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AfD zum Wohnen

Aus dem Programm „Alles für Thüringen! Wahlprogramm der AfD Thüringen zur Landtagswahl 2024“

Landtagswahl Thüringen 2024, 1. September 2024Original-PDF, 148 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Wohnen

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen (+0,3), aus 6 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 2 eher mehr Markt, 1 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Wachstum zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 0 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

  • Migrationeher restriktiv (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 0 eher offen, 0 ausgewogen, 1 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Ersten Eigentumserwerb von Familien fördern

Die AfD will Familien beim ersten Kauf oder Bau von Wohneigentum mit Darlehen unterstützen, die je nach Kinderzahl teilweise nicht zurückgezahlt werden müssen. Zudem soll die Grunderwerbsteuer für sie sinken. Das Programm erhofft sich davon, dass Familien dauerhaft in Thüringen bleiben.

Die AfD will Familien beim ersten eigenen Haus helfen. Familien sollen einen Kredit vom Land bekommen. Wer mehr Kinder hat, muss weniger zurückzahlen. Auch die Steuer beim Kauf soll für Familien sinken.

Gefördert werden soll der Ersterwerb einer Wohnung oder eines Hauses. Der Erlass eines Teils der Rückzahlung richtet sich nach der Zahl der Kinder. Die Partei verweist auf niedrige Geburtenzahlen und die Abwanderung von Arbeitskräften. Ein Eigenheim gilt ihr als Zeichen, dass eine Familie langfristig im Land leben und arbeiten will.

Originalzitat anzeigen (Seite 27)
„Wir stehen zur Reduzierung der Grunderwerbsteuer für Familien beim Ersterwerb von Wohneigentum.“
Seite 27 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen

    Der Punkt verbindet staatliche Förderdarlehen mit einer Steuersenkung und nimmt damit auf der Wirtschaftsachse keine klare Seite ein.

Bauvorschriften abbauen, 50.000 Wohnungen anstreben

Die AfD will Vorschriften zu Energie, Dämmung und Denkmalschutz im Bau zurückfahren, weil sie aus ihrer Sicht das Wohnen verteuern. Das Land soll den Neubau fördern und 50.000 neue Wohnungen anstreben.

Die AfD sagt: Zu viele Regeln machen das Bauen teuer. Sie will Regeln zu Heizung, Dämmung und Denkmal-Schutz abbauen. Bau-Anträge sollen schneller fertig werden. Das Land soll 50.000 neue Wohnungen anstreben.

Die Pflicht zu teurer Energietechnik soll enden, soweit das rechtlich geht; den Klimanutzen dieser Regeln hält die AfD für nicht nachweisbar. Auch Brandschutz- und Schallschutzregeln gelten dem Programm als überzogen. Handwerksmeister sollen neben Architekten bestimmte Wohnbauten planen dürfen. Bauanträge und Planfeststellungen sollen schneller und billiger bearbeitet werden. Behörden sollen ihren Ermessensspielraum bei Neubaustandards zugunsten der Bauherren nutzen. Zudem soll Wohnraum auf dem Land stärker genutzt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 77)
„Den Zwang zum Einbau teurer Technik und übertriebene Vorschriften zum Bauen wollen wir, wo immer möglich, beenden.“
Seite 77 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Der Abbau von Bauvorschriften und schnellere Genehmigungen verringern Regulierung, auch wenn das Land den Neubau zugleich fördern soll.

  • Klimaeher Wachstum zuerst

    Energie- und Dämmvorgaben sollen im Rahmen des rechtlich Möglichen zugunsten niedrigerer Baukosten gelockert werden.

Grundsteuer abschaffen

Die AfD will die Grundsteuer abschaffen, damit Wohnen in Thüringen weniger mit Steuern belastet wird. Sie verweist darauf, dass auf ihr Betreiben 2023 bereits die Grunderwerbsteuer für Familien beim ersten Kauf von Wohneigentum entfallen sei.

Die AfD will die Grundsteuer abschaffen. Das ist eine Steuer auf Grundstücke und Häuser. Wohnen soll dadurch billiger werden. Die Partei sagt: Bei der Steuer auf den Hauskauf hat sie schon etwas erreicht.

Das Programm nennt die Abschaffung der Grundsteuer als Mittel, um das Wohnen steuerlich zu entlasten. Als bisherigen Erfolg führt die AfD an, dass 2023 die Grunderwerbsteuer für Familien beim Ersterwerb von Wohneigentum gestrichen wurde. Außerdem sei der Steuersatz der Grunderwerbsteuer allgemein gesenkt worden. Beides sei gegen den Widerstand der rot-rot-grünen Koalition geschehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 78)
„Wir setzen uns darüber hinaus weiterhin für die Abschaffung der Grundsteuer ein, um das Wohnen im Freistaat steuerlich zu entlasten.“
Seite 78 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Markt

    Eine heute erhobene Steuer soll vollständig entfallen, was eine grundlegende Senkung der Abgabenlast bedeutet.

Staatsziel Wohnungsbau in der Verfassung präzisieren

Die AfD will Artikel 15 der Thüringer Verfassung, der das Land auf ausreichenden und angemessenen Wohnraum verpflichtet, genauer fassen. Aus ihrer Sicht ist die Vorschrift zu unbestimmt, weshalb Land und Kommunen bisher zu wenig für den Wohnungsbau getan hätten.

In der Thüringer Verfassung steht: Das Land soll für genug Wohnungen sorgen. Die AfD findet diese Regel zu ungenau. Sie will die Regel genauer schreiben. Dann müssen Land und Gemeinden mehr für den Wohnungsbau tun.

Die Verfassungsänderung soll festlegen, unter welchen Voraussetzungen das Land und seine Gebietskörperschaften tätig werden müssen. Sie soll außerdem die Zuständigkeiten eindeutig regeln. Auch die Formen, in denen das Staatsziel umgesetzt wird, sollen genauer bestimmt werden. Das Programm begründet dies damit, dass frühere Landesregierungen und die Kommunen zu wenig unternommen hätten.

Originalzitat anzeigen (Seite 78)
„fordert die AfD Thüringen eine Konkretisierung der verfassungsrechtlichen Bestimmung des Artikels 15.“
Seite 78 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Staat soll beim Wohnungsbau durch eine genauere Verfassungsnorm stärker in die Pflicht genommen werden, was die öffentliche Verantwortung ausweitet.

Genossenschaften und Sozialwohnungen fördern, nicht für Asylbewerber

Die AfD will gute Rahmenbedingungen für Wohnungsbaugenossenschaften und den sozialen Wohnungsbau mit günstigen Grundstücken und Landesgeld unterstützen. Sozialwohnungen sollen nach ihrem Willen finanzschwachen Bürgern Thüringens vorbehalten sein und nicht zur Unterbringung von Asylbewerbern dienen.

Die AfD will Wohnungs-Genossenschaften unterstützen. Das sind Vereinigungen, die Wohnungen ohne Gewinn vermieten. Auch Sozialwohnungen will sie fördern. Dafür soll es günstige Grundstücke und Geld vom Land geben. Asylbewerber sollen nicht in Sozialwohnungen wohnen.

Das Programm beschreibt gemeinnützige Wohnungsbaugenossenschaften als tragende Säule des Thüringer Wohnungsmarktes, weil sie ohne Gewinnabsicht arbeiten und für stabile Preise sorgen. Die AfD will für sie günstige Rahmenbedingungen schaffen. Für Bauvorhaben im sozialen Wohnungsbau sollen Grundstücke kostengünstig bereitgestellt und eine Förderung durch das Land gewährt werden. Die Nutzung von Sozialwohnungen als Asylunterkünfte lehnt die Partei ab.

Originalzitat anzeigen (Seite 79)
„Im Bereich des sozialen Wohnungsbaus wollen wir uns für eine kostengünstige Bereitstellung von Grundstücken bei entsprechenden Bauvorhaben und für eine Landesförderung einsetzen.“
Seite 79 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Landesförderung und verbilligte Grundstücke bauen die öffentliche Unterstützung des Wohnungsbaus schrittweise aus.

  • Migrationeher restriktiv

    Asylbewerber sollen von der Unterbringung in Sozialwohnungen ausgeschlossen werden, was ihre Bedingungen einschränkt.

Bauplanungsrecht vereinfachen, Bauland leichter ausweisen

Die AfD will das Bauplanungsrecht vereinfachen, damit Kommunen Wohn- und Gewerbegebiete nach ihrem Bedarf weiterentwickeln und neu ausweisen können. Kommunen sollen außerdem leichter ungenutzte Gebäude im Ort kaufen und ihre Ortskerne entwickeln können.

Die AfD will das Bauen einfacher machen. Kommunen sollen leichter neue Flächen für Wohnungen und Firmen festlegen können. Sie sollen auch leere Häuser im Ort leichter kaufen können. So sollen die Orts-Kerne besser genutzt werden.

Im ländlichen Raum soll es einfacher werden, Flächen für den Wohnungsbau auszuweisen. Kommunen sollen leerstehende Immobilien in Dörfern und Städten unkomplizierter erwerben können. Die Entwicklung der Innenbereiche soll das einheitliche Ortsbild wahren und den Druck verringern, im Außenbereich zu bauen, was aus Sicht des Programms Fläche verbraucht. Eine schnelle Bedarfsplanung soll den Erwerb von Wohneigentum erleichtern und Unternehmen an die Kommunen binden.

Originalzitat anzeigen (Seite 132)
„Wir wollen durch ein vereinfachtes Bauplanungsrecht die Fortentwicklung bestehender und die Ausweisung neuer Wohnungsbau- und Gewerbegebiete nach örtlichem Bedarf ermöglichen.“
Seite 132 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Planungsvorgaben für Wohn- und Gewerbeflächen sollen gelockert werden, was Regulierung abbaut.

Garagenanlagen dauerhaft schützen

Die AfD will den langfristigen Bestandsschutz für Garagenanlagen aufrechterhalten. Sie sollen nicht ohne Ersatz für dichtere Wohnbebauung oder als Ausgleichsfläche anderer Bauprojekte weichen müssen.

Die AfD will Garagen-Anlagen erhalten. Sie sollen nicht für neue Wohnhäuser abgerissen werden. Die AfD sagt: Garagen sind auch Treffpunkte. Eigentümer und Pächter sollen keinen Schaden haben.

Das Programm beschreibt Garagenanlagen nicht nur als Stellplätze, sondern auch als Orte für Begegnung, Freizeit und Rückzug. Ein Abriss ohne Ersatz und zulasten von Eigentümern oder Pächtern wird abgelehnt. Das gilt für Nachverdichtung ebenso wie für Ausgleichsmaßnahmen.

Originalzitat anzeigen (Seite 136)
„Die AfD setzt sich für den Erhalt von Garagenanlagen, das heißt für die Aufrechterhaltung des langfristigen Bestandsschutzes der Anlagen, ein.“
Seite 136 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

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