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AfD zu Kultur und Medien

Aus dem Programm „Heimat ist wählbar! Wahlprogramm der AfD Saarland zur Landtagswahl 2022“

Landtagswahl Saarland 2022, 27. März 2022Original-PDF, 102 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Kultur und Medien

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ (+1), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 4 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Migrationeher restriktiv (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 0 eher offen, 0 ausgewogen, 1 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Traditionen und Kultur statt Multikulturalismus bewahren

Die AfD will überlieferte Traditionen und die Kultur des Landes bewahren und lehnt eine multikulturelle Gesellschaft ab. Die Politik soll sich daran ausrichten, was dem eigenen Volk und den eigenen Bürgern nützt.

Die AfD will Traditionen und Kultur erhalten. Sie lehnt eine multikulturelle Gesellschaft ab. Das ist eine Gesellschaft mit vielen Kulturen nebeneinander. Politik soll sich am Wohl der eigenen Bürger ausrichten.

Das Programm beschreibt Heimat, Identität und Freiheit als Grundlage für neue Ideen, Unternehmergeist und Fleiß. Tradition und Fortschritt gehören aus Sicht der AfD zusammen. Die Partei erklärt, weltoffen zu sein und zugleich deutsch bleiben zu wollen. Politik soll sich nicht nach Ideologie, Zeitgeist oder Lobbyinteressen richten. Das Eintreten für das Eigene schließt laut Programm Solidarität mit anderen Menschen und Nationen ein.

Originalzitat anzeigen (Seite 7)
„Wir wollen als AfD unsere gewachsenen Traditionen und unsere Kultur erhalten und nicht in einer multikulturellen Gesellschaft auflösen.“
Seite 7 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Der Punkt stellt die Bewahrung gewachsener Kultur und Tradition über kulturelle Vielfalt, ohne eine konkrete Rechtsänderung zu nennen.

Deutsche Sprache schützen, Gendersprache ablehnen

Die AfD will die deutsche Sprache als Kern der Nationalkultur schützen und wendet sich gegen ihre Verdrängung durch Englisch in Behörden, Hochschulen und Unternehmen. Geschlechtergerechte Sprache und politisch korrekte Sprachvorgaben lehnt sie ab. Lesen und Gespräch sollen besonders bei jungen Menschen gefördert werden.

Die AfD will die deutsche Sprache schützen. Ämter und Hochschulen sollen nicht auf Englisch wechseln. Die AfD lehnt Gender-Sprache ab. Junge Menschen sollen mehr lesen. Feste Preise für Bücher sollen bleiben.

Die Partei kritisiert den häufigen Gebrauch von Anglizismen als unangemessen für eine Sprachgemeinschaft von fast 100 Millionen Menschen. Lesen und Gespräch sieht sie als Ausgleich zu Reizüberflutung und digitalen Medien, der Bildung, Urteilskraft und Konzentration stärke. Die Buchpreisbindung gilt ihr als nicht verhandelbar. Bei der Integration von Zuwanderern, die sich eingliedern wollen und können, hat ein fortgeschrittener Spracherwerb für die AfD höchsten Rang.

Originalzitat anzeigen (Seite 61)
„Darüber hinaus lehnen wir eine Instrumentalisierung unserer Sprache durch politisch korrekte Vorgaben und das immer weiter um sich greifende „Gender“-Sprech entschieden ab.“
Seite 61 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Die Ablehnung geschlechtergerechter Sprache und der Schutz des Deutschen vor Englisch zielen auf die Bewahrung überlieferter Sprach- und Kulturformen.

  • Migrationeher restriktiv

    Fortgeschrittene Deutschkenntnisse werden zur vorrangigen Bedingung der Eingliederung erklärt, die nur für integrationswillige und -fähige Zuwanderer gelten soll.

Erinnerungskultur erweitern, Schulen beflaggen

Die AfD hält die deutsche Erinnerungskultur für zu stark auf das 20. Jahrhundert verengt und will sie auf viele Jahrhunderte ausdehnen, einschließlich positiver Seiten der National- und Regionalgeschichte. Alle Schulgebäude im Land sollen regelmäßig in Schwarz-Rot-Gold beflaggt werden. Umbenennungen von Straßen nach heutigen Maßstäben lehnt sie ab.

Die AfD will anders an die Geschichte erinnern. Es soll nicht nur um das 20. Jahrhundert gehen. Auch gute Seiten der deutschen Geschichte sollen vorkommen. An allen Schulen soll regelmäßig die deutsche Flagge hängen. Straßen sollen ihre alten Namen behalten.

Die Geschichtsbetrachtung soll früheres Unrecht benennen und zugleich Identität stiften. Gespräche mit Zeitzeugen, die Opfer der SED-Herrschaft waren, sollen einen festen Platz erhalten. Die AfD sieht ein öffentliches Interesse an bürgernahen Museen, Archiven und Bibliotheken, an Denkmälern, Kriegsgräberstätten, gewachsenen Ortsbildern und an Gedenktagen. Kleine ländliche Museen, Bibliotheken und ehrenamtlich getragene Ausstellungen sollen mehr Landeshilfen bekommen. Besonders hervorgehoben wird die Völklinger Hütte als Weltkulturerbe.

Originalzitat anzeigen (Seite 61)
„Stattdessen fordern wir eine umfassend erweiterte Geschichtsbetrachtung über viele Jahrhunderte hinweg“
Seite 61 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Eine stärker identitätsstiftende Geschichtsbetrachtung, Beflaggung der Schulen und der Erhalt alter Straßennamen betonen Nationalbewusstsein und Tradition.

Kulturförderung auf heimische Produktionen ausrichten

Die AfD will die Filmförderung im Wesentlichen auf heimische Produktionen begrenzen. Außerdem will sie die Finanzierungsregeln für Theater ändern, um das aus ihrer Sicht publikumsferne Regietheater zurückzudrängen.

Die AfD will Filme aus der Heimat fördern. Andere Filme sollen kaum Geld bekommen. Auch beim Theater will sie die Regeln für das Geld ändern. Sie findet: Manche Theater-Stücke gehen am Publikum vorbei.

Das Programm zählt das Filmschaffen zur Kulturförderung, will die Mittel aber vor allem heimischen Produktionen zukommen lassen. Stark subventioniertes Regietheater bezeichnet die AfD als Fehlentwicklung, die durch geänderte Finanzierungsvorgaben beendet werden soll. Zugleich soll die Kulturarbeit bedeutende Persönlichkeiten und Werke der europäisch-abendländischen und der weltweiten Kultur im Bewusstsein halten.

Originalzitat anzeigen (Seite 63)
„Dessen Förderung soll sich im Kern auf die Unterstützung heimischer Produktionen beschränken.“
Seite 63 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Die Förderung soll stärker auf heimische und traditionelle Kultur ausgerichtet und experimentelles Regietheater zurückgedrängt werden, was eine schrittweise Verschiebung zur Bewahrung gewachsener Kultur ist.

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