Freiräume für Jugendliche sichern und ausbauen
Die Linke will nichtkommerzielle Treffpunkte für Jugendliche wie Jugendclubs, Abenteuerspielplätze und Bibliotheken erhalten und erweitern. In jedem Bezirk soll es mindestens einen selbstverwalteten Jugendort geben. Zudem lehnt sie Werbung der Bundeswehr bei jungen Menschen im öffentlichen Raum ab und will Polizeikontrollen ohne Verdacht abschaffen.
Jugendliche brauchen Orte, an denen sie sich treffen können. Dort sollen sie nichts bezahlen müssen. Die Linke will Jugendclubs und ähnliche Orte erhalten und ausbauen. Jeder Bezirk soll einen Ort haben, den Jugendliche selbst verwalten. Die Polizei soll nicht mehr ohne Verdacht kontrollieren.
Räume sollen abends und bei schlechtem Wetter besser nutzbar sein, unter anderem durch Zusammenarbeit der Jugendarbeit mit Stadtteilzentren sowie Kultur- und Sportvereinen. Jugendclubs gelten dem Programm als geeignete Orte für politische Bildung und leicht zugängliche Beteiligung. Bei der Planung von Stadt und Grünflächen sollen Bedürfnisse junger Menschen wie genügend Parkbänke beachtet werden. Die Ansprache Jugendlicher durch die Bundeswehr, etwa auf Stadtteilfesten, lehnt die Partei ab. Kontrollen ohne Verdacht träfen aus ihrer Sicht besonders oft junge Menschen, bei denen eine Migrationsgeschichte vermutet wird.
Originalzitat anzeigen (Seite 177)
„Die Linke wird sich für mindestens einen selbstverwalteten Jugendort pro Bezirk einsetzen“Einordnung
- Wirtschafteher mehr Staat
Öffentlich finanzierte, nichtkommerzielle Jugendangebote sollen gesichert und ausgebaut werden, was öffentliche Leistungen erweitert.
- Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst
Verdachtsunabhängige Polizeikontrollen sollen wegfallen, was eine einzelne Befugnis der Polizei zugunsten von Bürgerrechten einschränkt.
- Außenpolitikeher Diplomatie zuerst
Die Ablehnung von Bundeswehr-Werbung bei Jugendlichen im öffentlichen Raum steht für Zurückhaltung gegenüber dem Militär.