Hürden für Volksbegehren und Volksentscheide senken
Die AfD will direkte Demokratie im Saarland deutlich erleichtern: weniger Unterschriften, längere Fristen und kein Zustimmungsquorum bei Volksentscheiden. Volksbegehren sollen auch zu Finanzfragen möglich sein. Die Partei sieht darin ein Korrektiv zu einer aus ihrer Sicht entstandenen Parteienherrschaft.
Die AfD will, dass Bürger öfter selbst über Gesetze abstimmen. Dafür sollen weniger Unterschriften nötig sein. Die Bürger sollen mehr Zeit zum Sammeln haben. Auch über Geld-Fragen sollen sie abstimmen dürfen.
Die nötige Unterschriftenzahl soll bei sämtlichen Verfahren auf ein Drittel sinken, die Eintragungsfristen sollen sechs Monate beziehungsweise ein Jahr betragen. Das Quorum von 25 Prozent der Wahlberechtigten bei Volksentscheiden soll nach Schweizer Vorbild wegfallen; für Verfassungsänderungen soll eine Zwei-Drittel-Mehrheit gelten. Finanzfragen sollen zugelassen werden, nur das Haushaltsgesetz bliebe ausgenommen. Vor Abstimmungen sollen eine Broschüre mit Pro- und Contra-Argumenten und Fernsehspots informieren. Langfristig strebt die AfD elektronische Abstimmungsverfahren an und will darüber hinaus mehr Transparenz und frühe Bürgerdiskussion, auch über digitale Medien.
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„Die Anzahl der Unterschriften ist stattdessen für alle Verfahren auf jeweils ein Drittel zu verringern, während die Eintragungsfristen bei Volksbegehren auf sechs Monate bzw. ein Jahr zu verlängern sind.“Einordnung
Dieser Punkt berührt keine der Achsen.