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AfD zu Finanzen und Steuern

Aus dem Programm „DAS LAND ZUERST. Regierungsprogramm der AfD Sachsen-Anhalt zur Landtagswahl 2026“

Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2026, 6. September 2026Original-PDF, 258 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Finanzen und Steuern

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt (+1,2), aus 9 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 4 eher mehr Markt, 4 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Klimaeher Wachstum zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 0 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Kommunale Verpackungssteuer gesetzlich verbieten

Die AfD will den Kommunen per Landesgesetz untersagen, eine Steuer auf Einwegverpackungen für Speisen und Getränke zu erheben. Sie hält die Steuer für eine Belastung von Bürgern, Gastronomie, Handel und Handwerk. Der Verwaltungsaufwand stehe in keinem Verhältnis zu den Einnahmen.

Manche Städte wollen eine Steuer auf Einweg-Verpackungen für Essen und Getränke. Die AfD ist dagegen. Sie will diese Steuer im ganzen Land verbieten. Sie sagt: Die Steuer macht alles teurer. Sie bringt auch viel Arbeit für Firmen und Ämter.

Derzeit dürfen Kommunen in Sachsen-Anhalt eine solche Steuer auf Verpackungen für den Sofortverzehr erheben, und in mehreren Orten wird darüber diskutiert. Die AfD will das Kommunalabgabengesetz so ändern, dass die Einführung ausgeschlossen ist. Aus ihrer Sicht ist die Abgabe wirtschafts- und konsumfeindlich, weil am Ende die Bürger die Kosten zahlen.

Originalzitat anzeigen (Seite 145)
„Wir werden dafür sorgen, dass Sachsen-Anhalt eine verpackungssteuerfreie Zone bleibt und daher im Kommunalabgabengesetz des Landes Sachsen-Anhalt die Einführung dieser Steuer untersagen.“
Seite 145 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Eine heute mögliche kommunale Abgabe soll ausgeschlossen werden, was Abgaben und Auflagen für Betriebe begrenzt.

Stromsteuer auf EU-Mindestwert senken

Die AfD will im Bundesrat erreichen, dass die Stromsteuer für Privathaushalte von 2,05 auf 0,1 Cent pro Kilowattstunde sinkt. Auch für alle Unternehmen soll die Steuer gesenkt werden. Das soll einkommensschwache Bürger entlasten und den Abbau von Industrie und Arbeitsplätzen stoppen.

Auf Strom zahlt man eine Steuer. Die AfD will diese Steuer stark senken. Sie soll so niedrig sein, wie die EU es erlaubt. Das soll für Haushalte und für alle Firmen gelten. Menschen mit wenig Geld sollen so weniger zahlen.

Das Programm verweist darauf, dass die Bundesregierung eine Senkung der Stromsteuer im Koalitionsvertrag zugesagt, aber nicht für alle umgesetzt habe. Für Privathaushalte soll der Satz auf den in der EU zulässigen Mindestwert von 0,1 Cent je Kilowattstunde fallen. Eine Bundesratsinitiative soll die Senkung auf alle Unternehmen ausdehnen, nicht nur auf Industrie sowie Land- und Forstwirtschaft. Dieselbe Initiative soll auch die Wiederaufnahme von Energieimporten aus Russland anstreben. Die AfD sieht Energiepreise als wichtigen Standortfaktor und will damit eine Reindustrialisierung einleiten.

Originalzitat anzeigen (Seite 156)
„maximal mögliche Absenkung der Stromsteuer für alle Privathaushalte von 2,05 Cent pro Kilowattstunde auf den EU-Mindestwert in Höhe von 0,1 Cent pro Kilowattstunde“
Seite 156 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Markt

    Die Stromsteuer soll für Haushalte um rund 95 Prozent sinken, also um weit mehr als ein Viertel.

Energiesteuer auf Kraftstoffe auf Mindestsatz senken

Die AfD will über den Bundesrat erreichen, dass die Energiesteuer auf Benzin und Diesel auf das von der EU erlaubte Minimum sinkt. Damit sollen vor allem Berufspendler entlastet werden. Das Programm verweist auf den hohen Anteil von Steuern und Abgaben am Spritpreis.

Die AfD will Benzin und Diesel billiger machen. Dafür soll die Steuer auf Kraftstoff stark sinken. Sie soll nur noch so hoch sein, wie die EU es mindestens verlangt. Das soll Menschen helfen, die mit dem Auto zur Arbeit fahren.

Laut Programm machten Steuern und Abgaben 2025 beim Benzin 61 Prozent und beim Diesel 53 Prozent des Preises aus. Die AfD führt an, dass das Bundeskartellamt 2025 höhere Spritpreise im Osten festgestellt und Sachsen-Anhalt als Negativbeispiel genannt habe. Die Landtagsfraktion hatte bereits 2022 einen Antrag zur Senkung der Kraftstoffpreise gestellt. Sachsen-Anhalt wird im Programm als Land der Berufspendler beschrieben.

Originalzitat anzeigen (Seite 166)
„dass die Energiesteuer für Kraftstoffe auf den EU-Mindestsatz abgesenkt wird“
Seite 166 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Markt

    Die Energiesteuer auf Kraftstoffe soll auf das EU-Minimum fallen, was eine sehr starke Senkung einer bestehenden Abgabe bedeutet.

  • Klimaeher Wachstum zuerst

    Fossile Kraftstoffe würden billiger, wodurch niedrige Preise Vorrang vor der Lenkungswirkung der Steuer erhalten.

Kommunen und Dörfer finanziell besser ausstatten

Die AfD will jeder Kommune eine feste Mindestausstattung an Geld garantieren und alte Kassenkredite über ein Sonderprogramm abbauen. Der kommunale Finanzausgleich und die Förderprogramme des Landes sollen so umgestellt werden, dass kleine ländliche Gemeinden nicht schlechter gestellt sind als Städte.

Die AfD will den Städten und Dörfern mehr Geld geben. Jede Gemeinde soll einen festen Mindest-Betrag bekommen. Alte Schulden der Gemeinden sollen mit einem eigenen Programm sinken. Kleine Dörfer sollen bei Förder-Geld nicht mehr schlechter dastehen als große Städte.

Das Programm verweist auf ein vom Bund errechnetes Defizit der kommunalen Haushalte von 6,8 Milliarden Euro im Jahr 2023 und führt die Lage auf falsche Prioritäten der anderen Parteien zurück. Das Land soll bedarfsgerechte Mittel bereitstellen, damit Gemeindehäuser und Kindergärten saniert werden können. Infrastrukturprogramme des Landes, etwa für Straßen, Schulsanierung, Kultur und Breitband, sollen nicht mehr von der Einwohnerzahl abhängen. Der Finanzausgleich soll neu gewichtet werden, damit jede Kommune ihre Pflichtaufgaben erfüllen kann. Hinzu kommen Sonderprogramme für Nahversorgung, Dorfläden und Angebote für Senioren. Die Finanzlage der Kommunen soll sich auch ohne neue Wind- und Solaranlagen verbessern.

Originalzitat anzeigen (Seite 189)
„Wir fordern deshalb eine verbindliche Mindestfinanzausstattung für jede Kommune sowie ein Sonderprogramm zum Abbau alter Kassenkredite.“
Seite 189 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das Land soll den Kommunen mehr Geld garantieren und zusätzliche Förderprogramme auflegen, was die öffentlichen Ausgaben ausweitet.

Ausgaben, Ministerien und Personal des Landes verringern

Die AfD will die Ausgaben aller Ministerien pauschal um mindestens zehn Prozent kürzen, die Zahl der Ministerien verringern und Personal abbauen. Außerdem soll die Staatsquote sinken und der Landeshaushalt auf kaufmännische Buchführung umgestellt werden. Das Programm begründet dies mit stark gestiegenen Kosten der Verwaltung.

Die AfD will, dass das Land weniger Geld für die Verwaltung ausgibt. Jedes Ministerium soll mindestens zehn Prozent sparen. Es soll weniger Ministerien geben. Auch die Zahl der Beschäftigten soll nach und nach sinken.

Laut Programm sind die Bürokratiekosten in zehn Jahren um mehr als 60 Prozent gestiegen. Die Staatsquote, also der Anteil der Staatsausgaben an der Wirtschaftsleistung, soll in Sachsen-Anhalt höchstens 45 Prozent betragen. Alle Behörden sollen einem Soll-Ist-Vergleich und einer Aufgabenkritik unterzogen werden; doppelte Zuständigkeiten sollen entfallen. Frei werdende Stellen will die AfD nur in Ausnahmefällen neu besetzen, sodass die Beschäftigtenzahl allmählich zurückgeht. Das Land soll wie die Kommunen vollständig auf doppelte Buchführung (Doppik) umsteigen, damit Schulden, Investitionen und Risiken aus Sicht der Partei transparent dargestellt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 211)
„Deshalb fordern wir eine pauschale Ausgabenkürzung von mindestens 10 Prozent in allen Ministerien.“
Seite 211 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Ausgaben, Personal und Staatsquote sollen schrittweise sinken, was auf weniger Staat und mehr Haushaltsdisziplin zielt.

Grunderwerbsteuer auf 2,5 Prozent halbieren

Die AfD will die Grunderwerbsteuer in Sachsen-Anhalt von 5 auf 2,5 Prozent senken. Damit soll der Kauf von Wohneigentum leichter werden, das die Partei als Voraussetzung für finanzielle Freiheit ansieht.

Wer ein Haus oder eine Wohnung kauft, zahlt eine Steuer. Sie heißt Grund-Erwerb-Steuer. Die AfD will diese Steuer halbieren. Dann wird der Kauf billiger.

Der Steuersatz soll von derzeit 5 Prozent auf 2,5 Prozent sinken. Das Programm begründet dies damit, dass Eigentümer ohne Mietzahlung deutlich mehr finanziellen Spielraum hätten. Mieter müssten dagegen oft ein Drittel oder sogar die Hälfte ihres Einkommens für das Wohnen ausgeben. Der Erwerb von Eigentum soll deshalb spürbar erleichtert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 228)
„Wir werden den Eigentumserwerb deshalb deutlich erleichtern und zu diesem Zweck die Grunderwerbssteuer von aktuell 5 Prozent auf 2,5 Prozent absenken.“
Seite 228 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Markt

    Der Steuersatz soll halbiert werden, also um weit mehr als ein Viertel sinken, was eine deutliche Steuersenkung ist.

Bagatellsteuern streichen, keine Steuererhöhungen

Die AfD will kleine Steuern mit geringem Ertrag abschaffen, weil sie nach ihrer Ansicht viel Bürokratie verursachen. Außerdem verspricht sie, im Land keine neuen Abgaben einzuführen und keine Steuern zu erhöhen.

Manche Steuern bringen dem Staat wenig Geld. Sie machen aber viel Arbeit. Die AfD will diese Steuern abschaffen. Sie verspricht auch: Im Land soll es keine neuen Steuern geben.

Auf Landesebene nennt das Programm als Beispiel die Biersteuer, die gestrichen werden soll. Den Kommunen will die AfD empfehlen, auf Vergnügungssteuer, Zweitwohnungssteuer und vergleichbare Abgaben zu verzichten. Neue Abgaben und Steuererhöhungen im Land schließt die Partei aus. Im Bund will sie sich für eine allgemein niedrigere Steuer- und Abgabenlast einsetzen, was der arbeitenden Mitte und dem Mittelstand zugutekommen soll.

Originalzitat anzeigen (Seite 229)
„Wir werden Bagatellsteuern abschaffen, weil sie einen hohen bürokratischen Aufwand verursachen und kaum Ertrag bringen.“
Seite 229 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Kleine Steuern sollen entfallen und Erhöhungen ausgeschlossen werden, was die Abgabenlast schrittweise senkt.

Alle Landesausgaben prüfen, Haushalt nach Produkten planen

Die AfD will sämtliche Ausgaben des Landes überprüfen und als unnötig eingestufte Posten streichen. Der Haushalt soll künftig nach Leistungsbereichen mit messbaren Zielen aufgestellt werden, damit sichtbar wird, was mit dem Geld erreicht wird.

Die AfD will jede Ausgabe des Landes prüfen. Unnötige Ausgaben sollen wegfallen. Der Haushalt soll zeigen, wofür das Land Geld ausgibt. Er soll auch zeigen, was das Geld bewirkt.

Ausgaben, die das Programm als unnötig oder ineffizient einstuft, sollen ohne Ersatz entfallen; Beraterverträge sollen besonders streng geprüft werden. Die Landesregierung soll nach Vorstellung der AfD wie ein Kaufmann wirtschaften, mit Ausgabendisziplin und ohne neue Schulden. Zudem soll jede Ausgabe einem „Produkt“, also einem Leistungsbereich, zugeordnet und mit Zielen oder Kennziffern versehen werden. Die Partei versteht das als Leistungsvereinbarung zwischen Politik und Verwaltung, die Behörden zu messbaren Ergebnissen verpflichtet und versteckte Quersubventionen verhindern soll.

Originalzitat anzeigen (Seite 229)
„Wir führen eine konsequente Aufgabenkritik ein, die sämtliche Ausgabenposten des Landes überprüft und hinterfragt.“
Seite 229 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Ausgaben sollen durchgehend geprüft und gekürzt werden, was auf mehr Haushaltsdisziplin und einen kleineren Staat zielt.

Staatlichen Einzug der Kirchensteuer abschaffen

Die AfD will sich im Bund dafür einsetzen, dass der Staat die Kirchensteuer nicht mehr für die Kirchen einzieht. Sie sieht darin ein Privileg, das die Verwaltung belastet und nicht mehr gerechtfertigt sei.

Heute holt der Staat die Kirchen-Steuer für die Kirchen ein. Die AfD will das beenden. Die Kirchen sollen ihr Geld selbst einsammeln. Die AfD sagt: Das entlastet die Ämter.

Das Programm verweist darauf, dass der Staat derzeit für die beiden großen Kirchen die an die Einkommensteuer gekoppelte Kirchensteuer erhebt. Diese Aufgabe soll nach dem Willen der AfD entfallen. Die Kirchen sollen ihre Beiträge so einziehen, wie es Vereine bei ihren Mitgliedern tun. Da die Regelung nicht allein Landessache ist, kündigt die Partei eine Initiative auf Bundesebene an.

Originalzitat anzeigen (Seite 230)
„Wir werden uns deshalb auf Bundesebene dafür einsetzen, den staatlichen Kirchensteuereinzug abzuschaffen.“
Seite 230 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Ein überliefertes Vorrecht der Kirchen im Verhältnis zum Staat soll wegfallen, während die Kirchensteuer selbst bestehen bleibt.

Prüfrechte des Landesrechnungshofs ausweiten

Die AfD will dem Landesrechnungshof erlauben, die Verwendung von Landesgeld bis zum letzten Empfänger zu prüfen. Das soll vor allem Wohlfahrtsverbände und Sozialunternehmen betreffen, die bisher nach Darstellung der Partei kaum kontrolliert werden.

Der Landes-Rechnungshof prüft, wie das Land Geld ausgibt. Die AfD will ihm mehr Rechte geben. Er soll auch Verbände prüfen, die Geld vom Land bekommen. Die AfD will so Missbrauch von Steuergeld verhindern.

Dafür soll die Landeshaushaltsordnung geändert werden. Der Rechnungshof soll künftig auch privatrechtliche Träger prüfen dürfen, die über Vergütungsvereinbarungen öffentliches Geld bekommen; als Beispiel nennt das Programm die AWO. Die AfD kritisiert, der Rechnungshof befasse sich bisher zu oft mit Kleinigkeiten, während es Bereiche ohne Prüfung gebe. Nach ihrer Darstellung soll so verhindert werden, dass Steuergeld für politische Kampagnen oder Demonstrationen „gegen rechts“ verwendet wird.

Originalzitat anzeigen (Seite 230)
„indem wir die Landeshaushaltsordnung ändern und dem Rechnungshof umfassende Prüfrechte bis zum Endempfänger der Gelder einräumen“
Seite 230 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Sondervermögen auflösen, Schuldenbremse ausnahmslos einhalten

Die AfD will keine Sondervermögen mehr einrichten und bestehende auflösen, weil sie darin verdeckte Schulden sieht. Ein Haushaltstransparenzgesetz soll pauschale Sparvorgaben verbieten, und die Schuldenbremse soll ohne Ausnahmen gelten.

Ein Sonder-Vermögen ist ein Geldtopf neben dem normalen Haushalt. Die AfD sagt: Das sind versteckte Schulden. Sie will diese Töpfe auflösen. Ein neues Gesetz soll den Haushalt klar und ehrlich machen. Das Land soll keine neuen Schulden machen.

Aus Sicht des Programms umgehen Sondervermögen die Schuldenbremse und verdecken die tatsächliche Haushaltslage; die AfD verweist auf ihre Ablehnung des Corona-Sondervermögens des Landes. Ausgegeben werden soll nur, was im regulären Haushalt steht. Das geplante Haushaltstransparenzgesetz soll vorschreiben, sämtliche Einnahmen und Ausgaben vollständig und nachvollziehbar darzustellen. Globale Minderausgaben, also pauschale Sparvorgaben ohne konkrete Zuordnung, sollen entfallen; die Partei hält sie für verfassungswidrig. Die Schuldenbremse soll ohne Ausnahmen und Umwege eingehalten werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 231)
„Wir werden keine Sondervermögen auflegen und bestehende Sondervermögen schnellstmöglich rückabwickeln.“
Seite 231 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Markt

    Bestehende kreditfinanzierte Sondervermögen sollen aufgelöst und Ausnahmen von der Schuldenbremse ausgeschlossen werden, was strikte Haushaltsdisziplin bedeutet.

Kommunalen Finanzausgleich grundlegend reformieren

Die AfD will das Finanzausgleichsgesetz umbauen, damit Städte und Gemeinden mehr und frei verfügbares Geld erhalten. Neue Aufgaben, die das Land den Kommunen überträgt, sollen automatisch und vollständig bezahlt werden.

Das Land gibt den Städten und Gemeinden Geld. Die AfD will, dass sie mehr Geld bekommen. Sie sollen selbst entscheiden, wofür sie es ausgeben. Gibt das Land ihnen neue Aufgaben, soll es dafür auch zahlen.

Die Summe, die das Land an die Kommunen verteilt, soll über das heutige Mindestmaß steigen. Das Geld soll vor allem als allgemeine Schlüsselzuweisung fließen und weniger über zweckgebundene Förderprogramme, die das Programm als „goldene Zügel“ bezeichnet. Ein automatischer Konnexitätsausgleich soll neue oder erweiterte kommunale Aufgaben dauerhaft und in voller Höhe ausgleichen. Im Bundesrat will die AfD höhere Gemeindeanteile an Einkommen- und Umsatzsteuer sowie einfachere Verteilregeln erreichen. Anreize für eine eigene Steuerkraft der Kommunen sollen erhalten bleiben.

Originalzitat anzeigen (Seite 232)
„Die Finanzausgleichsmasse wird über das geltende Mindestniveau hinaus angehoben und stärker als bisher über allgemeine Schlüsselzuweisungen statt über kleinteilige Fördertöpfe verteilt.“
Seite 232 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Was sagen die anderen Parteien zu Finanzen und Steuern?

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