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AfD zu Gleichstellung und Vielfalt

Aus dem Programm „Alles für Thüringen! Wahlprogramm der AfD Thüringen zur Landtagswahl 2024“

Landtagswahl Thüringen 2024, 1. September 2024Original-PDF, 148 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Gleichstellung und Vielfalt

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ (+1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 3 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Pubertätsblocker auf Einzelfälle beschränken

Die AfD will Pubertätsblocker bei Minderjährigen nur in medizinisch zwingend nötigen Einzelfällen zulassen. Einen geschlechterpolitisch begründeten Einsatz lehnt sie ab und verweist auf unumkehrbare Folgen.

Pubertäts-Blocker sind Medikamente. Sie halten die Pubertät auf. Die AfD will sie nur in seltenen Fällen erlauben. Ein Arzt muss sie für zwingend nötig halten. Die AfD sagt: Die Folgen kann man nicht rückgängig machen.

Das Programm kritisiert ein Bundesgesetz vom Mai 2021 zu Kindern mit Varianten der Geschlechtsentwicklung, das Minderjährigen aus Sicht der AfD den Weg zu Behandlungen für eine Geschlechtsänderung erleichtert. Solche Eingriffe bezeichnet die Partei als Verstümmelung. Pubertätsblocker verzögerten die Entwicklung und bereiteten Operationen vor. Die Partei sieht darin die Gefahr schwerer, lebenslanger körperlicher und seelischer Schäden.

Originalzitat anzeigen (Seite 65)
„Daher ist der Einsatz pubertätshemmender Mittel grundsätzlich auf medizinisch unabdingbar notwendige Einzelfälle zu beschränken.“
Seite 65 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Die Behandlung von Minderjährigen mit Pubertätsblockern soll enger begrenzt werden als heute, was die Selbstbestimmung bei der Geschlechtsidentität einschränkt.

Keinen Sonderstatus für muslimische Gemeinschaften

Die AfD betont den Vorrang staatlichen Rechts vor religiösen Geboten und hält den orthodoxen Islam für unvereinbar mit dem säkularen Rechtsstaat. Die Religionsfreiheit gelte auch für Muslime, begründe aber keine Sonderrechte; religiöser Extremismus soll bekämpft werden.

Die AfD sagt: Staatliche Gesetze stehen über religiösen Regeln. Muslime dürfen ihren Glauben leben. Sie sollen aber keine besonderen Rechte bekommen. Die AfD will religiösen Extremismus bekämpfen.

Nach dem Programm darf allein der Staat Recht setzen und durchsetzen. Den orthodoxen Islam beschreibt die AfD als politische Religion, deren Scharia mit diesem Staatsverständnis nicht zusammenpasse. Die Glaubensfreiheit des Grundgesetzes erkennt die Partei ausdrücklich auch für Muslime an. Werden unter Berufung auf Religion Minderjährige oder andere Personen herabgewürdigt, soll das schnelle und spürbare Folgen haben. Jede Form von religiösem Extremismus soll entschieden bekämpft werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 73)
„Artikel 4 des Grundgesetzes ist aber kein „Supergrundrecht“, das einen politischen oder gesellschaftlichen Sonderstatus oder irgendwelche Privilegien für muslimische Gemeinschaften in unserem Land begründet.“
Seite 73 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Die Partei stellt sich gegen eine besondere Anerkennung muslimischer Gemeinschaften und betont das hergebrachte westliche Staatsverständnis, ohne konkrete Rechtsänderungen zu nennen.

Maßnahmen der „positiven Diskriminierung“ beenden

Die AfD will Maßnahmen beenden, die nach ihrer Darstellung nichteuropäische Menschen bei Ämtern, Arbeitsplätzen und Teilhabe bevorzugen. Sie sieht darin eine Benachteiligung der einheimischen Bevölkerung und will die staatliche Förderung dafür streichen.

Die AfD sagt: Manche Programme bevorzugen Menschen von außerhalb Europas. Zum Beispiel bei Ämtern oder Arbeitsplätzen. Die AfD will solche Programme beenden. Der Staat soll dafür kein Geld mehr geben.

Gemeint ist das, was auch als „Affirmative Action“ bezeichnet wird. Die Partei nennt diese Praxis inakzeptabel und stuft sie als rassistisch und verfassungsfeindlich ein. Befürworter verortet sie vor allem in der Regierungskoalition und deren Umfeld. Als wichtiges Mittel nennt das Programm das Ende der finanziellen Unterstützung durch den Staat.

Originalzitat anzeigen (Seite 74)
„Maßnahmen der „positiven Diskriminierung“, die die angestammte Thüringer Bevölkerung zurücksetzen, werden wir beenden.“
Seite 74 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Förderprogramme für Vielfalt und Teilhabe von Zugewanderten sollen ihre staatliche Finanzierung verlieren, was Gleichstellungspolitik zurückfährt.

Was sagen die anderen Parteien zu Gleichstellung und Vielfalt?

Alle Programme in Thüringen im Vergleich