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SPD zur Wirtschaft

Aus dem Programm „Fortschritt, der alle mitnimmt. Regierungsprogramm der SPD Niedersachsen 2022–2027“

Landtagswahl Niedersachsen 2022, 9. Oktober 2022Original-PDF, 71 SeitenAnalyse vom 4. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Wirtschaft

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 6 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 6 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 1 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Innovation, Gründungen und Wissenstransfer fördern

Die SPD will Wirtschafts- und Industriepolitik stärker auf Innovation ausrichten. Unternehmen, vor allem Mittelstand und Handwerk, sollen enger mit Hochschulen zusammenarbeiten, und es soll mehr Gründungszentren geben.

Die SPD will neue Ideen in der Wirtschaft fördern. Firmen sollen enger mit Hochschulen zusammenarbeiten. An Hochschulen soll es mehr Zentren für neue Firmen geben. Wer eine Firma gründet, soll Hilfe bekommen. Schon in der Schule soll das Thema vorkommen.

Geplant sind zusätzliche Start-up-Zentren an Hochschulen sowie Hilfen für Gründerinnen und Gründer. Als Förderinstrumente nennt das Programm Innovations- und Digitalisierungsgutscheine; der Digitalbonus soll weiterlaufen. Die Förderung soll gemeinsam mit Industrie und Handwerk überprüft werden. Schwerpunkte der Wirtschaftsförderung sind die Digitalisierung, die Land- und Ernährungswirtschaft, Wasserstoff und erneuerbare Energien sowie der Bereich Automobil und Mobilität. Auch Tourismus soll weiter gefördert werden, unter anderem durch einen elektronischen Meldeschein. Transformationslotsen, ein Monitoring und regionale Beiräte mit den Sozialpartnern sollen den Wandel begleiten.

Originalzitat anzeigen (Seite 6)
„Wir brauchen mehr Start-up-Zentren an Hochschulen, die Nukleus für weitere Firmengründungen im Hochtechnologiebereich sind.“
Seite 6 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Staat soll mit Förderprogrammen und Schwerpunkten gezielt lenken, wohin sich die Wirtschaft entwickelt.

NBank zur Investitionsbank ausbauen

Die SPD will die landeseigene NBank von einer Förderbank zu einer Investitionsbank machen und einen Innovationsfonds schaffen. Der Staat soll gemeinsam mit Unternehmen in Infrastruktur, Forschung und Wandel investieren.

Die SPD will die NBank verändern. Die NBank ist die Förder-Bank des Landes. Sie soll künftig selbst Geld in wichtige Zukunfts-Bereiche stecken. Dafür soll sie mehr Geld bekommen. Außerdem soll es einen Fonds für neue Ideen geben.

Die NBank soll finanziell so ausgestattet werden, dass sie mehr Kapital am Markt aufnehmen kann. Dieses Geld soll in Zukunftsfelder fließen. Ein Innovationsfonds des Landes soll Investitionen zusätzlich stärken. Das Programm begründet dies mit dem Bild eines Staates, der über Ordnen und Regulieren hinaus selbst gestaltet. Staat und Verwaltung sollen Innovation antreiben.

Originalzitat anzeigen (Seite 6)
„Daher werden wir die NBank von einer reinen Förderbank zu einer Investitionsbank ausbauen.“
Seite 6 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die landeseigene Bank soll selbst investieren und der Staat als Mitinvestor auftreten, was seine Rolle in der Wirtschaft ausweitet.

Automobilindustrie beim Umstieg auf Elektromobilität begleiten

Die SPD will, dass wegfallende Arbeitsplätze beim Verbrennungsmotor durch neue Stellen bei Elektromotoren, Batteriezellen und anderen Komponenten ersetzt werden. Weitere Standorte für Batteriezellfertigung sollen möglich werden.

Viele Menschen in Niedersachsen arbeiten in der Auto-Industrie. Autos fahren künftig mit Strom. Die SPD will, dass dabei neue Arbeitsplätze entstehen. Es sollen weitere Fabriken für Batterien kommen. Beschäftigte sollen Weiterbildung bekommen.

Das Programm nennt rund 340.000 Arbeitsplätze, die im Land vom Auto abhängen, und bekennt sich zum VW-Gesetz. Der Strategiedialog mit IG Metall und NiedersachsenMetall soll zu einer Dialogplattform weiterentwickelt werden. Die Transformationsagentur der beiden Partner soll die Weiterbildung der Beschäftigten organisieren und erhält Unterstützung. Entlang der Wertschöpfungskette, von Chip-Design bis Batteriezelle, sollen Potenziale aufgebaut werden. Das Land soll außerdem führend beim automatisierten und vernetzten Fahren werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 7)
„Wir werden die Voraussetzungen für weitere Standorte für Batteriezellfertigung schaffen.“
Seite 7 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das Land soll den Umbau einer Branche aktiv steuern, mit Fonds, Dialogformaten und Ansiedlungspolitik.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Der Umstieg vom Verbrennungsmotor auf Elektroantriebe soll industriepolitisch vorangetrieben werden.

Seehäfen ausbauen und Fahrrinnen vertiefen

Die SPD will die niedersächsischen Seehäfen ausbauen und für große Schiffe erreichbar halten. Vorrang haben die Vertiefung der Unterweser bis Brake und der Außenems.

Die SPD will die Häfen an der Küste ausbauen. Große Schiffe sollen die Häfen erreichen können. Dafür sollen die Flüsse Weser und Ems an bestimmten Stellen tiefer werden. In den Häfen sollen neue Liegeplätze für Schiffe entstehen.

Das Land will den Bund dabei unterstützen, die beiden Vertiefungen rasch umzusetzen. In Emden sollen die Seeschleuse ertüchtigt und ein dritter Liegeplatz für Großschiffe gebaut werden. Cuxhaven soll zusätzliche Liegeplätze für den Umschlag von Offshore-Windanlagen bekommen, Wilhelmshaven Infrastruktur für die Anlandung von Wasserstoff. Am JadeWeserPort ist eine größere Logistikzone vorgesehen. Eine zweite Ausbaustufe dieses Hafens soll weiter geplant werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 10)
„Um unseren „Hafen Niedersachsen“ fit für die Zukunft zu machen, müssen unsere Seehäfen für die aktuellen Schiffsgrößen erreichbar sein.“
Seite 10 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das Land soll den Ausbau der Hafeninfrastruktur mit öffentlichen Mitteln absichern.

Innenstädte beleben und Förderprogramme verstetigen

Die SPD will Innenstädte und Ortskerne mit Förderprogrammen unterstützen, weil sich der Einzelhandel vielerorts zurückzieht und Leerstände entstehen. Die Zentren sollen aus Sicht des Programms grüner und lebendiger werden und mehr bieten als Geschäfte.

In vielen Innenstädten schließen Läden. Die SPD will den Städten mit Geld helfen. Arme Städte sollen weniger selbst zahlen müssen. Die Innenstädte sollen grüner werden. Es soll dort mehr Freizeit und Kultur geben.

Über das Programm „Resiliente Innenstädte“ sollen weitere Städte 60 Millionen Euro aus EU-Mitteln erhalten. Finanzschwache Kommunen sollen dank eines geringeren Eigenanteils an den Programmen teilnehmen können, und die Förderung soll mittelfristig angelegt sein. Die SPD will außerdem den Austausch über gelungene Beispiele fördern. City-Manager sollen eine Brückenfunktion übernehmen und durch eine neue Quartiersinitiative Niedersachsen unterstützt werden, die auf dem Quartiersgesetz aufbaut.

Originalzitat anzeigen (Seite 22)
„Wir werden weiter dafür sorgen, dass auch die finanzschwachen Kommunen durch einen reduzierten Eigenanteil von diesen Programmen profitieren können.“
Seite 22 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Öffentliche Förderprogramme für Innenstädte sollen fortgeführt und verstetigt werden, was auf mehr staatliche Investitionen setzt.

Start-up-Förderung mit Wachstumsfonds ausbauen

Die SPD will die Start-up-Initiative des Landes erweitern und um einen Wachstumsfonds ergänzen. Gründungsstipendien sollen länger laufen, und mehr Frauen sollen gründen.

Die SPD will junge Firmen stärker fördern. Dafür soll es einen neuen Fonds geben. Stipendien für Gründer sollen zehn Monate dauern. Mehr Frauen sollen Firmen gründen.

Die Gründungsstipendien sollen auf zehn Monate verlängert werden. Start-ups mit Schwerpunkt Klimaschutz oder soziale Neuerungen sollen eigene Fördermittel bekommen. Die Förderrichtlinien sollen auch gemeinnützigen Unternehmen offenstehen. Besonders unterstützt werden Forschungsprojekte, die die Partei für die künftige Wettbewerbsfähigkeit der niedersächsischen Wirtschaft für nötig hält.

Originalzitat anzeigen (Seite 28)
„Wir werden die noch unter Rot-Grün begonnene Start-up-Initiative unter Beteiligung des Start-up-Beirates weiter ausbauen und mit einem Wachstumsfonds unterstützen.“
Seite 28 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein staatlicher Wachstumsfonds und mehr Fördermittel erweitern die öffentliche Wirtschaftsförderung schrittweise.

Was sagen die anderen Parteien zur Wirtschaft?

Alle Programme in Niedersachsen im Vergleich