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SPD zur Bildung

Aus dem Programm „Regierungsprogramm der SPD Brandenburg 2024“

Landtagswahl Brandenburg 2024, 22. September 2024Original-PDF, 49 SeitenAnalyse vom 4. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Bildung

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 8 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 8 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Duale Ausbildung kostenfrei und fair vergütet

Die SPD will die duale Ausbildung stärken, also die Verbindung von Lehre im Betrieb und Berufsschule. Sie will erreichen, dass Auszubildende nichts für ihre Ausbildung zahlen und angemessen bezahlt werden.

Bei der dualen Ausbildung lernt man im Betrieb und in der Berufs-Schule. Die SPD will diese Ausbildung stärken. Die Ausbildung soll nichts kosten. Azubis sollen fair bezahlt werden.

Das Programm verweist darauf, dass das deutsche System der dualen Ausbildung international als Vorbild gilt. Daraus leitet die SPD ab, dass es gestärkt werden soll. Sie will auf Kostenfreiheit und eine faire Vergütung hinwirken.

Originalzitat anzeigen (Seite 8)
„Deshalb wirken wir darauf hin, dass die Ausbildung kostenfrei ist und fair vergütet werden muss.“
Seite 8 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Kostenfreiheit und eine vorgeschriebene faire Vergütung der Ausbildung bedeuten mehr öffentliche Leistung und Regulierung.

Kita-Qualität und Personalausstattung verbessern

Die SPD will die Personalbemessung in der Kindertagesbetreuung schrittweise verbessern und mehr Fachkräfte gewinnen. Dazu sollen neue Ausbildungsplätze entstehen, die Ausbildung kürzer werden und der Seiteneinstieg leichter fallen. Das Kita-Recht soll mit weniger Normen einfacher werden.

Die SPD will mehr Personal für Kitas. Dafür soll es 500 neue Ausbildungs-Plätze geben. Die Ausbildung soll 4 statt 5 Jahre dauern. Erzieherinnen und Erzieher sollen in Vollzeit arbeiten dürfen. Für Kitas soll es weniger Vorschriften geben.

Die Aufgaben der Kitaleitung sollen bei der Personalbemessung stärker zählen, damit mehr Zeit für Konzepte, Kinderschutz und Elternarbeit bleibt. Verpflichtende Teilzeit für Erzieherinnen und Erzieher will die SPD unterbinden. Geplant sind 500 Plätze in der praxisintegrierten Ausbildung, bessere Bedingungen für das freiwillige soziale Jahr an Kitas sowie Verwaltungs- und technisches Personal zur Entlastung. Die Erzieherausbildung soll in Abstimmung mit Bund und Ländern von fünf auf vier Jahre verkürzt werden. Die Sprachbildungsprogramme sollen weiterlaufen und die Inklusion in Kitas vorankommen. Der rechtliche Rahmen soll reformiert werden, mit weniger Normen und klaren Zuständigkeiten.

Originalzitat anzeigen (Seite 15)
„Wir werden die Betreuungsqualität von Krippe, Kindergarten und Hort weiter verbessern.“
Seite 15 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr Personal und Ausbildungsplätze in Kitas bedeuten höhere öffentliche Ausgaben für Betreuung.

Mehr Lehrkräfte ausbilden und gewinnen

Die SPD will dem Lehrkräftemangel mit mehr Ausbildung, qualifiziertem Quer- und Seiteneinstieg und der Rückgewinnung pensionierter Lehrkräfte begegnen. Die Studienplätze an beiden Standorten der Lehrerbildung sollen weiter wachsen und das duale Lehramtsstudium ausgeweitet werden.

Die SPD will mehr Lehrerinnen und Lehrer für Brandenburg. Es soll mehr Studien-Plätze geben. Auch Menschen aus anderen Berufen sollen leichter Lehrer werden können. Ältere Lehrer sollen nach der Pension weiter unterrichten können.

Das duale Lehramtsstudium nach dem Vorbild der BTU Cottbus-Senftenberg, bei dem Studierende früh an Schulen arbeiten und vergütet werden, soll ausgeweitet werden. Eine bundesweite Werbekampagne soll Lehrkräfte ins Land holen. Für Seiteneinsteiger sollen Hürden wie ein Zweitfachstudium entfallen, bei angemessener Bezahlung und ohne Abstriche an der Ausbildungsqualität. Nach dem Programm 63+ sollen weitere Angebote ältere Lehrkräfte halten, etwa durch Zuverdienst neben der Pension und flexible Modelle. Das Landlehrerstipendium vergibt jährlich rund 40 Stipendien an Studierende, die sich für eine Bedarfsschule auf dem Land verpflichten. Demokratiebildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung sollen in Aus- und Weiterbildung mehr Gewicht bekommen.

Originalzitat anzeigen (Seite 16)
„An beiden Standorten für Lehrerbildung werden wir entsprechend dem Bedarf und der Studiennachfrage die Ausbildungskapazität weiter erhöhen.“
Seite 16 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Zusätzliche Studienplätze, vergütetes Studium und Anreizprogramme erhöhen die öffentlichen Bildungsausgaben.

Unterrichtsqualität und Unterstützung der Schulen stärken

Die SPD will Lesen, Schreiben und Rechnen an Grundschulen stärker fördern und verbindlichere Lehrpläne einführen. Schulen sollen Verwaltungsstellen und Schulsozialarbeit bekommen, und Schulen mit besonderem Bedarf sollen über einen Sozialindex mehr Personal und Geld erhalten.

Die SPD will mehr Unterricht in Deutsch und Mathe an Grundschulen. Die Lehr-Pläne sollen überall ähnlicher werden. Jede Schule soll eine Stelle für Schul-Sozialarbeit haben. Schulen mit vielen Kindern in schwieriger Lage sollen mehr Hilfe bekommen.

Neben dem Leseband soll ein Rechenband eingeführt und die Lehrkräftefortbildung darauf ausgerichtet werden. Verbindlichere Lehrpläne sollen für vergleichbare Leistungsstände sorgen und Schulwechsel erleichtern. Verwaltungsstellen sollen nach und nach alle Schulen von Bürokratie entlasten. Die Personalzuweisung soll sich flexibler nach sozialen Kennzahlen richten, und das Schulbudget soll weiter wachsen. Ein neues Landesinstitut für Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung soll Aus- und Fortbildungsangebote bündeln, zentral steuern und in die Regionen bringen.

Originalzitat anzeigen (Seite 17)
„Unser Ziel ist, dass es an jeder Schule eine Stelle für Schulsozialarbeit gibt.“
Seite 17 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Zusätzliche Stellen für Verwaltung und Sozialarbeit sowie Mittel nach Sozialindex erweitern öffentliche Leistungen und lenken sie gezielt an benachteiligte Schulen.

Schulbau beschleunigen und digitale Ausstattung ausbauen

Die SPD will das kommunale Investitionsprogramm für Bildung fortführen und Schulbauten durch die Genehmigung von Typenbauten schneller ermöglichen. Schulen sollen weitere einheitliche Endgeräte und Software erhalten, und der Einsatz von KI im Unterricht soll geregelt werden.

Die SPD will, dass Schulen schneller gebaut werden. Dafür soll es fertige Bau-Pläne geben, die man mehrfach nutzen kann. Schulen sollen mehr Computer und Programme bekommen. Alle Schüler sollen ein Programm zum Sprachen-Lernen nutzen können.

Das „Kommunale Investitionsprogramm Bildung“ soll die Kommunen weiter bei Schulgebäuden unterstützen. Digitales und analoges Lernen sollen zusammengehen; dazu gehören einheitliche Geräte, Software und gesicherte Wartungsverträge. Die SPD will festlegen, wie KI-Anwendungen im Unterricht genutzt werden können. Für alle Schülerinnen und Schüler an Schulen und Berufsschulen soll eine Landeslizenz für eine Sprachlernsoftware beschafft werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 18)
„Um den Schulbau zu beschleunigen, wollen wir die Genehmigung von Typenbauten ermöglichen.“
Seite 18 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das Land soll weiter in Schulgebäude, Geräte und Software investieren.

Inklusion fortsetzen und Weg in die Ausbildung stärken

Die SPD will das gemeinsame Lernen von Kindern mit und ohne Förderbedarf fortsetzen. Außerdem sollen Jugendliche ohne Anschlussperspektive an Oberstufenzentren mehr Unterstützung bekommen, und Schulen sollen stärker auf praktische Lebensfragen vorbereiten.

Die SPD will, dass Kinder mit und ohne Behinderung zusammen lernen. Jugendliche ohne Ausbildungs-Platz sollen mehr Hilfe bekommen. Schulen sollen mehr über das Leben lehren, zum Beispiel über Miet-Verträge. Brandenburg soll wieder selbst Lehrer für Berufs-Schulen ausbilden.

Die Bildungsgänge Berufsfachschule Grundbildung und Grundbildung-Plus sollen neu organisiert werden und mit Pflichtpraktika praxisnah auf eine Ausbildung vorbereiten. Die Oberstufenzentren sollen ihr Fachwissen in die Berufsorientierung an allgemeinbildenden Schulen einbringen. Als Beispiele für praktische Lebensfragen nennt das Programm Miet- und Arbeitsverträge. In Brandenburg soll es wieder eine Ausbildung für Berufsschullehrkräfte geben, die auch Quereinsteigern offensteht.

Originalzitat anzeigen (Seite 18)
„Schülerinnen und Schüler mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf sollen gemeinsam in einer Klasse lernen.“
Seite 18 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Das gemeinsame Lernen von Kindern mit und ohne Förderbedarf soll fortgeführt werden, was auf Teilhabe und Vielfalt in der Schule zielt.

Hochschulfinanzierung jährlich erhöhen

Die SPD will die Grundfinanzierung der Hochschulen jedes Jahr um 5 Millionen Euro anheben. Das soll ihnen Planungssicherheit geben. Auch bei Neubauten und Sanierungen will sie die Hochschulen weiter unterstützen.

Die SPD will den Hochschulen mehr Geld geben. Jedes Jahr sollen 5 Millionen Euro dazukommen. So können die Hochschulen besser planen. Das Land hilft auch beim Bauen und Sanieren.

Die Grundhaushalte der Hochschulen sollen jährlich um weitere 5 Millionen Euro wachsen. Das Programm begründet dies mit der Rolle der Hochschulen für Fachkräfte und Wirtschaft. Bei Bau und Sanierung sollen die Hochschulen viel Flexibilität erhalten, wozu auch neue Partnerschaften mit privaten Firmen zählen. Forschungseinrichtungen sollen enger mit Hochschulen zusammenarbeiten und die Politik beraten.

Originalzitat anzeigen (Seite 19)
„Wir werden den erfolgreichen Weg des Ausbaus der Hochschulfinanzierung fortsetzen und jedes Jahr zusätzlich 5 Millionen Euro für die Grundhaushalte zur Verfügung stellen.“
Seite 19 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die öffentlichen Ausgaben für Hochschulen sollen Jahr für Jahr steigen, was staatliche Investitionen schrittweise ausweitet.

Universitätsmedizin Cottbus aufbauen

Die SPD will die staatliche Universitätsmedizin in Cottbus aufbauen. Sie soll Brandenburg als Forschungsstandort stärken und die medizinische Versorgung in der Lausitz verbessern. Auch die Medizinische Hochschule Brandenburg soll weiter unterstützt werden.

In Cottbus soll eine staatliche Uni-Medizin entstehen. Dort lernen künftige Ärztinnen und Ärzte. Dort wird auch geforscht. Die SPD will damit die Versorgung in der Lausitz verbessern.

In der Lausitz soll ein Zentrum entstehen, das Krankenversorgung, Lehre und Forschung verbindet. Die Region soll als Modell für neue Formen der Gesundheitsversorgung dienen, auch im ambulanten Bereich und gemeinsam mit allen Beteiligten. Daneben will die SPD die Medizinische Hochschule Brandenburg weiter fördern, weil sie aus Sicht des Programms zur Ärzteversorgung beiträgt.

Originalzitat anzeigen (Seite 19)
„Wir werden den Aufbau des Innovationszentrums Universitätsmedizin Cottbus entschlossen umsetzen.“
Seite 19 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Aufbau einer staatlichen Universitätsmedizin ist eine öffentliche Investition in Wissenschaft und Versorgung, die ein bereits laufendes Vorhaben fortführt.

Innovationsorte und Wissenstransfer ausbauen

Die SPD will Wissenschaftsparks ausbauen, vernetzen und neue fördern, damit Forschungsergebnisse in die Praxis gelangen. Kleine und mittlere Unternehmen sollen leichter an Wissen aus den Hochschulen kommen. Zudem soll die Klima-, Energie- und Umweltforschung gestärkt werden.

Die SPD will Orte für Forschung und neue Ideen ausbauen. Dazu gehören Wissenschafts-Parks in Potsdam, Cottbus und Wildau. Kleine Firmen sollen leichter Wissen von Hochschulen bekommen. Auch die Forschung zu Klima und Energie soll wachsen.

Genannt werden die Hochschule Wildau, in Cottbus der Lausitz Science Park sowie in Golm der Potsdam Science Park. Diese Standorte sollen vernetzt werden, neue sollen hinzukommen. Damit will die SPD auch Ausgründungen und Start-ups unterstützen. Für kleine und mittlere Betriebe soll der Zugang zum Wissen der Hochschulen einfacher werden. Die Forschung zu Klima, Energie und Umwelt soll gestärkt werden, weil Brandenburg laut Programm bei der Energiewende vorn liegt und die Folgen des Klimawandels dort besonders sichtbar sind.

Originalzitat anzeigen (Seite 20)
„Deshalb bauen wir Innovationsorte wie den Potsdam Science Park in Golm, den Lausitz Science Park in Cottbus und die Hochschule Wildau (dahme innovation) aus.“
Seite 20 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das Land soll Innovationsstandorte und Wissenstransfer mit öffentlichen Mitteln ausbauen, was staatliche Förderung schrittweise erweitert.

Demokratiebildung an Schulen ausbauen

Die SPD will die politische Bildung und die Demokratiebildung an den Schulen deutlich ausweiten. Schüler und Eltern sollen bei ihren Mitwirkungsrechten unterstützt werden, weil eine starke Demokratie aus Sicht des Programms gute politische Bildung braucht.

Die SPD will mehr Demokratie-Bildung an Schulen. Schüler und Eltern sollen leichter mitbestimmen können. Projekte zur Demokratie sollen mehr Geld bekommen. Es soll wieder das Angebot „Zeitung in der Schule“ geben, diesmal digital.

Die Fächer Politische Bildung und Lebensgestaltung-Ethik-Religionskunde sollen enger verzahnt werden, um demokratische Kompetenzen zu vermitteln. Was die Regionalen Arbeitsstellen für Bildung, Integration und Demokratie sowie die Landeszentrale für politische Bildung anbieten, soll mehr genutzt und durch Fortbildungen für Lehrkräfte begleitet werden. Schulische und außerschulische Projekte sollen stärker gefördert werden, damit mehr Schülerinnen und Schüler erreicht werden. Zudem ist ein digitales Lernangebot „Zeitung in der Schule“ geplant, und die Kommunikation zwischen den Beteiligten soll besser werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 44)
„die Instrumente der Demokratiebildung an unseren Schulen deutlich ausbauen“
Seite 44 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

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