Zum Inhalt springen
parteiprogramm

Grüne zu Finanzen und Steuern

Aus dem Programm „Wahlprogramm von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN MV für die Landtagswahl 2026 (Klare Kante für Mensch und Natur in MV)“

Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern 2026, 20. September 2026Original-PDF, 112 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Finanzen und Steuern

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 4 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 1 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Bundesmittel direkt an Kommunen weitergeben

Die Grünen wollen Geld des Bundes ohne Umweg über Landesförderprogramme an Städte und Gemeinden weiterreichen. Damit sollen aufwendige Antragsverfahren entfallen und die Mittel dort ankommen, wo sie gebraucht werden. Bundesmittel sollen zudem konsequent abgerufen werden.

Der Bund gibt dem Land Geld. Die Grünen wollen dieses Geld direkt an Städte und Gemeinden geben. Bisher müssen Gemeinden oft schwierige Anträge stellen. Das soll aufhören. So kommt das Geld schneller an.

Nach dem Programm bremsen komplizierte Förderprogramme und lange Entscheidungen den Fortschritt. Deshalb sollen Landesförderprogramme mit aufwendigen Anträgen durch die direkte Weitergabe ersetzt werden. Das Programm verbindet dies mit dem Ziel, klare Prioritäten zu setzen und gezielt zu investieren. Genannt werden Bildung, Infrastruktur, Klimaschutz und eine leistungsfähige Verwaltung.

Originalzitat anzeigen (Seite 101)
„Mittel des Bundes wollen wir direkt an die Kommunen weiterreichen. So machen wir Schluss mit komplizierten Landesförderprogrammen und endlosen Antragsverfahren.“
Seite 101 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Neue Kreditspielräume nur für Zukunftsinvestitionen nutzen

Die Grünen wollen die durch die geänderte Schuldenbremse entstandenen Spielräume für Investitionen in Bildung, Verkehr, Umwelt- und Klimaschutz verwenden. Kredite für laufende Konsumausgaben lehnt die Partei ab. Zugleich soll besser nachvollziehbar werden, wofür öffentliches Geld ausgegeben wird.

Das Land darf jetzt mehr Schulden machen als früher. Die Grünen wollen dieses Geld nur für die Zukunft ausgeben. Zum Beispiel für Schulen, Verkehr und Klima-Schutz. Für laufende Ausgaben soll es keine Schulden geben. Das Land soll öfter berichten, wofür es Geld ausgibt.

Für Investitionen, die aus dem Sondervermögen der Bundesregierung bezahlt werden, soll ein Nachhaltigkeitscontrolling eingeführt werden. Bei der Geldanlage des Landes, etwa im Versorgungsfonds, sollen nachhaltige Anlagestrategien gelten. Die Berichte über die Verwendung der Haushaltsmittel im laufenden Jahr sollen für Landtag und Öffentlichkeit ausgebaut werden. Das Programm begründet dies damit, dass falsch eingesetztes Geld später für Zukunftsaufgaben fehle.

Originalzitat anzeigen (Seite 102)
„Dafür nutzen wir neue finanzielle Spielräume gezielt für Zukunftsinvestitionen in Bildung, Verkehr, Umwelt- und Klimaschutz statt für laufende Ausgaben.“
Seite 102 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die neuen Kreditmöglichkeiten sollen für öffentliche Investitionen ausgeschöpft werden, begrenzt durch den Ausschluss von Krediten für Konsumausgaben.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Kreditfinanzierte Mittel sollen gezielt in Klima- und Umweltschutz fließen und Investitionen auf Nachhaltigkeit geprüft werden.

Landeseigene Grundstücke nicht verkaufen, sondern verpachten

Die Grünen lehnen es ab, Grundstücke des Landes zu verkaufen. Stattdessen sollen die Flächen im Erbbaurecht vergeben werden, also gegen regelmäßige Zahlung für lange Zeit zur Nutzung überlassen werden. Das soll dem Land dauerhaft planbare Einnahmen bringen und eine nachhaltige Nutzung sichern.

Das Land besitzt Grundstücke. Die Grünen wollen diese Grundstücke nicht verkaufen. Andere dürfen sie aber lange nutzen und zahlen dafür. Das nennt man Erbbau-Recht. So behält das Land seinen Boden und bekommt regelmäßig Geld.

Beim Erbbaurecht bleibt das Land Eigentümer des Bodens, während andere darauf bauen und ihn nutzen dürfen. Das Programm stellt dies dem kurzfristigen Verkauf öffentlicher Flächen gegenüber. Als Ziel nennt es, dass das Land langfristig handlungsfähig bleibt.

Originalzitat anzeigen (Seite 102)
„Einen Verkauf landeseigener Grundstücke lehnen wir ab. Stattdessen setzen wir auf Erbbaurecht“
Seite 102 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Verzicht auf Grundstücksverkäufe hält Boden in öffentlicher Hand und wendet sich gegen Privatisierung von Landesvermögen.

Steuerbetrug und Geldwäsche stärker bekämpfen

Die Grünen wollen Steuerhinterziehung und Geldwäsche entschiedener verfolgen und dafür Finanzämter, Steuerfahndung, Staatsanwaltschaften und Justiz besser ausstatten. Aus Sicht des Programms ist Steuerbetrug unfair gegenüber allen, die ehrlich zahlen, und entzieht dem Gemeinwesen Geld.

Manche Menschen zahlen ihre Steuern nicht ehrlich. Dann fehlt Geld für Schulen, Straßen und Kitas. Die Grünen wollen das stärker bekämpfen. Die Behörden sollen dafür mehr Personal und bessere Technik bekommen. Das Land soll enger mit anderen Behörden zusammenarbeiten.

Steuerverwaltung, Ermittlungsbehörden und Justiz sollen gestärkt werden: mit moderner digitaler Technik, angemessener Bezahlung und einer gezielten Förderung des Nachwuchses. Die Zusammenarbeit mit den Finanzbehörden anderer Bundesländer und des Bundes soll ausgebaut werden. Als Beispiel nennt das Programm die Financial Intelligence Unit (FIU), die Zentralstelle für Verdachtsmeldungen zu Geldwäsche. Betrug soll sich nach dem Willen der Partei nicht lohnen.

Originalzitat anzeigen (Seite 103)
„Wir wollen Steuerhinterziehung und Geldwäsche konsequenter bekämpfen und unsere Behörden dafür besser aufstellen.“
Seite 103 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr Personal und Ausstattung für die Steuerdurchsetzung stärkt die staatliche Kontrolle und die Einnahmeseite innerhalb des bestehenden Systems.

Kommunen mit direkten Zuweisungen besser ausstatten

Die Grünen wollen Städten, Gemeinden und Landkreisen so viel Geld geben, dass diese ihre Aufgaben auf Dauer erfüllen und selbst gestalten können. Dazu soll mehr Geld direkt zugewiesen werden, statt es an Förderprogramme zu binden. Überträgt das Land Aufgaben, soll es sie auch bezahlen.

Die Grünen wollen den Städten und Gemeinden mehr Geld geben. Das Geld soll direkt kommen. Es soll weniger komplizierte Förder-Programme geben. Wenn das Land den Gemeinden eine Aufgabe gibt, soll es auch dafür zahlen.

Das Programm begründet die Forderung damit, dass viele Mittel an komplizierte Programme geknüpft seien und Anträge Zeit und Kraft kosteten. Außerdem würden den Kommunen neue Aufgaben übertragen, ohne dass die Finanzierung ausreiche. Die Grünen wollen deshalb den Anteil direkter Zuweisungen erhöhen. Zwischen Land und Kommunen soll das Konnexitätsprinzip tatsächlich gelten, also der Grundsatz „Wer bestellt, muss auch bezahlen“.

Originalzitat anzeigen (Seite 104)
„Dafür stärken wir die finanzielle Handlungsfähigkeit der Kommunen durch mehr direkte Zuweisungen statt immer neuer Förderprogramme.“
Seite 104 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die Kommunen sollen mehr frei verfügbare Landesmittel für öffentliche Aufgaben erhalten, was öffentliche Leistungen schrittweise stärkt.

Was sagen die anderen Parteien zu Finanzen und Steuern?

Alle Programme in Mecklenburg-Vorpommern im Vergleich