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AfD zu Klima und Energie

Aus dem Programm „Alles für Thüringen! Wahlprogramm der AfD Thüringen zur Landtagswahl 2024“

Landtagswahl Thüringen 2024, 1. September 2024Original-PDF, 148 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Klima und Energie

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt (+1), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 0 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 4 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Europaeher weniger EU (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 0 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 1 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Klimadeutlich Wachstum zuerst (+1,9), aus 7 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 0 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Wachstum zuerst, 6 deutlich Wachstum zuerst

  • Außenpolitikeher Diplomatie zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Diplomatie zuerst, 1 eher Diplomatie zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Abschreckung zuerst, 0 deutlich Abschreckung zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Thüringer Klimagesetz abschaffen, Technologieoffenheit einführen

Die AfD will das Thüringer Klimagesetz streichen und weitere Landesregeln ändern, die aus ihrer Sicht der Wirtschaft schaden. Der Staat soll keine bestimmten Technologien bevorzugen. Unternehmen sollen Freiheit und Planungssicherheit erhalten.

Die AfD will das Klima-Gesetz von Thüringen abschaffen. Sie sagt: Solche Regeln schaden den Firmen. Der Staat soll keine Technik bevorzugen. Die besten Produkte sollen sich am Markt durchsetzen.

Das Programm spricht von einer ideologisch begründeten Regelungswut und Verbotskultur, die beendet werden soll. Landesregelungen mit negativen Folgen für die Wirtschaft sollen reformiert oder gestrichen werden. Unter Technologieoffenheit versteht die AfD, dass der Markt über Produkte und Innovationen entscheidet. Dazu zählt sie die Förderung junger, innovativer Firmen, besonders in Forschung und Entwicklung. Auflagen, die betriebsfremde Kosten verursachen, lehnt sie ab.

Originalzitat anzeigen (Seite 51)
„Landeshoheitliche Regelungen, die sich negativ auf die Wirtschaft auswirken und sich als Angriff auf unseren Wohlstand erweisen, sollen reformiert oder, wie das Thüringer Klimagesetz, gänzlich abgeschafft werden.“
Seite 51 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Staatliche Auflagen für Unternehmen sollen zurückgenommen werden und der Markt soll über Technologien entscheiden.

  • Klimadeutlich Wachstum zuerst

    Das geltende Landesklimagesetz soll vollständig entfallen, womit Klimavorgaben zugunsten der Wirtschaft aufgegeben werden.

Ausbau der Windkraft stoppen

Die AfD lehnt neue Windräder grundsätzlich ab, vor allem im Wald. Auch Solaranlagen auf Ackerland oder ökologisch wenig belasteten Flächen will sie nicht. Sie begründet das mit Schäden für Natur und Landschaft und damit, dass Windkraft keine verlässliche Stromversorgung leiste.

Die AfD will keine neuen Windräder. Das gilt besonders für den Wald. Auch Solar-Anlagen auf Feldern lehnt sie ab. Die Partei sagt: Windräder schaden der Natur und der Landschaft.

Aus Sicht des Programms kann Windenergie weder die Grundlast noch Verbrauchsspitzen decken und ist Ergebnis von Klientelpolitik für die Windbranche. Bau und Betrieb der Anlagen versiegelten Flächen dauerhaft und töteten sehr viele Vögel, Fledermäuse und Insekten, darunter geschützte Arten. Landschaften würden entstellt. Solange der Bund den Ausbau von Wind- und Solaranlagen nicht beendet, sollen Bürger in den Kommunen wirksamere Mittel bekommen, um solche Anlagen zu verhindern.

Originalzitat anzeigen (Seite 89)
„Die AfD lehnt den weiteren Bau von Windenergieanlagen generell und insbesondere im Wald ab.“
Seite 89 im Original

Einordnung

  • Klimadeutlich Wachstum zuerst

    Ein genereller Stopp neuer Windräder würde den heute gesetzlich vorgesehenen Ausbau der Windenergie beenden.

Förderung und Einspeisevorrang für Erneuerbare beenden

Die AfD will die staatliche Förderung erneuerbarer Energien, etwa über garantierte Abnahmepreise, beenden und ihren Vorrang bei der Einspeisung ins Stromnetz abschaffen. Die Stromtrassen SuedLink, SuedOstLink und P540 lehnt sie ab. Sie begründet das mit gestiegenen Energiekosten und einer aus ihrer Sicht unsichereren Versorgung.

Strom aus Wind und Sonne bekommt heute feste Preise und Vorrang im Netz. Die AfD will beides beenden. Sie lehnt auch große neue Strom-Leitungen durch Thüringen ab. Die Partei sagt: Die Energiewende macht Strom teuer und unsicher.

Das Programm betont, die AfD sei nicht grundsätzlich gegen erneuerbare Energien, wolle aber deren aus ihrer Sicht planwirtschaftliche Förderung beenden. Betreiber, deren Anlagen teure Eingriffe zur Stabilisierung des Netzes nötig machen, sollen einen Teil dieser Kosten tragen. Die Trassen SuedLink, SuedOstLink und P540 sieht die Partei als Folge der Energiewende, weil sie Windstrom aus dem Norden nach Süddeutschland bringen und dabei durch Thüringen führen. Nach Darstellung des Programms hat die Energiewende Strom, Kraftstoff und Heizen verteuert und das Risiko eines großflächigen Stromausfalls erhöht.

Originalzitat anzeigen (Seite 90)
„Die Thüringer AfD fordert, den Einspeisevorrang „erneuerbarer“ Energien zu beenden.“
Seite 90 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Die Förderung über garantierte Preise soll enden und Betreiber sollen Netzkosten mittragen, was auf weniger staatliche Lenkung im Strommarkt zielt.

  • Klimadeutlich Wachstum zuerst

    Garantierte Vergütung und Einspeisevorrang sind Kernelemente der heutigen Förderung erneuerbarer Energien und sollen wegfallen.

Auf Gas, Kernkraft und russisches Erdgas setzen

Die AfD will Strom in Thüringen vor allem mit Gaskraftwerken erzeugen und fordert, dass Deutschland schnell zur Kernenergie zurückkehrt. Erdgas soll wieder aus Russland kommen, die Nord-Stream-Leitungen sollen repariert werden. Fracking lehnt sie ab, beim Wasserstoff ist sie skeptisch.

Die AfD will Strom vor allem aus Gas gewinnen. Deutschland soll wieder Atomkraft nutzen. Gas soll wieder aus Russland kommen. Dafür sollen die Nord-Stream-Leitungen repariert werden. Fracking lehnt die Partei ab. Das ist eine Methode, um Gas aus tiefem Gestein zu holen.

Gaskraftwerke sollen möglichst auch ihre Abwärme zum Heizen liefern. Zur Kernenergie gehört für die AfD auch neue Forschung, unter anderem zur Weiterverwertung von Atommüll (Transmutation). Die Sanktionen gegen Russland haben nach Darstellung des Programms die Energiekrise verschärft. Biogas und Wasserkraft können in begrenztem Umfang beitragen, Biogas aber nicht auf Basis von Monokulturen. Ein landesweites Wasserstoffnetz hält die Partei für sehr teuer; grünen Wasserstoff sieht sie kritisch, weil er Windkraft voraussetzt. Bestehende Pumpspeicherkraftwerke sollen bessere Marktbedingungen bekommen, Speicherforschung soll gefördert, der Betrieb von Speichern aber nicht subventioniert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 91)
„Die AfD befürwortet demgegenüber den raschen Wiedereinstieg in die Kernenergienutzung in Deutschland.“
Seite 91 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Wachstum zuerst

    Der Vorrang für Gas und konventionelle Erzeugung weicht vom heutigen Kurs zum Ausbau der Erneuerbaren ab, zugleich wäre Kernenergie CO2-arm.

  • Außenpolitikeher Diplomatie zuerst

    Statt der bestehenden Sanktionen sollen einvernehmliche Handelsbeziehungen mit Russland und neue Gaslieferungen treten.

Klimagesetz abschaffen, Effizienz- und Heizungsvorgaben streichen

Die AfD will das Thüringer Klimagesetz abschaffen und Pflichten zur Energieeinsparung bei Gebäuden und Geräten auf ein Minimum beschränken. Das bundesweite Verbot herkömmlicher Öl-, Gas- und Holzheizungen lehnt sie ab. Sie sieht darin einen unverhältnismäßigen Eingriff in Eigentum und Freiheit und einen Kostentreiber.

Die AfD will das Klima-Gesetz von Thüringen abschaffen. Niemand soll gezwungen werden, Energie am Haus zu sparen. Die Partei lehnt auch das Verbot alter Heizungen ab. Sie sagt: Die Regeln sind zu teuer und greifen in das Eigentum ein.

Die geltenden Vorschriften zur Dämmung von Gebäuden gehen laut Programm zu weit und machen das Bauen teurer und langsamer. Die AfD will sich beim Bund dafür einsetzen, die Vorgaben zur Energieeffizienz auf ein Mindestmaß zu senken, und im Land nicht notwendige Regeln aufheben. Das Heizungsverbot trifft aus ihrer Sicht den ländlichen Raum besonders, weil dort häufig mit Holz geheizt wird. In Ostdeutschland ende zudem für viele Öl- und Gasheizungen die 30-jährige Bestandsfrist, sodass teurere neue Anlagen nötig würden.

Originalzitat anzeigen (Seite 92)
„Auf Landesebene wollen wir unnötige Vorgaben aufheben sowie das Thüringer Klimagesetz abschaffen.“
Seite 92 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Pflichten für Eigentümer und Bauherren sollen auf ein Mindestmaß sinken, was weniger Regulierung bedeutet.

  • Klimadeutlich Wachstum zuerst

    Das Landesklimagesetz soll wegfallen und die Vorgaben des Bundes zu Heizungen und Energieeffizienz sollen entfallen oder stark schrumpfen.

CO2-Bepreisung ablehnen

Die AfD lehnt den seit 2021 erhobenen CO2-Preis ab, den sie als preistreibende Steuer bezeichnet. Die Klimaschutzpolitik führt aus ihrer Sicht zu einer Deindustrialisierung westlicher Länder und gefährdet die Autoindustrie und ihre Zulieferer in Thüringen.

Seit 2021 kostet der Ausstoß von CO2 in Deutschland Geld. Die AfD ist dagegen. Sie sagt: Das macht alles teurer. Die Klima-Politik schadet nach ihrer Meinung der Industrie und den Auto-Firmen in Thüringen.

Das Programm kritisiert das Pariser Klimaabkommen: Die Pflicht, weniger CO2 auszustoßen, treffe in der Praxis nur westliche Industriestaaten wie Deutschland. Großen Verursachern wie China und Indien gestatte das Abkommen dagegen einen starken Anstieg. Die Folgen seien in Thüringen bereits spürbar, weil deutsche Autokonzerne ihre Spitzenstellung auf dem Weltmarkt verlören und Zulieferern die Geschäftsgrundlage wegbreche.

Originalzitat anzeigen (Seite 93)
„Vor diesem Hintergrund lehnen wir die seit Anfang 2021 erhobene preistreibende „CO2-Steuer“ entschieden ab.“
Seite 93 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Der Wegfall der Abgabe würde Verbraucher und Unternehmen von einer staatlichen Belastung befreien.

  • Klimadeutlich Wachstum zuerst

    Der nationale CO2-Preis ist ein zentrales Instrument der heutigen Klimapolitik und soll nach dem Willen der Partei entfallen.

EU-Verbrennerverbot ablehnen

Die AfD lehnt das von der EU beschlossene Aus für Verbrennungsmotoren grundsätzlich ab und fordert Technologieoffenheit. Aus ihrer Sicht benachteiligt das Verbot Thüringer Autohersteller und Zulieferer im internationalen Wettbewerb.

Die EU will neue Autos mit Verbrennungs-Motor verbieten. Die AfD ist dagegen. Sie sagt: Das Verbot schadet den Auto-Firmen in Thüringen. Jede Technik soll erlaubt bleiben.

Das Programm nennt Offenheit für alle Technologien eine Voraussetzung für Innovation. Autohersteller und Zulieferbetriebe im Land hätten durch das Verbot einen Nachteil gegenüber der internationalen Konkurrenz. Die AfD spricht von einer fragwürdigen Klimaideologie, für die Arbeitsplätze und Wohlstand nicht gefährdet werden dürften.

Originalzitat anzeigen (Seite 139)
„Das von der EU beschlossene Verbot von Verbrennungsmotoren lehnen wir auch deshalb grundsätzlich ab.“
Seite 139 im Original

Einordnung

  • Europaeher weniger EU

    Eine beschlossene EU-Vorgabe wird zurückgewiesen, was auf weniger verbindliche Regeln aus Brüssel hinausläuft.

  • Klimadeutlich Wachstum zuerst

    Die grundsätzliche Ablehnung des beschlossenen Verbrenner-Aus zielt darauf, eine zentrale Klimavorgabe rückgängig zu machen.

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Alle Programme in Thüringen im Vergleich