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SPD zu Demokratie und Staat

Aus dem Programm „Unser Saarland Plan: Regierungsprogramm der Saar-SPD 2022-2027 – Echte #SaarlandLiebe ist bei uns Programm“

Landtagswahl Saarland 2022, 27. März 2022Original-PDF, 56 SeitenAnalyse vom 4. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Demokratie und Staat

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Kommunalverwaltungen durch Funktionalreform effizienter machen

Die SPD will mit einer Funktionalreform erreichen, dass Kommunen Aufgaben untereinander aufteilen und sich spezialisieren. Das soll Kosten sparen, doppelte Strukturen vermeiden und die Verwaltung leistungsfähiger machen.

Die SPD will die Verwaltung in den Gemeinden umbauen. Nicht jede Gemeinde soll alles selbst machen. Gemeinden sollen Aufgaben teilen und sich auf einzelne Bereiche konzentrieren. Das soll Geld sparen und die Arbeit besser machen.

Als geeignete Felder für die Zusammenarbeit nennt das Programm unter anderem Back-Office, Controlling, Vollstreckung, IT, Digitalisierung, Immobilienmanagement, Bauverwaltung und Einkauf. Begründet wird die Reform mit komplexeren Anforderungen an Verwaltungen und höheren Erwartungen der Bürgerinnen und Bürger. Zusätzlich will die SPD untersuchen, welches Entwicklungspotenzial die einzelnen Regionen haben, um Fördermittel gezielt nach deren Stärken zu vergeben. Den Großraum Saarbrücken will sie als wirtschaftliches und kulturelles Zentrum stärken.

Originalzitat anzeigen (Seite 36)
„Nicht jede Kommune muss das gesamte Aufgabenspektrum abbilden. In einer modernen Welt spezialisieren sich einzelne Verwaltungen auf bestimmte Aufgabenbereiche.“
Seite 36 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Lobbyregister und Transparenzregister einführen

Die SPD will Regierungsentscheidungen nachvollziehbarer machen und dafür ein Lobbyregister sowie ein Transparenzregister schaffen. Bürger sollen stärker beteiligt werden, unter anderem durch einen Bürgerrat zum Klima.

Die SPD will offener regieren. Ein Lobby-Register soll zeigen, wer bei Gesetzen mitredet. Lobbyisten vertreten die Interessen von Firmen oder Verbänden. Daten vom Staat sollen kostenlos sein. Bürger sollen in einem Rat über Klima mitreden.

Das Lobbyregister soll offenlegen, wie Interessenvertreter auf Gesetzentwürfe einwirken. Über ein Transparenzregister will die SPD öffentliche Daten und Informationen kostenfrei und ohne Diskriminierung bereitstellen. Große Zukunftsfragen sollen gemeinsam mit der Bevölkerung diskutiert werden, als Beispiel nennt das Programm einen Bürgerrat für Klimafragen. Zudem bekennt sich die SPD zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk mit einem starken Saarländischen Rundfunk und zur Vielfalt privater Medien.

Originalzitat anzeigen (Seite 45)
„Wir werden ein Lobbyregister einführen und den Einfluss von Lobbyist:innen bei Gesetzentwürfen sichtbar machen.“
Seite 45 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Wahlalter auf 16 Jahre senken

Die SPD will, dass Jugendliche ab 16 Jahren bei Landtags- und Kommunalwahlen wählen dürfen. Bei Kommunalwahlen sollen sie sich ab diesem Alter auch selbst zur Wahl stellen können.

Die SPD will das Wahl-Alter senken. Jugendliche sollen ab 16 Jahren wählen dürfen. Das soll für Wahlen im Land und in den Gemeinden gelten. In den Gemeinden sollen sie auch selbst kandidieren dürfen.

Das aktive Wahlrecht, also das Recht zu wählen, soll auf Landes- und Kommunalebene ab 16 gelten. Das passive Wahlrecht, also das Recht, gewählt zu werden, soll ab 16 auf kommunaler Ebene gelten. Das Programm verweist darauf, dass elf der sechzehn Bundesländer eine solche Möglichkeit bereits kennen.

Originalzitat anzeigen (Seite 46)
„Wir setzen uns für das aktive Wahlrecht ab 16 Jahren auf Landes- und Kommunalebene und für das passive Wahlrecht ab 16 Jahren auf Kommunalebene ein.“
Seite 46 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Justiz personell stärken, digitalisieren und Resozialisierung fördern

Die SPD will die Justiz weiter mit Personal verstärken, damit Verfahren schneller laufen, und die Eingangsbesoldung an andere Länder angleichen. Der Zugang zum Gericht soll durch erweiterte Beratungshilfe und Online-Angebote leichter werden. Im Strafvollzug setzt das Programm auf Resozialisierung und will Opfer von Straftaten besser unterstützen.

Die SPD will mehr Personal für die Gerichte. So sollen Verfahren schneller gehen. Auch Menschen mit wenig Geld sollen vor Gericht gehen können. Vieles soll online möglich sein. Straftäter sollen lernen, ohne Straftaten zu leben. Opfer sollen mehr Hilfe bekommen.

Die SPD will untersuchen, warum die Zahl der Gerichtsverfahren im vergangenen Jahrzehnt zurückgegangen ist. Die Beratungshilfe soll für mehr Fälle gelten und bürgernah vermittelt werden. Bei der Digitalisierung soll das Wissen der Universität des Saarlandes genutzt werden, etwa für eine Online-Rechtsantragstelle. Im Justizvollzug soll das Sicherheitsmanagement mit wissenschaftlichen Methoden der Risikoeinschätzung weiterentwickelt werden, um Rückfälle zu verringern. Opfer sollen rasch über Hilfen und ihre Rechte im Strafverfahren informiert werden; die psychosoziale Prozessbegleitung soll gestärkt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 49)
„Wir werden den Weg der personellen Verstärkung der Justiz fortsetzen, damit gerichtliche Verfahren zügig bearbeitet werden können“
Seite 49 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr Personal, höhere Eingangsbesoldung und erweiterte Beratungshilfe bedeuten zusätzliche öffentliche Ausgaben und Leistungen.

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