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SPD zu Kultur und Medien

Aus dem Programm „Unser Saarland Plan: Regierungsprogramm der Saar-SPD 2022-2027 – Echte #SaarlandLiebe ist bei uns Programm“

Landtagswahl Saarland 2022, 27. März 2022Original-PDF, 56 SeitenAnalyse vom 4. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Kultur und Medien

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 4 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschaftausgewogen (0), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 1 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Mindesthonorare und Räume für freie Künstler

Die SPD will bei der Kulturförderung Mindesthonorare und Mindestgagen festlegen, um Einkommen und Absicherung freischaffender Künstlerinnen und Künstler zu verbessern. Die freie Szene soll feste Arbeitsräume und ein Produktionshaus erhalten, und Kultur soll kommunale Pflichtaufgabe werden.

Freie Künstlerinnen und Künstler sollen besser verdienen. Dafür soll es Mindest-Honorare geben. Die freie Kultur-Szene soll feste Räume zum Arbeiten bekommen. Städte und Gemeinden sollen Kultur verpflichtend anbieten.

Das Programm verweist darauf, dass Solokünstler in der Pandemie stark gelitten haben. Auf Bundesebene will sich die SPD für ihre Absicherung in der Künstlersozialkasse sowie in Renten-, Kranken- und Arbeitslosenversicherung einsetzen. Ein gut ausgestatteter Arbeitsort und Hilfe bei der Professionalisierung sollen Talente im Land halten. Kulturangebote sollen auch den ländlichen Raum erreichen; gemeinsam mit den Kommunen will die SPD Kultur zur Pflichtaufgabe machen.

Originalzitat anzeigen (Seite 25)
„Durch die Definition von Mindesthonoraren, Mindestgagen und Mindeststandards bei Förderszenarien wollen wir die Einkommenssituation und soziale Absicherung freischaffender Künstler:innen verbessern.“
Seite 25 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mindesthonorare, bessere Sozialversicherung und eine Pflichtaufgabe Kultur bedeuten mehr Regulierung und öffentliche Leistungen.

Museen stärken und zeitweise kostenlos öffnen

Die SPD will, dass alle Menschen Museen an bestimmten Tagen oder zu bestimmten Zeiten kostenlos besuchen können. Museen sollen als Orte der kulturellen Bildung und des Erlebens gestärkt und besser vernetzt werden.

An manchen Tagen soll der Eintritt ins Museum für alle frei sein. Für Kinder und Jugendliche ist er schon frei. Die SPD will Museen bei neuen Ausstellungen unterstützen. Museen sollen mehr zusammen-arbeiten.

Für unter 18-Jährige gilt nach dem Programm bereits freier Eintritt. Die SPD will Museen bei neuen Ausstellungskonzepten und museumspädagogischen Angeboten unterstützen. Die historisch ausgerichteten Museen am Schlossplatz sollen zusammenarbeiten, römische und keltische Funde national und international sichtbarer werden. Genannt werden der Kulturpark Bliesbruck-Reinheim und der Ringwall in Otzenhausen; auch Brauchtum wie das Kulturerbe Viez soll gesichert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 26)
„Zu bestimmten Zeiten oder an bestimmten Tagen soll es für alle möglich sein, Museen zu besuchen, ohne Eintritt bezahlen zu müssen.“
Seite 26 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Freier Eintritt und zusätzliche Museumsförderung erweitern öffentlich finanzierte Kulturangebote.

Staatstheater, Festivals und Industriekultur sichern

Die SPD will das Staatstheater mit seinen drei Sparten erhalten und etablierte Festivals dauerhaft finanziell absichern. Die Industriekultur aus Kohle und Stahl soll als Erinnerungsort gepflegt werden.

Das Staats-Theater soll so bleiben, wie es ist. Bekannte Festivals sollen dauerhaft Geld bekommen. Die SPD will auch an die Zeit von Kohle und Stahl erinnern. Alte Bergwerke und Denkmäler sollen gefördert werden.

Für digitale Theaterformate setzt sich die SPD für eine ausreichende Ausstattung ein. Als zu sichernde Festivals nennt das Programm den Max-Ophüls-Preis, das Festival Perspectives, Loostik und die Musikfestspiele Saar. Das Steigerlied soll immaterielles Kulturerbe werden. Das Erlebnisbergwerk Velsen soll im Verbund mit dem Rechtsschutzsaal Bildstock und dem Bergbaumuseum Bexbach dauerhaft gefördert werden; für das Pingusson-Gebäude wird ein tragfähiges Nutzungskonzept angestrebt.

Originalzitat anzeigen (Seite 26)
„Das Saarländische Staatstheater wollen wir als Drei-Sparten-Haus erhalten.“
Seite 26 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Dauerhafte öffentliche Finanzierung von Theater, Festivals und Erinnerungsorten bedeutet mehr staatliche Kulturausgaben.

  • Gesellschaftausgewogen

    Der Punkt verbindet die Pflege von Tradition und Brauchtum mit der Förderung neuer, experimenteller Kulturformate.

Kulturelle Bildung an Schulen stärken

Die SPD will die kulturelle Bildung an Schulen und Kitas ausbauen und bestehende Formate fortführen. Kulturschaffende, die an Schulen arbeiten, sollen höhere Honorare bekommen.

Die SPD will mehr Kultur an Schulen. Bewährte Angebote sollen bleiben. Künstler an Schulen sollen mehr Geld bekommen. Kinder sollen schon in der Kita ans Lesen herangeführt werden.

Fortgeführt werden sollen unter anderem das Theaterpädagogische Zentrum, „Kultur leben“ als Programm zur Schulentwicklung sowie das Französisch-Projekt „Chanson à l’école“. Das Programm „Kreative Praxis“ soll durch höhere Honorare gestärkt werden. Leseförderung soll bereits in der Kita beginnen, was nach Darstellung des Programms auch Buchhandel und Verlagen im Land nützt. Für das Bundesprogramm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ will die SPD den Landesanteil an der Finanzierung sichern. Vereine sollen über ihren Einsatz im Ganztag junge Menschen besser erreichen.

Originalzitat anzeigen (Seite 27)
„Mit der Anhebung der Honorare stärken wir das Programm „Kreative Praxis“ und sichern die Kulturschaffenden im schulischen Umfeld.“
Seite 27 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Höhere Honorare und zusätzliche Landesmittel für Kulturprogramme bedeuten mehr öffentliche Ausgaben im bestehenden System.

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Alle Programme im Saarland im Vergleich