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SPD zur Digitalpolitik

Aus dem Programm „Fortschritt, der alle mitnimmt. Regierungsprogramm der SPD Niedersachsen 2022–2027“

Landtagswahl Niedersachsen 2022, 9. Oktober 2022Original-PDF, 71 SeitenAnalyse vom 4. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Digitales

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 0 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Glasfaser und 5G flächendeckend ausbauen

Die SPD will schnelles Glasfaserinternet bis in jede Wohnung und eine flächendeckende Mobilfunkversorgung mit 5G erreichen. Fehlende Wirtschaftlichkeit soll kein Grund mehr sein, Gebiete nicht zu versorgen, weshalb der Staat in die Infrastruktur investieren soll.

Alle in Niedersachsen sollen schnelles Internet bekommen. Glasfaser-Kabel sollen bis in jedes Haus reichen. Auch das Handy-Netz soll überall gut sein. Der Staat soll dort helfen, wo Firmen nicht von selbst bauen.

Mit Kommunen und Anbietern soll eine Übersicht mit Lösungen für Gebiete entstehen, in denen Unternehmen nicht von sich aus ausbauen. Die SPD unterstützt ein Förderprogramm des Bundes ohne Aufgreifschwelle, bei dem schlecht versorgte Gebiete Vorrang behalten, und will das Breitbandzentrum Niedersachsen-Bremen stärken. Netze sollen nach dem Prinzip Open Access wechselseitig zugänglich sein, und doppelter Ausbau in lukrativen Gegenden soll enden. Fördermittel sollen langfristig planbar bereitstehen. Bei der Vergabe von Frequenzen sollen Anbieter zum Zug kommen, die die Fläche versorgen, und bei 6G strebt das Land eine Vorreiterrolle an.

Originalzitat anzeigen (Seite 26)
„Der Ausbau von Glasfasernetzen bis ins Haus bzw. in die Wohnung (FTTH) ist dabei von größter Bedeutung.“
Seite 26 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Staat soll den Netzausbau stärker fördern und lenken, wo der Markt allein nicht ausbaut, was öffentliche Investitionen und Vorgaben ausweitet.

Digitale Teilhabe für alle sichern

Die SPD will den digitalen Wandel sozial und inklusiv gestalten. Barrierefreiheit soll bei jedem Digitalprojekt mitgeprüft werden, und niemand soll gezwungen sein, digitale Wege zu nutzen.

Die SPD will, dass alle Menschen digitale Angebote nutzen können. Digitale Projekte sollen ohne Hindernisse sein. Ältere Menschen sollen Hilfe bekommen. Niemand soll gezwungen werden, alles digital zu erledigen.

Ansprechpartner sollen Bürgerinnen und Bürgern bei digitalen Hürden helfen. Für ältere Menschen sind ehrenamtliche Digital-Botschafter vorgesehen, die das Land mit Qualifizierung unterstützt. Dazu kommen kostenlose Bildungsangebote, vor allem zur IT-Sicherheit. Die Partei spricht sich ausdrücklich gegen einen Digitalzwang aus.

Originalzitat anzeigen (Seite 27)
„Deshalb soll die digitale Barrierefreiheit bei allen Digitalisierungsprojekten ein Kriterium sein.“
Seite 27 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Barrierefreiheit als Kriterium für alle Digitalprojekte baut Inklusion schrittweise aus.

Daten nach dem Open-Data-Prinzip teilen

Die SPD will die Datenlage verbessern, weil sie darin einen Nutzen für Klimaschutz, Nahverkehr, Wirtschaft und Verwaltung sieht. Öffentlich geschaffene Daten sollen allen zugutekommen, und auch Unternehmen sollen Daten häufiger teilen.

Die SPD will, dass Daten besser genutzt werden. Daten, die die Allgemeinheit schafft, sollen allen nützen. Auch Firmen sollen mehr Daten teilen. Open Data heißt: Daten sind offen zugänglich.

Zusammen mit Kommunen, Wirtschaft und Zivilgesellschaft will die Partei Engpässe beim Zugang zu Daten aufspüren. Als Beispiel für öffentlich erzeugte Daten nennt das Programm den Transportbereich. Das Teilen privater Daten soll aktiv gefördert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 27)
„Wir werden das Teilen von Daten auch aus der Privatwirtschaft vorantreiben und dies aktiv nach dem Open-Data-Prinzip fördern.“
Seite 27 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Verwaltung digitalisieren und Cybersicherheitszentrum aufbauen

Die SPD will, dass die wichtigsten Behördenleistungen online verfügbar sind, und plant dafür eine umfassende Digitalisierungsstrategie. Zugleich soll die Datensicherheit steigen; die Zentralstelle für Informationssicherheit soll zu einem Cybersicherheitszentrum werden.

Die SPD will, dass man wichtige Behörden-Gänge online erledigen kann. Die Daten der Menschen sollen dabei sicher sein. Dafür soll ein Zentrum für Cyber-Sicherheit entstehen. Das Land soll den Kommunen bei der Technik helfen.

Das Land will zentrale IT-Infrastruktur und einheitliche Standards bereitstellen, damit Kommunen Online-Dienste anbieten können. Digitale Plattformen sollen Planungsverfahren beschleunigen und Behörden besser zusammenarbeiten lassen. Das Cybersicherheitszentrum soll mit den Kommunen und dem für IT-Sicherheit zuständigen Bundesamt (BSI) stärker kooperieren. Digitallotsen und einfache Fortbildungen sollen Menschen mit wenig Digitalerfahrung helfen. Außerdem will die SPD IT-Ausbildung und IT-Studienplätze ausbauen und die IT-Kompetenzen der Landesverwaltung bündeln.

Originalzitat anzeigen (Seite 27)
„Jede Bürgerin und jeder Bürger soll die zentralen Verwaltungsleistungen in Zukunft digital nutzen können.“
Seite 27 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Künstliche Intelligenz unter menschlicher Verantwortung halten

Die SPD sieht in Künstlicher Intelligenz Chancen und Risiken. Beschäftigte sollen vor dem Einsatz von KI an ihrem Arbeitsplatz beteiligt werden, und wichtige Entscheidungen über Menschen sollen nicht allein Algorithmen überlassen bleiben.

Die SPD will Regeln für Künstliche Intelligenz, kurz KI. Beschäftigte sollen mitreden, bevor KI bei ihrer Arbeit kommt. Wichtige Entscheidungen über Menschen sollen Menschen treffen. Man soll diese Entscheidungen prüfen können.

Für KI im Betrieb verlangt das Programm Verfahren zur Folgenabschätzung. Regeln sollen den Schutz der Beschäftigten und ihre gemeinsame Interessenvertretung sichern. Entscheidungen über Beruf, Gesundheit, Finanzen oder Grundrechte sollen von Menschen verantwortet und überprüfbar sein.

Originalzitat anzeigen (Seite 28)
„Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sollten eingebunden werden, bevor KI-Systeme in ihrem Arbeitsbereich eingesetzt werden.“
Seite 28 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Folgenabschätzung und Beteiligungsregeln für KI im Betrieb bedeuten zusätzliche Regulierung für Unternehmen.

Smart-City-Lösungen und „Digitale Dörfer“ verbreiten

Die SPD will digitale Lösungen für Städte und Regionen aus Modellprojekten entwickeln und rasch landesweit einsetzen. Besonders der ländliche Raum soll starke digitale Angebote bekommen.

Die SPD will digitale Lösungen für Städte und Dörfer. Einige Orte testen solche Lösungen schon. Gute Ideen sollen schnell überall ankommen. Vor allem das Land soll mehr digitale Angebote bekommen.

Modellprojekte gibt es in Einbeck, Geestland, Hannover, Hildesheim und im Landkreis Hameln-Pyrmont. Deren Erfahrungen sollen möglichst schnell auf das ganze Land übertragen werden. Digitale Technik soll auf dem Land helfen, mit Bevölkerungswandel, wirtschaftlichen Fragen und Klimaschutz umzugehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 29)
„Wir werden allen niedersächsischen Gemeinden und kleinen Städten ein Angebot entsprechend dem Prinzip der „Digitalen Dörfer“ zur Verfügung stellen.“
Seite 29 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Extremismus und Falschinformationen im Netz bekämpfen

Die SPD will Extremismus im Internet häufiger aufdecken und die Reichweite bewusst verbreiteter Falschinformationen begrenzen. Medienkompetenz soll in Bildungseinrichtungen verpflichtend vermittelt werden.

Im Internet gibt es Hass und falsche Nachrichten. Die SPD will mehr dagegen tun. Helfer im Netz sollen falsche Nachrichten erkennen helfen. In Schulen sollen alle den Umgang mit Medien lernen.

Das Programm sieht virtuelle Scouts vor, die Menschen beim Umgang mit Falschinformationen im Netz unterstützen. Streetworker sollen auch auf digitalen Plattformen arbeiten und dort leicht auffindbar sowie barrierefrei erreichbar sein. Internetprovider will die SPD bei Hass und Hetze in die Verantwortung nehmen. Das Pilotprojekt „Gaming-Zentrum“ soll Unterstützung erhalten und virtuelles Sicherheitstraining anbieten. Medienkompetenz soll helfen, versteckte extremistische Symbole und Aussagen zu erkennen.

Originalzitat anzeigen (Seite 59)
„Wir werden uns dafür einsetzen, dass im digitalen Raum die Entdeckungswahrscheinlichkeit von Extremismus erhöht wird.“
Seite 59 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Extremistische Inhalte sollen im Netz häufiger entdeckt, Falschinformationen in ihrer Reichweite begrenzt und Provider stärker in die Pflicht genommen werden.

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