Zum Inhalt springen
parteiprogramm

AfD zu Klima und Energie

Aus dem Programm „Wahlprogramm der AfD Hessen zur Landtagswahl 2023“

Landtagswahl Hessen 2023, 8. Oktober 2023Original-PDF, 58 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Klima und Energie

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 0 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimadeutlich Wachstum zuerst (+1,8), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 0 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Wachstum zuerst, 4 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Ausstiegsbeschlüsse bei Energie zurücknehmen

Die AfD sieht eine sichere Energieversorgung zu international wettbewerbsfähigen Preisen als wichtigste Aufgabe der Landesregierung. Ausstiege aus Energieträgern soll es nur geben, wenn Ersatz gesichert ist; bestehende Beschlüsse sollen rückgängig gemacht werden. Staatliche Eingriffe zugunsten der Energiewende lehnt die Partei ab.

Die AfD will sichere und günstige Energie. Deutschland soll Kraftwerke erst abschalten, wenn es Ersatz gibt. Frühere Beschlüsse zum Abschalten sollen zurückgenommen werden. Die AfD hält die Energie-Wende für unnötig und zu teuer.

Das Programm bezeichnet die Energiewende als unnötig und als Schaden für das Land, weil sie Anlagen entwerte und teure Neuanschaffungen verlange. Eingriffe in den Markt, die die Energiewende durchsetzen sollen, will die AfD grundsätzlich unterlassen. Hessen soll seinen Einfluss vor allem im Bund nutzen, damit Ausstiegsbeschlüsse zurückgenommen werden. Im Land will die Partei bestehende und neue Kraftwerke erhalten und ans Netz anbinden; genannt wird das Gaskraftwerk Biblis. Als möglichen Ersatz für ausgefallene Importe nennt das Programm heimisches Fracking-Gas und den Weiterbetrieb von Kernkraftwerken.

Originalzitat anzeigen (Seite 37)
„Zunächst ist sicherzustellen, dass keine Ausstiegsbeschlüsse gefasst und keine Ausstiegstermine festgelegt werden, bevor nicht Alternativquellen für die wegfallenden Energieressourcen garantiert sind.“
Seite 37 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Staatliche Markteingriffe zugunsten der Energiewende sollen unterbleiben, was dem Markt mehr Raum gibt.

  • Klimadeutlich Wachstum zuerst

    Bereits beschlossene Ausstiege sollen rückgängig gemacht und die Energiewende nicht weiter durchgesetzt werden, was Versorgung und Preise klar über Klimaziele stellt.

Klimaschutzmaßnahmen beenden

Die AfD lehnt Klimaschutz ab und will entsprechende Maßnahmen beenden. Stattdessen sollen Betroffene Hilfe bei der Anpassung an den Klimawandel erhalten. Das Programm bezweifelt, dass menschliche CO2-Emissionen den Klimawandel verursachen.

Die AfD will keinen Klima-Schutz mehr. Sie glaubt nicht, dass der Mensch das Klima stark verändert. Das Geld soll lieber Menschen helfen, die unter dem Klima-Wandel leiden. Sie sollen sich an das neue Klima anpassen können.

Nach Darstellung des Programms hat sich das Klima schon immer gewandelt, und der Einfluss des Menschen sei wissenschaftlich nicht gesichert. CO2 gilt der AfD nicht als Schadstoff, sondern als lebensnotwendiges Gas. Sie befürwortet Maßnahmen zur Anpassung und Widerstandsfähigkeit gegenüber Klimafolgen. Außerdem verlangt sie aus ihrer Sicht mehr Wissenschaft und weniger Ideologie in der Klimadebatte.

Originalzitat anzeigen (Seite 45)
„Ein Ende von unwirtschaftlichen und wirkungslosen Klimaschutzmaßnahmen.“
Seite 45 im Original

Einordnung

  • Klimadeutlich Wachstum zuerst

    Der Klimaschutz soll insgesamt aufgegeben und durch Anpassungshilfen ersetzt werden, was die heutigen Klimaziele grundlegend aufhebt.

Kohleausstieg rückgängig machen

Die AfD will den Kohleausstieg zurücknehmen und keine grundlastfähigen Kraftwerke aus politischen Gründen abschalten. Sie hält die Energiewende für gescheitert und verspricht sich von Kohle- und Kernkraftwerken deutlich niedrigere Strompreise.

Die AfD will weiter Strom aus Kohle. Sichere Kraftwerke sollen am Netz bleiben. Abgeschaltete Kraftwerke sollen wieder laufen dürfen. Die AfD meint: So wird Strom billiger.

Das Programm fordert, betriebssichere Kraftwerke nicht aus politischen Motiven stillzulegen. Über Wiederinbetriebnahme und Neubau sollen allein Prüfungen zu Sicherheit und Umweltverträglichkeit entscheiden. Der Ersatz von Kohle durch Erdgas bringt nach Ansicht der AfD keine weltweite CO2-Minderung, kostet aber Milliarden. Hohe Gaspreise bestimmen aus ihrer Sicht den Strompreis und schaden der Wettbewerbsfähigkeit der Industrie.

Originalzitat anzeigen (Seite 45)
„Ausstieg aus dem Kohle-Ausstieg, da dieser klimapolitisch sinnlos und volkswirtschaftlich katastrophal ist.“
Seite 45 im Original

Einordnung

  • Klimadeutlich Wachstum zuerst

    Der gesetzlich beschlossene Kohleausstieg soll aufgehoben werden, womit ein zentrales Klimavorhaben entfällt.

Ausbau von Wind- und Solaranlagen stoppen

Die AfD will keine weiteren Windkraft- und Solaranlagen errichten lassen. Bestehende Anlagen sollen nur noch so einspeisen, wie es dem Netz dient. Das Programm begründet dies mit schwankender Stromerzeugung und Risiken für die Versorgungssicherheit.

Die AfD will keine neuen Wind-Räder und Solar-Anlagen. Die AfD meint: Wind und Sonne liefern Strom zu ungleichmäßig. Das gefährdet das Strom-Netz. Die vorhandenen Anlagen sollen sich nach dem Netz richten.

Nach Darstellung der AfD sind wegen der schwankenden Einspeisung jährlich über 10.000 Netzeingriffe nötig. Einspeisevorrang sollen erneuerbare Anlagen nur behalten, wenn ihre Erzeugung planbar ist und sie Fahrpläne einhalten. Ungesteuerte Höchsteinspeisung soll sich nicht mehr finanziell lohnen. Zudem verlangt das Programm eine genauere Erfassung der Netzstabilität, weil der SAIDI-Wert nur Ausfälle über drei Minuten zählt.

Originalzitat anzeigen (Seite 46)
„Ausbaustopp für Windkraft- und Solaranlagen.“
Seite 46 im Original

Einordnung

  • Klimadeutlich Wachstum zuerst

    Der gesetzlich vorgesehene Ausbau erneuerbarer Energien soll vollständig gestoppt werden, was ein Kernstück der Klimapolitik beendet.

Kernkraftwerke weiterbetreiben und neu bauen

Die AfD will die deutschen Kernkraftwerke weiterlaufen lassen und neue errichten. Auch Forschung und Entwicklung in der Kerntechnik sollen wieder aufgenommen werden. Das Programm verweist auf die hohe Energiedichte und geringe Eingriffe in die Natur.

Die AfD will Atom-Kraftwerke weiter nutzen. Sie will auch neue Atom-Kraftwerke bauen. Deutschland soll wieder an dieser Technik forschen. Die AfD meint: Atom-Kraft ist sicher, günstig und schont die Natur.

Vorgesehen sind neue Kraftwerke der Generationen 3 und 4. Für kleine modulare Reaktoren, Thorium- und Dual-Fluid-Reaktoren sowie Kernfusion soll ein rechtlicher Rahmen entstehen. Durch den Wiedereinstieg in die Forschung will die AfD Fachpersonal ausbilden und im Land halten. Moderne Technik löst nach ihrer Ansicht Fragen der Reaktorsicherheit und des Atommülls.

Originalzitat anzeigen (Seite 46)
„Weiterbetrieb aller sicheren und wirtschaftlichen deutschen Kernkraftwerke.“
Seite 46 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Wasserstoff und E-Fuels technologieoffen begleiten

Die AfD will Wasserstoff- und Speicherprojekte ergebnisoffen begleiten, lehnt aber eine Festlegung auf grünen Wasserstoff ab. Synthetische Kraftstoffe sollen weiterentwickelt werden, damit Verbrennungsmotoren dauerhaft nutzbar bleiben.

Die AfD will weiter an Wasserstoff forschen. Sie will aber nicht nur Wasserstoff aus Öko-Strom. Auch künstliche Kraftstoffe sollen weiter entwickelt werden. Dann können Autos mit Verbrenner-Motor weiter fahren.

Das Programm sieht in Wasserstoff Potenzial als Energieträger und Rohstoff, spricht aber von einem irrationalen Hype. Als Lösung für die Stromspeicherung gilt er der AfD nicht und rechtfertigt aus ihrer Sicht keinen Ausbau der Erneuerbaren. Bei E-Fuels räumt das Programm hohe Umwandlungsverluste ein. Es betont jedoch, dass vorhandene Motoren, Heizungen und Infrastruktur damit weiter verwendet werden könnten.

Originalzitat anzeigen (Seite 47)
„Synthetische Treibstoffe müssen weiterverfolgt werden, um den dauerhaften Einsatz von Verbrennungsmotoren und der gesamten Infrastruktur zu ermöglichen.“
Seite 47 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Wachstum zuerst

    Verbrennungsmotoren sollen dauerhaft im Einsatz bleiben und die Ausrichtung auf grünen Wasserstoff entfallen, was Klimavorgaben abschwächt.

Was sagen die anderen Parteien zu Klima und Energie?

Alle Programme in Hessen im Vergleich