Gesundheitsversorgung nach Bedarf statt Profit planen
Die Linke versteht Gesundheit als öffentliche Daseinsvorsorge und will die Versorgung am Bedarf der Bevölkerung ausrichten statt an Gewinninteressen. Grundlage soll eine Planung über ambulante, stationäre und pflegerische Bereiche hinweg sein, ergänzt um mehr Prävention und bessere Ausbildung in Gesundheitsberufen.
Die Linke will die Gesundheits-Versorgung besser planen. Die Planung soll sich nach dem Bedarf der Menschen richten. Gewinn soll dabei keine Rolle spielen. Die Stadt soll mehr tun, damit Menschen gesund bleiben. Die Ausbildung in Gesundheits-Berufen soll besser werden.
Aus Sicht des Programms führen Fallpauschalen, Profitorientierung und Gewinnentnahmen zu Fehlversorgung; die Übertragung politischer Verantwortung auf privatwirtschaftliche Mechanismen soll zurückgenommen werden. Gesundheitsdaten sollen nach Sozialräumen erhoben werden, um Versorgungslücken sichtbar zu machen. Das Landesgremium nach § 90a SGB V soll um Bezirke und Patientenvertretung erweitert und über eine Bundesratsinitiative zu einem verbindlichen Steuerungsgremium werden. Die Partei will Ausbildung in Pflege- und Heilberufen sowie das Medizinstudium fördern und tariflich gesicherte Arbeitsbedingungen erreichen. Statt vor allem Krankheiten zu behandeln, soll der Schwerpunkt stärker auf gesundheitsfördernden Lebensverhältnissen liegen.
Originalzitat anzeigen (Seite 127)
„Eine bedarfsgerechte, intersektorale Planung der interprofessionellen gesundheitlichen und pflegerischen Versorgung muss die Grundlage werden.“Einordnung
- Wirtschafteher mehr Staat
Staatliche Bedarfsplanung soll privatwirtschaftliche Steuerung im Gesundheitswesen zurückdrängen, was die Rolle des Staates gegenüber dem Markt ausweitet.