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SPD zu Finanzen und Steuern

Aus dem Programm „Fortschritt, der alle mitnimmt. Regierungsprogramm der SPD Niedersachsen 2022–2027“

Landtagswahl Niedersachsen 2022, 9. Oktober 2022Original-PDF, 71 SeitenAnalyse vom 4. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Finanzen und Steuern

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Europaeher mehr EU (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 1 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Niedersachsenfonds für kreditfinanzierte Investitionen schaffen

Die SPD will mit einem Niedersachsenfonds (NFonds) Investitionen in Milliardenhöhe ermöglichen, die über Investitionsgesellschaften außerhalb der Schuldenbremse per Kredit finanziert werden. Sie hält die Schuldenbremse für investitionsfeindlich und will die NBank zur Investitionsbank ausbauen.

Die SPD will viel Geld in Niedersachsen investieren. Dafür soll es einen neuen Fonds geben. Eigene Gesellschaften sollen dafür Kredite aufnehmen. So gelten die strengen Schulden-Regeln für diese Kredite nicht. Das Geld soll zum Beispiel in Wohnungen und Krankenhäuser fließen.

Als Einsatzfelder nennt das Programm vor allem Wohnungsbau, Gebäude des Landes, Hochschulen und Krankenhäuser. Der Landtag soll über ein Beteiligungsmanagement weiter steuern können. Eine unkontrollierte Verschuldung schließt die SPD aus, weil den Krediten reale Vermögenswerte sowie Pläne für Refinanzierung und Tilgung gegenüberstehen sollen. Die NBank soll mehr Mittel erhalten, um am Kapitalmarkt zusätzliches Geld zu beschaffen, das sie in Zukunftsfelder investiert. Zusätzliche Vorhaben stehen laut Programm wegen der Haushaltslage unter Finanzierungsvorbehalt.

Originalzitat anzeigen (Seite 24)
„Im Rahmen des NFonds werden wir Investitionsinstrumente entwickeln, die konform mit den Regelungen von Schuldenbremse und Fiskalpakt neue Handlungsspielräume eröffnen.“
Seite 24 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Ein neuer Fonds mit Krediten außerhalb der Schuldenbremse und eine staatliche Investitionsbank führen ein neues Instrument für milliardenschwere öffentliche Investitionen ein.

Kommunen finanziell stabil ausstatten

Die SPD will, dass Kreise, Städte und Gemeinden finanziell auf festem Boden stehen. Die Stärkung der Kommunalfinanzen soll ein Schwerpunkt im Landeshaushalt bleiben.

Städte und Dörfer erledigen viele wichtige Aufgaben. Dafür brauchen sie genug Geld. Die SPD will, dass das Land ihnen weiter viel Geld gibt. Das soll ein wichtiger Teil im Haushalt des Landes bleiben.

Das Programm verweist darauf, dass mehr als jeder dritte Euro des Landeshaushalts an die Kommunen geht. In der Corona-Krise habe das Land einen Schutzschirm von über einer Milliarde Euro für sie bereitgestellt. Künftig will die SPD die Kommunen so ausstatten, wie es die Landesverfassung vorsieht, und partnerschaftlich mit ihnen zusammenarbeiten.

Originalzitat anzeigen (Seite 25)
„Auch in Zukunft werden wir fair und auf Augenhöhe mit den Kommunen die staatlichen Aufgaben gewährleisten und die Kommunen dafür gemäß unserer Verfassung finanziell ausstatten.“
Seite 25 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen

    Die bisherige finanzielle Ausstattung der Kommunen soll als Schwerpunkt fortgeführt werden, ohne dass eine Richtungsänderung benannt wird.

Steuerschlupflöcher schließen und Steuerverwaltung ausbauen

Die SPD will Steuerschlupflöcher schließen und fordert eine Besteuerung von Digitalkonzernen, einen Mindeststeuersatz und eine Finanztransaktionssteuer. In Niedersachsen soll die Finanzverwaltung mehr Personal und moderne IT bekommen, um Steuern gleichmäßig durchzusetzen.

Die SPD will, dass alle ihre Steuern zahlen. Große Firmen sollen keine Tricks mehr nutzen können. Internet-Konzerne sollen fair Steuern zahlen. Die Finanzämter sollen mehr Personal und bessere Computer bekommen.

International soll der Datenaustausch verstärkt werden, und die SPD will die Schritte des Bundes gegen Steuerhinterziehung und Geldwäsche unterstützen. Die Finanzverwaltung soll zusätzliche Stellen, höhere Ausbildungszahlen, Fortbildungen und eine IT auf aktuellem Stand erhalten. Bei der Grundsteuerreform sollen die Steuerpflichtigen früh über ihre künftige Belastung informiert werden. Die Kommunen sollen ihre Hebesätze so anpassen können, dass das Aufkommen insgesamt gleich bleibt.

Originalzitat anzeigen (Seite 25)
„Um innereuropäische Steuerschlupflöcher zu vermeiden, brauchen wir eine faire Besteuerung von Digitalkonzernen sowie einen Mindeststeuersatz, aber auch eine Finanztransaktionssteuer.“
Seite 25 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Neue Steuern für Digitalkonzerne und Finanztransaktionen sowie ein strengerer Steuervollzug erhöhen Abgaben und staatliche Kontrolle, bleiben aber auf Landesebene eine Unterstützung für Bundes- und EU-Vorhaben.

  • Europaeher mehr EU

    Mindeststeuersatz und gemeinsame Regeln gegen innereuropäische Schlupflöcher setzen auf mehr abgestimmte Steuerpolitik in Europa.

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Alle Programme in Niedersachsen im Vergleich