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Grüne zur Wirtschaft

Aus dem Programm „Wahlprogramm von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN MV für die Landtagswahl 2026 (Klare Kante für Mensch und Natur in MV)“

Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern 2026, 20. September 2026Original-PDF, 112 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Wirtschaft

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-0,6), aus 7 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 5 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-0,7), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 3 eher Klimaschutz zuerst, 1 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Energieintensive Industrie mit Ökostrom ansiedeln

Die Grünen wollen Bedingungen schaffen, unter denen sich Industrien mit hohem Stromverbrauch in Mecklenburg-Vorpommern niederlassen. Das Programm begründet das mit dem im Land reichlich vorhandenen, preiswerten Strom aus erneuerbaren Quellen, den es als Standortvorteil sieht.

Manche Fabriken brauchen sehr viel Strom. Die Grünen wollen solche Fabriken ins Land holen. Sie sagen: In MV gibt es viel billigen Öko-Strom. Das soll neue Arbeitsplätze bringen.

Als Beispiele nennt das Programm Batteriefabriken, Rechenzentren, Betriebe der Metallverarbeitung und Zementwerke. Aus Sicht der Grünen ist der günstige Strom aus erneuerbaren Energien ein großer Vorteil des Landes, der bisher zu wenig genutzt wird. Das Vorhaben steht unter dem Leitgedanken, dass Ökologie und Ökonomie zusammengehören und Stillstand weitere Arbeitsplätze kosten würde.

Originalzitat anzeigen (Seite 27)
„die Schaffung günstiger Rahmenbedingungen für die Ansiedlung energieintensiver Industrien wie zum Beispiel Batterieproduktionen, Rechenzentren, Metallverarbeitung und Zementherstellung“
Seite 27 im Original

Einordnung

  • Klimaausgewogen

    Der Punkt verbindet industrielles Wachstum mit der Nutzung von Strom aus erneuerbaren Energien und stellt keines der beiden Anliegen über das andere.

Zusammenarbeit mit Metropolregion Hamburg ausbauen

Die Grünen wollen, dass Mecklenburg-Vorpommern enger mit der Metropolregion Hamburg und den norddeutschen Nachbarländern zusammenarbeitet. Davon sollen vor allem Innovationen und neue Arbeitsplätze auf dem Land profitieren.

Hamburg und sein Umland sind wirtschaftlich stark. Die Grünen wollen enger mit dieser Region zusammenarbeiten. Auch mit den Nachbar-Ländern im Norden. So sollen neue Arbeitsplätze entstehen, vor allem auf dem Land.

Die Kooperation soll gleichberechtigt mit der Metropolregion sowie mit Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein vertieft werden. Das Programm will dafür die Innovationsagentur stärken. Gefördert werden sollen Innovationen, nachhaltige Technologien und zukunftsfähige Arbeitsplätze, besonders in ländlichen Gegenden.

Originalzitat anzeigen (Seite 27)
„die Zusammenarbeit mit der Metropolregion Hamburg sowie mit den Ländern Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein auf Augenhöhe ausbauen“
Seite 27 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Öffentliche Aufträge an Tarif und Region binden

Die Grünen wollen, dass öffentliche Aufträge und Fördergelder stärker bei Unternehmen im Land ankommen. Bei der Vergabe sollen Tarifstandards, gute Arbeitsbedingungen und Nachhaltigkeit durchgängig beachtet werden. Das Programm sieht darin einen Weg, Mittelstand und Arbeitsplätze vor Ort zu sichern.

Der Staat vergibt viele Aufträge an Firmen. Die Grünen wollen, dass mehr Firmen aus MV diese Aufträge bekommen. Die Firmen sollen faire Löhne nach Tarif zahlen. Sie sollen auch auf die Umwelt achten.

Regionale Betriebe sollen stärker an Infrastrukturprojekten beteiligt werden, besonders wenn das Geld aus dem Sondervermögen des Bundes stammt. Nach dem Programm sollen diese Investitionen doppelt wirken: das Land modernisieren und zugleich die ansässige Wirtschaft stärken. Außerdem wollen die Grünen regionale Wertschöpfungsketten fördern und heimische Produkte auch außerhalb des Landes besser vermarkten.

Originalzitat anzeigen (Seite 28)
„die konsequente Einhaltung tariflicher Standards, guter Arbeitsbedingungen und von Nachhaltigkeitskriterien bei der Vergabe öffentlicher Aufträge, um fairen Wettbewerb zu stärken.“
Seite 28 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Vergaben sollen stärker an Tarif-, Arbeits- und Nachhaltigkeitsvorgaben gebunden werden, was die staatliche Regulierung des Wettbewerbs schrittweise ausweitet.

Strategie für Bioökonomie und Kreislaufwirtschaft schaffen

Die Grünen wollen eine Landesstrategie für Bioökonomie und Kreislaufwirtschaft, an der alle Ministerien mitwirken. Ein landesweiter Reparaturbonus soll das Reparieren von Elektrogeräten günstiger machen. Ziel ist, dass Wertschöpfung im Land bleibt und Arbeitsplätze entstehen.

Die Grünen wollen weniger Müll und mehr Wieder-Verwertung. Dafür soll das Land einen Plan machen. Wer ein Elektro-Gerät reparieren lässt, soll Geld dazu bekommen. Auch Firmen mit Rohstoffen aus der Natur sollen Hilfe bekommen.

Die Strategie soll Müllvermeidung, Reparatur, Mehrweg, Recycling, Wiederverwendung sowie Bauen in Kreisläufen umfassen, wobei die öffentliche Hand vorangehen soll. Mecklenburg-Vorpommern soll nach dem Programm zum Bioökonomieland werden. Dazu sollen die Nutzung von Mooren, nachhaltige Rohstoffe und Start-ups gezielt gefördert werden. Der Reparaturbonus gilt für Elektro- und Elektronikgeräte.

Originalzitat anzeigen (Seite 28)
„Mit einer Kreislaufwirtschaftsstrategie wollen wir Abfallvermeidung, Recycling, Mehrweg, Reparatur, Wiederverwendung und kreislaufgerechtes Bauen adressieren.“
Seite 28 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Eine staatliche Strategie und ein neuer Reparaturbonus erweitern die öffentliche Förderung und Lenkung der Wirtschaft schrittweise.

Förderprogramme für nachhaltiges Wirtschaften auflegen

Die Grünen wollen neue Landesprogramme, die Betriebe beim umwelt- und klimaschonenden Wirtschaften unterstützen. Dazu zählen ein Programm für betriebliches Umweltmanagement und eines für sozial-ökologische Gründungen. Nachhaltiges Wirtschaften soll nach dem Programm zum Standard werden.

Die Grünen wollen Firmen helfen, die Umwelt und Klima schonen. Dafür soll es neue Förder-Programme vom Land geben. Auch neue Firmen mit sozialen und ökologischen Zielen bekommen Hilfe. Gründerinnen und Gründer sollen mehr Geld bekommen.

Das Programm ÖKOPROFIT MV soll über das Landesförderinstitut laufen und Firmen beim Umweltmanagement helfen. Ein weiteres Landesprogramm soll sozial-ökologische Gründungen, Betriebsübernahmen und den nachhaltigen Umbau vorhandener Unternehmen fördern. Ansässige Firmen sollen mehr Unterstützung für Innovation und den Wechsel zu klimaschonender Produktion erhalten. Die Mittel für Gründerinnen und Gründer sollen wachsen, mit flexibleren Zeiträumen und besserer Abstimmung auf Bundesprogramme.

Originalzitat anzeigen (Seite 29)
„die Einführung eines Landesförderprogramms ÖKOPROFIT MV, das Unternehmen bei der Verbesserung ihres betrieblichen Umweltmanagements unterstützt“
Seite 29 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehrere neue Landesförderprogramme weiten die staatliche Wirtschaftsförderung innerhalb des bestehenden Systems aus.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Die Förderung soll Betriebe gezielt zu klimaschonender Produktion bewegen, setzt dabei aber auf Anreize statt auf Vorgaben.

Bürokratie für Mittelstand und Handwerk abbauen

Die Grünen wollen es einfacher machen, ein Unternehmen zu gründen, zu führen und zu übergeben. Landesgesetze sollen vorab auf ihre Praxistauglichkeit geprüft und Förderprogramme für kleine und mittlere Betriebe vereinfacht werden. Das Programm sieht Bürokratie als Bremse für den Mittelstand.

Kleine Firmen und Handwerker haben viel Papier-Arbeit. Die Grünen wollen das einfacher machen. Neue Gesetze sollen vorher im Alltag getestet werden. Firmen sollen ihre Daten nur einmal an Ämter geben müssen.

Vorgesehen sind Praxischecks für Gesetze des Landes sowie der Abbau bürokratischer Hürden im Austausch mit Wirtschaft und Verwaltung. Die Verwaltung soll serviceorientiert arbeiten und das Once-Only-Prinzip anwenden, bei dem Betriebe Angaben nur einmal übermitteln. Die Förderung für Gründungen und Unternehmensnachfolgen soll wachsen, und vorhandene Angebote sollen gebündelt und besser vernetzt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 29)
„die Einführung von Praxischecks für Landesgesetze, um Bürokratie von Anfang an zu vermeiden.“
Seite 29 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Praxischecks und einfachere Verfahren sollen die Regulierungslast für Unternehmen schrittweise senken.

Maritime Wirtschaft und Häfen modernisieren

Die Grünen wollen Werften, Häfen und maritime Start-ups fördern und Forschung enger mit der Praxis verbinden. Schwerpunkte sind Schiffsrecycling, Offshore-Windkraft, erneuerbare Antriebe und klimafreundliche Schifffahrt. So sollen Werften verlässliche Aufträge bekommen und Arbeitsplätze langfristig erhalten bleiben.

MV hat viele Werften und Häfen. Die Grünen wollen sie moderner machen. Alte Schiffe sollen hier zerlegt und verwertet werden. Neue Firmen rund ums Meer bekommen Förder-Geld. Häfen sollen bessere Bahn-Anschlüsse bekommen.

Geplant ist ein Landesförderprogramm für maritime Start-ups. Schiffsrecycling soll durch Fördergeld und einfachere Genehmigungen möglich werden. Aus- und Umbauten von Werften sollen schneller genehmigt werden, etwa indem Beschäftigte zügiger sicherheitsüberprüft werden. Grüne Schifffahrtskorridore sollen neue Technik schneller zur Anwendung bringen und die Verbindungen zu den nordischen und baltischen Nachbarn festigen. Die Hafeninfrastruktur soll modernisiert und per Bahn besser ans Hinterland angebunden werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 32)
„Gleichzeitig stärken wir unsere Werften und eröffnen neue Perspektiven, etwa durch die Förderung zukunftsfähigen Schiffsrecyclings.“
Seite 32 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Neue Förderprogramme und öffentliche Investitionen in Häfen und Werften weiten die staatliche Industriepolitik schrittweise aus.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Die Förderung von Offshore-Windkraft, erneuerbaren Antrieben und grünen Schifffahrtskorridoren treibt klimafreundliche Technik über Anreize voran.

Tourismus nachhaltig und ganzjährig gestalten

Die Grünen wollen das Landestourismusgesetz neu fassen und auf Nachhaltigkeit sowie Akzeptanz bei den Einheimischen ausrichten. Fördergeld für touristische Projekte soll an ökologische und sozialökonomische Kriterien geknüpft werden. Ganzjahresangebote sollen die Saison verlängern und stark besuchte Regionen entlasten.

Viele Menschen machen Urlaub in MV. Die Grünen wollen ein neues Gesetz für den Tourismus. Der Tourismus soll die Natur schonen. Es soll das ganze Jahr über Angebote geben. Weniger Plastik und Dünger sollen in die Ostsee kommen.

Die Landestourismusgesellschaft soll die Reiseregionen bei ihrer strukturellen Entwicklung unterstützen. Einträge von Plastik, Nitrat und Phosphor in die Ostsee sollen sinken, weil Algenblüten und Fischsterben aus Sicht des Programms Gäste vertreiben und der Fischerei schaden. Investitionen in Seebrücken, Radwege und den öffentlichen Nahverkehr sollen Gästen und Einheimischen nützen. Angebote für Gesundheit, Wellness und Kultur sowie Schwimmhallen und Freizeiteinrichtungen sollen das ganze Jahr über Einkommen schaffen.

Originalzitat anzeigen (Seite 33)
„einen Neustart des Landestourismusgesetzes mit klarem Fokus auf Nachhaltigkeit und Tourismusakzeptanz“
Seite 33 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Fördermittel sollen an ökologische und soziale Bedingungen geknüpft und öffentliche Infrastruktur ausgebaut werden, was die staatliche Lenkung schrittweise verstärkt.

Forschung stärker in die Praxis bringen

Die Grünen wollen Hochschulen enger mit Wirtschaft, Gesellschaft und Regionen verbinden, damit Forschungsergebnisse häufiger angewendet werden. Dazu gehören eine Transferstrategie, Unterstützung für Gründungen aus Hochschulen und eine Landesstrategie für klimaneutrale Hochschulen.

An Hochschulen entstehen neue Ideen. Die Grünen wollen, dass diese Ideen öfter in Firmen ankommen. Wer aus der Hochschule heraus eine Firma gründet, soll Hilfe bekommen. Die Hochschulen selbst sollen klimaneutral werden.

Regionale Innovationscluster sollen gestärkt werden, vor allem bei maritimen Technologien, nachhaltiger Landwirtschaft und Bioökonomie. Ausgründungen und Start-ups sollen durch Beteiligungsfonds und Scale-up-Programme bessere Bedingungen erhalten. Reallabore und Modellregionen sollen gefördert werden, um Neuerungen zusammen mit Partnern aus der Praxis zu testen. Eine Landesstrategie „klimaneutrale Hochschule“ soll samt Investitionsprogramm Betrieb, Studium und Forschung nachhaltig ausrichten.

Originalzitat anzeigen (Seite 38)
„eine landesweite Transferstrategie zur stärkeren Vernetzung von Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Wirtschaft und Gesellschaft.“
Seite 38 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen

    Der Punkt verbindet staatliche Förderung und Beteiligungsfonds mit besseren Bedingungen für Gründungen und Unternehmen.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Die Hochschulen sollen mit einer Landesstrategie und einem Investitionsprogramm auf Klimaneutralität ausgerichtet werden.

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