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CDU zur Bildung

Aus dem Programm „Der Mensch im Mittelpunkt: Veränderungsagenda von CDU Saar und Tobias Hans – So geht Zukunft. Programm der CDU Saar für die Landtagswahl 2022“

Landtagswahl Saarland 2022, 27. März 2022Original-PDF, 95 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Bildung

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 8 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 8 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschaftausgewogen (0), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 2 ausgewogen, 1 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Migrationeher offen (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 1 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Hochschulen international ausrichten, ausländische Studierende gewinnen

Die CDU will die Internationalisierung der saarländischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen fortsetzen und mehr Studierende aus dem Ausland gewinnen. Sie begründet das mit der Bedeutung für Forschung, Lehre und die exportorientierte Wirtschaft.

Die Hochschulen im Saarland sollen noch internationaler werden. Mehr junge Menschen aus anderen Ländern sollen dort studieren. Die CDU sagt: Das hilft der Forschung und der Wirtschaft.

Als Säulen nennt das Programm den „Dreisprachigen Campus“ von Universität und htw saar, die Deutsch-Französische Hochschule und eine neue Europäische Schule nahe der Universität für Kinder ausländischer Forschender. Die Zahl der Studierenden soll trotz demografischer Entwicklung gehalten werden, besonders in den MINT-Fächern. Digitale Formate und gute Betreuung vor Ort sollen Einbußen durch die Corona-Pandemie ausgleichen. Die CDU verweist darauf, dass viele Absolventen als Fachkräfte im Land bleiben.

Originalzitat anzeigen (Seite 29)
„Wir wollen, dass unsere Hochschulen und Forschungseinrichtungen diesen Weg der selbstbewussten Internationalisierung weiter beschreiten“
Seite 29 im Original

Einordnung

  • Migrationeher offen

    Die verstärkte Anwerbung ausländischer Studierender und Forschender, die als Fachkräfte bleiben sollen, erleichtert qualifizierte Zuwanderung schrittweise.

Europa- und Frankreichkompetenz der Hochschulen stärken

Die CDU will den Europa-Schwerpunkt der Universität und das Deutsch-Französische Hochschulinstitut der htw saar ausbauen. Die Hochschulen sollen bei deutsch-französischen und trinationalen Studiengängen bundesweit führend bleiben.

Die Hochschulen im Saarland sollen viel über Europa und Frankreich lehren. Die CDU will diese Stärke ausbauen. Es soll weiter viele Studiengänge mit Frankreich geben.

Die Universität soll ein Verbundprojekt zu einem Europathema einwerben; das Programm verweist auf ihr Frankreichzentrum. Das Deutsch-Französische Hochschulinstitut der htw saar soll breiter in der Gesamthochschule verankert werden, um den Generationenwechsel zu bewältigen. Geplant ist mehr Zusammenarbeit mit Universitäten französischsprachiger Länder, unter anderem über ein Frankophonie-Stipendium. Für die Großregion hebt die CDU den Studiengang „Border Studies“ hervor.

Originalzitat anzeigen (Seite 30)
„Wir wollen, dass die Universität ihren Profilschwerpunkt „Europa“ weiterentwickelt, auch durch die Einwerbung eines Verbundprojekts mit europabezogener Thematik“
Seite 30 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Hochschulautonomie mit Zielvereinbarungen beibehalten

Die CDU hält an der Autonomie der Hochschulen fest und will sie weiter über Ziel- und Leistungsvereinbarungen steuern. Das breite Fächerspektrum einschließlich der Geisteswissenschaften soll erhalten bleiben.

Die Hochschulen sollen weiter selbst entscheiden können. Das Land vereinbart mit ihnen Ziele. Alle Fächer sollen bleiben. Das gilt auch für Fächer wie Geschichte oder Sprachen.

Die Vereinbarungen mit der Universität des Saarlandes und der htw saar sollen aus Sicht der CDU Planungssicherheit für Hochschulen und Land schaffen und zugleich Raum für kurzfristige Reaktionen lassen. Zusammen mit der überarbeiteten Innovationsstrategie sollen sie die Schlüsselbereiche in Forschung, Technologietransfer und Lehre weiterentwickeln. Die Partei begründet das Festhalten an der Fächerbreite mit der gesellschaftlichen Verantwortung der Hochschulen.

Originalzitat anzeigen (Seite 30)
„Wir bekennen uns zur Autonomie der Hochschulen, flankiert durch Ziel- und Leistungsvereinbarungen als Steuerungselement.“
Seite 30 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Gemeinsames Promotionskolleg von Universität und htw schaffen

Die CDU will ein gemeinsames Promotionskolleg von Universität des Saarlandes und htw saar mit eigenem Promotionsrecht einrichten. Dort sollen auch forschungsstarke Professorinnen und Professoren der Fachhochschule Doktorarbeiten gleichberechtigt betreuen.

Die CDU will ein neues Kolleg für Doktor-Arbeiten. Die Uni und die Hochschule htw saar führen es gemeinsam. Auch Professoren der htw saar dürfen dort Doktor-Arbeiten betreuen.

Das Kolleg soll den wissenschaftlichen Nachwuchs fördern und für die Betreuung und Begutachtung feste Voraussetzungen vorgeben. Die Forschungsschwerpunkte der htw saar und die Qualitätssicherung der Universität sollen beide berücksichtigt werden. Die rechtliche Grundlage will die CDU durch eine Änderung des Saarländischen Hochschulgesetzes schaffen. Sie sieht darin eine Fortführung der bestehenden Kooperationsplattformen beider Hochschulen.

Originalzitat anzeigen (Seite 31)
„ein gemeinsames Promotionskolleg der UdS und der htw saar als hochschulübergreifende wissenschaftliche Einrichtung mit eigenem Promotionsrecht“
Seite 31 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Lehramtsausbildung ausbauen, Studiengang Förderschullehramt einrichten

Die CDU will wegen des Lehrkräftemangels mehr Studienplätze für das Grundschullehramt schaffen und an der Universität einen neuen Studiengang für das Lehramt an Förderschulen einrichten. Digitale Inhalte sollen in allen Lehramtsstudiengängen mehr Gewicht bekommen.

Im Saarland fehlen Lehrer an Grundschulen und Förderschulen. Die CDU will deshalb mehr Studienplätze. Es soll ein neues Studium für Förderschul-Lehrer geben. Künftige Lehrer sollen mehr über digitales Lernen erfahren.

Der Förderschul-Studiengang soll in der kommenden Legislaturperiode an der Universität des Saarlandes entstehen. Geplant sind außerdem eine Professur für die Didaktik der Informatik, die Stärkung des Forschungsinstituts Bildung Digital und der Einsatz von Methoden der Künstlichen Intelligenz. Für das Lehramt an beruflichen Schulen sollen Universität und htw saar enger kooperieren, in den künstlerischen Fächern die Musik- und die Kunsthochschule. Die Phasen der Lehrerausbildung sollen stärker verzahnt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 31)
„Daher streben wir die Ausweitung der Studienplätze für den Studiengang „Lehramt an Grundschulen“ an.“
Seite 31 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr Studienplätze, ein neuer Studiengang und eine neue Professur bauen das öffentliche Bildungsangebot schrittweise aus.

Digitalisierung der Hochschulen voranbringen

Die CDU will die digitale Infrastruktur und die digitale Lehre an den Hochschulen ausbauen, die Hochschulen aber als Präsenzhochschulen erhalten. Studierende, die durch die Pandemie Nachteile hatten, sollen besondere Lernangebote bekommen.

Die Hochschulen sollen bessere digitale Technik bekommen. Studierende sollen trotzdem weiter vor Ort lernen. Wer wegen Corona Probleme im Studium hatte, soll Hilfe bekommen.

Vorgesehen sind ein neues Rechenzentrum auf dem Campus, der weitere Aufbau des Campus-Management-Systems und die Anbindung an Netzwerke für Hochleistungsrechnen. Auch die wissenschaftlichen Bibliotheken sollen digital modernisiert werden. Digitale Lehre soll die Weiterbildungsangebote des Continuing Education Center Saar verbreitern, worin die CDU auch eine Einnahmequelle für die Hochschulen sieht. Der Landespreis Hochschullehre soll mit dem Schwerpunkt digitale Lehre weitergeführt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 31)
„Wir werden die Hochschulen bei der Realisierung wissenschaftsadäquater digitaler Werkzeuge und Räume unterstützen, um den zukünftigen Lehrbetrieb zu bereichern, ohne den Charakter als Präsenzhochschulen zu verlieren.“
Seite 31 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Hochschulgebäude sanieren und neu bauen

Die CDU will geplante Bau- und Sanierungsvorhaben an den Hochschulen und am Universitätsklinikum zügig umsetzen. Gebäude sollen modern, barrierefrei und nachhaltig sein; auch die Anbindung des Campus Saarbrücken an Bus und Bahn soll besser werden.

Die CDU will Gebäude der Hochschulen schnell erneuern oder neu bauen. Das größte Projekt ist ein Neurozentrum in Homburg. Der Campus in Saarbrücken soll besser mit Bus und Bahn erreichbar sein.

Als größtes Vorhaben nennt das Programm das Neurozentrum am Campus Homburg. Hinzu kommen Bauten für die Saarbrücker Universität sowie für die htw saar am Standort Alt-Saarbrücken. Die weitere Entwicklung soll über eine strukturierte Rahmenplanung laufen, darunter ein Hochschulstandortentwicklungsplan. Für studentisches Wohnen in Campusnähe verweist die CDU auf ein Förderprogramm für Neu- und Umbauten. Die Partei begründet die Investitionen mit dem Wettbewerb um Forschende und Studierende.

Originalzitat anzeigen (Seite 32)
„Wir werden uns mit Nachdruck dafür einsetzen, die in Planung befindlichen Maßnahmen zügig umzusetzen.“
Seite 32 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Zügige Bau- und Sanierungsvorhaben an Hochschulen und Klinikum bedeuten zusätzliche öffentliche Investitionen im bestehenden Rahmen.

ZeMA verbreitern und Sensorintelligenz bündeln

Die CDU will das Zentrum für Mechatronik und Automatisierungstechnik (ZeMA) finanziell und inhaltlich breiter aufstellen. Außerdem soll die Forschung zur Sensorintelligenz in einem eigenen Schwerpunkt zusammengeführt werden.

Das ZeMA ist ein Forschungs-Zentrum im Saarland. Die CDU will, dass mehr Partner dort Geld einbringen. Das Zentrum soll mehr Aufträge von Firmen aus dem Saarland bekommen. Die Forschung zu klugen Sensoren soll an einer Stelle zusammenkommen.

Das ZeMA soll neue Gesellschafter aufnehmen und stärker Aufträge saarländischer Unternehmen bearbeiten. Die Kapazitäten zweier Fraunhofer-Institute (IZFP und IBMT) und der Universität des Saarlandes zur Sensorintelligenz sollen in einem Schwerpunkt gebündelt werden, um sichtbarer und leistungsfähiger zu werden. Die htw saar soll das Thema „Intelligente Sensorik“ durch Berufungen und einen Studienschwerpunkt begleiten. Das Fachwissen der Hochschulen soll auch für vorbeugende Planungen gegen Naturkatastrophen und Großschäden genutzt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 34)
„Wir wollen es auf breitere Füße stellen – und zwar finanziell durch die Aufnahme weiterer Gesellschafter und inhaltlich durch die verstärkte Berücksichtigung von Forschungsaufträgen aus der saarländischen Wirtschaft.“
Seite 34 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Wirkstoff- und Life-Science-Forschung ausbauen

Die CDU will die Forschung zu neuen Wirkstoffen stärken, indem das Helmholtz-Institut HIPS ausgebaut und an der Universität ein Zentrum für Wirkstoffforschung geschaffen wird. Für einen zweiten Exzellenzcluster-Antrag der Universität sagt sie die Kofinanzierung des Landes zu.

Die CDU will mehr Forschung zu neuen Medikamenten. Das Forschungs-Institut HIPS soll größer werden. Die Universität soll ein eigenes Zentrum für Wirkstoffe bekommen. Das Land gibt Geld dazu, wenn die Universität einen großen Förder-Wettbewerb gewinnt.

Das Programm begründet den Ausbau mit der Bedeutung der Wirkstoffsuche, vor allem gegen bakterielle Krankheiten. Die Forschung an INM und HIPS soll mit der Universitätsmedizin in Homburg und der Informatik verknüpft werden. Universität, HIPS, INM und CISPA sollen gemeinsam einen zweiten Antrag in der Exzellenzstrategie vorbereiten; das Land will im Fall einer Bewilligung seinen Anteil zahlen. Die vorklinische Forschung soll weiter unterstützt werden. Für neue Approbationsordnungen in Human- und Zahnmedizin und die Akademisierung der Gesundheitsberufe verlangt die CDU zusammen mit den übrigen Ländern, dass der Bund Kosten mitträgt.

Originalzitat anzeigen (Seite 34)
„Dies wollen wir mit dem Ausbau des Helmholtz-Instituts für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS) sowie einem ergänzenden Zentrum für Wirkstoffforschung der UdS weiter flankieren.“
Seite 34 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das Land soll öffentliche Forschungseinrichtungen ausbauen und zusätzliche Mittel zusagen, was mehr staatliche Investitionen bedeutet.

Stabstelle für Bildungsinnovationen einrichten

Die CDU will eine übergreifende Bildungsstrategie entwickeln, die das Saarland bis 2030 zu einem attraktiven Bildungsstandort macht. Eine neue Stabstelle soll Probleme analysieren und Lösungsideen erarbeiten.

Die CDU will einen Plan für die Bildung im Saarland machen. Bis 2030 soll das Saarland ein guter Ort zum Lernen sein. Eine neue Stelle soll Probleme untersuchen. Sie soll auch neue Ideen entwickeln.

Die Stabstelle soll die besonderen Herausforderungen des Landes über alle Bildungsphasen hinweg untersuchen, bestehende Initiativen bewerten und örtliche Bedarfe ermitteln. Vorgesehen sind Mentorenprogramme und Hilfen für verschiedene Gruppen von der Kita bis zur Berufsbildung. Hinzu kommen regelmäßige Konferenzen und ein saarländischer Bildungsreport. Die Partei stellt das unter ihr Schulkonzept „Q+“, das für mehr Profil, Inhalt und Zeit stehen soll.

Originalzitat anzeigen (Seite 37)
„Wir planen die Einrichtung einer Stabstelle für Bildungsinnovationen“
Seite 37 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Flexible Weiterbildung für pädagogisches Personal ausbauen

Die CDU will Weiterbildungsangebote für Erzieherinnen, Erzieher und Lehrkräfte zeitlich und örtlich flexibler gestalten. Lebenslanges Lernen gilt dem Programm als Voraussetzung, um mit dem Wandel in Schule und Wirtschaft mitzuhalten.

Erzieher und Lehrer sollen sich leichter weiterbilden können. Die Kurse sollen zu verschiedenen Zeiten und an verschiedenen Orten möglich sein. Auch im Beruf soll es passende Kurse geben. Die CDU sagt: Menschen müssen ihr Leben lang lernen.

Geplant sind auch gezielte Projekte für die Verantwortlichen in der Nachmittagsbetreuung der Freiwilligen Ganztagsschule. In der beruflichen Qualifizierung soll es individuelle Angebote geben. Als Reaktion auf den Strukturwandel will die CDU wirksame Weiterbildungskonzepte. Die Angebote sollen sich so schnell verändern wie Gesellschaft und Arbeitswelt.

Originalzitat anzeigen (Seite 38)
„Wir setzen uns daher für zeitlich und örtlich flexible Weiterbildungsangebote für Erzieherinnen und Erzieher sowie für Lehrkräfte“
Seite 38 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Kompetenzzentrum Digitale Bildung einrichten

Die CDU will an der Universität des Saarlandes ein Kompetenzzentrum für digitale Bildung schaffen, das Lehrkräfte berät, fortbildet und bei technischen Fragen unterstützt. Digitalisierung soll nach pädagogischen Konzepten erfolgen, die auf die jeweilige Zielgruppe zugeschnitten sind.

Die CDU will ein Zentrum für digitales Lernen gründen. Es soll an der Universität des Saarlandes sein. Das Zentrum berät Lehrer und bietet Kurse an. Es hilft auch bei Fragen zur Technik.

Das Zentrum soll mit dem Landesinstitut für Pädagogik und Medien, den Fachrichtungen der Lehrerausbildung und der Landesmedienanstalt zusammenarbeiten. Daraus soll ein Netzwerk entstehen, das auch digitale Lernplattformen und Qualitätsstandards weiterentwickelt. Das Programm betont, dass Kita, Schule und berufliche Bildung jeweils eigene Konzepte brauchen. Digitalisierung sei kein Selbstzweck, sondern müsse sinnvoll genutzt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 38)
„Dazu richten wir ein „Kompetenzzentrum Digitale Bildung“ am Forschungsinstitut Bildung Digital (Universität des Saarlandes) ein“
Seite 38 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Corona-Lernrückstände mit Förderangeboten aufholen

Die CDU will Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene beim Aufholen pandemiebedingter Lernrückstände gezielt fördern. Grundlage soll eine laufende Bestandsaufnahme der Folgen der Pandemie sein.

Wegen Corona haben viele Kinder weniger gelernt. Die CDU will ihnen beim Aufholen helfen. Dafür soll es besondere Lern-Angebote geben. Auch in den Ferien soll es freiwillige Angebote geben.

Die Förderung soll sich nach den Fähigkeiten und Möglichkeiten der Einzelnen richten. Vorgesehen sind besondere didaktische Konzepte, zusätzliches Personal und eine bessere digitale Ausstattung von Kitas und Schulen. Freiwillige Zusatzangebote sollen in den kommenden Jahren auch während der Ferien bereitstehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 38)
„Wir werden ein didaktisch fundiertes Angebot entwickeln, um aufgetretene Lerndefizite aufzuarbeiten und Bildungsinhalte zu festigen.“
Seite 38 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Profile der Schulformen schärfen, Schulfrieden wahren

Die CDU will Gymnasium, Gemeinschaftsschule und berufliche Schulen als drei Säulen erhalten und ihre Profile deutlicher voneinander abgrenzen. Statt Grundsatzstreit über Pädagogik fordert sie Schulfrieden und angepasste Lehrpläne.

Im Saarland gibt es Gymnasien, Gemeinschafts-Schulen und Berufs-Schulen. Die CDU will alle drei behalten. Jede Schulform soll ein klares eigenes Ziel haben. Über das Schul-System soll es keinen großen Streit geben.

Gymnasien sollen die Studierfähigkeit stärker betonen, mit Schwerpunkten auf Wissenschaftsbezug, MINT, Fremdsprachen und schriftlicher Leistung. Gemeinschaftsschulen sollen auf die Berufswelt und alle Abschlüsse vorbereiten; ihre eigenständigen Oberstufen erhalten Bestandsschutz und ein Förderkonzept ab Klasse 10. Beide Schulformen sollen bei Klassengrößen, Förderunterricht, Personal und Ausstattung gleichwertig sein, und Wechsel zwischen ihnen sollen leicht möglich bleiben. Lehrpläne sollen auch Fähigkeiten wie Kreativität, Zusammenarbeit und Wissenstransfer vermitteln. In der Gemeinschaftsschule will die CDU kleinere, nach Leistung getrennte Lerngruppen in den Kernfächern weiterentwickeln.

Originalzitat anzeigen (Seite 40)
„Wir stehen für eine klare Profilschärfung der einzelnen Schulformen, eine Aufwertung der einzelnen Abschlüsse und eine Ertüchtigung unseres Schulsystems.“
Seite 40 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Verbindliche Grundschulempfehlung wieder einführen

Die CDU will, dass der Zugang zum Gymnasium wieder von einer verbindlichen Empfehlung der Grundschule abhängt. Damit sollen nach Darstellung der Partei Losverfahren und falsche Schulwahlen vermieden werden.

Nach der Grundschule wählen Eltern eine Schule für ihr Kind. Die CDU will: Die Grundschule soll wieder entscheiden, wer aufs Gymnasium darf. So sollen Kinder nicht auf der falschen Schule landen. Auch das Losen um Plätze soll aufhören.

Die Empfehlung soll Voraussetzung für den Besuch des Gymnasiums werden. Das Programm sieht darin auch einen Vorteil für die Gemeinschaftsschulen, weil die Schulwahl an festere Kriterien gebunden würde. Um persönliche Härten und individuelle Probleme zu berücksichtigen, soll es für Kinder ohne Empfehlung eine zusätzliche Regelung geben.

Originalzitat anzeigen (Seite 41)
„Wir sind überdies für die Wiedereinführung der verbindlichen Grundschulempfehlung; damit wollen wir Losverfahren und Fehlwahlen verhindern.“
Seite 41 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Abitur am Gymnasium nach neun Jahren

Die CDU will am Gymnasium ein zusätzliches Lernjahr einführen, sodass das Abitur dort wie an der Gemeinschaftsschule nach neun Jahren abgelegt wird. Zugleich soll die Zahl der Wochenstunden steigen, um unter anderem mehr Informatik zu unterrichten.

Am Gymnasium dauert der Weg zum Abitur heute acht Jahre. Die CDU will ein Jahr mehr. Dann sind es neun Jahre, wie an der Gemeinschafts-Schule. Die Schüler sollen so mehr Zeit zum Lernen haben.

Das Programm begründet den Schritt damit, dass eine breite Bildung, Talente und Persönlichkeit Zeit zum Reifen brauchen. Die höhere Gesamtzahl an Wochenstunden soll zusätzlichen Stoff in Informatik und anderen Fächern ermöglichen. Die längere Lernzeit soll mit neuen Unterrichtskonzepten und modernen Inhalten verbunden werden. Aus Sicht der Partei geht Gründlichkeit vor Schnelligkeit.

Originalzitat anzeigen (Seite 40)
„Dies bedeutet: sowohl an der Gemeinschaftsschule als auch am Gymnasium sind dann neun Jahre für den Weg zum Abitur vorgesehen.“
Seite 40 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Verwaltungsassistenzen an Schulen einführen

Die CDU will an Schulen Stellen für Verwaltungsassistenzen schaffen, die Lehrkräften Organisation und Bürokratie abnehmen. Lehrkräfte sollen sich dadurch stärker auf den Unterricht konzentrieren können.

Lehrer haben viel Büro-Arbeit. Die CDU will dafür extra Personal an Schulen einstellen. Diese Leute kümmern sich um Organisation und Verwaltung. Dann haben Lehrer mehr Zeit für den Unterricht.

Nach dem Programm halten Verwaltung, Organisation und Technik die Lehrkräfte zunehmend vom Unterrichten ab. Die Assistenzen sollen sich auch um Schulpraktika, das Schulgesundheitswesen, die Kontrolle des Haushalts und zentrale Verwaltungsabläufe kümmern. Zudem sollen sie die Zusammenarbeit mit Jugendämtern, Unternehmen und Kammern betreuen.

Originalzitat anzeigen (Seite 41)
„brauchen wir Stellen für Verwaltungsassistentinnen und -Assistenten, die für sie organisatorische, bürokratische und koordinative Aufgaben übernehmen“
Seite 41 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Neue Stellen an den Schulen bedeuten zusätzliches öffentliches Personal und damit einen Ausbau staatlicher Leistungen.

Transparente Noten und Förderung Hochbegabter

Die CDU will das System der Leistungsbewertung überprüfen und für nachvollziehbare Standards bei der Notengebung sorgen. Besonders begabte Kinder sollen schon ab der Grundschule stärker gefördert werden.

Die CDU will klare Regeln für Schulnoten. Jeder soll verstehen, wie eine Note entsteht. Vergleichs-Tests in einem Jahrgang sollen bleiben. Sehr begabte Kinder sollen mehr Förderung bekommen.

Die Leistungsbewertung soll klassische schriftliche und mündliche Kontrollen und alternative Nachweise in ein ausgewogenes Verhältnis bringen. Leistungskontrollen innerhalb eines Jahrgangs sollen bleiben, um Ergebnisse vergleichen und Qualität sichern zu können. Die Beratungsstelle Hochbegabung soll erhalten und mit mehr Personal und besseren Strukturen ausgestattet werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 41)
„setzen uns für eine transparente Notengebung mit klar nachvollziehbaren Standards bei mündlichen und schriftlichen Prüfungen ein“
Seite 41 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Ganztagsbetreuung ausbauen, Wahlrecht der Eltern wahren

Die CDU will die Ganztagsbetreuung ausbauen und die freiwillige Ganztagsschule attraktiver machen. Die Eltern sollen dabei weiter selbst wählen können. Das Modell „Flexibler Ganztag“ soll auf weitere Schulen ausgeweitet werden.

Die CDU will mehr Betreuung am Nachmittag in Schulen. Die Eltern sollen selbst entscheiden, welche Betreuung sie wollen. Ein flexibles Modell soll es an mehr Schulen geben. Lehrer sollen auch am Nachmittag helfen.

Das Programm verweist auf den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung in Grundschulen ab 2026 und sieht deshalb Nachbesserungsbedarf. Die freiwillige Ganztagsschule sei die am häufigsten gewünschte Form, weshalb die Wahlfreiheit der Eltern Vorrang habe. Der Modellversuch „Flexibler Ganztag“ an fünf Schulen soll auf weitere Standorte übertragen werden. Als Bedingungen nennt die CDU ein gutes Nachmittagsangebot, zusätzliche Lehrerstunden für Hausaufgaben, ein flexibles Budget für Fachkräfte und verlässliche Betreuung in Randzeiten. Lehrkräfte sollen fest mit je fünf Wochenstunden am Nachmittag eingesetzt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 42)
„Wir werden die Ganztagsbetreuung ausbauen und das System der freiwilligen Ganztagsschule (FGTS) noch attraktiver machen.“
Seite 42 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das öffentliche Betreuungsangebot soll mit zusätzlichen Lehrerstunden und Budgets ausgebaut werden, was mehr staatliche Leistungen bedeutet.

  • Gesellschaftausgewogen

    Der Ausbau der Betreuung wird mit dem Vorrang der freiwilligen Form und der Elternwahl verbunden, sodass beide Anliegen zusammenkommen.

Mehrsprachigkeit und Europäische Schulen voranbringen

Die CDU will das Saarland mehrsprachig machen, mit Deutsch, Französisch und Englisch. Die Europäische Schule in Saarbrücken soll rasch einen endgültigen Standort bekommen. Auch das Schengen-Lyzeum in Perl soll eine Europäische Schule werden.

Die CDU will, dass Menschen im Saarland drei Sprachen können. Das sind Deutsch, Französisch und Englisch. In Saarbrücken soll eine Europäische Schule schnell gebaut werden. Auch die Schule in Perl soll eine Europäische Schule werden.

Die internationale Ausrichtung des Bildungssystems gilt im Programm als Beitrag zu Weltoffenheit und Wettbewerbsfähigkeit. Das Institut für Sprachen und Mehrsprachigkeit soll über die Lehrerbildung an der Universität hinaus stärker einbezogen werden. Für die Europäische Schule in Saarbrücken verlangt die CDU einen Standort, der für ausländisches Wissenschaftspersonal attraktiv ist, und einen zügigen Bau. Das Schengen-Lyzeum soll gemeinsam mit Luxemburg weiterentwickelt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 42)
„Im Rahmen der Frankreich-Strategie führen wir unser Land konsequent in die Mehrsprachigkeit mit Deutsch, Französisch und Englisch.“
Seite 42 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Digitalen Unterricht inhaltlich stärken

Die CDU will den Schwerpunkt von der Technik auf guten digital gestützten Unterricht verlagern. Dazu sollen die Lehrpläne überarbeitet, der DigitalPakt Schule erweitert und Lehrkräfte laufend fortgebildet werden.

Schulen bekommen schon digitale Geräte. Die CDU will, dass der Unterricht damit auch gut wird. Dafür sollen die Lehr-Pläne neu geschrieben werden. Lehrer sollen regelmäßig dazu lernen.

Nach Darstellung des Programms legt das Bildungsministerium bisher das Gewicht auf die Bereitstellung von Geräten. Die CDU verlangt fachspezifische Inhalte für alle Jahrgangsstufen und klare Ziele für die Schulen. Der DigitalPakt Schule von Bund und Land soll erweitert werden. Geplant ist ein Mentoring-Konzept mit fachbezogenen und fächerübergreifenden Fortbildungen, die orts- und zeitunabhängig nutzbar sind. Hinzu kommt eine pädagogische und technische Begleitung der Lehrkräfte beim Einsatz digitaler Medien.

Originalzitat anzeigen (Seite 42)
„Daher werden wir die Lehrpläne hinsichtlich der Digitalisierung überarbeiten und den Schulen klare Ziele für ihren Unterricht definieren.“
Seite 42 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der DigitalPakt Schule soll erweitert und die Fortbildung ausgebaut werden, also mehr öffentliche Investitionen in Bildung.

Sprachförderung „Früh Deutsch lernen“ ausbauen

Die CDU will das Programm „Früh Deutsch lernen“ stärken und die Vorkurse im letzten Kindergartenjahr landesweit beibehalten. Auch in den Kitas soll es mehr Sprachförderung geben.

Manche Kinder können vor der Schule noch nicht gut Deutsch. Die CDU will diesen Kindern früh helfen. Sie lernen ein halbes Jahr vor der Schule in kleinen Gruppen Deutsch. Auch in Kitas soll es mehr Sprach-Hilfe geben.

Die Vorkurse im letzten Kindergartenjahr sollen weiter überall im Saarland angeboten werden. Künftige Schulanfänger mit zu geringen Deutschkenntnissen erhalten ein halbes Jahr vor Schulbeginn gezielten Unterricht in Kleingruppen. Diesen Unterricht geben eigens dafür eingesetzte Sprachförderlehrkräfte. Zusätzlich will die CDU die Sprachförderung in Kindertagesstätten ausweiten.

Originalzitat anzeigen (Seite 43)
„Wir werden das erfolgreiche Sprachförderprogramm „Früh Deutsch lernen“ stärken und weiterentwickeln.“
Seite 43 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Förderschulen erhalten und Schulkindergärten wieder einrichten

Die CDU will die Wahl zwischen gemeinsamem Unterricht an Regelschulen und Förderschulen beibehalten. Förderschulen sollen eigenständig bleiben und bei Bedarf erweitert oder neu gebaut werden. Für nicht schulreife Kinder soll es wieder Schulkindergärten geben.

Kinder mit Förder-Bedarf können heute an eine normale Schule oder eine Förder-Schule gehen. Die CDU will, dass Eltern weiter wählen können. Förder-Schulen sollen bleiben. Bei Bedarf soll es neue geben. Für Kinder, die noch nicht reif für die Schule sind, soll es Schul-Kindergärten geben.

Das Programm hält das bisherige Konzept aus Inklusionsmaßnahmen, gut ausgestatteten Förderschulen und mehr Förderschullehrkräften an Regelschulen für bewährt. Eine klare Diagnostik soll Brüche beim Übergang von der Kita zur Schule und zwischen Schulen vermeiden. Schulkindergärten sollen in allen Schulregionen entstehen, angelehnt an die wieder eingeführten Sprachförderklassen. Die Inklusionsverordnung soll überprüft und anhand der Praxiserfahrungen angepasst werden. Die Überschrift des Kapitels stellt individuelle Förderung gegen „Ideologie“.

Originalzitat anzeigen (Seite 44)
„bei diesem Wahlrecht zwischen inklusivem Unterricht in den Regelschulen und spezialisierten Unterricht in den Förderschulen muss es bleiben.“
Seite 44 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Das bestehende Nebeneinander von Förderschulen und Inklusion wird gegen eine weitergehende Inklusion verteidigt und um neue Förderschulen ergänzt.

Berufliche Weiterbildung für den Strukturwandel ausbauen

Die CDU will neue, interaktive Weiterbildungsangebote entwickeln und ein Programm aufbauen, das Fähigkeiten der Beschäftigten mit dem Bedarf der Betriebe abgleicht. Damit soll der wirtschaftliche Strukturwandel begleitet werden.

Die Arbeitswelt ändert sich schnell. Die CDU will bessere Kurse für Menschen im Beruf. Ein Programm soll zeigen, was Beschäftigte können und was Betriebe brauchen. So bekommt jeder passende Kurse.

Einfache standardisierte E-Learnings reichen aus Sicht des Programms nicht mehr aus. Ein sogenanntes Need-Skill-Matching-Programm soll Potenziale der Beschäftigten analysieren und Qualifizierungsprofile erstellen, aus denen sich passende Kurse ableiten lassen. Wissenschaft, Wirtschaft, Bildungsträger und Sozialpartner sollen sich dazu regelmäßig austauschen. Die Koordination soll eine geplante Stabsstelle für Innovationen in der Bildung übernehmen, zusammen mit Kammern und der Gesellschaft für Transformationsmanagement. Das Handwerk soll Beschäftigte aufnehmen, die im Strukturwandel ihre Stelle verlieren, begleitet durch Anpassungsqualifizierung.

Originalzitat anzeigen (Seite 44)
„Wir entwickeln daher ein Angebot von didaktisch sinnvollen, interaktiven Lernprogrammen, das die Menschen fordert und fördert.“
Seite 44 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das Land soll Weiterbildungsangebote selbst entwickeln und koordinieren, was eine aktivere staatliche Rolle im Strukturwandel bedeutet.

Institut für berufliche Bildung gründen, Berufsschulen stärken

Die CDU will ein Institut für berufliche Bildung einrichten, das Zuständigkeiten bündelt und Doppelstrukturen abbaut. Die beruflichen Schulen sollen mit ihrem gesamten Angebot erhalten bleiben und einen Digitalisierungsschub bekommen.

Die CDU will ein neues Institut für die Berufs-Bildung. Dort arbeiten alle Beteiligten zusammen. Die Berufs-Schulen sollen bleiben und digitaler werden. Mehr junge Menschen sollen Lehrer an Berufs-Schulen werden.

Das Institut soll alle Partner der beruflichen Bildung in einer Einheit zusammenführen, darunter Schulen, Kammern, Ausbildungsbetriebe, Studienseminare und Ministerien. Es könnte in den geplanten saarländischen Bildungscampus eingegliedert werden. Berufliche Schulen sollen Abschlüsse vom Hauptschulabschluss bis zum Bachelor weiter anbieten, und ihre Lehrkräfte sollen für die Digitalisierung qualifiziert werden. Eine Informationskampagne soll Schulabgänger für das Lehramt an beruflichen Schulen gewinnen. Im System des beruflichen Übergangs fordert die CDU mehr Personal, auch Förderschulkräfte und Sozialpädagogik.

Originalzitat anzeigen (Seite 45)
„Eine wichtige Maßnahme zur Stärkung der beruflichen Bildung ist die Einrichtung eines Instituts für berufliche Bildung nach dem Vorbild Schleswig-Holsteins.“
Seite 45 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Frühförderung bündeln und integrative Kitas ausbauen

Die CDU will Frühförderstellen und Arbeitsstellen für Integration in einem gemeinsamen System zusammenführen. Außerdem sollen mehr integrative Kitas entstehen, damit Kinder ohne Unterbrechungen betreut werden.

Kinder mit Förderbedarf sollen früh Hilfe bekommen. Die CDU will zwei Arten von Hilfe-Stellen zusammenlegen. Die Hilfe soll einfach und nah am Wohnort sein. Es soll mehr Kitas für Kinder mit und ohne Behinderung geben.

Frühförderstellen sind laut Programm häufig der erste Kontakt zu Hilfs- und Beratungsangeboten. Durch die Zusammenlegung mit den Arbeitsstellen für Integration sollen Hilfen genauer passen und unkompliziert in Wohnortnähe verfügbar sein. Die CDU begründet den Ausbau integrativer Kitas damit, dass die ersten Lebensjahre für soziale Fähigkeiten besonders wichtig seien. In der Betreuung dürfe es deshalb keine Unterbrechungen geben.

Originalzitat anzeigen (Seite 82)
„Deswegen werden wir die Angebote integrativer Kindertageseinrichtungen weiter ausbauen, um einen inklusiven Umgang miteinander möglichst frühzeitig erlebbar zu machen.“
Seite 82 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Ausbau öffentlicher Betreuungs- und Förderangebote bedeutet mehr staatliche Leistungen.

  • Gesellschafteher progressiv

    Mehr integrative Kitas erweitern das gemeinsame Aufwachsen von Kindern mit und ohne Behinderung schrittweise.

Inklusionsverordnung überprüfen und Förderschulen stärken

Die CDU will die geltende Inklusionsverordnung für Schulen gründlich auswerten und danach überarbeiten. Förderschulen sollen zudem eine verlässliche Betreuung am Nachmittag und in den Ferien bekommen.

Es gibt Regeln für gemeinsames Lernen an Schulen. Die CDU will diese Regeln prüfen und dann ändern. Fachleute sollen schon in der Kita feststellen, welche Hilfe ein Kind braucht. An Förderschulen soll es Betreuung am Nachmittag und in den Ferien geben.

Die Auswertung soll sich auf Erfahrungen der Schulgemeinschaft stützen. Für bessere Übergänge zwischen Kindergarten und Schule will die CDU Daten aus Untersuchungen, Tests und Dokumentationen nutzen und dabei den Datenschutz einhalten. Als Grundlage gelingender Inklusion nennt das Programm eine fachkundige Diagnostik, die in der Kita und beim Wechsel in die Grundschule beginnt.

Originalzitat anzeigen (Seite 82)
„Die aktuelle Inklusionsverordnung soll auf der Grundlage der Erfahrungen aus der Schulgemeinschaft umfangreich evaluiert werden.“
Seite 82 im Original

Einordnung

  • Gesellschaftausgewogen

    Die Inklusionsregeln sollen geprüft und angepasst werden, zugleich werden die Förderschulen als eigene Schulform ausgebaut.

Französisch ab Klasse 1 und Mehrsprachigkeit fördern

Die CDU will Französisch ab der ersten Klasse zum Pflichtfach machen und Mehrsprachigkeit schon in der Kita fördern. Mehrsprachige Ausbildungs- und Studienangebote sowie internationale Schulen sollen gestärkt werden, damit Saarländerinnen und Saarländer überall in Europa arbeiten und leben können.

Alle Kinder sollen ab der 1. Klasse Französisch lernen. Schon in der Kita sollen Kinder Fremdsprachen kennenlernen. Dafür will die CDU Erzieher gewinnen, deren Muttersprache Französisch ist. Es soll mehr Ausbildungen und Studiengänge in mehreren Sprachen geben.

Ab Klasse 5 soll auf der gemeinsamen Grundlage je nach Bedarf und Interesse weitergelernt werden können. Die Fort- und Weiterbildung von Erzieherinnen und Erziehern soll stark wachsen, verbunden mit einer Initiative zur Gewinnung muttersprachlicher Fachkräfte. Die Europäische Schule Saarland, das Deutsch-Französische Gymnasium und das Schengen-Lyzeum sollen gestärkt, die Universität des Saarlandes unterstützt werden. Neben Englisch sollen weitere Fremdsprachen zum Angebot gehören, und die Sprache der Nachbarn soll auch über digitale und hybride Formate erlernbar sein.

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„Französisch verbindlich ab Klassenstufe 1 unterrichten: diese Forderung beinhaltet aber auch die Möglichkeit, ab Klassenstufe 5 von einer gemeinsamen Basis aus bedarfs- und interesseorientiert weiterzuarbeiten“
Seite 92 im Original

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Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Grenzüberschreitende Berufsausbildung ausweiten

Die CDU will eine Initiative für Berufsausbildung über die Grenze hinweg starten. Das Ausbildungsabkommen zwischen dem Saarland und Lothringen soll fortentwickelt und auf weitere Partner der Großregion ausgedehnt werden.

Junge Menschen sollen ihre Ausbildung auch im Nachbarland machen können. Die CDU will dafür mehr tun. Ein Abkommen mit Lothringen gibt es schon. Es soll auch für andere Nachbarn gelten. Azubis sollen öfter ein Praktikum im Ausland machen.

Für Betreuung und Beratung soll es ausreichend Personal und Geld geben. Die CDU prüft eine Vermittlungsagentur, die zwei oder drei Länder gemeinsam tragen. Lehrpläne und Ausbildungsordnungen sollen Praktika im Nachbarland stärker hervorheben. Das Programm sieht im gemeinsamen Arbeitsmarkt ein großes Potenzial für beide Seiten.

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„Wir starten daher eine grenzüberschreitende Ausbildungsinitiative.“
Seite 94 im Original

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