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AfD zur Familie

Aus dem Programm „Programm der Alternative für Deutschland für die Landtagswahl 2023“

Landtagswahl Bayern 2023, 8. Oktober 2023Original-PDF, 148 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Familie

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen (-0,5), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher konservativ (+1,3), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 3 eher konservativ, 1 deutlich konservativ

  • Migrationeher restriktiv (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 0 eher offen, 0 ausgewogen, 1 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Traditionelle Familie stärken, Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare ablehnen

Die AfD stellt die Familie aus Vater, Mutter und Kindern als Ideal heraus und lehnt ein Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare ab. Sie begründet dies mit einem Recht des Kindes auf Vater und Mutter. Außerdem will sie weder das kleine Sorgerecht ausweiten noch Kinderrechte ins Grundgesetz aufnehmen.

Die AfD will die Familie aus Vater, Mutter und Kindern stärken. Zwei Männer oder zwei Frauen sollen keine Kinder adoptieren dürfen. Die AfD sagt: Kinder haben ein Recht auf Vater und Mutter. Eigene Kinder-Rechte im Grundgesetz lehnt sie ab.

Das Programm wendet sich gegen aus seiner Sicht ideologische Versuche, die traditionelle Familie abzuwerten, und will die öffentliche Hervorhebung von „Regenbogenfamilien“ zurückdrängen. Kinder sollen Vater und Mutter in ihrer Verschiedenheit als Mann und Frau erleben können. Eine Ausweitung des kleinen Sorgerechts auf weitere Personen lehnt die AfD ab, weil Elternschaft für sie nicht beliebig erweiterbar ist. Kinderrechte im Grundgesetz lehnt sie ab, weil sie darin eine Schwächung der Elternrechte sieht und Kinder durch die bestehenden Grundrechte für geschützt hält.

Originalzitat anzeigen (Seite 72)
„Ein Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare lehnen wir ab.“
Seite 72 im Original

Einordnung

  • Gesellschaftdeutlich konservativ

    Gleichgeschlechtliche Ehepaare dürfen heute gemeinsam adoptieren; die Ablehnung dieses Rechts würde eine bestehende gesetzliche Gleichstellung zurücknehmen.

Familiengründung fördern und ungeborenes Leben schützen

Die AfD will junge Menschen in Bayern zur Familiengründung ermutigen und Familien finanziell entlasten, statt dem demografischen Wandel mit Zuwanderung zu begegnen. Sie betont den Schutz des ungeborenen Lebens und lehnt es ab, Schwangerschaftsabbrüche als Menschenrecht einzustufen.

Die AfD will, dass mehr junge Menschen in Bayern Kinder bekommen. Familien sollen weniger zahlen müssen. Zuwanderung hält die AfD nicht für die richtige Antwort auf zu wenige Geburten. Abtreibung soll kein Menschen-Recht werden. Schwangere in Not sollen Hilfe bekommen.

Nach Ansicht der AfD taugt Einwanderung in großem Umfang nicht dazu, die Alterung der Gesellschaft auszugleichen; stattdessen sollen Familien gegründet und finanziell entlastet werden. Die Partei beruft sich auf das Recht auf Leben und die Menschenwürde, die sie auch dem ungeborenen Kind zuspricht. Ungewollt Schwangere sollen von Staat und Gesellschaft besondere Unterstützung erhalten, damit sie sich für das Kind entscheiden können. Kinderfeindlichkeit will die AfD in jeder Form entgegentreten.

Originalzitat anzeigen (Seite 73)
„Allen Bestrebungen, Abtreibungen – womöglich bis kurz vor der Geburt – zu einem „Menschenrecht“ zu erklären, erteilen wir eine Absage.“
Seite 73 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Eine finanzielle Entlastung von Familien bedeutet zusätzliche staatliche Unterstützung innerhalb des bestehenden Systems.

  • Gesellschafteher konservativ

    Die AfD verteidigt den Schutz des ungeborenen Lebens gegen diskutierte Liberalisierungen des Abtreibungsrechts und betont die klassische Familiengründung.

  • Migrationeher restriktiv

    Zuwanderung wird als Antwort auf den demografischen Wandel abgelehnt und durch Geburtenförderung ersetzt.

Betreuung zu Hause finanziell gleichstellen

Die AfD will, dass Eltern ohne finanziellen Druck entscheiden können, ob sie ihre Kinder selbst betreuen oder in Kita oder Tagespflege geben. Dafür soll das bayerische Familiengeld steigen, und berufstätige Eltern sollen weniger Steuern zahlen. Das Programm begründet dies mit der Bedeutung der Bindung an die Eltern in den ersten Lebensjahren.

Eltern sollen frei wählen können: Kind zu Hause betreuen oder in die Kita geben. Geld soll dabei kein Hindernis sein. Die AfD will das bayerische Familien-Geld erhöhen. Eltern mit Beruf sollen weniger Steuern zahlen.

Nach dem Programm soll die Betreuung von Kleinkindern durch die Eltern genauso stark gefördert werden wie die Betreuung außerhalb der Familie. Als Mittel nennt es ein höheres bayerisches Familiengeld und Steuerentlastungen für alle berufstätigen Eltern. Die AfD hält die ersten drei Lebensjahre für entscheidend und sieht die Kita-Betreuung von unter Dreijährigen kritisch, die sie vielfach als bloße Verwahrung bezeichnet. Im Bildungskapitel heißt es zudem, Eltern sollten dabei unterstützt werden, ihre Kinder bis zum vierten Lebensjahr daheim zu betreuen.

Originalzitat anzeigen (Seite 74)
„Die elterliche Betreuung von Kleinkindern zu Hause verdient eine gleichwertige finanzielle Unterstützung wie die Fremdbetreuung.“
Seite 74 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen

    Der Punkt verbindet eine höhere staatliche Familienleistung mit Steuerentlastungen und nimmt damit keine klare Seite ein.

  • Gesellschafteher konservativ

    Die Betreuung von Kleinkindern in der Familie soll gegenüber der Kita gestärkt werden, was ein traditionelles Familienbild stützt.

Scheidungsfolgen ändern und Väterrechte stärken

Die AfD will, dass Väter nach einer Trennung voll in die Erziehung einbezogen bleiben. Beim Trennungsunterhalt soll mehr Eigenverantwortung gelten, und schweres Fehlverhalten in der Ehe soll sich auf die Folgen der Scheidung auswirken. Alleinerziehende sollen Unterstützung erhalten, ohne dass dieses Familienmodell als Leitbild beworben wird.

Kinder brauchen nach einer Trennung beide Eltern, sagt die AfD. Väter sollen bei der Erziehung voll dabei sein. Wer sich in der Ehe sehr falsch verhält, soll das bei der Scheidung spüren. Allein-Erziehende sollen Hilfe bekommen.

Das Programm verlangt, die vollständige Beteiligung der Väter an der Erziehung sicherzustellen. Beim Unterhalt während der Trennung setzt es stärker auf Eigenverantwortung. Das Schuldprinzip soll nicht zurückkehren, schwere Verstöße gegen die Solidarität unter Eheleuten sollen aber bei den Scheidungsfolgen zählen. Streit soll möglichst ohne Gerichtsverfahren beigelegt werden, die das Programm als teuer und belastend beschreibt. Alleinerziehende will die AfD unterstützen, damit Schicksalsschläge keinen sozialen Abstieg auslösen; zugleich lehnt sie es ab, Einelternfamilien als normales oder erstrebenswertes Lebensmodell darzustellen.

Originalzitat anzeigen (Seite 74)
„Ohne das Schuldprinzip wieder einzuführen, müssen schwerwiegende Verstöße gegen die eheliche Solidarität bei den Scheidungsfolgen berücksichtigt werden.“
Seite 74 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Eheliches Fehlverhalten soll wieder Folgen bei der Scheidung haben und die Einelternfamilie nicht als Leitbild gelten, was das klassische Familienmodell stärkt.

Was sagen die anderen Parteien zur Familie?

Alle Programme in Bayern im Vergleich