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parteiprogramm

AfD zu Kultur und Medien

Aus dem Programm „Berlin. Stark. Machen.“

Abgeordnetenhauswahl Berlin 2026, 20. September 2026Original-PDF, 99 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Kultur und Medien

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt (+0,7), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 1 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 1 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher konservativ (+1), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 5 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Deutsche Sprache fördern, Gendersprache ablehnen

Die AfD will die deutsche Sprache als Kern der Kultur bewahren, pflegen und fördern. Gendersprache lehnt sie ab, weil sie darin einen politischen Eingriff in die gewachsene Sprachentwicklung sieht.

Die AfD will die deutsche Sprache schützen und fördern. Sie ist gegen Gender-Sprache. Gender-Sprache nennt Frauen und Männer mit Sonderzeichen wie dem Stern. Die AfD sagt: Das spaltet die Gesellschaft.

Das Programm bezeichnet die Pflege der deutschen Sprache als wichtigste Aufgabe der Kulturpolitik. In der Sprache zeigten sich Geschichte, Traditionen und Identität. Gendersprache verstößt nach Ansicht der AfD gegen die Rechtschreibung und sei ein Versuch der Umerziehung, der die Gesellschaft spalte.

Originalzitat anzeigen (Seite 86)
„Die rechtschreibwidrige Gendersprache lehnen wir als politisches Umerziehungsprojekt ab“
Seite 86 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Die Ablehnung der Gendersprache und die Betonung der überlieferten Sprache richten sich gegen eine sprachliche Gleichstellungspraxis und passen zum konservativen Pol.

Regeln der Kulturförderung neu fassen

Die AfD will die Kulturförderung an neue Leitlinien binden: Projekte gegen die demokratische Grundordnung oder mit antisemitischer Wirkung sollen kein Geld erhalten, die politische Haltung der Antragsteller soll keine Rolle spielen. Gefördert werden sollen sowohl große Häuser als auch Kultur in der Breite, vor allem in den Außenbezirken.

Die AfD will neue Regeln für Geld vom Staat für Kultur. Projekte gegen die Demokratie sollen kein Geld bekommen. Projekte, die Juden-Hass fördern, auch nicht. Die politische Meinung soll bei Anträgen egal sein. Auch die Außen-Bezirke sollen mehr Kultur bekommen.

Die AfD bekennt sich zur Kunstfreiheit, will aber Aufrufe zu Extremismus und Gewalt nicht fördern. Erfolge von Einrichtungen sollen sich stärker im Budget zeigen. Der Bund soll sich über den Hauptstadtkulturfonds stärker an Einrichtungen von nationalem Rang beteiligen. Für die Kulturarbeit in den Außenbezirken sollen Räume bereitgestellt werden, und bei Angeboten für Kinder und Jugendliche soll es keine Kürzungen geben. Für die Kreativwirtschaft sind Wagniskapital, Mikrokredite und Gründungsberatung vorgesehen, außerdem soll Berlin dauerhaft eine international wettbewerbsfähige Kunstmesse bekommen.

Originalzitat anzeigen (Seite 90)
„Die politische Gesinnung darf kein Kriterium bei der Bewilligung von Förderanträgen sein.“
Seite 90 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Kulturerbe und Denkmäler besser schützen

Die AfD will Museen, Archive und Denkmäler stärker sichern und dafür ein Landesgesetz zum Schutz von Kulturgut schaffen. Der Erhalt von Sammlungen soll im Haushalt vor der Förderung von Kulturschaffenden stehen, und der Denkmalschutz soll mehr Personal bekommen.

Die AfD will alte Gebäude und Kunstwerke besser schützen. Dafür soll Berlin ein eigenes Gesetz bekommen. Die Ämter für Denkmal-Schutz sollen mehr Personal erhalten. Museen und Archive sollen zuerst Geld bekommen. Altes Handwerk soll gestärkt werden.

Das Programm begründet die zusätzlichen Stellen damit, dass wertvolle Gebäude abgerissen würden, weil den Ämtern Personal für die Prüfung fehle; es beruft sich auf den Landesdenkmalrat. Sicherheitsvorkehrungen in Museen und im öffentlichen Raum sollen verbessert werden, auch für den Katastrophenfall. Ausbildung und Auftragsvergabe für Berufe wie Steinmetz, Stuckateur und Restaurator sollen gestärkt werden. Der Restaurierungs-Studiengang an der HTW Berlin soll dauerhaft bestehen bleiben, die Jugendbauhütte mehr Unterstützung bekommen.

Originalzitat anzeigen (Seite 87)
„Zu diesem Zweck fordern wir ein Kulturgutschutzgesetz auf Landesebene und eine bessere Regelung von Maßnahmen für Kulturgüter im Katastrophenfall.“
Seite 87 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr Stellen im Denkmalschutz und ein neues Landesgesetz bauen staatliche Aufgaben und Ausgaben schrittweise aus.

  • Gesellschafteher konservativ

    Der Vorrang für den Erhalt des überlieferten Erbes vor der Förderung von Kulturschaffenden verschiebt die Kulturpolitik zur Bewahrung von Tradition.

Umbenennung von Straßen ablehnen

Die AfD lehnt es ab, Straßen und Plätze aus ihrer Sicht ideologisch begründet umzubenennen. Neue Namen sollen nach sachlichen Kriterien vergeben werden, und die Anwohner sollen mehr Gehör finden.

Die AfD will Straßen-Namen behalten. Sie ist gegen Umbenennungen aus politischen Gründen. Für neue Namen soll es klare Regeln geben. Die Anwohner sollen mehr mitreden.

Nach Ansicht der AfD gehören die Namen verdienter Persönlichkeiten zum gewachsenen Stadtbild. Als Maßstab für neue Benennungen nennt das Programm die geschichtliche und kulturelle Bedeutung, die Leistung für die Gesellschaft und den Bezug der Person zum Ort. Die Interessen der Anwohner würden bisher selten beachtet.

Originalzitat anzeigen (Seite 87)
„Eine undifferenziert, ahistorisch und vorwiegend ideologisch begründete Tilgung von Namensgebern für Straßen und Plätze in unseren Bezirken lehnen wir ab.“
Seite 87 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Die AfD verteidigt bestehende Straßennamen gegen laufende Umbenennungen und stellt damit das Überlieferte über eine Neubewertung.

Historische Bauwerke originalgetreu wiederaufbauen

Die AfD will verlorene historische Bauten und Stadträume in Berlin nach altem Vorbild wiederherstellen, um Identität zu stiften. Bezahlt werden soll das vor allem über Spenden und private Förderer.

Die AfD will alte Bauwerke in Berlin wieder aufbauen. Sie sollen aussehen wie früher. So soll man die Geschichte der Stadt wieder sehen. Das Geld soll vor allem von Spendern kommen.

Genannt werden die Bauakademie von Schinkel, eine neue Bebauung der Altstadt am Molkenmarkt und die Berolina. Neptunbrunnen und Rossebändiger sollen zurück ans Schloss. Geprüft werden sollen das Lutherdenkmal und Nachbildungen der Statuen der Siegesallee. Wiederaufbau soll möglich sein, wenn das Original gut dokumentiert ist und der Ort städtebaulich gewinnt; Kosten und Nutzen sollen abgewogen werden. Als Vorbild für die Finanzierung nennt das Programm das Berliner Schloss.

Originalzitat anzeigen (Seite 88)
„Deshalb setzen wir uns für die originalgetreue Rekonstruktion stadtbildprägender Bauwerke ein.“
Seite 88 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Der Wiederaufbau nach historischem Vorbild statt moderner Stadtplanung betont geschichtliche Kontinuität und passt zum konservativen Pol.

Rundfunkstaatsvertrag kündigen, Rundfunkbeitrag abschaffen

Die AfD will den Rundfunkstaatsvertrag kündigen und den verpflichtenden Rundfunkbeitrag abschaffen. Die öffentlich-rechtlichen Sender sollen sich über freiwillige Zahlungen finanzieren, etwa per Abo oder Bezahlung je Sendung.

Die AfD will den Rundfunk-Beitrag abschaffen. Niemand soll mehr für ARD und ZDF zahlen müssen. Die Sender sollen Geld nur von freiwilligen Kunden bekommen. Zum Beispiel über ein Abo.

Falls ein staatlicher Grundfunk mit einer Grundversorgung entsteht, soll er zu sachlicher und ausgewogener Berichterstattung verpflichtet sein. Dafür hält die AfD neue Strukturen für nötig, weil sich das heutige System aus ihrer Sicht nicht bewährt hat.

Originalzitat anzeigen (Seite 90)
„Wir fordern die Kündigung des Rundfunkstaatsvertrages sowie die Befreiung aller Bürger von Zwangsgebühren.“
Seite 90 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Markt

    Die Pflichtabgabe für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk entfiele ganz und würde durch eine Finanzierung am Markt ersetzt.

Meinungsfreiheit im Netz, weniger Medienaufsicht

Die AfD will, dass Behörden und öffentlich finanzierte Einrichtungen Bürger in sozialen Netzwerken nicht wegen ihrer Meinung blockieren. Die Lizenzpflicht für Internetangebote soll entfallen, und die Landesmedienanstalten sollen sich auf Kernaufgaben beschränken.

Die AfD will die freie Meinung im Internet schützen. Behörden sollen Bürger dort nicht sperren dürfen. Internet-Firmen sollen keine Lizenz vom Staat brauchen. Die Medien-Aufsicht soll weniger Aufgaben haben.

Das Programm lehnt Zensur gegenüber unabhängigen Medien ab. Als Kernaufgaben der Landesmedienanstalten nennt es die Vergabe von Frequenzen und den Jugendschutz. Bilder und Videos, die mit künstlicher Intelligenz erzeugt wurden, sollen deutlich gekennzeichnet sein; bei öffentlich geförderten Projekten soll der KI-Einsatz offengelegt werden. Künstler sollen vor Plagiaten durch KI geschützt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 91)
„Auch darf der Staat von erfolgreichen Internetunternehmen keine Lizenzen verlangen, wie es der Medienstaatsvertrag vorschreibt.“
Seite 91 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Der Wegfall der Lizenzpflicht und engere Aufgaben der Medienanstalten verringern die Regulierung von Internetunternehmen.

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst

    Blockierverbote für staatliche Stellen und weniger Aufsicht über Medien stärken die Meinungsfreiheit gegenüber staatlichen Eingriffen.

Aufarbeitung des SED-Unrechts ausbauen

Die AfD will die Erinnerung an das Unrecht der SED-Diktatur stärken und dafür neue Gedenk- und Forschungsorte schaffen. Erinnerungspolitik soll nach ihrem Verständnis die deutsche Geschichte vollständig zeigen, mit Leistungen ebenso wie mit NS-Herrschaft und kommunistischer Diktatur.

Die AfD will mehr an das Unrecht in der DDR erinnern. Ein altes Polizei-Gefängnis soll ein Gedenk-Ort werden. Es soll auch ein Institut zur Erforschung des Kommunismus geben. Die Erinnerung soll die ganze deutsche Geschichte zeigen.

Das frühere Polizeigefängnis Keibelstraße soll rasch ein zentraler Gedenkort werden, neben der Gedenkstätte Hohenschönhausen und dem Campus für Demokratie auf dem alten Stasi-Gelände. Die AfD unterstützt ein Institut für Kommunismusforschung auf diesem Campus. Das geplante Forum zu Opposition und Widerstand von 1945 bis 1990 soll schnell verwirklicht werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 91)
„dass das ehemalige Polizeigefängnis in der Keibelstraße zügig zu einem weiteren zentralen Erinnerungsort ausgebaut wird“
Seite 91 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Gedenkstätte zum 17. Juni 1953 neu gestalten

Die AfD will die Gedenkstätte für den Volksaufstand vom 17. Juni 1953 in Zehlendorf neu konzipieren. Anlass ist der 75. Jahrestag des Aufstands. Aus Sicht des Programms wurde der Ort lange vernachlässigt.

Am 17. Juni 1953 gab es einen Aufstand in der DDR. In Zehlendorf erinnert eine Gedenk-Stätte daran. Die AfD will diese Gedenk-Stätte neu gestalten. Besucher sollen dort mehr erfahren. Sie sollen den Ort auch leichter erreichen.

Die Gedenkstätte liegt am Autobahnkreuz Kleeblatt in Zehlendorf. Das Programm verlangt ein neues Konzept, das mehr Informationsangebote und bessere Zugänge vorsieht. Begründet wird das mit dem bevorstehenden 75. Jahrestag des Volksaufstands. Im selben Zusammenhang lehnt die AfD einen großen Archivneubau auf dem früheren Stasi-Gelände ab, weil dafür denkmalgeschützte Gebäude abgerissen würden.

Originalzitat anzeigen (Seite 92)
„fordern wir, die lange vernachlässigte Gedenkstätte am Autobahnkreuz Kleeblatt in Zehlendorf im Rahmen einer Neukonzeption mit zusätzlichen Informationsmöglichkeiten sowie verbesserten Zugangsmöglichkeiten auszustatten.“
Seite 92 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Förderung postkolonialer Initiativen beenden

Die AfD lehnt den Postkolonialismus als Ideologie ab und will Initiativen dieser Richtung kein öffentliches Geld mehr geben. Aus Sicht des Programms gefährden postkoloniale Theorien eine ausgewogene Erinnerungspolitik und den Zusammenhalt der Gesellschaft.

Manche Gruppen befassen sich kritisch mit der Kolonial-Zeit. Das nennt man Post-Kolonialismus. Die AfD lehnt diese Denkweise ab. Solche Gruppen sollen kein Geld mehr vom Staat bekommen. Die AfD sagt: Diese Denkweise schadet dem Zusammenhalt.

Das Programm nennt die Umbenennung der Mohrenstraße als Beispiel für eine aus seiner Sicht falsche Entwicklung. Es wirft außerdem vielen Vertretern postkolonialer Theorien Antisemitismus vor. Die staatliche Förderung entsprechender Initiativen soll enden. Stattdessen soll die Kolonialzeit nach Vorstellung der AfD wieder differenziert betrachtet werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 92)
„Wir fordern, die öffentliche Förderung postkolonialer Initiativen zu beenden und zu einer differenzierten Betrachtung des Kolonialzeitalters zurückzukehren.“
Seite 92 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Bestehende Förderung für postkoloniale Erinnerungsarbeit soll wegfallen, was eine überlieferte Sicht auf Geschichte und Straßennamen stärkt.

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