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SPD zur Bildung

Aus dem Programm „Unser Saarland Plan: Regierungsprogramm der Saar-SPD 2022-2027 – Echte #SaarlandLiebe ist bei uns Programm“

Landtagswahl Saarland 2022, 27. März 2022Original-PDF, 56 SeitenAnalyse vom 4. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Bildung

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,1), aus 15 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 14 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 3 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Europaeher mehr EU (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 1 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Ausbildungsplatzgarantie einführen

Die SPD will allen, die eine Lehrstelle suchen, einen Ausbildungsplatz garantieren. Die duale Ausbildung soll gestärkt werden, unter anderem durch bessere Berufsorientierung und stärkere Berufsbildungszentren.

Wer eine Ausbildung sucht, soll einen Platz bekommen. Das will die SPD garantieren. Schulen sollen besser auf Berufe vorbereiten. Berufs-Schulen sollen stärker werden. Wer Hilfe beim Abschluss braucht, soll sie bekommen.

Neben der Garantie plant die SPD Hilfe für junge Menschen, die beim Berufsabschluss Unterstützung brauchen. Betriebe, die sich an einer umlagefinanzierten Ausbildung beteiligen, sollen stärker gefördert werden. Der Übergang von der Schule in den Beruf soll durch bessere Orientierung leichter werden. Ausbilderinnen und Ausbilder sollen für digitale Lehrmethoden geschult und die Jugendberufsagenturen landesweit gestärkt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 8)
„Wer eine Ausbildung sucht, soll eine Ausbildung bekommen. Mit einer Ausbildungsplatzgarantie schaffen wir neue Perspektiven.“
Seite 8 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Eine staatliche Garantie auf einen Ausbildungsplatz und Hilfen für umlagefinanzierte Ausbildung stärken die öffentliche Verantwortung am Ausbildungsmarkt.

Zukunftsvermögen Bildung, Kooperationsverbot aufheben

Die SPD will Bildungsinvestitionen Vorrang geben und dafür ein Zukunftsvermögen Bildung schaffen. Zudem soll das Kooperationsverbot im Grundgesetz fallen, damit der Bund Bildung mitfinanzieren kann.

Die SPD will mehr Geld für Bildung ausgeben. Dafür soll es einen eigenen Geld-Topf geben. Auch der Bund soll für Schulen mitbezahlen dürfen. Heute verbietet das Grundgesetz das zum großen Teil.

Das Zukunftsvermögen soll zusätzliche Bildungsausgaben finanzieren. Die SPD begründet das damit, dass sich jeder in Bildung gesteckte Euro mehrfach auszahle. Mehr Qualität, gebührenfreie Bildung und ein Anspruch auf Ganztagsplätze seien ohne Geld vom Bund und eine dauerhafte Entlastung der Kommunen nicht zu erreichen. Das Kooperationsverbot begrenzt die Mitfinanzierung von Schulen durch den Bund.

Originalzitat anzeigen (Seite 17)
„Wir werden ein Zukunftsvermögen Bildung einrichten, um zusätzliche Ausgaben für unsere Zukunft zu finanzieren.“
Seite 17 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein zusätzlicher öffentlicher Fonds soll höhere Bildungsausgaben ermöglichen, also mehr staatliche Investitionen.

Ganztagsschulen weiter ausbauen

Die SPD will gebundene Ganztagsschulen weiter ausbauen, damit Familien zwischen freiwilligem und gebundenem Ganztag wählen können. Bis 2030 sollen bedarfsgerecht zusätzliche Ganztagsangebote entstehen.

Die SPD will mehr Ganztags-Schulen. Dort haben Kinder auch am Nachmittag Unterricht und Betreuung. Familien sollen wählen können, welche Form sie wollen. Bis 2030 soll es mehr Angebote geben.

Die Regeln für die Einrichtung gebundener Ganztagsschulen sollen angepasst werden. Bis 2026 sollen alle Schulen mit zusätzlichem Bedarf mehr pädagogische Förderung durch multiprofessionelle Teams erhalten. Nach Angaben des Programms hat sich die Schülerzahl im Ganztagsunterricht seit 2012 verfünffacht. Ein Rechtsanspruch auf Ganztagsplätze setzt aus Sicht der SPD Geld vom Bund voraus.

Originalzitat anzeigen (Seite 18)
„treiben wir den Ausbau der echten Ganztagsschule weiter voran und werden dafür die Vorgaben für die Einrichtung gebundener Ganztagsschulen anpassen“
Seite 18 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das öffentliche Ganztagsangebot und die pädagogische Unterstützung sollen schrittweise ausgebaut werden.

Schulbauprogramm, mehr Personal, kleinere Klassen

Die SPD will ein Schulbauprogramm für die Kommunen auflegen, mehr Personal einstellen und die Klassen verkleinern. Schulen sollen mehr Eigenständigkeit bekommen, Schüler mehr Mitsprache, und Personal soll stärker nach der Belastung vor Ort verteilt werden.

Die SPD will Schulen modern bauen und ausstatten. Es soll mehr Lehrer und kleinere Klassen geben. Kinder sollen mehr Zeit zum Lernen haben. Schulen mit vielen Problemen bekommen mehr Hilfe. Schüler sollen mehr mitbestimmen.

Das Land soll die Kommunen als Schulträger mit einem eigenen Bauprogramm unterstützen. Mehr Lernzeit ist für die gesamte Schullaufbahn vorgesehen. Für die Zuteilung von Lehrkräften und anderen Fachkräften sollen Kriterien und Indizes entwickelt werden, die besonders belastete Schulen entlasten. Die SPD tritt für eine diskriminierungssensible Schulentwicklung ein. Schulen und Kitas sollen sich zu Familienzentren entwickeln.

Originalzitat anzeigen (Seite 18)
„Wir schaffen deshalb mehr Lernzeit über alle Stationen der Schullaufbahn hinweg und sorgen für mehr Personal und kleinere Klassen an unseren Schulen.“
Seite 18 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein Bauprogramm, zusätzliches Personal und kleinere Klassen erhöhen die öffentlichen Bildungsausgaben.

Bildungsausgaben pro Schüler erhöhen

Die SPD will, dass das Saarland im Ländervergleich mehr Geld je Schülerin und Schüler ausgibt. Alle Bildungswege sollen gleichwertig ausgestattet werden, von der Gemeinschaftsschule über das Gymnasium bis zur beruflichen Schule.

Die SPD will mehr Geld für Schulen ausgeben. Das Saarland soll im Vergleich mit anderen Bundes-Ländern besser dastehen. Alle Schul-Arten sollen gleich gut ausgestattet sein.

Das Programm betrachtet allgemeine und berufliche Bildungswege als gleichwertig. Bei Personal und Arbeitsbedingungen sieht die SPD noch Unterschiede zwischen den Schulformen, die sie abbauen will. Bildung soll dem Saarland mindestens so viel wert sein wie anderen Ländern. Deshalb soll das Land in der bundesweiten Rangliste der Ausgaben je Schulkind nach oben rücken.

Originalzitat anzeigen (Seite 19)
„Wir arbeiten weiter daran, dass das Saarland bei den Ausgaben pro Schüler:in im bundesweiten Vergleich aufsteigt.“
Seite 19 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Höhere öffentliche Ausgaben für Schulen bedeuten mehr staatliche Investitionen in öffentliche Leistungen.

Grundschulklassen auf 25 Kinder begrenzen

Die SPD will an Grundschulen höchstens 25 Kinder pro Klasse zulassen und langfristig noch kleinere Klassen erreichen. Schulleitungen sollen eigene Zeit für Leitungsaufgaben bekommen.

In einer Grundschul-Klasse sollen höchstens 25 Kinder sein. Später sollen die Klassen noch kleiner werden. Schul-Leitungen sollen mehr Zeit für ihre Leitungs-Arbeit bekommen.

Das Programm sieht Grundschulen als kleine Systeme, die zusätzliche Hilfe brauchen. Neben der Obergrenze von 25 Kindern soll es für Grundschulleitungen eine feste Leitungszeit geben. Außerdem sollen die Schulen schrittweise zeitlich entlastet werden. Diese Zeit soll für Digitalisierung, individuelle Förderung und Schulentwicklung mit Eltern und Teams aus verschiedenen Berufen genutzt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 19)
„An Grundschulen legen wir die maximale Klassengröße auf 25 Kinder fest und streben darüber hinaus kleinere Klassen an.“
Seite 19 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Kleinere Klassen und Leitungszeit erfordern mehr Personal und damit höhere öffentliche Ausgaben.

Gemeinschaftsschulen entlasten und gleichstellen

Die SPD will die Gemeinschaftsschulen entlasten und eine Qualitätsoffensive starten. Lehrkräfte aller weiterführenden Schulen sollen bei Aufstieg, Unterrichtspflicht und Bezahlung gleichgestellt werden.

Die SPD will die Gemeinschafts-Schulen stärken. Lehrerinnen und Lehrer dort sollen die gleichen Bedingungen haben wie an Gymnasien. Es soll kleinere Lern-Gruppen geben.

Nach Darstellung des Programms tragen die Gemeinschaftsschulen den größten Teil der Aufgaben bei individueller Förderung, Inklusion und Integration. Die SPD will sie dauerhaft entlasten und mehr Funktionsstellen aufbauen, also Stellen mit besonderen Aufgaben und Aufstiegschancen. Die Qualitätsoffensive umfasst kleinere Lerngruppen, zwei Lehrkräfte in einer Klasse und Zusammenarbeit verschiedener Berufsgruppen.

Originalzitat anzeigen (Seite 19)
„Ziel ist die Gleichstellung der Aufstiegsmöglichkeiten, Unterrichtsverpflichtungen und Besoldungsstrukturen aller Schulen im Sekundarbereich.“
Seite 19 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr Personal, Funktionsstellen und angeglichene Besoldung erhöhen die öffentlichen Bildungsausgaben.

G9 an Gymnasien wieder einführen

Die SPD will an den Gymnasien zum Abitur nach neun Jahren zurückkehren. Das achtjährige Gymnasium wird aus Sicht des Programms vielen Schülerinnen und Schülern nicht gerecht.

Am Gymnasium soll das Abitur wieder neun Jahre dauern. Heute sind es acht Jahre. Die SPD meint: Acht Jahre sind für viele zu kurz. Die Schulen sollen die Zeit für bessere Förderung nutzen.

Das Programm bezeichnet die Verkürzung auf acht Jahre als von der CDU verordnet und verlangt eine grundsätzliche Lösung. Die zusätzliche Zeit soll für Maßnahmen genutzt werden, die die Qualität und die individuelle Förderung verbessern. An Gymnasien sollen Schülerinnen und Schüler außerdem mehr Wahlmöglichkeiten bei den Fächern erhalten und stärker ein Profil für Studium oder Beruf bilden können.

Originalzitat anzeigen (Seite 19)
„Wir werden auch an den Gymnasien wieder das G9 einführen. Eine reine Schulzeitverlängerung ist nicht unser Ziel.“
Seite 19 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Berufliche Bildung und Berufsorientierung stärken

Die SPD will berufliche Schulen und die duale Ausbildung fördern und ein Zentrum für Transformation einrichten. An allen allgemeinbildenden Schulen soll die Berufsorientierung ausgebaut werden, weil Ausbildung und Studium für die Partei gleichwertig sind.

Die SPD will die Berufs-Schulen und die Ausbildung im Betrieb stärken. Ein neues Zentrum soll dabei helfen. Alle Schulen sollen besser über Berufe informieren. Für die SPD sind Ausbildung und Studium gleich viel wert.

Das Programm begründet das Vorhaben mit dem Strukturwandel, der Berufsbilder und benötigte Fähigkeiten verändert. Das neue Zentrum soll mit den beruflichen Schulen an drei Zielen arbeiten: bessere Ausbildung, Qualifizierung von Fachkräften und Öffnung für neue Berufsfelder. Jugendliche sollen an jeder Schule herausfinden können, welcher Weg zu ihnen passt.

Originalzitat anzeigen (Seite 20)
„Um die Transformation auch in der beruflichen Bildung erfolgreich zu gestalten, wird ein Zentrum für Transformation eingerichtet“
Seite 20 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Staat soll mit einer neuen Einrichtung und Förderung den Strukturwandel in der Ausbildung aktiv begleiten.

Inklusion an Kitas und Schulen ausbauen

Die SPD will Kitas und Schulen weiter zu inklusiven Einrichtungen entwickeln. Dafür sollen Teams aus verschiedenen Berufen eingesetzt und regionale Unterstützungsstrukturen für Regelschulen weiterentwickelt werden.

Kinder mit und ohne Behinderung sollen gemeinsam lernen. Das nennt man Inklusion. Die SPD will Kitas und Schulen dafür besser ausstatten. Fachleute aus verschiedenen Berufen sollen zusammen-arbeiten.

Nach dem Programm bedeutet inklusives Arbeiten, dass verschiedene Berufsgruppen im Team handeln. Die Schulen sollen so ausgestattet werden, dass sie dem jeweiligen Förderbedarf gerecht werden. Geprüft werden soll, wie gut Schulsozialarbeit und Eingliederungshilfe zu den Bedürfnissen junger Menschen mit Förderbedarf passen. Das Kompetenzzentrum Inklusion berät Schüler, Lehrkräfte und Eltern; hinzu kommen regionale Hilfen für die Regelschulen.

Originalzitat anzeigen (Seite 20)
„Am qualitativen Ausbau unserer Kindertageseinrichtungen und Schulen zu inklusiven Bildungsstätten halten wir fest.“
Seite 20 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Multiprofessionelle Teams und Unterstützungsstrukturen bedeuten zusätzliche öffentliche Leistungen.

  • Gesellschafteher progressiv

    Der weitere Ausbau gemeinsamen Lernens stärkt Teilhabe und Gleichstellung von Kindern mit Förderbedarf.

Mitbestimmung, Demokratiebildung und Gesundheit an Schulen fördern

Die SPD will die Mitbestimmung an Schulen stärken und die Schulsozialarbeit gleichberechtigt beteiligen. Demokratie- und Menschenrechtsbildung sollen ausgebaut werden, ebenso das Programm „Gesunde Schule Saarland“.

An Schulen sollen mehr Menschen mit-entscheiden. Dazu gehört auch die Schul-Sozial-Arbeit. Kinder sollen früh lernen, was Demokratie und Menschen-Rechte bedeuten. Die SPD will auch die Gesundheit an Schulen fördern.

Das Programm versteht das Schulmitbestimmungsgesetz als Werkzeug für die Entwicklung von Schule und Unterricht. Schulen sollen auf dem Weg zu mehr Eigenständigkeit begleitet werden. Als Antwort auf fremdenfeindliche und rassistische Angriffe sollen Angebote zur Menschenrechts- und Toleranzerziehung die Demokratie stärken; Lehrpläne sollen Demokratieerziehung und Bildung für nachhaltige Entwicklung vertiefen. Für die Gesundheit sind Prävention, gefördertes Mittagessen, Angebote für Lehrkräfte und ein Modellprojekt mit Gesundheitsfachkräften vorgesehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 20)
„Deshalb brauchen wir die gleichberechtigte Mitbestimmung der Schulsozialarbeit.“
Seite 20 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Mehr Mitbestimmung sowie Menschenrechts- und Toleranzerziehung gegen Rassismus betonen Vielfalt und Offenheit.

Tablets für alle und Pflichtfach Informatik

Die SPD will ab dem Schuljahr 2022/23 alle Schülerinnen und Schüler ab Klasse 3 sowie Auszubildende mit Tablets und digitalen Schulbüchern ausstatten. Ab Klasse 7 soll Informatik Pflichtfach werden.

Alle Schul-Kinder ab der 3. Klasse sollen ein Tablet bekommen. Auch Auszubildende bekommen eines. Dazu gibt es digitale Schul-Bücher. Ab der 7. Klasse soll Informatik ein Pflicht-Fach sein.

Das Motto des Programms lautet, dass kein Schulranzen ohne Tablet sein soll. Gute digitale Ausstattung und schnelles Internet sollen zur Grundausstattung jeder Schule gehören. Die landesweite Medienausleihe soll ab 2022/23 sowohl gedruckte Bücher als auch digitale Inhalte wie anpassungsfähige Lernsysteme umfassen. Die für Informatik nötigen Lehrkräfte will das Saarland selbst ausbilden. Eine einheitliche digitale Schulverwaltung soll Lehrkräfte bei Verwaltungsarbeit entlasten.

Originalzitat anzeigen (Seite 21)
„Zum Schuljahr 2022/23 statten wir jede:n Schüler:in ab der dritten Klassenstufe einschließlich der Auszubildenden in der dualen Ausbildung mit Tablet und digitalen Schulbüchern aus.“
Seite 21 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die kostenlose Ausstattung aller Schüler mit Geräten und Lernmitteln ist eine zusätzliche öffentliche Leistung.

Medienbildung in Lehrplänen und Lehrerausbildung verankern

Die SPD will Medienbildung in allen Fächern und Klassenstufen in die Lehrpläne aufnehmen und zum Pflichtteil der Aus- und Fortbildung von pädagogischem Personal machen. Schulen sollen technische Unterstützung und schnelles Internet erhalten.

Kinder sollen in allen Fächern den Umgang mit Medien lernen. Auch Lehrerinnen und Erzieher sollen das in ihrer Ausbildung lernen. Schulen bekommen Hilfe bei der Technik. Sie sollen schnelles Internet haben.

Die medienpädagogische Grundbildung soll gemeinsam mit Universität, Studienseminaren und dem Landesinstitut für Pädagogik und Medien verpflichtend werden, und zwar für Personal in Kitas, Schulen und außerschulischen Einrichtungen. Die Kompetenzzentren für Wartung und Support (KOMSA) sollen mit den Landkreisen ausgebaut werden. Projekte wie „Medienscouts Saar“, „Medienkompass“ und „Calliope“ werden weiter gefördert. Kommunen sollen bei der Umsetzung des Digitalpakts von der Antragstellung an begleitet werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 22)
„Digitale Bildung und Medienbildung sind in ihren verschiedenen Dimensionen (u.a. Medienkompetenz und Medienethik) in allen Fächern und über alle Klassenstufen hinweg in den Lehrplänen zu verankern.“
Seite 22 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Grundbildung und politische Bildung zum Schwerpunkt machen

Die SPD will die Grundbildung Erwachsener, etwa Lesen und Schreiben, in den kommenden Jahren zu einem Schwerpunkt machen. In der politischen Bildung sollen neue Lernformate gefördert werden, die Menschen im Umgang mit rechten Parolen stärken.

Viele Erwachsene können nicht gut lesen. Die SPD will ihnen besser helfen. Das soll in den nächsten Jahren ein wichtiges Thema sein. Außerdem sollen Menschen lernen, rechten Parolen etwas entgegen-zu-setzen.

Laut Programm kann jede siebte Person einen Text nicht verstehend lesen. Ein Grundbildungspakt und elf Grundbildungszentren bestehen bereits und sollen die Förderung nah am Wohnort sichern. Zur Grundbildung zählt die SPD auch kulturelle, musische und gesundheitliche Bildung. Die neuen Formate der politischen Bildung sollen in und außerhalb der Schule entstehen und sich besonders an junge Menschen richten.

Originalzitat anzeigen (Seite 22)
„Wir wollen die Grundbildung zu einem Schwerpunktthema der nächsten Jahre machen.“
Seite 22 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Politische Bildung gezielt gegen rechte Parolen zu fördern, betont Offenheit und Vielfalt.

Hochschulen verlässlich finanzieren und breit aufstellen

Die SPD will die Hochschulen mit einer planbaren und ausreichenden Grundfinanzierung ausstatten, statt die Planung an Sparvorgaben auszurichten. Ein breites Fächerangebot und genügend Studienplätze sollen erhalten bleiben.

Die Hochschulen sollen genug Geld bekommen. Sie sollen damit sicher planen können. Die SPD will nicht an den Hochschulen sparen. Es soll viele verschiedene Studien-Fächer geben.

Die Universität des Saarlandes soll Volluniversität bleiben; daneben nennt das Programm die htw sowie die Hochschulen für Bildende Künste und für Musik. Die SPD will Wissenschaftskommunikation, Open Science und Bürgerwissenschaften fördern und die Hochschulen barrierefreier und internationaler machen. Das Hochschulressort soll in der Regierung mehr Gewicht erhalten. Gemeinsame, digital gestützte Lehrveranstaltungen mit Universitäten der Großregion und internationalen Partnern sollen fest eingerichtet werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 23)
„Die Landeshochschulentwicklungsplanung darf nicht getrieben sein von Sparzwängen, sondern muss sich auf gemeinsame Qualitätsziele für Wissenschaft und Forschung auf der Grundlage einer planbaren und dauerhaft auskömmlichen Grundfinanzierung verständigen.“
Seite 23 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die Absage an Sparvorgaben zugunsten einer dauerhaft höheren Grundfinanzierung bedeutet mehr öffentliche Ausgaben.

Dauerstellen im Mittelbau und mehr Mitbestimmung an Hochschulen

Die SPD will für dauerhafte Aufgaben in Forschung und Lehre unbefristete Stellen schaffen und angemessen bezahlen. Studierende sollen stärker an Gremienentscheidungen beteiligt, Hilfskräfte ins Personalvertretungsgesetz aufgenommen werden.

Viele Forschende haben nur Verträge auf Zeit. Die SPD will mehr feste Stellen an Hochschulen. Studierende sollen mehr mit-entscheiden. Hilfs-Kräfte sollen mehr Rechte und Tarif-Verträge bekommen.

Der wissenschaftliche Mittelbau trägt laut Programm oft die Hauptlast bei der Betreuung von Studierenden. Neben der Habilitation sollen andere Karrierewege gestärkt werden, etwa Tenure-Track-Professuren und Senior-Lecturer-Stellen. Die SPD setzt sich für ein eigenes Promotionsrecht der htw Saar und ein rechtlich eigenständiges Promotionskolleg mehrerer Hochschulen ein. Für studentische und wissenschaftliche Hilfskräfte will sie auf Tarifverträge hinwirken.

Originalzitat anzeigen (Seite 24)
„Für Daueraufgaben müssen auch Dauerstellen zur Verfügung stehen.“
Seite 24 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Weniger Befristungen, Tarifverträge und Personalvertretung stärken Arbeitnehmerrechte im öffentlichen Wissenschaftsbetrieb.

Studienbedingungen und studentisches Wohnen verbessern

Die SPD will bezahlbaren Wohnraum für Studierende schaffen und das Studium flexibler machen, etwa durch Teilzeit- und berufsbegleitende Studiengänge. Menschen aus Familien ohne Hochschulerfahrung sollen leichter an die Hochschule kommen.

Studierende sollen günstige Wohnungen finden. Das Studium soll besser zu Familie und Beruf passen. Dafür gibt es Teilzeit-Studien-Gänge. Wer als Erste oder Erster in der Familie studiert, soll mehr Hilfe bekommen.

Weil manche Studierende Kinder haben oder Angehörige pflegen, sollen Studienabläufe und Prüfungsfristen flexibler werden. Wohnheime sollen leistungsfähiges WLAN bekommen, damit Online-Lehre für alle nutzbar ist. Die psychologische Beratung für Studierende und Hochschulbeschäftigte soll ausgebaut, die Mensa-Gastronomie vielfältiger und nachhaltiger werden. Der Hochschulzugang über eine duale Ausbildung und Fernstudienformate soll einfacher werden, begleitet von mehr Beratung am Studienbeginn.

Originalzitat anzeigen (Seite 24)
„Wir schaffen bezahlbaren studentischen Wohnraum. Die Ausstattung von Studierendenwohnheimen mit Hochleistungs-WLAN muss vorangetrieben werden.“
Seite 24 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Öffentlich geschaffener günstiger Wohnraum und zusätzliche Beratungsangebote erweitern staatliche Leistungen.

Keine Studiengebühren, BAföG ausbauen

Die SPD lehnt Studiengebühren ab und will das BAföG ausweiten. Mehr Studierende sollen Anspruch haben, und die Förderung soll nicht mehr vom Einkommen der Eltern abhängen.

Studieren soll nichts kosten. Die SPD ist gegen Studien-Gebühren. Mehr Studierende sollen BAföG bekommen. BAföG ist Geld vom Staat fürs Studium. Es soll nicht mehr vom Geld der Eltern abhängen.

Studiengebühren gelten im Programm als überholtes Instrument, das breiten Bevölkerungsschichten den Weg zu guter Bildung versperrt. Um den Kreis der Geförderten zu vergrößern, soll die Regelstudienzeit an die tatsächliche durchschnittliche Studiendauer angepasst werden. Darüber hinaus setzt sich die SPD für ein elternunabhängiges BAföG ein.

Originalzitat anzeigen (Seite 24)
„Studiengebühren lehnen wir ab. Um allen Menschen ein Studium zu ermöglichen, bauen wir das BAföG aus.“
Seite 24 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Ein elternunabhängiges BAföG würde die bisher bedarfsgeprüfte Förderung zu einer Leistung für alle Studierenden umbauen.

Künstlerische Hochschulen weiterentwickeln

Die SPD will die Zusammenarbeit der beiden künstlerischen Hochschulen des Landes fortsetzen und finanziell absichern. Neue Fächer sollen geprüft und der Standort der Hochschule für Musik saniert werden.

Das Saarland hat zwei Kunst-Hochschulen. Sie sollen enger zusammenarbeiten. Die SPD will ihnen genug Geld geben. Sie prüft neue Fächer wie Schauspiel. Die Musik-Hochschule soll saniert werden.

Grundlage der Kooperation soll eine ausreichende Finanzierung über die Hochschulentwicklungsplanung sein, bei der die Studierenden im Mittelpunkt stehen. Themen wie Inklusion, Nachhaltigkeit und Industriekultur sollen die Hochschulen vor allem in der Forschung gemeinsam bearbeiten. Geprüft wird, ob Dokumentarfilm oder Schauspiel als Fächer hinzukommen. Für die Hochschule für Musik Saar soll ein Gebäudekomplex in der Innenstadt hergerichtet werden, um die Sanierung des Standorts zu ermöglichen. Langfristig ist eine Bündelung auf wenige Standorte angedacht.

Originalzitat anzeigen (Seite 27)
„Eine Ausweitung des Fächerangebots bspw. um den Dokumentarfilm oder das Schauspiel werden wir prüfen.“
Seite 27 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Umweltbildung und Nachhaltigkeitsprojekte ausbauen

Die SPD will die Bildung für nachhaltige Entwicklung ausbauen, etwa durch Schul- und Kita-Gärten, Ernährungsbildung und gestärkte Schullandheime. Bürgerprojekte aus der Nachhaltigkeitsstrategie und Kommunen sollen finanziell gefördert werden.

Kinder sollen mehr über Natur und Umwelt lernen. Schulen und Kitas sollen Gärten bekommen. Schullandheime sollen mehr Personal haben. Es soll kostenlose Ferien-Programme zur Umwelt geben. Ideen von Bürgern für Nachhaltigkeit sollen Geld bekommen.

Projekte mit Naturschutzverbänden und Ernährungsbildung sollen fest zum Angebot gehören; das Schulobstprogramm wird weiter unterstützt. Als Naturerlebnis-Zentren nennt das Programm Spohns Haus, das Schullandheim in Oberthal und die BiberBurg Berschweiler, die personell gut ausgestattet werden sollen. Umwelt-Ferienprogramme sollen kostenlos und für alle Kinder und Jugendlichen offen sein. Die von Bürgern eingereichten Leuchtturmprojekte der Nachhaltigkeitsstrategie sollen begleitet und gefördert werden. Kommunen sollen auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit Unterstützung erhalten, auch für Pilotprojekte.

Originalzitat anzeigen (Seite 32)
„Deshalb muss die Förderung zur Entwicklung und Ausstattung von Schul- und Kita-Gärten weiter ausgebaut werden.“
Seite 32 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Kostenlose Ferienprogramme, mehr Personal und zusätzliche Förderung erweitern öffentliche Leistungen.

Mehrsprachigkeit und Bildungsaustausch in der Großregion fördern

Die SPD will Französisch und Englisch im Saarland stärker fördern, von der Kita bis zu Angeboten für ältere Menschen. Austausch, Schulpartnerschaften und Bildungsfahrten in der Großregion sollen mehr Geld erhalten. Berufsabschlüsse sollen gegenseitig anerkannt und die Universität der Großregion ausgebaut werden.

Die SPD will, dass mehr Menschen Französisch und Englisch lernen. Schüler und Lehrkräfte sollen öfter ins Nachbar-Land fahren. Berufs-Abschlüsse sollen auf beiden Seiten der Grenze gelten. Die gemeinsame Universität soll wachsen. Es soll mehr Tage Bildungs-Urlaub geben.

Die Sprachförderung soll berufliche Bildung, Tagesmütter, Kitas, Schulen und Seniorinnen und Senioren erreichen. Die Zahl der Bildungsurlaubstage für Berufstätige soll steigen. Auch die Landesverwaltung soll mehr Austausch pflegen; Partner wie die Europäische Akademie Otzenhausen und das Maison de Robert Schuman sollen stärker eingebunden werden. Geplant sind gemeinsame Lehrplaninhalte und ein grenzüberschreitender Gesellenbrief. Die Universität der Großregion soll mehr bi- und trinationale Studiengänge anbieten, und Abschlüsse aus dem Verbund sollen entsprechend gekennzeichnet werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 53)
„Grenzüberschreitende Bildungsfahrten, Schüler:innenaustausche und Bildungsseminare, Schulpartnerschaften und Lehrkräfte-Austausch innerhalb der Großregion werden wir stärker fördern.“
Seite 53 im Original

Einordnung

  • Europaeher mehr EU

    Gemeinsame Lehrinhalte, gegenseitige Anerkennung von Abschlüssen und mehr Austausch vertiefen die europäische Zusammenarbeit schrittweise.

Was sagen die anderen Parteien zur Bildung?

Alle Programme im Saarland im Vergleich