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Grüne zur Familie

Aus dem Programm „Wahlprogramm von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN MV für die Landtagswahl 2026 (Klare Kante für Mensch und Natur in MV)“

Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern 2026, 20. September 2026Original-PDF, 112 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Familie

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 5 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 3 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Kleinere Gruppen in Krippe, Kita und Hort

Die Grünen wollen, dass eine Fachkraft in Krippe, Kita und Hort künftig weniger Kinder betreut. Weil weniger Kinder geboren werden, sollen Erzieherinnen und Erzieher nicht entlassen, sondern für kleinere Gruppen eingesetzt werden.

In Kitas sind die Gruppen oft zu groß. Die Grünen wollen kleinere Gruppen. Es werden weniger Kinder geboren. Trotzdem sollen alle Erzieherinnen und Erzieher bleiben. So haben sie mehr Zeit für jedes Kind.

Als Betreuungsschlüssel nennt das Programm 1:4 in der Krippe, 1:10 in der Kita und 1:17 im Hort. Ein „Zukunftspakt“ Kita soll Standards und Qualität per Gesetz festschreiben und mit den Bildungsstandards verbinden. Ein Förderprogramm soll Verpflegung aus regionaler, ökologischer Erzeugung unterstützen; als Maßstab dienen die Empfehlungen, die die Deutsche Gesellschaft für Ernährung herausgibt. Wer in der Kindertagespflege arbeitet und die fachlichen Standards einhält, soll dafür eine entsprechende Bezahlung bekommen. Horte sollen als Bildungsorte gelten und enger mit Grundschulen verbunden werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 41)
„Wir verbessern die Betreuungsschlüssel deutlich und nutzen sinkende Geburtenzahlen für kleinere Gruppen statt für Personalabbau.“
Seite 41 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das Personal in der öffentlichen Kinderbetreuung soll trotz sinkender Kinderzahlen gehalten und gesetzliche Standards ausgeweitet werden, was mehr öffentliche Leistung pro Kind bedeutet.

Recht auf Ganztagsplatz und beitragsfreie Kita

Die Grünen wollen jedem Kind einen Anspruch auf einen vollen Ganztagsplatz geben und an der beitragsfreien Kita festhalten. Betreuung soll sich nach dem Bedarf der Familien richten, und Eltern sollen keine aufwendigen Anträge mehr stellen müssen.

Die Kita soll für Eltern weiter kostenlos bleiben. Jedes Kind soll ein Recht auf einen Platz für den ganzen Tag haben. Eltern müssen dann weniger Anträge ausfüllen. Auch Kinder mit Behinderung sollen überall dabei sein können.

Das Programm bekennt sich zur Kita ohne Elternbeiträge. Der Anspruch auf einen vollen Ganztagsplatz soll für alle Kinder gelten und Eltern zugleich von Antragsbürokratie entlasten. Inklusion in der frühkindlichen Bildung soll im ganzen Land verbindlich umgesetzt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 41)
„Darum treten wir auch dafür ein, dass alle Kinder das Recht auf einen vollen Ganztagsplatz erhalten.“
Seite 41 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein allgemeiner Anspruch auf einen Ganztagsplatz erweitert eine beitragsfreie öffentliche Leistung über den heutigen Stand hinaus.

  • Gesellschafteher progressiv

    Ganztagsbetreuung für alle Kinder und verbindliche Inklusion fördern Vereinbarkeit und Gleichstellung.

Kinderrechte verankern, Kinderschutz und Jugendarbeit ausbauen

Die Grünen wollen Kinderrechte in die Landesverfassung schreiben und junge Menschen stärker an Entscheidungen beteiligen. Der vorbeugende Kinderschutz soll ausgebaut werden, unter anderem mit Childhood-Häusern für Kinder, die Gewalt erlebt haben. Jugendkultur soll gefördert werden, damit weniger junge Menschen abwandern.

Die Grünen wollen Kinder-Rechte in die Verfassung des Landes schreiben. Junge Menschen sollen mehr mitbestimmen. Kinder, die Gewalt erlebt haben, sollen Hilfe an einem sicheren Ort bekommen. Es soll überall Jugend-Clubs und Sport-Stätten geben.

In jedem Landgerichtsbezirk soll ein Childhood-Haus entstehen, in dem Opfer körperlicher und sexualisierter Gewalt von verschiedenen Fachleuten an einem Ort betreut werden. Kinder- und Jugendparlamente sollen gestärkt werden. Jugendclubs, Vereine sowie Stätten für Kultur, Musik und Sport sollen landesweit und leicht zugänglich sein. Für Jugendkultur plant das Programm eine Stabsstelle in der Staatskanzlei, eine Prüfung landeseigener Gebäude auf mögliche Mitnutzung und ausreichende Mittel von Land und Kommunen.

Originalzitat anzeigen (Seite 64)
„die Kinderrechte in der Landesverfassung verankern sowie die politische Teilhabe junger Menschen in Kinder- und Jugendparlamenten stärken.“
Seite 64 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Neue Childhood-Häuser und eine ausreichende öffentliche Finanzierung von Jugendarbeit bedeuten mehr staatliche Leistungen.

  • Gesellschafteher progressiv

    Eigene Kinderrechte in der Verfassung und mehr politische Mitsprache junger Menschen erweitern Beteiligung und Selbstbestimmung.

Familienzentren und Beratung flächendeckend sichern

Die Grünen wollen die soziale Infrastruktur für Familien ausbauen. Die 16 Modellzentren für Kinder und Familien sollen dauerhaft bestehen und nach und nach im ganzen Land entstehen. Beratungsstellen sollen überall ausreichend finanziert werden.

Die Grünen wollen Familien stärken. Es gibt 16 Zentren für Kinder und Familien. Diese sollen bleiben und es sollen mehr werden. Beratung bei Schulden, Sucht und anderen Sorgen soll es überall geben.

Sozial-, Schuldner-, Sucht- und psychosoziale Beratung sollen landesweit ausreichend Geld erhalten und auch digital angeboten werden können. Für die Selbsthilfe plant das Programm eine Koordinierungsstelle auf Landesebene und Kontaktstellen in sämtlichen Kreisen und kreisfreien Städten. In sozialen Einrichtungen soll die Tarifbindung gestärkt werden. Begründet wird dies damit, dass steigende Lebenshaltungskosten und unsichere Einkommen viele Familien belasten.

Originalzitat anzeigen (Seite 64)
„Eltern stärken, indem wir die bestehenden 16 Modellzentren für Kinder und Familien langfristig sichern und schrittweise flächendeckend ausbauen.“
Seite 64 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Ausbau öffentlich finanzierter Familienzentren und Beratungsstellen sowie mehr Tarifbindung verschieben den Stand schrittweise zu mehr staatlicher Leistung.

Familien bei Sorgearbeit entlasten

Die Grünen wollen Sorgearbeit besser organisieren, anerkennen und entlasten. Geschwisterkinder sollen während des Mutterschutzes ganztags betreut werden können, und Familien sollen Anlaufstellen in ihrer Nähe bekommen. Nach Ansicht des Programms gibt es ohne faire Verteilung der Sorgearbeit keine Gleichberechtigung.

Viele Menschen kümmern sich um Kinder oder pflegen Angehörige. Die Grünen wollen diese Menschen entlasten. Es soll Anlauf-Stellen in der Nähe geben. Geschwister sollen ganztags betreut werden, wenn die Mutter im Mutterschutz ist.

Wohnortnahe Anlaufstellen sollen Familien bei Betreuung, Pflege und Alltagsfragen unterstützen. In Kitas ist ein besserer Betreuungsschlüssel vorgesehen. Im öffentlichen Dienst sollen flexible Arbeitszeiten und Programme für die Rückkehr aus der Elternzeit familienfreundliches Arbeiten erleichtern. Landesförderung für Unternehmen soll an Gleichstellungsstandards gebunden werden. Ein landesweites Modellprojekt soll jungen Eltern mit flexibler Kinderbetreuung helfen, Beruf und Lebenssituation nach eigenen Wünschen zu verbinden.

Originalzitat anzeigen (Seite 84)
„Einen Anspruch auf Ganztagsbetreuung für Geschwisterkinder während der Mutterschutzfrist sicherstellen.“
Seite 84 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein neuer Betreuungsanspruch, mehr Kita-Personal und Auflagen für geförderte Unternehmen erweitern öffentliche Leistungen und Regulierung.

  • Gesellschafteher progressiv

    Sorgearbeit soll gerechter zwischen den Geschlechtern verteilt und Förderung an Gleichstellung geknüpft werden, was die Gleichstellung schrittweise voranbringt.

Was sagen die anderen Parteien zur Familie?

Alle Programme in Mecklenburg-Vorpommern im Vergleich