Zum Inhalt springen
parteiprogramm

AfD zur Familie

Aus dem Programm „DAS LAND ZUERST. Regierungsprogramm der AfD Sachsen-Anhalt zur Landtagswahl 2026“

Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2026, 6. September 2026Original-PDF, 258 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Familie

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,5), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 2 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher konservativ (+1,3), aus 8 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 6 eher konservativ, 2 deutlich konservativ

  • Migrationeher restriktiv (+1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 0 eher offen, 0 ausgewogen, 2 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Geburtenzahl steigern und klassische Ehe fördern

Die AfD will mit ihrer Familienpolitik erreichen, dass im Land mehr Kinder zur Welt kommen. Die Ehe von Mann und Frau mit Kindern soll als Leitbild gelten und besonders gefördert werden. Die Partei sieht in Kindern und nicht in Zuwanderung die Zukunft des Landes.

Die AfD will, dass in Sachsen-Anhalt mehr Kinder geboren werden. Die Ehe von Mann und Frau mit Kindern soll das Vorbild sein. Der Staat soll diese Ehe besonders fördern. Die AfD sagt: Kinder sind die Zukunft, nicht Einwanderer.

Das Programm stellt mehr Geburten als Ziel der Familienpolitik heraus und grenzt dies von Zuwanderung ab. Die Politik soll die Ehe zwischen Mann und Frau, aus der Kinder entstehen, als Norm anerkennen und gezielt unterstützen. Nach Ansicht der Partei ist die Gesellschaft auf eindeutige Leitbilder und Maßstäbe angewiesen. Sich zu Heimat und eigener Kultur zu bekennen, soll als selbstverständlich gelten.

Originalzitat anzeigen (Seite 6)
„Wir wollen eine Familienpolitik, die dafür sorgt, dass hier wieder mehr Kinder geboren werden, denn Kinder sind unsere Zukunft, nicht Einwanderer.“
Seite 6 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Die Ehe von Mann und Frau mit Kindern soll als Norm gelten und bevorzugt gefördert werden, was das klassische Familienbild stärkt.

  • Migrationeher restriktiv

    Mehr Geburten werden ausdrücklich als Alternative zu Zuwanderung gesetzt.

Baby-Begrüßungsgeld und Landes-Familiengeld einführen

Die AfD will eine einmalige Zahlung bei der Geburt und ein monatliches Kindergeld des Landes einführen. Beides soll Eltern entlasten und vor allem Familien mit mehreren Kindern stärken. Voraussetzung ist unter anderem, dass mindestens ein Elternteil die deutsche Staatsbürgerschaft hat.

Die AfD will Eltern bei der Geburt Geld geben. Für das erste und zweite Kind gibt es 2.000 Euro. Ab dem dritten Kind gibt es 4.000 Euro. Dazu kommt jeden Monat ein Familien-Geld vom Land. Ein Elternteil muss dafür Deutscher sein.

Das Begrüßungsgeld beträgt 2.000 Euro für das erste und zweite Kind und 4.000 Euro ab dem dritten. Eine Hälfte wird nach der Geburt gezahlt, die andere zum dritten Geburtstag, sofern das Kind an den Vorsorgeuntersuchungen U1 bis U7a teilgenommen hat; der Impfstatus spielt keine Rolle. Bedingung sind die deutsche Staatsbürgerschaft eines Elternteils und ein Erstwohnsitz beider Eltern im Land seit mindestens einem Jahr. Das monatliche Familiengeld soll 50 Euro für das erste, 150 Euro für das zweite und 250 Euro für jedes weitere Kind betragen. Für das Familiengeld gelten dieselben Bedingungen.

Originalzitat anzeigen (Seite 11)
„werden wir ein Baby-Begrüßungsgeld in Höhe von 2.000 Euro für die ersten beiden Kinder und von 4.000 Euro für jedes weitere Kind einführen“
Seite 11 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Das Land soll zwei neue, bisher nicht bestehende Geldleistungen für Familien einführen, was die staatlichen Leistungen deutlich ausweitet.

  • Gesellschafteher konservativ

    Die Zahlungen sollen ausdrücklich Geburten und kinderreiche Familien belohnen und folgen damit einem traditionellen Familienleitbild.

  • Migrationeher restriktiv

    Die neuen Leistungen sind an die deutsche Staatsbürgerschaft eines Elternteils geknüpft und schließen damit rein ausländische Familien aus.

Abtreibung im Strafrecht belassen, Beratung ausweiten

Die AfD will, dass der Schwangerschaftsabbruch weiter im Strafgesetzbuch geregelt bleibt, und will Initiativen des Bundes dagegen im Bundesrat ablehnen. In der Konfliktberatung soll es künftig eine Ultraschalluntersuchung und eine schriftliche Liste mit Hilfsangeboten geben. Das Programm begründet dies mit dem Schutz ungeborenen Lebens.

Die AfD will Abtreibungen weiter im Straf-Gesetz regeln. Frauen müssen vor einer Abtreibung zur Beratung. Dort soll es künftig eine Ultraschall-Untersuchung geben. Die Frauen sollen auch eine Liste mit Hilfen bekommen.

Nach Angaben des Programms gab es in Sachsen-Anhalt seit 2020 jährlich über 3.000 Abbrüche, nur vier Prozent davon aus medizinischen oder kriminologischen Gründen. Die AfD will mit ihren familienpolitischen Maßnahmen erreichen, dass Kinder kein finanzielles Risiko sind, und Hilfsstrukturen für ungewollt Schwangere aufbauen. In der Beratung sollen Frauen ein schriftliches Verzeichnis der für sie möglichen Hilfen samt Anlaufstellen erhalten. Liegt kein medizinischer oder kriminologischer Grund vor, soll zur Beratung ein Ultraschall des Kindes gehören. Eine Regelung außerhalb des Strafgesetzbuchs lehnt die Partei ab und will ihr etwa im Bundesrat entgegentreten.

Originalzitat anzeigen (Seite 12)
„fordern wir, im Rahmen der Beratung auch eine Ultraschalluntersuchung des ungeborenen Kindes durchzuführen“
Seite 12 im Original

Einordnung

  • Gesellschaftdeutlich konservativ

    Eine Ultraschalluntersuchung als Teil der Pflichtberatung verschärft die heutigen Regeln zum Schwangerschaftsabbruch, zudem wird die Streichung aus dem Strafrecht abgelehnt.

Kinderwunschbehandlung bezahlen und Adoption erleichtern

Die AfD will erreichen, dass Krankenkassen Behandlungen wie die künstliche Befruchtung vollständig als Regelleistung zahlen. Bis dahin soll das Land mit eigenen Hilfen einspringen. Außerdem sollen kinderlose Paare leichter adoptieren können.

Manche Paare können keine Kinder bekommen. Eine Behandlung dafür kostet viel Geld. Die AfD will, dass die Kranken-Kassen alles bezahlen. Bis dahin soll das Land helfen. Paare ohne Kinder sollen auch leichter ein Kind adoptieren können.

Das Programm kritisiert, dass Paare bei reproduktionsmedizinischen Behandlungen die Hälfte der Kosten selbst zahlen, während Kassen Abbrüche bei geringem Einkommen übernehmen. Die AfD will sich auf Bundesebene für eine Regelleistung der Kassen einsetzen und die Lücke übergangsweise mit Landesmitteln schließen. Kinderlose Paare sollen bei der Vermittlung von Adoptivkindern Vorrang erhalten. Ungewollt Schwangeren gegenüber will die Partei für die Adoption als Alternative zum Abbruch werben.

Originalzitat anzeigen (Seite 14)
„dass die Krankenkassen sinnvolle und aussichtsreiche reproduktionsmedizinische Maßnahmen als Regelleistungen übernehmen“
Seite 14 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Kassenleistungen sollen ausgeweitet und übergangsweise durch Landesmittel ergänzt werden, was öffentliche Leistungen ausbaut.

  • Gesellschafteher konservativ

    Adoption soll als Alternative zum Schwangerschaftsabbruch beworben werden, was eine lebensschützende, konservative Haltung stärkt.

Familie aus Vater, Mutter, Kindern als Leitbild

Die AfD will die Familie aus Vater, Mutter und Kindern zum gesellschaftspolitischen Ziel erklären und in Kampagnen und Bildung in den Mittelpunkt stellen. Andere Lebensentwürfe soll der Staat weder bewerben noch fördern. Das Programm begründet dies damit, dass Kinder allein dann entstehen, wenn ein Mann und eine Frau zusammenkommen.

Die AfD sieht die Familie aus Vater, Mutter und Kindern als Vorbild. Der Staat soll für diese Familie werben. Das soll auch in der Schule so sein. Für andere Lebens-Formen soll der Staat nicht werben. Er soll sie auch nicht fördern.

Kampagnen der Landesregierung sollen Kinder und Familie in den Vordergrund rücken, ebenso die schulische und weitere Bildung. Projekte und Organisationen, die Familien aufwerten oder unterstützen, sollen bei öffentlicher Förderung bevorzugt werden. Die niedrige Geburtenrate führt das Programm auch darauf zurück, dass nicht auf Fortpflanzung ausgerichtete Lebensweisen aus Sicht der AfD stärker beworben würden als die Familie aus Mann und Frau. Die Leistung Alleinerziehender erkennt die Partei an und will sie unterstützen, lehnt es aber ab, Einelternfamilien als erstrebenswert darzustellen.

Originalzitat anzeigen (Seite 17)
„Wir sprechen uns daher klar gegen die staatliche Bewerbung und Förderung alternativer Lebensentwürfe aus.“
Seite 17 im Original

Einordnung

  • Gesellschaftdeutlich konservativ

    Staatliche Förderung und Werbung für andere Lebensformen soll enden und allein die Familie aus Vater, Mutter und Kindern als Leitbild gelten, was die heutige Vielfaltspolitik grundlegend zurücknimmt.

Politische Neutralität in Kinder- und Jugendarbeit vorschreiben

Die AfD will Sozialarbeiter, Erzieher und deren Ausbilder zu strenger politischer Neutralität verpflichten. Vereinen, die sich aus Sicht des Programms an Agitation beteiligen, sollen öffentliche Fördermittel und Steuervorteile gestrichen werden.

Die AfD will neue Regeln für Erzieher und Sozialarbeiter. Sie sollen bei der Arbeit politisch neutral sein. Das heißt: Sie sollen keine politische Meinung weitergeben. Manche Vereine sollen kein Geld mehr vom Staat bekommen.

Das Programm sieht vor, Vereinen und Organisationen, denen es Agitation vorwirft, sämtliche öffentliche Förderung und steuerliche Vorteile zu nehmen und die Vergaberegeln für Fördergeld dafür zu ändern. Staatliche Stellen sollen weltanschaulich neutral auftreten und sich zu dem bekennen, was das Programm als normative Normalität der Gesellschaft bezeichnet. Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen soll der Charakterbildung dienen, politische Einflussnahme soll dort keinen Raum haben. Außerdem will sich die AfD dafür einsetzen, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk Familien in seinem Programm stärker herausstellt.

Originalzitat anzeigen (Seite 18)
„Auch werden wir Sozialarbeiter und Erzieher sowie deren Ausbilder im Rahmen ihrer Tätigkeit zu strikter politischer Neutralität verpflichten.“
Seite 18 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Förderentzug für bestimmte Vereine und das Bekenntnis staatlicher Stellen zu einer als normal verstandenen Gesellschaftsordnung verschieben die Politik in Richtung überlieferter Werte.

Kitaplätze und Mittagessen für Kinder kostenlos machen

Die AfD will Krippen und Kindergärten schon für das erste Kind beitragsfrei machen und das dauerhaft aus Landesmitteln bezahlen. Auch das Mittagessen in Krippe, Kita und Schule soll nichts kosten. Das Programm begründet dies damit, dass Kinder als künftige Beitragszahler die Sozialsysteme tragen.

Die AfD will: Krippe und Kindergarten kosten nichts mehr. Das gilt schon für das erste Kind. Das Land soll dafür bezahlen. Auch das Mittagessen in Kita und Schule soll kostenlos sein.

Die Beitragsfreiheit soll ab dem ersten Kind gelten und dauerhaft vom Land finanziert werden. Das Mittagessen soll für alle Kinder von der Krippe bis zur Schule kostenlos und hochwertig sein, also gesund, ausgewogen und wohlschmeckend. Die AfD argumentiert, Rente und Gesundheitsversorgung hätten ohne Kinder keine Zukunft. Deshalb müsse die Allgemeinheit die finanzielle Last ausgleichen, die Familien mit Kindern tragen.

Originalzitat anzeigen (Seite 18)
„Wir werden Krippen und Kindergärten mit einer dauerhaft auf Landesebene gesicherten Finanzierung ab dem ersten Kind kostenlos machen.“
Seite 18 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Elternbeiträge für Kita und Essensgeld würden für alle Kinder entfallen und vom Land übernommen, was eine neue allgemeine öffentliche Leistung schafft.

Kultureintritt und Vereinssport für Familien kostenlos

Die AfD will Familien mit einem sogenannten Stolz-Pass freien Eintritt in Burgen, Schlösser und Museen geben. Außerdem soll jedes Kind bis 18 Jahre über ein Landesprogramm kostenlos in einem Sportverein aktiv sein können.

Die AfD will einen Pass für Familien einführen. Er heißt Stolz-Pass. Damit kommen Familien kostenlos in Museen, Burgen und Schlösser. Kinder sollen außerdem kostenlos im Sportverein mitmachen können.

Der Stolz-Pass soll Teil einer Imagekampagne mit dem Namen #deutschdenken sein und allen Familien im Land mit mindestens einem Kind offenstehen. Die AfD begründet das damit, dass Kultur nur erhalten bleibe, wenn die nächste Generation sie kennenlernt, und dass hohe Eintrittspreise viele Eltern abhielten. Beim Sport soll ein Landesprogramm jedem Kind bis zum 18. Geburtstag die kostenlose Mitgliedschaft in einem selbst gewählten Verein ermöglichen. Damit will die Partei Übergewicht bei Kindern entgegenwirken, Familien entlasten und Vereinen Nachwuchs bringen.

Originalzitat anzeigen (Seite 19)
„Alle in Sachsen-Anhalt lebenden Familien mit mindestens einem Kind sollen Burgen, Schlösser, Museen kostenfrei besuchen können.“
Seite 19 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das Land würde Eintritte und Vereinsbeiträge für Familien und Kinder übernehmen und damit öffentliche Leistungen ausbauen.

  • Gesellschafteher konservativ

    Der Pass ist an eine Kampagne für Nationalstolz geknüpft und soll die Weitergabe von Tradition und Geschichte in der Familie fördern.

Lehrstuhl für Bevölkerungswissenschaft in Halle einrichten

Die AfD will darauf hinwirken, dass an der Universität Halle ein Lehrstuhl für Bevölkerungswissenschaft entsteht. Er soll die Ursachen des Geburtenrückgangs erforschen, damit der Staat nach Ansicht der Partei wirksam gegensteuern kann.

Die AfD will einen neuen Lehrstuhl an der Universität Halle. Ein Lehrstuhl ist eine feste Stelle für Forschung und Lehre. Dort sollen Fachleute erforschen, warum weniger Kinder geboren werden. Die AfD will so Wege finden, damit es mehr Geburten gibt.

Das Programm wirft anderen Parteien vor, den Geburtenrückgang als demografischen Wandel zu verharmlosen und ihn höchstens durch Zuwanderung ausgleichen zu wollen. Die AfD spricht von einem Absterben des Volkes und hält den Vorgang für kaum erforscht. Der Lehrstuhl soll klären, warum Deutsche weniger Kinder bekommen, warum die Geburtenrate mit wachsendem Wohlstand sinkt und was Menschen mit vielen Kindern kennzeichnet. Außerdem soll er untersuchen, wie der Staat unterstützen und lenken kann.

Originalzitat anzeigen (Seite 99)
„Solche Fragen sollen an einem Lehrstuhl erforscht werden, auf dessen Einrichtung an der Universität Halle wir hinwirken werden.“
Seite 99 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Forschung soll gezielt einer staatlichen Geburtenförderung für die einheimische Bevölkerung dienen, was das klassische Familienbild stärkt.

Was sagen die anderen Parteien zur Familie?

Alle Programme in Sachsen-Anhalt im Vergleich