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AfD zur Familie

Aus dem Programm „Bereit für die blaue Wende. AfD-Regierungsprogramm zur Landtagswahl 2026“

Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern 2026, 20. September 2026Original-PDF, 93 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Familie

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 4 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher konservativ (+1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 3 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Migrationeher restriktiv (+1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 0 eher offen, 0 ausgewogen, 2 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Familien entlasten und Beratung ausbauen

Die AfD will Familien finanziell und zeitlich entlasten und ihnen die freie Wahl zwischen Betreuung zu Hause und Erwerbsarbeit lassen. Beratungs- und Hilfsangebote für Familien in Krisen sollen besser ausgestattet und auch auf dem Land leicht erreichbar sein. Das Programm begründet dies mit der niedrigen Geburtenrate im Land.

Die AfD will Familien helfen. Eltern sollen mehr Geld und mehr Zeit für ihre Kinder haben. Sie sollen selbst wählen, ob sie arbeiten oder die Kinder zu Hause betreuen. Es soll mehr Beratung für Familien in Not geben, auch auf dem Land.

Das Programm sieht den Staat nicht in der Rolle, in Familien einzugreifen, sondern für gute Bedingungen zu sorgen. Schulen sollen Kinder auf Ehe, Partnerschaft und familiären Zusammenhalt vorbereiten. Der Zusammenhalt zwischen den Generationen soll gestärkt werden, Länder und Kommunen sollen dazu Mehrgenerationen-Konzepte fördern. Arbeitgeber sollen mit Telearbeit, flexiblen Arbeitszeiten und Betriebskindergärten ein familienfreundliches Umfeld bieten, wenn Eltern das wünschen. Als Ursachen der niedrigen Geburtenrate nennt die AfD unter anderem hohe Kosten für Kinder und eine aus ihrer Sicht fehlende Anerkennung der Familienarbeit.

Originalzitat anzeigen (Seite 19)
„Neben finanzieller Förderung streben wir eine zeitliche Entlastung der Eltern an. Länder und Kommunen sollen Mehrgenerationen-Konzepte stärken.“
Seite 19 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr öffentliche Förderung und besser ausgestattete Beratungsangebote für Familien bedeuten einen schrittweisen Ausbau staatlicher Leistungen.

  • Gesellschafteher konservativ

    Der Punkt betont Ehe, klassische Familie und Erziehung zu Hause und will die Schule darauf ausrichten, was zum konservativen Pol passt.

Baby-Begrüßungsgeld von 3.000 Euro einführen

Die AfD will für jedes neugeborene Kind ein Begrüßungsgeld von 3.000 Euro zahlen. Es soll Staatsbürgern mit Hauptwohnsitz in Mecklenburg-Vorpommern zustehen und jungen Menschen die Entscheidung für Kinder erleichtern.

Die AfD will Eltern für jedes Baby 3.000 Euro geben. Das Geld bekommen nur Staatsbürger, die in Mecklenburg-Vorpommern wohnen. Das Land zahlt das Geld in drei Teilen. So sollen mehr junge Menschen Kinder bekommen.

Das Geld soll in drei Raten fließen. Die erste Rate gibt es bei der Geburt, die zweite, wenn das Kind drei Jahre alt ist, und die dritte mit sechs Jahren. Anspruch haben nach dem Programm Staatsbürger, deren Hauptwohnsitz im Land liegt. Die AfD begründet die Leistung damit, dass sie den Schritt zur Elternschaft erleichtern soll.

Originalzitat anzeigen (Seite 19)
„Wir werden ein Baby-Begrüßungsgeld in Höhe von 3.000 Euro einführen.“
Seite 19 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das Land würde eine neue, begrenzte Geldleistung für Familien einführen, also öffentliche Leistungen ausbauen.

  • Migrationeher restriktiv

    Die Leistung soll nur Staatsbürgern zustehen, sodass Eltern ohne Staatsbürgerschaft ausgeschlossen wären.

Betreuungsschlüssel in Kitas verbessern

Die AfD will die beitragsfreie Kita beibehalten und zugleich mehr Personal pro Kind durchsetzen. Erzieher sollen besser bezahlt und von Dokumentation entlastet werden, Kita-Träger stärker kontrolliert werden. In Kitas soll Deutsch verpflichtend sein.

Die Kita soll für Eltern kostenlos bleiben. Die AfD will mehr Erzieher für die Kinder. Die Erzieher sollen gut bezahlt werden. In der Kita sollen alle Deutsch sprechen. Das Land soll die Träger der Kitas genauer prüfen.

Künftig soll eine Fachkraft auf vier Krippenkinder, auf zehn Kindergartenkinder und auf 17 Hortkinder kommen. Die Bezahlung der Erzieher soll sich am Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD) orientieren. Landkreise und Kommunen sollen Kontroll- und Prüfrechte gegenüber den Trägern erhalten, weil die Beitragsfreiheit aus Sicht der AfD Fehlanreize geschaffen hat; das Land soll mehr mitfinanzieren. Kitas sollen nach dem Programm frei von dem sein, was die AfD ideologische Indoktrination nennt. Die Deutschpflicht begründet die Partei mit der Integration von Kindern mit Migrationshintergrund. Kindertagespflegepersonen sollen stärker unterstützt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 20)
„die deutliche Verbesserung der Betreuungsquote auf 1:4 in der Krippe, 1:10 im Kindergarten und 1:17 im Hort durchsetzen.“
Seite 20 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr Personal, tarifnahe Bezahlung und mehr Landesmittel bei weiter beitragsfreier Kita bauen öffentliche Leistungen aus.

  • Gesellschafteher konservativ

    Die Forderung, Kitas von aus Sicht der Partei ideologischen Inhalten freizuhalten, zielt auf die Bewahrung überlieferter Werte.

  • Migrationeher restriktiv

    Deutsch als verpflichtende Sprache in Kitas ist eine strengere Integrationsvorgabe als heute.

Fristenregelung beibehalten, Hilfen für Schwangere ausbauen

Die AfD will die geltende Fristenregelung beim Schwangerschaftsabbruch behalten und lehnt eine weitergehende Legalisierung ab. Zugleich sollen Hilfen für Schwangere in Notlagen ausgebaut werden, damit sich mehr Frauen für das Kind entscheiden. Das Lebensrecht Ungeborener sieht die Partei derzeit nicht genug geschützt.

Die AfD will die heutigen Regeln zur Abtreibung behalten. Sie ist gegen eine Lockerung dieser Regeln. Schwangere in Not sollen mehr Hilfe bekommen. So sollen sich mehr Frauen für ihr Kind entscheiden.

Das Programm verweist auf rund 100.000 gemeldete Abbrüche pro Jahr in Deutschland und kritisiert, die Konfliktberatung sei oft nur noch eine Formalie. Vorgesehen sind umfangreiche Hilfen während der Schwangerschaft und nach der Geburt. In der Beratung sollen Frauen auf Wunsch Ultraschallbilder sehen können. Vertrauliche und anonyme Geburten sollen ausgebaut, Babyklappen gesichert und Adoptionen erleichtert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 21)
„Wir halten an der bewährten Fristenregelung fest und lehnen jede Bestrebung ab, Abtreibungen ohne Beratung, ohne medizinische Notwendigkeit und ohne Frist bis unmittelbar vor der Geburt zu legalisieren.“
Seite 21 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Der Punkt verteidigt die heutige Regelung ausdrücklich gegen eine diskutierte Liberalisierung und richtet die Beratung stärker auf das Austragen des Kindes aus.

Familienverträglichkeitsprüfung für Landesgesetze einführen

Die AfD will, dass jedes Gesetz und jede Verordnung des Landes vor dem Beschluss auf die Folgen für Familien geprüft wird. Die Prüfung soll verbindlich sein, damit Auswirkungen nicht erst nach dem Inkrafttreten sichtbar werden.

Die AfD will neue Gesetze im Land vorher prüfen lassen. Die Prüfung soll zeigen, was ein Gesetz für Familien bedeutet. Zum Beispiel: Haben Familien dann weniger Geld oder mehr Papierkram? Die Prüfung soll Pflicht sein.

Geprüft werden soll, wie sich eine Regelung auf das verfügbare Einkommen von Familien auswirkt und ob sie Bürokratie schafft oder abbaut. Weitere Kriterien sind die Folgen für Wohnraum und Infrastruktur sowie dafür, wie gut Schulen, Ärzte und Betreuungseinrichtungen erreichbar sind. Außerdem soll bewertet werden, ob Eltern mehr oder weniger Wahlfreiheit und Eigenverantwortung haben. Familien sollen so von Anfang an im Gesetzgebungsverfahren berücksichtigt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 22)
„Wir werden für alle Landesgesetze und Landesverordnungen eine verbindliche Familienverträglichkeitsprüfung einführen.“
Seite 22 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Kinderschutz und Mutter-Kind-Einrichtungen stärken

Die AfD will Childhood-Häuser erhalten und ausbauen, in denen Kinder nach Gewalterfahrungen an einem Ort betreut und befragt werden. Mutter-Kind-Einrichtungen sollen dauerhaft und kostendeckend finanziert werden. Dazu kommen mehr Vorbeugung und Schulungen für Fachkräfte.

Die AfD will Kinder besser vor Gewalt schützen. Es gibt Häuser, in denen Ärzte, Polizei und Jugendamt zusammen helfen. Diese Häuser sollen bleiben und mehr werden. Auch Einrichtungen für Mütter mit Kindern in Not sollen genug Geld bekommen. Fachleute sollen lernen, Gefahren für Kinder früh zu erkennen.

In Childhood-Häusern arbeiten Fachleute aus Justiz, Polizei, Jugendamt, Medizin und Psychologie zusammen, damit betroffene Kinder nicht mehrfach befragt werden müssen. Die AfD will im Bundesrat darauf dringen, dass der Bund die angekündigte Förderung mit genug Geld umsetzt, und prüfen, wo außer in Schwerin ein weiteres Haus entstehen kann. Bei Mutter-Kind-Einrichtungen sollen die vom Jugendamt gezahlten Tagessätze die realen Kosten abdecken, damit keine Plätze wegfallen. Präventionsangebote in Schulen und Kitas sollen ausgebaut werden. Beschäftigte in Jugendämtern, Schulen und Kitas sollen regelmäßig darin geschult werden, Kindeswohlgefährdung zu erkennen.

Originalzitat anzeigen (Seite 23)
„Den Erhalt und Ausbau der „Childhood-Häuser“ werden wir aktiv unterstützen.“
Seite 23 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr öffentliche Mittel für Schutzeinrichtungen und kostendeckende Tagessätze bauen staatlich finanzierte Leistungen schrittweise aus.

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Alle Programme in Mecklenburg-Vorpommern im Vergleich