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CDU zur Bildung

Aus dem Programm „Dein Land kann's besser.“

Landtagswahl Brandenburg 2024, 22. September 2024Original-PDF, 57 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Bildung

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 4 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 0 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher konservativ (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 1 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Migrationeher offen (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 1 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Meisterbrief kostenfrei machen

Die CDU will den Meisterbrief kostenfrei machen und so das Handwerk aufwerten. Nach bestandener Prüfung sollen alle verbleibenden Kosten vollständig erstattet werden.

Wer eine Meister-Prüfung im Handwerk macht, soll dafür nichts zahlen. Nach der bestandenen Prüfung bekommt man alle Kosten zurück. So will die CDU das Handwerk stärken.

Erstattet werden sollen alle Kosten, die weder der Bund noch die bisherige Landesförderung abdecken. Voraussetzung ist eine erfolgreich abgelegte Prüfung. Das Programm sieht den Meisterbrief als Zeichen von Qualität und will damit auch mehr junge Menschen für das Handwerk gewinnen.

Originalzitat anzeigen (Seite 5)
„kostenfreien Meisterbrief einführen: nach erfolgreicher Prüfung alle Kosten, die nicht bereits vom Bund übernommen werden und die über die derzeitige Landesförderung hinausgehen, zu 100% erstatten“
Seite 5 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das Land würde die Kosten der Meisterausbildung zusätzlich übernehmen und damit eine öffentliche Förderleistung ausweiten.

Pflichtpraktika und frühe Berufsorientierung einführen

Die CDU will die berufliche Orientierung an Schulen ausbauen: Schülerinnen und Schüler sollen in den Klassen 9 und 10 drei Pflichtpraktika absolvieren, und an allen Schulen soll es einen „Tag des Handwerks“ geben. Berufliche und akademische Bildung sollen gleichwertig behandelt und Berufsschulen gestärkt werden.

Schüler sollen früh Berufe kennenlernen. In Klasse 9 und 10 sollen sie drei Praktika machen. Jede Schule soll einen Tag des Handwerks haben. Jugendliche ab 15 Jahren sollen für Ferien-Praktika im Handwerk Geld bekommen. Berufs-Schulen sollen mehr Hilfe bekommen.

Die Praktika sollen im Handwerk, bei Dienstleistungen oder im Sozialbereich stattfinden, und die Berufsorientierung soll schon in der Grundschule beginnen. Jugendliche ab 15 Jahren sollen bis zu viermal im Jahr 120 Euro erhalten, wenn sie in den Ferien freiwillig ein Praktikum im Handwerk machen. Berufsschulen sollen bei Ausstattung und Lehrkräften gefördert werden, freie und öffentliche Träger gleichwertig. Das duale System soll als Säule der Fachkräftesicherung unterstützt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 6)
„von der 9. bis zur 10. Klasse drei obligatorische Berufspraktika im Handwerks-, Dienstleitungs- oder Sozialbereich sowie einen „Tag des Handwerks” an allen allgemeinbildenden Schulen in Brandenburg einführen“
Seite 6 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Kinder vor der Schule testen und fördern

Die CDU will Kitakinder in den letzten beiden Kitajahren mit genormten Kurztests auf Förderbedarf prüfen. Für Kinder mit Sprachdefiziten soll das letzte Kitajahr Pflicht werden. Aus Sicht des Programms ist die Kita eine wichtige Vorbereitung auf die Schule.

Die CDU will Kinder in der Kita kurz testen. So sieht man, wo sie Hilfe brauchen. Kinder mit Problemen beim Sprechen sollen das letzte Kita-Jahr besuchen müssen. Die Kita soll gut auf die Schule vorbereiten.

Im vorletzten und letzten Kitajahr soll es standardisierte Kurztests geben. Die Kitas sollen für diese zwei Jahre einen Bildungsplan mit wissenschaftlich geprüften Programmen für frühe Mathematik und Sprache entwickeln. Das Landesprogramm „Sprach-Kitas“ soll weiterlaufen. Außerdem sollen Kitas mehr Bewegungsangebote machen.

Originalzitat anzeigen (Seite 26)
„für Kinder mit sprachlichen Defiziten soll das letzte Kitajahr verpflichtend sein“
Seite 26 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Schulformen erhalten, Noten ab Klasse drei

Die CDU will alle bestehenden Schulformen und auch kleine Schulen erhalten sowie Noten ab der dritten Klasse ohne Ausnahme vorschreiben. Leistungsmessung, Benotung und Sitzenbleiben sollen Teil des gegliederten Schulsystems bleiben. Ziel ist aus Sicht des Programms ein gesicherter Regelunterricht bei guter Qualität.

Die CDU will alle Schul-Arten behalten. Auch kleine Schulen sollen bleiben. Ab der dritten Klasse soll es immer Noten geben. Sitzenbleiben soll es weiter geben. Kinder mit fünf Jahren sollen nicht gegen den Willen der Eltern in die Schule.

Grundschule, Oberschule, Gesamtschule, Gymnasium, berufliche Schulen und Förderschulen sollen bestehen bleiben; Regeln zu Mindestklassenstärken sollen geprüft werden, damit wohnortnahe Schulen bleiben. Kein Kind soll mit fünf Jahren gegen den Elternwillen eingeschult werden, ohne dass Eltern einen Antrag stellen müssen. Leistungs- und Begabungsklassen sollen bleiben und Angebote für Begabte wachsen. An Gymnasien soll der mittlere Schulabschluss ohne Prüfung bei erfolgreicher Versetzung vergeben werden. Ganztagsangebote sollen einen Rechts- und Qualitätsrahmen bekommen, Schulen in freier Trägerschaft finanzielle Unterstützung und Fortbildungen.

Originalzitat anzeigen (Seite 27)
„Notengebung für mess- und vergleichbare Leistungsbewertungen ist wichtig und wird ab der dritten Klasse ausnahmslos verpflichtend umgesetzt“
Seite 27 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Die CDU will verpflichtende Noten und das gegliederte Schulsystem mit Sitzenbleiben festschreiben und damit überlieferte Schulstrukturen bewahren.

Lehrkräftemangel kurz- und langfristig bekämpfen

Die CDU will dem Lehrkräftemangel mit schnell wirkenden Maßnahmen und mehr Ausbildung begegnen. Dazu gehören Anwerbung im In- und Ausland, Rückkehr pensionierter Lehrkräfte, mehr Studienplätze und ein gelockerter oder abgeschaffter Numerus clausus fürs Lehramt. Begründet wird das mit vielen anstehenden Ruhestandseintritten.

Brandenburg fehlen Lehrerinnen und Lehrer. Die CDU will mehr Lehrkräfte finden. Auch Lehrkräfte aus dem Ausland sollen leichter anfangen können. Mehr junge Menschen sollen Lehramt studieren. Die Noten-Hürde für das Studium soll sinken oder wegfallen.

Kurzfristig setzt die CDU auf Headhunting, leichtere Anerkennung ausländischer Abschlüsse, Anreize für pensionierte Lehrkräfte, mehr bezahlte Funktionsstellen und Entlastung durch Assistenzen, Sozialarbeit, IT- und Gesundheitspersonal. Schulen sollen Geld unbesetzter Stellen anders nutzen dürfen; eine befristete, vergütete „Brandenburg-Stunde“ soll erst als letztes Mittel kommen. Langfristig sollen Lehramtsplätze in Potsdam und Cottbus-Senftenberg wachsen und auch Ein-Fach-Absolventen eingestellt werden. Die Viadrina soll ausländische, vor allem polnische Lehrkräfte für die Sekundarstufe I qualifizieren, und eine Pädagogische Hochschule soll entstehen. Das Landlehrer-Stipendium soll ausgebaut werden, „FSJ Schule“ bleiben.

Originalzitat anzeigen (Seite 28)
„Absenken oder Abschaffen des NC zur Zulassung für das Lehramtsstudium sowie die verstärkte Anrechnung von pädagogischer Praxiserfahrung“
Seite 28 im Original

Einordnung

  • Migrationeher offen

    Die CDU will die Anerkennung ausländischer Lehrerabschlüsse erleichtern und gezielt im Ausland werben, was den Berufszugang für Zugewanderte erleichtert.

Lesen, Schreiben, Rechnen bis Klasse vier sichern

Die CDU will eine Garantie, dass Kinder am Ende der vierten Klasse lesen, schreiben und rechnen können, notfalls mit zusätzlichen Förderstunden. Begründet wird das mit Studien, die aus Sicht des Programms einen langfristigen Abwärtstrend bei Brandenburger Grundschülern zeigen.

Kinder sollen nach der vierten Klasse gut lesen, schreiben und rechnen können. Die CDU will das garantieren. Wer Probleme hat, bekommt extra Förder-Stunden. Deutsch und Mathe sollen mehr Gewicht bekommen.

Die Grundschule soll sich stärker auf Grundfertigkeiten konzentrieren. In der Stundentafel sollen Deutsch und Mathematik noch mehr Gewicht erhalten. Ein Leseband soll an allen Grundschulen verpflichtend werden. Rahmenlehrpläne sollen schlanker werden und lebenspraktische Inhalte aufnehmen.

Originalzitat anzeigen (Seite 29)
„„Lesen-Schreiben-Rechnen-Garantie“ zum Abschluss der 4. Klasse, wenn nötig durch zusätzliche Förderstunden für Kinder mit Problemen beim Lesen, Schreiben und Rechnen“
Seite 29 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Schulen digital ausstatten und Digitalschulen schaffen

Die CDU will alle Schulen einschließlich der Berufsschulen mit IT-Infrastruktur, Internet, Geräten und geschultem Personal ausstatten. Das Land soll standardisierte digitale Lernmittel bezahlen, damit die Chancen nicht vom Geld der Eltern oder des Schulträgers abhängen.

Alle Schulen sollen gutes Internet und Geräte bekommen. Lehrkräfte sollen dafür ausgebildet sein. Das Land soll digitale Lern-Mittel bezahlen. So hängt Lernen nicht vom Geld der Eltern ab.

Vorgesehen sind pädagogische Konzepte, überarbeitete Lehrpläne, Rechtsrahmen und technische Mindeststandards für digitalen Unterricht, wissenschaftlich begleitet. Schulen sollen ein frei verwendbares „Digital-Budget“ und mehr Mitsprache bei der Beschaffung erhalten. Kommunen sollen beim Gewinnen von IT-Personal („digitale Hausmeister“) unterstützt werden. Staatlich anerkannte „Digitalschulen“ sollen nach dem Vorbild von Musik- und Kunstschulen als außerschulisches Angebot entstehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 29)
„Schulen aus Landesmitteln standardisierte digitale Lernmittel zur Verfügung stellen“
Seite 29 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die CDU will digitale Lernmittel aus Landesmitteln finanzieren und damit öffentliche Leistungen ausweiten.

Kita- und Schulbau stärker fördern

Die CDU will den aus ihrer Sicht großen Investitionsstau bei Kitas und Schulen mit einem weiterentwickelten Bauprogramm für die Kommunen abbauen. Förderverfahren sollen einfacher werden, digitale Lücken rasch geschlossen.

Viele Schulen und Kitas müssen repariert werden. Die CDU will den Gemeinden beim Bauen helfen. Anträge auf Geld sollen einfacher werden. Fehlende Technik an Schulen soll schnell kommen.

Bei der Planung sollen Ganztagsangebote mitgedacht werden. Schulträger mit vielen Schülern aus anderen Kommunen sollen bei Fördergeld bevorzugt werden. Antrags-, Zuwendungs- und Vergabeverfahren sollen gemeinsam mit den kommunalen Spitzenverbänden vereinfacht werden. Auf Bundesebene will sich die CDU für einen Digitalpakt 2.0 einsetzen.

Originalzitat anzeigen (Seite 30)
„ein weiterentwickeltes Kita- und Schulbauprogramm, um Kommunen wirksam zu unterstützen“
Seite 30 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die CDU will öffentliche Investitionen in Kita- und Schulgebäude ausweiten.

Demokratiebildung und Werte in Schulen stärken

Die CDU will Demokratiebewusstsein und Extremismusprävention fester in den Lehrplänen aller Schulformen verankern. Rechtsextremismus, Linksextremismus und Islamismus sollen ausdrücklich behandelt werden. Auch das Fach LER soll stärker Respekt, Toleranz und Debattenkultur vermitteln.

Schüler sollen mehr über Demokratie lernen. Sie sollen auch die Gefahren von Extremismus kennen. Gemeint sind rechte, linke und islamistische Extremisten. Die Landes-Zentrale für politische Bildung soll mehr auf dem Land anbieten.

Neue Formate sollen gesellschaftlichen Wandel und Medienkompetenz aufgreifen. Die Landeszentrale für politische Bildung soll mehr im ländlichen Raum und digital anbieten. Das Fach Lebensgestaltung-Ethik-Religionskunde soll umgestaltet werden und soziale Kompetenzen behandeln. Schulen sollen außerdem „Lernen lernen“ vermitteln und beim Erwerb von Fahrradfahren und Schwimmen helfen.

Originalzitat anzeigen (Seite 31)
„Demokratiebewusstsein und Extremismusprävention sollen stärker in den Curricula aller Schulformen verankert werden“
Seite 31 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Berufsausbildung stärken, Erzieherausbildung vergüten

Die CDU will die duale und schulische Berufsausbildung stärken, die sie als gleichwertige Alternative zum Studium sieht. Für die Ausbildung zu Erzieherinnen und Erziehern, in der Heilerziehungspflege und vergleichbaren Gesundheitsberufen soll eine Vergütung eingeführt werden.

Die CDU findet eine Ausbildung genauso gut wie ein Studium. Sie will Ausbildungen bekannter machen. Wer Erzieher oder Erzieherin lernt, soll dafür Geld bekommen. Das gilt auch für ähnliche Gesundheits-Berufe.

Geplant ist eine Imagekampagne für die Berufsausbildung. Berufsberatung und Jugendberufsagenturen sollen gestärkt, Praktika und Ferienjobs unterstützt werden. Aufstiegsfortbildungen wie die Meisterausbildung sollen gefördert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 31)
„Einführung einer Vergütung für die Ausbildung der Erzieherinnen und Erzieher“
Seite 31 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die CDU will eine neue Ausbildungsvergütung für bisher unbezahlte Ausbildungen einführen, finanziert über öffentliche Mittel oder Träger.

Hochschulen mehr Autonomie und Geld geben

Die CDU will die Autonomie der Hochschulen stärken: Das Ministerium soll nicht mehr im Detail steuern, sondern nur Zuschüsse und Ziele vereinbaren. Der Grundhaushalt soll jährlich um 5 Millionen Euro steigen, die Zahl von rund 50.000 Studierenden mindestens gehalten werden.

Hochschulen sollen freier entscheiden können. Das Ministerium soll weniger vorschreiben. Hochschulen sollen jedes Jahr 5 Millionen Euro mehr bekommen. Es soll mindestens so viele Studierende geben wie heute.

Hochschulverträge sollen fünf Jahre laufen, um Planungssicherheit zu geben. Studienplätze sollen bedarfsgerecht in Natur- und Ingenieurwissenschaften, Pädagogik, Medizin und Pflege entstehen. Ein zentrales Rechenzentrum soll Hochschulen bei IT-Aufgaben entlasten. Die studentische Selbstverwaltung soll bleiben, ihre Haushaltspläne sollen aber öffentlich werden, und ihre Amtsträger sollen sich zur demokratischen Grundordnung bekennen müssen.

Originalzitat anzeigen (Seite 31)
„Hochschulentwicklungspläne sollen nur noch Zuschuss- sowie Zielvereinbarungen enthalten, keine Detailsteuerung durch das Ministerium“
Seite 31 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Die CDU will Amtsträger der studentischen Selbstverwaltung zu einem Bekenntnis zur demokratischen Grundordnung verpflichten, also eine neue Pflicht einführen.

Was sagen die anderen Parteien zur Bildung?

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