Kunstfreiheit gegen staatliche Gesinnungsprüfung verteidigen
Die Linke will die Freiheit und Autonomie von Kunst und Kultur bewahren und lehnt es ab, dass Kultur und Zivilgesellschaft vom Verfassungsschutz überprüft werden. Kulturschaffende sollen nach dem Programm ohne Furcht vor Repression arbeiten können. Zugleich will die Partei die Kulturen von Minderheiten in der Stadt stärken.
Die Linke will die Freiheit der Kunst schützen. Der Staat soll die Meinung von Künstlern nicht prüfen. Der Verfassungs-Schutz soll Kultur-Projekte nicht durchleuchten. Die Linke will auch die Kultur von Minderheiten stärken.
Das Programm kritisiert, dass der Verfassungsschutz Kultur und Zivilgesellschaft ungefragt überprüft, und nennt das Haber-Verfahren, mit dem aus Sicht der Partei linke Buchläden von Staatspreisen ausgeschlossen wurden. Der Kampf gegen Rassismus, Antisemitismus und Menschenfeindlichkeit gilt als Grundlage linker Kulturpolitik; die Partei wendet sich aber dagegen, solche Schutzinstrumente zu nutzen, um kritische Positionen von der Förderung auszuschließen. Gestärkt werden sollen die Kulturen von Sinti und Roma, von Schwarzen Deutschen, von Jüdinnen und Juden sowie von Migrantinnen und Migranten. Im Bund unterstützt die Linke ein Staatsziel Kultur im Grundgesetz, in Berlin die Erhebung von Gleichstellungsdaten im Kulturbereich.
Originalzitat anzeigen (Seite 231)
„Linke Kulturpolitik verteidigt zivilgesellschaftliche Netzwerke und stellt sich entschieden gegen staatliche Gesinnungsprüfung.“Einordnung
- Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst
Die Überprüfung von Kulturakteuren durch den Verfassungsschutz soll zurückgedrängt werden, was Freiheitsrechte gegenüber Sicherheitsbehörden stärkt.
- Gesellschafteher progressiv
Die gezielte Stärkung der Kulturen von Minderheiten und der Vielfalt in Kulturinstitutionen ist ein schrittweiser Ausbau von Vielfaltspolitik.