Zum Inhalt springen
parteiprogramm

SPD zur inneren Sicherheit

Aus dem Programm „Fortschritt, der alle mitnimmt. Regierungsprogramm der SPD Niedersachsen 2022–2027“

Landtagswahl Niedersachsen 2022, 9. Oktober 2022Original-PDF, 71 SeitenAnalyse vom 4. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Innere Sicherheit

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst (+0,7), aus 9 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 1 eher Bürgerrechte zuerst, 1 ausgewogen, 7 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 2 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Europaeher mehr EU (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 1 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Straftaten im Internet wirksamer verfolgen

Die SPD will Straftaten im Netz genauso verfolgen wie anderswo und setzt dabei auf verfassungskonforme Mittel wie die Login-Falle. Mehr Cyberermittler sollen Taten aufklären und illegale Inhalte löschen lassen.

Die SPD will Straftaten im Internet besser verfolgen. Dafür soll es mehr Ermittler für das Internet geben. Verbotene Inhalte sollen gelöscht werden. Die Mittel sollen zum Grundgesetz passen.

Bei der Login-Falle wird ein Verdächtiger erst beim nächsten Einloggen identifiziert, statt Daten aller Nutzer auf Vorrat zu speichern. Zusätzlich will die Partei den Zustand der öffentlichen IT-Systeme grundlegend erheben. Die Fähigkeiten des Landes, Cyberrisiken zu beobachten und schnell auf Angriffe zu reagieren, sollen bei Gefahrenabwehr und Strafverfolgung dauerhaft wachsen.

Originalzitat anzeigen (Seite 28)
„Zur effektiven Verfolgung von Straftaten im Internet werden wir verfassungskonforme Lösungen einsetzen, wie z. B. die sogenannte Login-Falle.“
Seite 28 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Mehr Cyberermittler und neue Ermittlungsinstrumente erweitern die Strafverfolgung im Netz, bleiben aber bei einem gezielten, verfassungskonformen Ansatz.

Polizei modernisieren, digitalisieren und personell stärken

Die SPD will die Polizei technisch modernisieren, zusätzliche Stellen schaffen und Dienstgebäude mit einem Programm von 300 Millionen Euro sanieren. Gegen Straftaten im Internet plant sie eine Ausbildungsoffensive und mehr IT-Fachleute.

Die SPD will die Polizei besser ausstatten. Alle Arbeitsplätze sollen mobile Geräte bekommen. Es soll mehr Stellen geben. Für die Sanierung der Polizei-Gebäude sind 300 Millionen Euro geplant. Die Polizei soll auch Straftaten im Internet besser aufklären.

Vorgesehen sind neue Analyse- und Auswertesoftware, mobile Endgeräte an allen Arbeitsplätzen, flächendeckend Diensthandys und ortsunabhängiges Arbeiten. Zusätzliche Stellen in Vollzug, Verwaltung und Tarifbereich sowie ein Freisetzungsprogramm sollen Vollzugskräfte entlasten. Neue Hubschrauber, ein Küstenboot und Streifenwagen sollen die Einsatzfähigkeit erhöhen. Für digitale Ermittlungen will die SPD eine digitale Asservatenkammer anschaffen, Künstliche Intelligenz nutzen und bessere Werkzeuge zur Analyse digitaler Spuren bereitstellen.

Originalzitat anzeigen (Seite 52)
„Zugleich werden wir die Polizei weiter modernisieren und eine Digitalisierungsoffensive starten“
Seite 52 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Mehr Personal, neue Auswertesoftware und KI-Einsatz erweitern die Mittel der Polizei schrittweise.

Sexuelle Gewalt und Kinderpornografie stärker verfolgen

Die SPD will die Bekämpfung sexueller Gewalt zu einem Schwerpunkt der Polizeiarbeit machen und dafür mehr Personal, Technik und Geld einsetzen. Sie verweist auf stark steigende Fallzahlen und Datenmengen bei Kindesmissbrauch und Kinderpornografie.

Die Polizei soll mehr gegen sexuelle Gewalt tun. Dafür soll sie mehr Personal, Technik und Geld bekommen. Computer-Programme sollen beim Auswerten von Daten helfen. Ermittler in diesem Bereich sollen mehr Geld und Hilfe bekommen.

Für den Einsatz Künstlicher Intelligenz bei der Datenauswertung sollen die technischen und rechtlichen Grundlagen geschaffen werden, um die Polizei zu entlasten. Ermittlerinnen und Ermittler im Bereich Kinderpornografie sollen eine Erschwerniszulage bis 300 Euro im Monat bekommen. Psychosoziale Unterstützung soll ihnen verbindlich angeboten werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 53)
„Den Kampf gegen sexuelle Gewalt und Übergriffe werden wir zu einem Schwerpunkt polizeilicher Arbeit machen und hierfür zusätzliche personelle, technische und finanzielle Ressourcen bereitstellen.“
Seite 53 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Zusätzliche Ressourcen und neue rechtliche Grundlagen für KI-Auswertung stärken die Strafverfolgung schrittweise.

Frauen besser schützen, Femizide härter bestrafen

Die SPD will Frauen besser vor Gewalt schützen und die Vorgehensweisen der Polizei dafür verbessern. Beim Bund will sie auf eine Änderung des Strafgesetzbuchs drängen, damit Femizide strenger bestraft werden.

Die SPD will Frauen besser vor Gewalt schützen. Die Polizei soll dabei besser eingreifen. Femizide sollen härter bestraft werden. Ein Femizid ist die Tötung einer Frau, weil sie eine Frau ist.

Das Programm nennt den jährlichen Anstieg von Gewalttaten gegen Frauen, vor allem von Femiziden, als Anlass. Bestehende Handlungs- und Interventionsansätze der Polizei sollen verbessert werden. Die Strafverschärfung soll über eine Initiative gegenüber dem Bund erreicht werden, da das Strafgesetzbuch Bundesrecht ist.

Originalzitat anzeigen (Seite 53)
„Gegenüber dem Bund werden wir uns für eine Änderung des Strafgesetzbuches einsetzen, damit insbesondere Femizide künftig härter bestraft werden.“
Seite 53 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Für eine bestimmte Tatgruppe sollen höhere Strafen gelten, was das Strafrecht verschärft.

  • Gesellschafteher progressiv

    Geschlechtsspezifische Gewalt soll im Strafrecht eigens berücksichtigt werden, was dem Anliegen der Gleichstellung folgt.

Organisierte Kriminalität und Clans stärker bekämpfen

Die SPD will den Druck auf die Organisierte Kriminalität erhöhen und illegal erworbenes Vermögen konsequent einziehen. Die Polizei soll über Ländergrenzen hinweg enger zusammenarbeiten, und Europol soll deutlich mehr Mittel und Befugnisse bekommen.

Die SPD will stärker gegen organisierte Banden vorgehen. Der Staat soll ihnen illegal verdientes Geld wegnehmen. Die Polizei soll mit anderen Ländern enger zusammenarbeiten. Die europäische Polizei-Behörde Europol soll mehr Mittel bekommen.

Begründet wird die engere Zusammenarbeit damit, dass Kriminalität internationaler und komplexer werde. Gegen kriminelle Clans als Teil der Organisierten Kriminalität will die SPD weiter mit niedriger Eingriffsschwelle und allen rechtsstaatlichen Mitteln vorgehen. Die Ausweitung von Europol will sie politisch unterstützen.

Originalzitat anzeigen (Seite 53)
„Den Druck auf die Organisierte Kriminalität werden wir weiter erhöhen und die Möglichkeiten der Vermögensabschöpfung sowie der Einziehung illegal erlangter Vermögenswerte konsequent durchsetzen.“
Seite 53 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Mehr Druck, konsequente Vermögenseinziehung und niedrigschwelliges Vorgehen gegen Clans stärken die Sicherheitsbehörden schrittweise.

  • Europaeher mehr EU

    Europol soll deutlich mehr Ressourcen und Kompetenzen erhalten, also eine EU-Behörde gestärkt werden.

Polizeiberuf attraktiver und vielfältiger machen

Die SPD will den Polizeidienst durch schnellere Beförderungen, höhere Zulagen und eine wieder ruhegehaltsfähige Polizeizulage attraktiver machen. Hintergrund ist, dass in fünf Jahren über 4.000 Einstellungen nötig seien, um Pensionierungen auszugleichen.

Die Polizei braucht viele neue Leute. Die SPD will den Beruf deshalb attraktiver machen. Polizisten sollen schneller befördert werden und höhere Zulagen bekommen. Mehr Menschen mit Migrations-Geschichte sollen zur Polizei kommen.

Bei Besoldung, Personalentwicklung und Zulagen soll Niedersachsen mit den Nachbarländern mithalten. Die besondere Altersgrenze für Polizeivollzugskräfte im Beamtengesetz soll unverändert bleiben. Die Dienstunfallfürsorge soll modernisiert und mit Gewerkschaften und Personalvertretungen eine Arbeitsgruppe zu Belastungen eingerichtet werden. Die Initiative „Polizeischutz für die Demokratie“ soll dauerhaft laufen und mehr Personal bekommen, interkulturelle Kompetenzen sollen wachsen. Gegen Gewalt an Polizei- und Rettungskräften will die SPD konsequent vorgehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 53)
„Mit einem neuen Stellenhebungsprogramm werden wir die Dauer bis zur ersten Beförderung weiter senken und das Zulagensystem, orientiert am Bund, stufenweise anpassen.“
Seite 53 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Die Polizei soll die Vielfalt der Bevölkerung stärker abbilden und ihre demokratische Kultur ausbauen.

Brand- und Katastrophenschutz ausbauen

Die SPD will früh in der Wahlperiode das Brandschutzgesetz überarbeiten und Feuerwehren sowie Katastrophenschutz besser ausstatten. Als Lehre aus dem Hochwasser 2021 sollen Spezialfahrzeuge und Pumpen beschafft und ein flächendeckendes Sirenennetz wieder aufgebaut werden.

Die SPD will ein neues Gesetz für den Brandschutz machen. Feuerwehr und Helfer sollen bessere Technik bekommen. Dazu gehören Fahrzeuge für Hochwasser und starke Pumpen. Es soll wieder überall Sirenen geben. Ehrenamtliche Helfer sollen mehr Anerkennung bekommen.

Geplant sind dauerhafte Förderung der technischen und digitalen Ausstattung, ein stärkerer überörtlicher Brandschutz, bessere Freistellungsansprüche und Hilfe für finanzschwache Kommunen. Das Trainingszentrum in Celle-Scheuen soll weiter ausgebaut werden. Bei der Berufsfeuerwehr sollen Besoldung und Feuerwehrzulage steigen, die Zulage soll wieder ruhegehaltsfähig sein. Helfende anerkannter Hilfsorganisationen sollen bei der Freistellung den Freiwilligen Feuerwehren gleichgestellt werden, ein Anerkennungssystem soll das Ehrenamt stärken. Durch geändertes Vergaberecht sollen Güter der Krisenvorsorge bevorzugt in Niedersachsen gekauft werden können.

Originalzitat anzeigen (Seite 54)
„Als eines der ersten Gesetze werden wir unter Einbeziehung des Landesfeuerwehrverbandes und der Ergebnisse der Strukturkommission die Novellierung eines zukunftsweisenden Brandschutzgesetzes auf den Weg bringen.“
Seite 54 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das Land soll mehr in öffentliche Schutzinfrastruktur investieren und heimische Anbieter bei der Vergabe bevorzugen können.

Spezialisierte Staatsanwaltschaften ausbauen

Die SPD will Zentralstellen und Schwerpunktstaatsanwaltschaften für Clankriminalität, Internetkriminalität sowie Wirtschafts- und Steuerstrafsachen erweitern. Straftaten im Netz sollen ebenso verfolgt werden wie Taten außerhalb des Internets.

Manche Staatsanwälte kümmern sich nur um bestimmte Straftaten. Zum Beispiel um Straftaten im Internet oder um Steuer-Betrug. Die SPD will mehr solche Fach-Stellen. Auch im Internet sollen Straftaten bestraft werden.

Das Programm sieht vor, die bestehenden Zentralstellen und Schwerpunktstaatsanwaltschaften zu erweitern und zusätzliche Strukturen zu schaffen. Hoch spezialisiertes Personal soll diese Kriminalitätsfelder bearbeiten und fest mit anderen staatlichen Stellen vernetzt sein. Für eine schnellere Auswertung von Daten plant die SPD eine gute IT-Ausstattung und den unterstützenden Einsatz künstlicher Intelligenz. Außerdem soll das Recht in Messengerdiensten, sozialen Netzwerken und digitalen Medien stärker durchgesetzt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 57)
„In diesen Bereichen werden wir die von uns geschaffenen Zentralstellen und Schwerpunktstaatsanwaltschaften weiter ausbauen“
Seite 57 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Die Strafverfolgung soll durch mehr spezialisierte Staatsanwaltschaften, KI-gestützte Datenauswertung und stärkere Rechtsdurchsetzung im Netz schrittweise ausgebaut werden.

Prävention ausweiten und Opferrechte stärken

Die SPD will die Präventionsprogramme des Landes ausweiten und die Sicht der Opfer im Strafverfahren stärker berücksichtigen. Das Programm begründet dies damit, dass Ermittlungs- und Strafverfahren bisher stark auf die Täter ausgerichtet seien.

Die SPD will Straftaten besser vorbeugen. Dafür soll es mehr Programme geben. Opfer von Straftaten sollen mehr Rechte und mehr Hilfe bekommen. Vor Gericht sollen sie weniger belastet werden.

Die Programme beim Landespräventionsrat, etwa zu sexualisierter Gewalt an Kindern, Antisemitismus, Rechtsradikalismus und Hetze gegen Amtsträger, sollen ausgeweitet und um neue Schwerpunkte ergänzt werden. Auch das Landesprogramm für Demokratie und Menschenrechte will die SPD stärken. Psychosoziale Prozessbegleitung, Täter-Opfer-Ausgleich und Opferhilfe sollen ausgebaut, besser vernetzt und leichter zugänglich werden. Besondere Ansprechpersonen und mehr Videovernehmungen sollen Opfer vor Gericht entlasten.

Originalzitat anzeigen (Seite 57)
„Wir werden uns dafür einsetzen, die Opferperspektive und die Rechte von Opfern zu stärken.“
Seite 57 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Justizvollzug personell und baulich modernisieren

Die SPD will den Justizvollzug mit mehr Personal, sanierten und neuen Haftplätzen sowie digitaler Technik ausstatten. Zugleich sollen die Angebote zur Resozialisierung der Gefangenen wachsen.

Die SPD will die Gefängnisse verbessern. Es soll genug Personal geben. Gefängnisse sollen saniert und neu gebaut werden. Gefangene sollen mehr Hilfe für ein Leben ohne Straftaten bekommen.

Gemeinsam mit Gewerkschaften und Verbänden soll ein System zur Berechnung des Personalbedarfs entstehen, ähnlich dem in der Justiz genutzten PEBB§Y. Beschäftigte im Wechselschichtdienst sollen mit anderen Gruppen gleichbehandelt werden, dazu kommen bessere Arbeitsbedingungen und mehr Fortbildung. Künstliche Intelligenz soll helfen, Suizide zu verhindern und Gefahren schneller zu erkennen. Akten sollen digital geführt werden, um den Austausch mit Gerichten und Bewährungshilfe zu erleichtern. Gegen den Ärztemangel setzt das Programm auf Telemedizin, Kooperationen mit Kliniken und Stipendien. Hinzu kommen zusätzliche Angebote gegen Extremismus und Radikalisierung in Haft.

Originalzitat anzeigen (Seite 58)
„Die Situation im Justizvollzug werden wir durch die Sanierung und den Neubau von Haftplätzen verbessern.“
Seite 58 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheitausgewogen

    Der Punkt verbindet mehr Haftplätze und technische Überwachung zur Sicherheit mit einem Ausbau der Resozialisierung und der Versorgung von Gefangenen.

Straffälligenhilfe sichern, Ersatzfreiheitsstrafen vermeiden

Die SPD will die Anlaufstellen der Straffälligenhilfe dauerhaft finanzieren und die Bewährungshilfe stärken. Ersatzfreiheitsstrafen, also Haft wegen nicht bezahlter Geldstrafen, sollen künftig zur Bewährung ausgesetzt werden können.

Manche Menschen können eine Geldstrafe nicht bezahlen. Dann müssen sie ins Gefängnis. Die SPD will das öfter vermeiden. Hilfe-Stellen für Straffällige sollen dauerhaft Geld bekommen.

Die Anlaufstellen helfen laut Programm bei der Wiedereingliederung und verhindern mit ihrer Geldverwaltung Ersatzfreiheitsstrafen, was den Vollzug entlaste. Ihre Finanzierung soll dauerhaft und ausreichend gesichert werden. Bei der Bewährungshilfe des Ambulanten Justizsozialdienstes sollen Dokumentationspflichten sinken, damit mehr Zeit für soziale Arbeit bleibt. Die Standards sollen überarbeitet und der bisher risikobasierte Ansatz zu einem ganzheitlichen weiterentwickelt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 58)
„Daneben setzen wir uns dafür ein, dass künftig eine Strafaussetzung von Ersatzfreiheitsstrafen zur Bewährung möglich ist.“
Seite 58 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst

    Haft wegen unbezahlter Geldstrafen soll zur Bewährung ausgesetzt werden können, was das Strafrecht in diesem Bereich mildert.

Häuser des Jugendrechts ausbauen

Die SPD will die Häuser des Jugendrechts stärken und ausbauen, in denen staatliche und städtische Stellen gemeinsam gegen Jugendkriminalität arbeiten. Bei Schulverweigerung sollen Gerichte und Jugendhilfe früher zusammenarbeiten.

In Häusern des Jugendrechts arbeiten mehrere Ämter zusammen. Sie kümmern sich um Jugendliche, die Straftaten begehen. Die SPD will mehr solche Häuser. Wenn Kinder nicht zur Schule gehen, soll schneller jemand eingreifen.

In den Häusern des Jugendrechts stimmen mehrere Behörden ihre Arbeit gegen Jugendkriminalität ab. Diese Struktur soll gestärkt und erweitert werden. Gegen Schulverweigerung plant die SPD eine landesweit bessere und frühere Abstimmung zwischen Gerichten und Jugendhilfe, damit rasch eingegriffen wird.

Originalzitat anzeigen (Seite 58)
„Schulverweigerung werden wir durch eine verbesserte und frühzeitige Kooperation von Gerichten und Jugendhilfe im ganzen Land angehen“
Seite 58 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Die behördliche Zusammenarbeit gegen Jugendkriminalität und das frühere Eingreifen bei Schulverweigerung sollen schrittweise ausgebaut werden.

Maßregelvollzugsgesetz novellieren

Die SPD will das niedersächsische Gesetz zum Maßregelvollzug überarbeiten. Psychisch kranke Straftäterinnen und Straftäter sollen dadurch möglichst schnell einen Platz in einer Unterbringung bekommen.

Manche Straftäter sind psychisch krank. Sie kommen in eine besondere Klinik statt ins Gefängnis. Das nennt man Maßregel-Vollzug. Die SPD will das Gesetz dazu ändern. Die Betroffenen sollen schneller einen Platz bekommen.

Der Maßregelvollzug ist die Unterbringung psychisch kranker oder suchtkranker Straftäter in gesicherten Kliniken. Das Programm kündigt eine Novelle des Landesgesetzes an. Ziel ist eine zügige Bereitstellung von Unterbringungsplätzen.

Originalzitat anzeigen (Seite 69)
„Wir werden auch das Niedersächsische Maßregelvollzugsgesetz novellieren, um psychisch kranken Straftäterinnen und Straftätern schnellstmöglich einen Unterbringungsplatz zur Verfügung stellen zu können.“
Seite 69 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Was sagen die anderen Parteien zur inneren Sicherheit?

Alle Programme in Niedersachsen im Vergleich