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BSW zu Gleichstellung und Vielfalt

Aus dem Programm „Neustart für Thüringen. Damit sich was ändert. BSW-Landtagswahlprogramm für Thüringen“

Landtagswahl Thüringen 2024, 1. September 2024Original-PDF, 60 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Gleichstellung und Vielfalt

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 3 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Quote für Ostdeutsche im öffentlichen Dienst einführen

Das BSW will per Landesgesetz festlegen, dass bei gleicher Eignung mindestens die Hälfte neu besetzter Stellen im öffentlichen Dienst an ostdeutsche Bewerber geht. Die Regel soll befristet sein und auch für Wissenschaft und Kultur gelten. Die Partei begründet das mit der Unterrepräsentation Ostdeutscher in Führungspositionen.

Das BSW will mehr Ostdeutsche in wichtigen Jobs. Bei neuen Stellen im Staats-Dienst soll mindestens jede zweite an Ostdeutsche gehen. Das gilt, wenn die Bewerber gleich gut sind. Die Regel soll nur für eine bestimmte Zeit gelten.

Die Untergrenze von 50 Prozent soll vor allem in den Ministerien, in Landes- und Kommunalverwaltung sowie bei Stellen in Kultur und Wissenschaft gelten, wenn möglich in Absprache mit anderen ostdeutschen Ländern. Das Programm verweist darauf, dass das Lohnniveau im Osten 21 Prozent unter dem im Westen liege. Ostdeutsche seien in Politik, Verwaltung, Justiz, Hochschulen und Medien in Thüringen nicht ihrem Bevölkerungsanteil entsprechend vertreten. Junge Ostdeutsche hätten nur etwa halb so große Chancen auf eine akademische Karriere an hiesigen Hochschulen.

Originalzitat anzeigen (Seite 10)
„Landesgesetzliche Einführung einer Untergrenze von mindestens 50 Prozent bei Stellen-Neubesetzungen mit ostdeutschen Bewerbern (bei gleicher Qualifikation)“
Seite 10 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Das BSW will eine neue, befristete Förderquote einführen, um die Gleichstellung einer aus seiner Sicht benachteiligten Gruppe zu erreichen.

Frauenhäuser flächendeckend ausbauen

Das BSW will Frauen und Kinder besser vor Gewalt schützen. Frauenhäuser soll es überall geben, und das Land soll sie stärker unterstützen; zur Umsetzung der Istanbul-Konvention soll ein Maßnahmenplan entstehen.

Frauen und Kinder sollen besser vor Gewalt geschützt werden. Es soll überall Frauen-Häuser geben. Dort finden Frauen Schutz vor Gewalt. Das Land soll dafür mehr Geld geben.

Das Programm will die Gewaltprävention stärken und Anlaufstellen für Betroffene besser fördern. Kommunen sollen dafür sorgen, dass Hilfe bei häuslicher Gewalt und Unterbringung wohnortnah erreichbar ist. Für die Istanbul-Konvention, ein internationales Abkommen gegen geschlechtsspezifische Gewalt, soll ein Umsetzungsplan erarbeitet werden. Die zuständigen Bereiche bei Polizei und Justiz sollen gestärkt und reformiert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 28)
„Wir wollen flächendeckend Frauenhäuser, die durch das Land stärker unterstützt werden.“
Seite 28 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Der Ausbau von Hilfen gegen geschlechtsspezifische Gewalt und die Umsetzung der Istanbul-Konvention stärken Anliegen der Gleichstellung.

Inklusion in Arbeit und Alltag ausbauen

Das BSW will neue Instrumente schaffen, damit Menschen mit Beeinträchtigung leichter eine Ausbildung oder einen Job auf dem ersten Arbeitsmarkt finden. Zudem sollen Verwaltung, Kultureinrichtungen und Nahverkehr barrierefrei werden und das Bundesteilhabegesetz umgesetzt werden, wobei der Bund die Mehrkosten tragen soll.

Menschen mit Behinderung sollen leichter Arbeit finden. Dafür will das BSW neue Hilfen. Ämter, Busse und Museen sollen ohne Hindernisse nutzbar sein. Blinden-Geld und Gehörlosen-Geld sollen mit den Preisen steigen. Ämter sollen mehr Texte in Einfacher Sprache anbieten.

Das „Budget für Arbeit“ und das „Budget für Ausbildung“ genügen aus Sicht des Programms bisher nicht. Beim Umsetzen des Bundesteilhabegesetzes soll ein personenzentriertes Leistungssystem vorangebracht werden; der Bund soll die Mehrkosten übernehmen, um Kommunen zu entlasten. Fachkräftegewinnung in der Eingliederungshilfe soll wie in der Pflege verstärkt und neue Assistenzberufe sollen entwickelt werden. Der barrierefreie Umbau von Verwaltung, geförderten Kultureinrichtungen und ÖPNV soll gefördert werden, notfalls mit Kompromissen beim Denkmalschutz. Blinden- und Gehörlosengeld sollen regelmäßig an die Inflation angepasst werden, und die Verwaltung soll mehr Dokumente in einfacher Sprache anbieten.

Originalzitat anzeigen (Seite 42)
„Wir wollen neue Instrumente schaffen, um inklusive Übergänge zu gewährleisten, auch um dem Arbeits- und Fachkräftemangel entgegenzuwirken.“
Seite 42 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr öffentliche Förderung für Barrierefreiheit und inflationsangepasste Leistungen bauen staatliche Unterstützung schrittweise aus.

  • Gesellschafteher progressiv

    Der Ausbau von Inklusion und Teilhabe für Menschen mit Beeinträchtigung stärkt die Gleichstellung.

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Alle Programme in Thüringen im Vergleich