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AfD zur Landwirtschaft

Aus dem Programm „Alles für Thüringen! Wahlprogramm der AfD Thüringen zur Landtagswahl 2024“

Landtagswahl Thüringen 2024, 1. September 2024Original-PDF, 148 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Landwirtschaft

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen (-0,5), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Europaeher weniger EU (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 0 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 1 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Außenpolitikeher Diplomatie zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Diplomatie zuerst, 1 eher Diplomatie zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Abschreckung zuerst, 0 deutlich Abschreckung zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Auflagen für Landwirte abbauen, Agrarflächen schützen

Die AfD will Vorschriften und Bürokratie für landwirtschaftliche Betriebe verringern und lehnt die bisherige Agrarpolitik von EU, Bund und Land ab. Zugleich fordert sie Schutz davor, dass Ackerland und Höfe aufgekauft werden.

Die AfD will weniger Regeln für Bauern. Sie findet die Agrar-Politik von EU, Bund und Land schlecht. Felder und Höfe sollen nicht einfach aufgekauft werden. Davor will die AfD die Bauern schützen.

Nach Darstellung des Programms erhöhen Verordnungen den Kostendruck und den Verwaltungsaufwand, während die Betriebe dem weltweiten Wettbewerb ausgesetzt sind und stärker von Subventionen abhängen. Auch politische Vorgaben, die die Sortenvielfalt verringern, lehnt die AfD ab. Sie fordert einen wirksamen Schutz vor dem aus ihrer Sicht drohenden Ausverkauf von Flächen und Betrieben. Die Belastung von Gewässern und Böden mit Nährstoffen will sie gemeinsam mit Landnutzern und Kommunen auf wissenschaftlicher Grundlage angehen, statt allein die heutige Landwirtschaft verantwortlich zu machen.

Originalzitat anzeigen (Seite 101)
„Insbesondere setzen wir uns dafür ein, die Überregulierung in der Landwirtschaft abzubauen.“
Seite 101 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen

    Der Punkt verbindet weniger Auflagen für Betriebe mit einem stärkeren staatlichen Eingriff in den Markt für Agrarflächen.

  • Europaeher weniger EU

    Die AfD lehnt agrarpolitische Vorgaben der EU ab und will deren Regulierung zurückfahren, was den Einfluss der EU schrittweise verringert.

Grünlandbewirtschaftung und Tierhaltung stärker fördern

Die AfD will die Bewirtschaftung von Grünland und die dazugehörige Tierhaltung stärker fördern. Das Programm begründet das damit, dass Grünland zur Artenvielfalt beiträgt und zum Kern einer intakten Kulturlandschaft gehört.

Die AfD will Wiesen und Weiden stärker fördern. Auch die Tiere auf diesen Flächen sollen mehr Förderung bekommen. Die AfD sagt: Wiesen und Weiden sind gut für viele Tier- und Pflanzenarten. Sie gehören zur Landschaft in Thüringen.

Das Programm sieht vor, die Förderung für Grünland und für die dazu nötige Tierhaltung auszubauen. Belastungen land- und forstwirtschaftlicher Betriebe durch Stromtrassen, Windkraftanlagen oder das „Grüne Band“ sollen vermieden werden. Außerdem verlangt die AfD einen raschen, flächendeckenden Ausbau des Breitbandnetzes, weil moderne Landwirtschaft zunehmend digital arbeite.

Originalzitat anzeigen (Seite 102)
„Deshalb wollen wir eine verstärkte Förderung der Grünlandbewirtschaftung und der dafür notwendigen Tierhaltung voranbringen.“
Seite 102 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die staatliche Förderung für Grünland und Tierhaltung soll ausgebaut werden, was einen schrittweisen Zuwachs an öffentlichen Mitteln bedeutet.

Regionale Erzeugung und Schlachtung ausbauen

Die AfD will die regionale Herkunft Thüringer Agrarprodukte stärken, unter anderem durch neue Schlachtstätten im Land und mehr mobile Schlachtung. Hindernisse beim Absatz Thüringer Erzeugnisse sollen wegfallen; in diesem Zusammenhang kritisiert die Partei die Sanktionen gegen Russland.

Die AfD will mehr Lebensmittel aus der Region. Dafür soll es wieder mehr Schlacht-Betriebe in Thüringen geben. Auch das Schlachten direkt auf dem Hof soll öfter möglich sein. So müssen Tiere nicht weit fahren. Die AfD ist auch gegen die Sanktionen gegen Russland. Sanktionen sind Handels-Verbote gegen ein Land.

Das Programm nennt die Wiederansiedlung von Schlachtstätten und den Ausbau mobiler Schlachtung als Wege, die Regionalität zu stärken und Tiertransporte zu vermeiden. Die AfD wünscht sich eine Mischung aus günstiger und hochwertiger Fleischerzeugung und sieht den Rückgang der Tierhaltung mit Sorge. Absatzhindernisse für Thüringer Agrarprodukte sollen beseitigt werden, weshalb die Partei auch die Russland-Sanktionen kritisiert. Alternativen wie solidarischer Landwirtschaft oder Agrarforstwirtschaft steht sie offen gegenüber.

Originalzitat anzeigen (Seite 102)
„Diese Regionalität gilt es auszubauen, beispielsweise durch die Wiederansiedlung von Schlachtstätten und den Ausbau der mobilen Schlachtung“
Seite 102 im Original

Einordnung

  • Außenpolitikeher Diplomatie zuerst

    Die Kritik an den geltenden Russland-Sanktionen zielt auf eine Lockerung des heutigen Kurses und damit auf mehr Zurückhaltung gegenüber Russland.

Gentechnik nur nach sorgfältiger Prüfung zulassen

Die AfD will Gentechnik in der Landwirtschaft nur erlauben, wenn Schäden für Mensch, Tier und Natur ausgeschlossen sind. Gentechnisch veränderte Lebens- und Futtermittel sollen gekennzeichnet werden.

Die AfD will Gentechnik auf dem Acker nur unter strengen Bedingungen. Gentechnik heißt: Man verändert das Erbgut von Pflanzen. Vorher soll man genau prüfen, ob das schadet. Auf Lebensmitteln mit Gentechnik soll ein Hinweis stehen.

Vor einem Einsatz verlangt das Programm eine gründliche Abschätzung der Folgen für Mensch und Umwelt. Gentechnik dürfe die Vielfalt an Sorten und Saatgut nicht verringern und Landwirte nicht von großen Agrarkonzernen abhängig machen. Veränderte Futter- und Lebensmittel sowie daraus hergestellte Produkte sollen eine Kennzeichnung tragen. Zugleich will die AfD die Agrarforschung unterstützen und zeigt sich offen für neue Technologien, die sie für sinnvoll hält.

Originalzitat anzeigen (Seite 103)
„Der Einsatz von Gentechnik in der Landwirtschaft darf nur erfolgen, wenn negative Auswirkungen auf Menschen, Tiere und Natur ausgeschlossen sind.“
Seite 103 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Was sagen die anderen Parteien zur Landwirtschaft?

Alle Programme in Thüringen im Vergleich