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SPD zum Verkehr

Aus dem Programm „Fortschritt, der alle mitnimmt. Regierungsprogramm der SPD Niedersachsen 2022–2027“

Landtagswahl Niedersachsen 2022, 9. Oktober 2022Original-PDF, 71 SeitenAnalyse vom 4. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Verkehr

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 4 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-0,6), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 4 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Flächendeckende Ladeinfrastruktur bis 2030 aufbauen

Die SPD will bis spätestens 2030 überall im Land Lademöglichkeiten für Elektroautos schaffen. Dafür soll ein Ausbaupakt mit Kommunen, Stadtwerken und Energiewirtschaft geschlossen werden.

Die SPD will überall Lade-Stationen für Elektro-Autos. Das soll bis spätestens 2030 klappen. Das Land soll dafür mit Städten, Gemeinden und Energie-Firmen zusammenarbeiten. Auch Menschen in großen Wohnhäusern sollen ihr Auto leicht laden können.

Der geplante Ausbaupakt trägt den Namen „Neue Mobilität“. Vorgesehen ist eine Mischung aus privaten Ladepunkten zu Hause und am Arbeitsplatz sowie öffentlichen Säulen. Für Bewohner von Mehrfamilienhäusern soll es frei zugängliche Ladepunkte geben, etwa an Laternen. Hinzu kommt ein dichtes Netz von Schnellladestationen. Kommunen sollen eigene Planungen für öffentliche Ladesäulen erstellen und dabei vom Land Hilfe erhalten.

Originalzitat anzeigen (Seite 4)
„Unser Ziel ist es, bis spätestens 2030 die flächendeckende Ladeinfrastruktur für die Elektromobilität zu schaffen.“
Seite 4 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Der Ausbau der Ladeinfrastruktur soll den Umstieg auf Elektroautos beschleunigen.

Nahverkehr ausbauen und günstige Tickets einführen

Die SPD will Bus und Bahn besonders auf dem Land ausbauen, damit Menschen auch ohne eigenes Auto mobil sind. Kommunen sollen Abgaben für einen fahrscheinfreien Nahverkehr erheben dürfen, und für Schüler und Azubis soll es ein landesweites Ticket für einen Euro am Tag geben.

Die SPD will mehr Busse und Bahnen, vor allem auf dem Land. Menschen sollen auch ohne Auto überall hinkommen. Schüler und Azubis sollen ein Ticket für einen Euro am Tag bekommen. Es gilt im ganzen Land. Städte und Kreise sollen Geld für Nahverkehr ohne Fahrschein einsammeln dürfen.

Auf dem Land sollen Rufbusse, Bürgerbusse und On-demand-Angebote wie Ridepooling gefördert werden. Das Ein-Euro-Ticket soll auch Freiwilligendienstleistenden zugutekommen. Fahrscheine sollen sich landesweit einheitlich digital kaufen lassen. Bis 2030 sollen Busse und Nahverkehrszüge weitgehend emissionsfrei fahren. Bahnhöfe und Fahrgastinformationen sollen barrierefrei werden. Langfristig strebt die SPD einen „Hausanschluss Mobilität“ an, also erreichbare Versorgung, Ärzte und Behörden ohne Auto.

Originalzitat anzeigen (Seite 8)
„ein Rahmengesetz auf den Weg bringen, das es Landkreisen und Kommunen ermöglicht, Abgaben zur Finanzierung des fahrscheinfreien Nahverkehrs zu erheben“
Seite 8 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der öffentliche Nahverkehr soll mit Fördermitteln, vergünstigten Tickets und neuen kommunalen Abgaben ausgebaut werden.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Mehr Nahverkehr und emissionsfreie Fahrzeuge bis 2030 sollen den Verkehr klimafreundlicher machen.

Rad- und Fußverkehr ausbauen und sicherer machen

Die SPD will den Anteil des Radverkehrs bis 2030 von etwa 15 auf mindestens 25 Prozent erhöhen und mehr Geld in Radwege stecken. Kommunen sollen mehr selbst entscheiden können, etwa über niedrigere Geschwindigkeiten innerorts.

Die SPD will, dass mehr Menschen Rad fahren. Dafür soll es mehr und bessere Radwege geben. Auch Fußgänger sollen sicherer unterwegs sein. Städte und Gemeinden sollen öfter selbst langsameres Tempo festlegen dürfen. Niemand soll im Verkehr sterben.

Leitbild ist die „Vision Zero“, also ein Verkehr ohne Tote und Schwerverletzte. Auf Bundesebene will sich die SPD für Mittelinseln, Zebrastreifen und Tempolimits vor Ortseinfahrten einsetzen. Flächen sollen in der Stadt- und Verkehrsplanung stärker umweltfreundlichen Verkehrsmitteln zugutekommen. Für Beschäftigte im öffentlichen Dienst ist ein Fahrradleasing geplant. Das Programm betont zugleich, dass die meisten Menschen auch nach 2030 ein Auto brauchen werden, besonders auf dem Land.

Originalzitat anzeigen (Seite 9)
„wollen wir den Anteil des Radverkehrs von heute circa 15 Prozent auf mindestens 25 Prozent im Jahr 2030 steigern“
Seite 9 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Mehr Radverkehr, mehr Fläche für umweltfreundliche Verkehrsmittel und niedrigere Geschwindigkeiten innerorts verschieben den Verkehr in Richtung Klimaschutz.

Schiene stärken und Bahnstrecken reaktivieren

Die SPD will stillgelegte Bahnstrecken und Bahnhöfe wieder in Betrieb nehmen und dafür ein neues Programm auflegen. Bestehende Strecken sollen ausgebaut und elektrifiziert werden, weil Bahnfahren aus Sicht der Partei dem Klima nützt.

Die SPD will die Bahn stärken. Alte Bahn-Strecken und Bahnhöfe sollen wieder öffnen. Vorhandene Strecken sollen besser werden. Mehr Züge sollen mit Strom fahren. Auch mehr Waren sollen mit der Bahn fahren.

Drei laufende Reaktivierungen sollen sicher abgeschlossen werden, darunter Coevorden–Neuenhaus und Maschen–Buchholz. Die SPD hält an der Alpha-E-Variante fest, dem Ausbau vorhandener Strecken zwischen Hamburg, Bremen und Hannover, und will die Fernverbindung Hannover–Bielefeld ausbauen. Wo sich Nebenstrecken nicht elektrifizieren lassen, sollen Batterie- oder Brennstoffzellenzüge fahren. Das Land unterstützt den Deutschlandtakt, die Kosten für nötige Anpassungen im Nahverkehr soll der Bund tragen. Für den Güterverkehr wird der Bau neuer Gleisanschlüsse geprüft.

Originalzitat anzeigen (Seite 9)
„die Reaktivierung von Bahnstrecken konsequent voranzutreiben und ein neues Reaktivierungsprogramm zu starten“
Seite 9 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das Land soll mehr öffentliches Geld in Schieneninfrastruktur investieren.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Reaktivierte Strecken, Elektrifizierung und klimaneutrale Züge sollen mehr Verkehr auf die Schiene verlagern.

Autobahnen weiterbauen und Brücken erneuern

Die SPD will die Autobahnen A 20, A 26 und A 39 weiter planen und bauen. Für die Erneuerung von Straßenbrücken sollen Fachkräfte eingestellt und ein Investitionsprogramm aufgelegt werden.

Die SPD will drei Autobahnen weiterbauen. Das sind die A 20, die A 26 und die A 39. Viele Straßen-Brücken sind alt. Sie sollen erneuert werden. Dafür will die SPD Fachleute einstellen und Geld bereitstellen.

Nach Darstellung des Programms muss in diesem Jahrzehnt ein großer Teil der Brücken an Bundes- und Landesstraßen erneuert werden. Dafür soll das Land Personal für Planung und Umsetzung einstellen. Für Brücken an Landesstraßen ist ein eigenes Investitionsprogramm vorgesehen. Die A 20 soll über Elbe und Weser führen, die A 39 Wolfsburg und Lüneburg verbinden.

Originalzitat anzeigen (Seite 9)
„Wir sind zudem für die konsequente Weiterplanung und den Weiterbau der A 20 über Elbe und Weser, einschließlich der A 26 bis Hamburg sowie der A 39 zwischen Wolfsburg und Lüneburg.“
Seite 9 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein Investitionsprogramm und zusätzliches Personal für Brücken bedeuten höhere öffentliche Ausgaben für Infrastruktur.

  • Klimaeher Wachstum zuerst

    Der Weiterbau mehrerer Autobahnen stellt Verkehrsanbindung und wirtschaftliche Erschließung über Einwände aus dem Klimaschutz.

Kostenlosen Nahverkehr für Oberstufenschüler einführen

Die SPD setzt sich für ein kostenloses Nahverkehrsangebot für Schülerinnen und Schüler der Oberstufe ein. Das soll Eltern und Jugendliche entlasten. Die Tickets sollen möglichst auch für Auszubildende und Freiwilligendienstleistende gelten.

Schüler der Oberstufe sollen kostenlos Bus und Bahn fahren. Das will die SPD einführen. Das soll Eltern und Schüler entlasten. Auch Azubis und junge Leute im Freiwilligen-Dienst sollen das Ticket bekommen.

Das Programm stellt das Vorhaben als Entlastung für Eltern sowie Schülerinnen und Schüler dar. Gemeint ist ein kostenfreies Angebot im öffentlichen Nahverkehr für die Oberstufe. Die SPD strebt an, dass diese Tickets auch für (schulische) Auszubildende, Bundesfreiwilligendienstleistende und Teilnehmende am Freiwilligen Sozialen Jahr gültig sind.

Originalzitat anzeigen (Seite 43)
„Wir setzen uns für die Einführung eines kostenlosen ÖPNV-Angebots für Schülerinnen und Schüler der Oberstufe ein“
Seite 43 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein kostenloses Nahverkehrsangebot für weitere Gruppen erweitert eine öffentlich finanzierte Leistung.

Was sagen die anderen Parteien zum Verkehr?

Alle Programme in Niedersachsen im Vergleich