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CDU zu Kultur und Medien

Aus dem Programm „Der Mensch im Mittelpunkt: Veränderungsagenda von CDU Saar und Tobias Hans – So geht Zukunft. Programm der CDU Saar für die Landtagswahl 2022“

Landtagswahl Saarland 2022, 27. März 2022Original-PDF, 95 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Kultur und Medien

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 5 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher konservativ (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 1 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Industriekultur stärken und Kulturbestand sichern

Die CDU will die Stätten der Industriekultur im Saarland und ihre Veranstaltungsformate dauerhaft stärken. Mit den Kommunen will sie zudem einen Bestandserhaltungspakt für die Kultur schließen, damit Kulturförderung nach der Pandemie nicht Sparrunden zum Opfer fällt.

Das Saarland hat viele alte Industrie-Orte, zum Beispiel die Völklinger Hütte. Die CDU will diese Orte stärken. Dort gibt es auch Festivals und Ausstellungen. Die CDU will außerdem mit den Gemeinden einen Pakt für die Kultur schließen. Kultur soll nicht weggespart werden.

Neben dem Weltkulturerbe Völklinger Hütte nennt das Programm weitere industriekulturelle Orte, die Geschichte mit Festivals und Ausstellungen verbinden. An das Grubenunglück von Luisenthal, das sich 2022 zum 60. Mal jährt, will die CDU angemessen erinnern, auch mit Blick auf junge Menschen. Kulturausgaben gelten als freiwillige Leistungen und sind nach Darstellung des Programms deshalb oft von Kürzungen bedroht. Das Programm versteht Kultur breit, von Breitenkultur und freier Szene bis zur Spitzenkultur, und will auch Pop-, Jugend- und Clubkultur unterstützen.

Originalzitat anzeigen (Seite 57)
„Diese Orte und Formate wollen wir nachhaltig stärken, um der historischen Bedeutung unseres Landes einen würdigen Rahmen zu verleihen“
Seite 57 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Große Kultureinrichtungen sichern, neue Projekte ermöglichen

Die CDU will die großen Kultureinrichtungen des Saarlandes erhalten, darunter das Staatstheater mit seinen drei Sparten. Die Musikfestspiele Saar sollen wieder einen festen Förderbetrag bekommen. Zugleich sollen neue kulturelle Projekte verlässliche Bedingungen erhalten.

Die CDU will die großen Kultur-Häuser im Saarland erhalten. Dazu gehört das Staatstheater. Die Musikfestspiele Saar sollen wieder festes Geld bekommen. Auch neue Kultur-Projekte sollen sich gut entwickeln können.

Das Staatstheater soll als Haus mit drei Sparten bestehen bleiben, die Stiftung Saarländischer Kulturbesitz ein attraktives Ausstellungsprogramm aufbauen. Die beiden künstlerischen Hochschulen, die Deutsche Radiophilharmonie, die freie Szene sowie das Max-Ophüls-Festival und die „Perspectives“ gelten dem Programm als fester Teil der Kulturlandschaft. Den Musikfestspielen Saar will die CDU wieder eine feste Summe zusagen. Für neue Ansätze wie das Festival „Resonanzen“ sollen professionellere Strukturen geschaffen werden; dem Kulturministerium wirft das Programm häufige Wechsel bei Personen und Konzepten vor.

Originalzitat anzeigen (Seite 58)
„Das Saarländische Staatstheater soll als 3Sparten-Haus auf künstlerisch hohem Niveau erhalten bleiben.“
Seite 58 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die öffentliche Kulturförderung soll gesichert und für die Musikfestspiele wieder fest zugesagt werden, was für mehr staatliche Leistungen steht.

Neue Saarlandhalle für Großveranstaltungen bauen

Die CDU will in Saarbrücken eine neue Saarlandhalle errichten, die für große Veranstaltungen geeignet ist. Das Programm begründet dies mit dem Wettbewerb in der Großregion und mit veralteten Veranstaltungsstätten.

Die CDU will in Saarbrücken eine neue Saarlandhalle bauen. Dort sollen große Veranstaltungen stattfinden. Die alten Hallen sind aus Sicht der CDU zu alt. Das Saarland soll mit Nachbar-Regionen mithalten können.

Sobald ein Standort gefunden ist, soll der Bau zügig beginnen. Das Programm nennt die Halle das wichtigste Vorhaben für den Eventstandort Saarland. Am Standort der Congresshalle entsteht bereits ein neues Messe- und Kongresszentrum. Zusätzlich will die CDU prüfen, ob ein Musikzentrum mit Konzertsaal machbar ist und sich mit dem Raumbedarf der Musikhochschule verbinden lässt.

Originalzitat anzeigen (Seite 58)
„In der Landeshauptstadt Saarbrücken brauchen wir aber auch eine eventtaugliche neue Saarlandhalle.“
Seite 58 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein neues öffentliches Großprojekt für Veranstaltungen bedeutet zusätzliche staatliche Investitionen.

Breitenkultur und kulturelle Bildung fördern

Die CDU will die Kultur in Vereinen und die kulturelle Bildung dauerhaft fördern, auch wegen der Folgen der Pandemie. Mittel für professionellere Strukturen sollen fest bleiben und Ehrenamtliche von Verwaltungsarbeit entlasten. Angebote für den Nachwuchs sollen wachsen.

Die CDU will Kultur in Vereinen fördern. Auch kulturelle Bildung soll Geld bekommen. Ehrenamtliche sollen weniger Büro-Arbeit haben. Es soll mehr Angebote für Kinder und Jugendliche geben.

Die Förderung der Landesakademie für musisch-kulturelle Bildung soll fortgesetzt werden, ebenso die der Kinder- und Jugendtheater und des Landesmusikrates. Programme wie „Kultur macht stark“ und „Kreative Praxis“ will die CDU ausbauen. Landeswettbewerbe und Jugendprojekte von Chören und Musikvereinen sollen weiter Unterstützung erhalten, damit junge Menschen früh an Vereine gebunden werden. Vorgesehen ist auch mehr Austausch zwischen der Breitenkultur und den großen Kultureinrichtungen.

Originalzitat anzeigen (Seite 58)
„Wir wollen darüber hinaus die Professionalisierungsmittel für die Breitenkultur verstetigen, dadurch bei Verwaltungstätigkeiten entlasten und so das kulturelle Ehrenamt in der Fläche stärken.“
Seite 58 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Fördermittel sollen verstetigt und Programme ausgebaut werden, also mehr öffentliche Leistungen für Kultur.

Heimatmuseen und Heimatvereine unterstützen

Die CDU will Sprache, Brauchtum und Traditionen des Saarlandes bewahren und dafür Heimatmuseen und Heimatvereine fördern. Kultur und Heimat sollen aus Sicht des Programms die Identität der Menschen im Land prägen.

Die CDU will Sprache und Traditionen im Saarland bewahren. Heimat-Museen und Heimat-Vereine sollen Geld und Anerkennung bekommen. Auch für Feste im Ort soll es Geld geben.

Die Unterstützung soll sowohl aus Geld als auch aus ideeller Anerkennung bestehen. Zusätzlich setzt sich die CDU für Fördertöpfe ein, aus denen etwa Ortsräte Festtage mit Ortsbezug wie Jahrgangstreffen bezahlen können. Das Programm beschreibt Heimat als Ort der Vertrautheit und Sicherheit, besonders im ländlichen Raum und in Zeiten der Digitalisierung.

Originalzitat anzeigen (Seite 59)
„Deswegen werden wir gezielt Heimatmuseen und Heimatvereine bei ihrer Aufgabe der Bewahrung des sprach- und kulturhistorischen Erbes sowohl finanziell als auch ideell unterstützen.“
Seite 59 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Neue Fördertöpfe und finanzielle Hilfen für Vereine bedeuten zusätzliche öffentliche Ausgaben.

  • Gesellschafteher konservativ

    Die Bewahrung von Sprache, Brauchtum und Tradition soll gezielt gefördert werden, was zum konservativen Pol passt.

Duales Rundfunksystem und Saarländischen Rundfunk erhalten

Die CDU will ein Nebeneinander von privaten Sendern und einem starken öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Der Saarländische Rundfunk soll über Themen des Landes informieren. Die Landesmedienanstalt soll eigenständig bleiben und passend finanziert werden.

Die CDU will private Sender und öffentlich-rechtliche Sender. Der Saarländische Rundfunk soll über das Saarland berichten. Das Saarland soll seine eigene Medien-Aufsicht behalten. Diese Aufsicht soll genug Geld bekommen.

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk soll mit politischen und aktuellen Informationen eine unabhängige Grundversorgung leisten. Vom Saarländischen Rundfunk erwartet das Programm Beiträge zu Heimatgefühl und Identität in allen Altersgruppen; der neue Finanzausgleich gilt der CDU als solide Grundlage. Die Landesmedienanstalt Saarland soll regional verankert bleiben. Ihre Finanzierung soll an ihre Aufgaben angepasst werden; das Programm verweist auf die Absicherung lokaler privater Radiosender in der Pandemie.

Originalzitat anzeigen (Seite 62)
„Wir wollen eine funktionsfähige duale Rundfunkordnung mit privaten Rundfunkveranstaltern und einem starken öffentlich-rechtlichen Rundfunk“
Seite 62 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Film- und Medienförderung erhöhen, Kinos erhalten

Die CDU will die Förderung von Film und Medien sichern und aufstocken, auch mithilfe von Bundes- und EU-Geld. Kinos außerhalb der Ballungsräume sollen erhalten bleiben. Das Programm verweist auf Filmfestivals und das Saarland als Drehort.

Die CDU will mehr Geld für Film und Medien geben. Dafür soll auch Geld vom Bund und von der EU kommen. Kinos auf dem Land sollen bleiben. Die Film-Branche soll sich besser vernetzen.

Der Zugang zu Mitteln von Bund und EU soll leichter werden und Landesgeld soll solche Mittel hebeln. Bundesprogramme wie das „Zukunftsprogramm Kino“ will die CDU nach Bedarf mitfinanzieren und mit eigenen Maßnahmen des Landes begleiten. Die Vernetzung der Branche soll weiter gefördert werden. Als Chance nennt das Programm technische und künstlerische Standortvorteile, etwa für Filmproduktionen in Virtual Reality.

Originalzitat anzeigen (Seite 63)
„Dazu werden wir alle Möglichkeiten ausschöpfen, um die finanzielle Film- und Medienförderung zu sichern und zu erhöhen“
Seite 63 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die öffentliche Film- und Medienförderung soll steigen und Bundesprogramme sollen kofinanziert werden, also mehr staatliche Ausgaben.

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