr Studienplätze in der Kindheitspädagogik. Auszubildende sollen fair vergütet werden, Beschäftigte verlässliche Arbeitszeiten und angemessenen Lohn erhalten. Den Geburtenrückgang will die Partei nutzen, um das Verhältnis von Personal zu Kindern zu verbessern. Bildungskonzepte sollen mit Fachverbänden erarbeitet und regelmäßig überprüft werden. Aufstiegswege und Entlastungsmodelle sollen den Beruf attraktiver machen.

Originalzitat anzeigen (Seite 46)
„Ausbildungskapazitäten für staatlich anerkannte Erzieher müssen deutlich ausgeweitet und Studienplätze in der Kindheitspädagogik ausgebaut werden.“
Seite 46 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr Personal, bessere Bezahlung und mehr Ausbildungsplätze erhöhen die öffentlichen Ausgaben für Kitas.

Unabhängige Ombudsstellen in der Jugendhilfe einrichten

Das BSW will im ganzen Land dauerhaft unabhängige Ombudsstellen für die Kinder- und Jugendhilfe schaffen. Sie sollen Kindern, Jugendlichen und Familien bei Konflikten mit Jugendämtern oder Trägern früh helfen.

Manche Kinder und Familien haben Streit mit dem Jugendamt. Das BSW will dafür unabhängige Anlauf-Stellen schaffen. Dort bekommen sie Hilfe und Vermittlung. Diese Stellen soll es im ganzen Land geben.

Die Ombudsstellen sollen leicht erreichbar sein, die Beteiligung junger Menschen stärken und in Konflikten vermitteln, bevor diese eskalieren. Sie sollen ausreichend Personal und Geld erhalten und mit den vorhandenen Hilfesystemen verzahnt sein. Was in den Beratungen sichtbar wird, soll genutzt werden, um Abläufe und Schutzmaßnahmen der Jugendhilfe zu verbessern. Zur Vorbeugung nennt das Programm außerdem die Jugendhilfe, Sozialarbeit an Schulen sowie Aufklärung darüber, was Recht und was Unrecht ist.

Originalzitat anzeigen (Seite 72)
„Damit diese Stellen wirksam werden, sollten sie landesweit dauerhaft eingerichtet, personell und finanziell abgesichert sowie klar in die bestehenden Hilfesysteme eingebunden werden.“
Seite 72 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mit dauerhaft finanzierten Ombudsstellen entsteht ein zusätzliches öffentliches Angebot in der Jugendhilfe.

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Alle Programme in Sachsen-Anhalt im Vergleich