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parteiprogramm

SPD zu Gesundheit und Pflege

Aus dem Programm „Wahlprogramm Abgeordnetenhauswahl 2026“

Abgeordnetenhauswahl Berlin 2026, 20. September 2026Original-PDF, 66 SeitenAnalyse vom 4. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Gesundheit und Pflege

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,2), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 4 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 1 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Migrationeher offen (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 1 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Krankenhäuser ausreichend finanzieren, neue Kinderklinik bauen

Die SPD will die Berliner Krankenhäuser ausreichend finanzieren und die Krankenhausreform umsetzen. Zusammen mit der Charité soll eine neue Kinderklinik entstehen. Charité und Vivantes sollen gestärkt werden und enger zusammenarbeiten.

Viele Kliniken in Berlin haben zu wenig Geld. Die SPD will ihnen mehr Geld geben. Mit der Charité soll eine neue Kinder-Klinik entstehen. Pflege-Kräfte in den Kliniken sollen weniger Belastung haben.

Das Land soll eigene Mittel bereitstellen, um die Bundesgelder für die Krankenhausreform vollständig abzurufen. Wohnortnahe Versorgung und Notfallstrukturen sollen erhalten bleiben. Die Charité soll einen höheren Landeszuschuss und Hilfe bei Investitionen bekommen; mit dem Bund will die SPD über weitere Unterstützung verhandeln. Entlastungstarifverträge für Pflegekräfte soll es nicht nur in landeseigenen Häusern, sondern auch bei anderen Trägern geben.

Originalzitat anzeigen (Seite 33)
„Damit Berlin die für die Krankenhausreform bereitgestellten Bundesmittel voll nutzt, stellen wir die nötigen Landesmittel bereit.“
Seite 33 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Höhere Landesmittel für Krankenhäuser und ein Klinikneubau erweitern die öffentlichen Investitionen in die Gesundheitsversorgung.

Ambulante Versorgung in allen Bezirken ausbauen

Die SPD will mehr Haus- und Facharztpraxen sowie Therapieplätze vor allem in den Außenbezirken und kürzere Wartezeiten auf Termine. Dafür soll die Planung der Arztsitze mit der Kassenärztlichen Vereinigung reformiert werden. Gesundheitszentren und Notdienstpraxen sollen ausgebaut werden.

In manchen Teilen von Berlin gibt es zu wenige Ärzte. Die SPD will das ändern. Menschen sollen schneller einen Termin beim Facharzt bekommen. Es soll mehr Gesundheits-Zentren in der Nähe geben.

Der Anspruch auf einen Facharzttermin binnen 14 Tagen soll bei jeder Überweisung greifen; dazu fordert die SPD Änderungen von Bund und Kassenärztlicher Vereinigung. Integrierte Gesundheitszentren, die Medizin, Pflege und Beratung verbinden, sollen notfalls in kommunaler Hand entstehen. In jedem Bezirk sollen Community Health Nurses arbeiten, also spezialisierte Pflegekräfte für Grundversorgung und Vorsorge. Telemedizin, barrierefreie Praxen und der Öffentliche Gesundheitsdienst sollen gestärkt werden. Notdienstpraxen an Krankenhäusern sollen zahlreicher werden und länger öffnen.

Originalzitat anzeigen (Seite 33)
„Das Recht auf einen Facharzttermin in 14 Tagen soll für alle Überweisungen zum Facharzt gelten.“
Seite 33 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr öffentliche Steuerung der Arztsitze und notfalls kommunale Gesundheitszentren stärken die Rolle des Staates in der Versorgung.

Masterplan für psychische Gesundheit aufstellen

Die SPD will einen Masterplan psychische Gesundheit entwickeln, der die Hilfen neu ordnet und Wartezeiten verkürzt. Es sollen mehr Therapieplätze entstehen und mehr Fachkräfte ausgebildet werden.

Viele Menschen mit seelischen Krankheiten warten lange auf Hilfe. Die SPD will einen großen Plan dagegen machen. Es soll mehr Therapie-Plätze geben. Berlin soll mehr Fach-Leute ausbilden.

Die Partei drängt Bund und Kassenärztliche Vereinigung, die Bedarfsplanung zu reformieren. Kontakt- und Beratungsstellen sowie Psychotherapie für Kinder und Jugendliche sollen ausgebaut werden. Im Öffentlichen Gesundheitsdienst sollen Weiterbildungsstellen für angehende Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten entstehen, und Kliniken sollen genug Weiterbildungsplätze anbieten. Stationäre Einrichtungen und der Maßregelvollzug sollen Platzzahlen nach Bedarf erhalten.

Originalzitat anzeigen (Seite 34)
„Deshalb entwickelt Berlin einen Masterplan psychische Gesundheit.“
Seite 34 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr öffentlich finanzierte Beratungs-, Therapie- und Weiterbildungsangebote bauen staatliche Leistungen aus.

Altenhilfe zur Pflichtaufgabe machen, Pflege stärken

Die SPD will die Altenhilfe mit einem neuen Gesetz zur Pflichtaufgabe machen und die häusliche Pflege stärken. Pflegeheime sollen strenger kontrolliert werden. Im Bund fordert die Partei eine Obergrenze für die Eigenanteile in der Pflege.

Immer mehr Menschen in Berlin brauchen Pflege. Die SPD will die Pflege zu Hause stärken. Ein neues Gesetz soll Hilfe für alte Menschen zur Pflicht machen. Pflege-Heime sollen öfter kontrolliert werden.

Geplant sind wohnortnahe Pflege- oder Sozialstationen, mehr Beratung und Hausbesuche sowie mehr Kurzzeit- und Verhinderungspflege. Berlin soll ein Demenz-Kompetenzzentrum und ein Pflegenottelefon für Angehörige bekommen. Auf Bundesebene setzt sich die SPD für Tarifbindung und faire Löhne in der Pflege ein. Telepflege, digitale Technik und barrierefreies Wohnen sollen ein selbstständiges Leben erleichtern.

Originalzitat anzeigen (Seite 34)
„Mit einem neuen Altenhilfestrukturgesetz machen wir Altenhilfe zur Pflichtaufgabe.“
Seite 34 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Altenhilfe wird als neue gesetzliche Pflichtaufgabe eingeführt, und die Eigenanteile in der Pflege sollen gedeckelt werden, was öffentliche Leistungen grundlegend ausweitet.

Gesundheitsversorgung für besondere Bedarfe ausbauen

Die SPD will Gesundheitsangebote für Menschen mit besonderen Bedarfen ausbauen und Lücken schließen. Dazu gehören geschlechtersensible und queersensible Medizin, eine bessere Geburtshilfe und die Versorgung obdachloser und geflüchteter Menschen.

Die SPD will gute Medizin für alle Menschen. Ärzte sollen Unterschiede zwischen den Geschlechtern stärker beachten. Auch queere Menschen sollen gut versorgt sein. Menschen ohne Wohnung und Geflüchtete sollen medizinische Hilfe bekommen.

Gendermedizin soll in Forschung und Ausbildung gefördert werden; Endometriose und Wechseljahre sollen mehr Beachtung finden. Bei Geburten strebt die SPD eine Betreuung durch je eine Hebamme pro Gebärender an und will dafür die Ausbildung ausbauen und einen Masterstudiengang einrichten. Für ME/CFS, Long Covid und Post-Vac sollen Forschung und Versorgung besser werden. Medizinische Not- und Beratungsstellen für obdachlose und geflüchtete Menschen sollen gesichert bleiben. Berlin soll dazu beitragen, die HIV-Pandemie bis 2030 zu beenden.

Originalzitat anzeigen (Seite 34)
„Deshalb stärken wir die queersensible Gesundheitsversorgung, insbesondere für trans* Patient*innen und bauen die Aus- und Fortbildung in den Gesundheitsberufen aus.“
Seite 34 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Zusätzliche öffentlich geförderte Gesundheitsangebote erweitern staatliche Leistungen.

  • Gesellschafteher progressiv

    Queersensible und geschlechtersensible Medizin werden ausgebaut, was Vielfalt und Gleichstellung schrittweise stärkt.

  • Migrationeher offen

    Die medizinische Versorgung geflüchteter Menschen soll ausdrücklich gesichert werden.

Suchthilfe und Drogenkonsumräume ausbauen

Die SPD setzt in der Suchtpolitik auf Hilfe statt auf Strafe. Beratung, Drug-Checking, Therapie und Drogenkonsumräume sollen ausgebaut werden. Zugleich sollen Drogen aus dem öffentlichen Raum verschwinden, vor allem aus Parks und von Spielplätzen.

Die SPD will suchtkranken Menschen helfen, statt sie zu bestrafen. Es soll mehr Beratung und Therapie geben. Es soll mehr Räume geben, in denen Menschen Drogen sicher nehmen können. Parks und Spielplätze sollen frei von Drogen sein.

Drogenkonsumräume sollen leichter eingerichtet werden, länger öffnen und in Gebäuden des Landes unterkommen. Abhängige Menschen sollen nicht von einem Ort zum nächsten verdrängt werden, sondern Hilfe vor Ort erhalten. Auf neue Drogen will die SPD früh mit sozialen und vorbeugenden Mitteln reagieren. Sie unterstützt außerdem, das „begleitete Trinken“ für Jugendliche unter 16 Jahren abzuschaffen.

Originalzitat anzeigen (Seite 51)
„In der Suchtpolitik setzen wir auf Hilfe statt Strafe. Niedrigschwellige Beratung bleibt zentral.“
Seite 51 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst

    Hilfe und Konsumräume sollen Vorrang vor Strafe und Verdrängung haben, was den bestehenden Ansatz schrittweise in Richtung weniger Repression verschiebt.

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