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Grüne zur inneren Sicherheit

Aus dem Programm „Wahlprogramm von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN MV für die Landtagswahl 2026 (Klare Kante für Mensch und Natur in MV)“

Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern 2026, 20. September 2026Original-PDF, 112 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Innere Sicherheit

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst (-0,7), aus 7 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 6 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Europaeher mehr EU (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 1 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 2 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

  • Außenpolitikeher Abschreckung zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Diplomatie zuerst, 0 eher Diplomatie zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Abschreckung zuerst, 0 deutlich Abschreckung zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Biometrische Überwachung im öffentlichen Raum aussetzen

Die Grünen fordern einen sofortigen Stopp biometrischer Überwachung im öffentlichen Raum und lehnen die Zusammenarbeit mit Firmen wie Palantir ab. Überwachungsmaßnahmen sollen unabhängig geprüft werden und ihren Nutzen belegen müssen. Aus Sicht der Partei schafft mehr Überwachung nicht von selbst mehr Sicherheit und gefährdet die Freiheit.

Die Grünen wollen keine Überwachung mit Gesichts-Erkennung auf Straßen und Plätzen. Sie wollen nicht mit Firmen wie Palantir arbeiten. Fachleute sollen prüfen, ob Überwachung wirklich hilft. Statt mehr Technik soll es mehr Vorbeugung und Ansprechpartner vor Ort geben.

Das Moratorium soll sofort gelten. Bestehende und geplante Überwachungsmaßnahmen sollen unabhängig und offen ausgewertet werden, wobei der Sicherheitsgewinn nachvollziehbar belegt sein muss. Neue Technik soll nur zum Einsatz kommen, wenn sie nachweislich die Sicherheit erhöht. Eine Überwachungsgesamtrechnung soll alle Maßnahmen zusammen bewerten, damit Grundrechtseingriffe verhältnismäßig bleiben. Statt digitaler Überwachung setzt das Programm auf Prävention und Präsenz vor Ort.

Originalzitat anzeigen (Seite 74)
„Wir setzen uns für ein Moratorium für biometrische Überwachung im öffentlichen Raum ein und lehnen die Zusammenarbeit mit intransparenten Anbietern konsequent ab.“
Seite 74 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst

    Ein Moratorium für biometrische Überwachung und eine Nachweispflicht für Überwachungsmaßnahmen begrenzen die Mittel der Sicherheitsbehörden zugunsten der Bürgerrechte.

Soziale Prävention statt Überwachung finanzieren

Die Grünen wollen Sicherheit vor allem durch soziale Vorbeugung in den Kommunen erreichen und dafür mehr Geld bereitstellen. Ein Teil soll aus Überwachungsausgaben kommen, die das Programm für wirkungslos hält. Zugleich soll die Polizei im Alltag sichtbarer und ansprechbar sein.

Die Grünen wollen Probleme früh verhindern. Dafür soll es mehr Geld für Jugendclubs und Beratung geben. Geld für Überwachung soll teilweise dorthin fließen. Polizisten sollen mehr zu Fuß in den Wohnvierteln unterwegs sein. Sie sollen mit den Menschen reden.

Nach Auffassung des Programms entsteht Sicherheit durch Vorbeugung, Vertrauen und funktionierende soziale Strukturen und nicht durch zusätzliche Überwachung. Gefördert werden sollen in den Kommunen etwa Jugendclubs, Streetwork, Suchtberatung und psychologische Hilfe. Zur Finanzierung sollen unter anderem Überwachungsausgaben umgewidmet werden, die die Grünen als ineffektiv einstufen. Außerdem soll eine „Bürger*innen-Polizei“ nach skandinavischem Muster gestärkt werden, mit Fußstreifen in den Quartieren und direktem Gespräch mit den Anwohnenden.

Originalzitat anzeigen (Seite 76)
„soziale Präventionsarbeit in den Kommunen gezielt finanziell stärken, etwa in den Bereichen Streetwork, Jugendclubs, Suchtberatung und psychologische Betreuung“
Seite 76 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Punkt baut öffentlich finanzierte soziale Angebote in den Kommunen aus.

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst

    Mittel sollen von Überwachung zu sozialer Vorbeugung verschoben werden, zugleich bleibt mehr Polizeipräsenz vorgesehen; insgesamt weniger Überwachung als heute.

Polizeigesetz reformieren und Polizeibeauftragte einsetzen

Die Grünen wollen die Landespolizei personell stärken, ihre Ausbildung reformieren und das Polizeigesetz stärker an den Grundrechten ausrichten. Online-Durchsuchung und Quellen-TKÜ sollen entfallen. Eine unabhängige Beschwerdestelle soll das Vertrauen in die Polizei erhöhen.

Die Grünen wollen mehr Polizisten einstellen. Die Ausbildung soll besser werden. Ein neues Polizei-Gesetz soll die Grundrechte stärker schützen. Die Polizei soll nicht mehr heimlich Computer und Handys durchsuchen dürfen. Es soll eine unabhängige Stelle für Beschwerden geben.

Vorgesehen sind genügend Neueinstellungen sowie eine Aus- und Fortbildung mit mehr politischer Bildung, besserer Vorbereitung auf Einsätze mit Menschen in psychischen Krisen und mehr Hilfe für belastete Beamtinnen und Beamte. Das Polizeigesetz soll hohe Hürden für schwere Eingriffe in Grundrechte enthalten, Racial Profiling vorbeugen und Bodycams vorschreiben, sobald körperliche Gewalt angedroht oder eingesetzt wird. Auf Online-Durchsuchung und das Mitlesen verschlüsselter Kommunikation (Quellen-TKÜ) soll verzichtet werden. Eine unabhängige Polizeibeauftragte oder ein Polizeibeauftragter soll für Polizei und Bevölkerung ansprechbar sein. Hinzu kommen eine Langzeitstudie als Reaktion auf rechtsextreme Vorfälle in der Landespolizei und ein regelmäßiger Sicherheitsbericht, der auch Hasskriminalität gegen Gruppen ausweist.

Originalzitat anzeigen (Seite 77)
„ein Polizeigesetz, das für intensive Grundrechtseingriffe hohe Hürden aufstellt, Vorkehrungen gegen Racial Profiling trifft“
Seite 77 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst

    Bestehende Überwachungsbefugnisse sollen entfallen und die Polizei stärker kontrolliert werden, zugleich sind mehr Polizeistellen geplant; insgesamt eine Verschiebung zu den Bürgerrechten.

Versammlungsfreiheit bei Demonstrationen stärken

Die Grünen wollen das Demonstrationsrecht stärker schützen und polizeiliches Handeln überprüfbarer machen. Sitzblockaden sollen als legitimer Protest gelten, das Filmen ohne Anlass soll enden und die Kennzeichnungspflicht für Polizeikräfte soll überall gelten.

Die Grünen wollen friedliche Demos besser schützen. Sitzblockaden sollen nicht mehr als Straftat gelten. Die Polizei soll Demos nicht ohne Grund filmen. Alle Polizisten im Einsatz sollen eine Nummer tragen. So kann man sie später erkennen.

Das Programm begründet die Forderungen damit, dass Einsatzkräfte bei Demonstrationen wiederholt Grundrechte eingeschränkt hätten. Die Kennzeichnung mit Nummern soll künftig für sämtliche Einsätze und für alle beteiligten Polizeikräfte gelten. Sitzblockaden sollen als passiver Widerstand anerkannt und nicht mehr als Straftat registriert werden. Proteste der Klimabewegung sollen nicht kriminalisiert werden. Die Polizei soll Teilnehmende nicht mehr ohne konkreten Anlass filmen.

Originalzitat anzeigen (Seite 78)
„Sitzblockaden als legitimes Mittel des passiven Widerstandes anzuerkennen und nicht länger als Straftat zu erfassen.“
Seite 78 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst

    Weniger Videoaufnahmen, mehr Kennzeichnung der Polizei und ein milderer Umgang mit Sitzblockaden stärken die Versammlungsfreiheit gegenüber polizeilichen Befugnissen.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Proteste der Klimabewegung sollen ausdrücklich nicht kriminalisiert werden, was dem Anliegen des Klimaschutzes Raum gibt.

Strafvollzug auf Resozialisierung ausrichten

Die Grünen wollen den Strafvollzug stärker auf die Wiedereingliederung ausrichten. Gefangene sollen Abschlüsse erwerben können und für Arbeit angemessen bezahlt werden, der offene Vollzug soll die Regel sein. Misslingt die Resozialisierung, gefährdet das nach Ansicht des Programms die Sicherheit aller.

Gefangene sollen nach der Haft neu anfangen können. Sie sollen im Gefängnis einen Beruf lernen oder studieren können. Für ihre Arbeit sollen sie fairen Lohn bekommen. Mehr Gefangene sollen in den offenen Vollzug. Dort gibt es weniger Mauern und mehr Freiheiten.

Im Vollzug sollen Berufsabschlüsse und vollständige Studiengänge leichter möglich sein, und Arbeit soll angemessen vergütet werden. Geeignete Gefangene sollen häufiger in Wohngruppen leben, wofür verbindliche Regeln geplant sind. Der offene Vollzug soll Regelform sein, sofern weder Flucht noch Missbrauch zu befürchten ist. Die Unterbringung in besonders gesicherten Hafträumen soll besser überwacht werden. Psychiatrisch erkrankte Gefangene sollen in Kliniken außerhalb der Anstalten behandelt werden können.

Originalzitat anzeigen (Seite 79)
„den offenen Vollzug als Regelvollzugsform stärken und alle geeigneten Gefangenen dort unterbringen“
Seite 79 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst

    Mehr offener Vollzug, Wohngruppen und Bildungsangebote lockern die Haftbedingungen gegenüber heute zugunsten der Resozialisierung.

Verfassungsschutz stärker kontrollieren

Die Grünen wollen den Landesverfassungsschutz strenger unabhängig kontrollieren und transparenter machen. Schwere Eingriffe sollen vorab von Gerichten geprüft werden. Eine unabhängige Forschungsstelle „Demokratie“ soll demokratiefeindliche Entwicklungen wissenschaftlich untersuchen.

Der Verfassungsschutz ist ein Geheimdienst des Landes. Die Grünen wollen ihn strenger kontrollieren. Bei schweren Eingriffen soll vorher ein Richter zustimmen. Für V-Leute soll es klare Regeln geben. V-Leute sind Spitzel aus der Szene. Eine neue Forschungsstelle soll Gefahren für die Demokratie untersuchen.

Das Programm verweist auf Skandale und mangelnde demokratische Kontrolle der Behörde in der Vergangenheit. Maßnahmen, die besonders tief in Rechte eingreifen, sollen künftig vorab richterlich genehmigt werden. Der Einsatz von V-Leuten soll so geregelt sein, dass staatliche Mittel nicht der extremistischen Szene zugutekommen. Die geplante Forschungsstelle soll Bestrebungen gegen die Demokratie analysieren, ihre Ergebnisse veröffentlichen und Bildungsangebote machen. Ihre Arbeit soll auch dem Verfassungsschutz als wissenschaftliche Grundlage dienen.

Originalzitat anzeigen (Seite 79)
„eine wirksame unabhängige Kontrolle des Verfassungsschutzes weiter ausbauen, insbesondere, indem wir besonders eingriffsintensive Maßnahmen einer richterlichen Vorabkontrolle unterwerfen.“
Seite 79 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst

    Richterliche Vorabkontrolle und strengere Regeln für V-Leute begrenzen die Befugnisse des Geheimdienstes gegenüber heute.

Rechtsextremismus bekämpfen, Betroffene und Demokratiebildung stärken

Die Grünen wollen mit allen rechtsstaatlichen Mitteln gegen die Ausbreitung und Radikalisierung der rechtsextremen Szene vorgehen. Zugleich sollen Hilfsangebote für Betroffene von Gewalt und Bedrohung ausgebaut und die Demokratiebildung gestärkt werden.

Die Grünen wollen gegen Rechts-Extremismus vorgehen. Polizei und andere Behörden sollen rechtsextreme Gruppen schneller finden und auflösen. Opfer von Gewalt sollen mehr Hilfe bekommen. Menschen sollen mehr über Demokratie lernen.

Die Sicherheitsbehörden sollen in die Lage versetzt werden, rechtsextreme Gruppierungen früher aufzudecken, gründlich zu untersuchen und aufzulösen. Beratungs- und Hilfsangebote für Menschen, die bedroht oder angegriffen wurden, sollen wachsen. Das Hilfenetz für Opfer sexueller und häuslicher Gewalt soll ausreichend Geld erhalten. Die Landeszentrale für politische Bildung soll eine gesetzliche Grundlage bekommen, die Regionalzentren für Demokratie sollen gestärkt werden. Demokratiebildung soll fester Bestandteil pädagogischer Ausbildungen sein.

Originalzitat anzeigen (Seite 90)
„die Sicherheitsbehörden befähigen, rechtsextreme Netzwerke und Strukturen schneller zu erkennen, sie umfassend zu analysieren und konsequent aufzulösen.“
Seite 90 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Die Sicherheitsbehörden sollen mehr Fähigkeiten erhalten, um rechtsextreme Strukturen aufzudecken und aufzulösen, was die staatliche Sicherheitsarbeit schrittweise ausweitet.

Krisenvorsorge und Infrastrukturschutz im Ostseeraum ausbauen

Die Grünen wollen Mecklenburg-Vorpommern widerstandsfähiger gegen Krisen, Sabotage und hybride Bedrohungen machen. Dazu soll die Zusammenarbeit mit den Ostsee-Nachbarn wachsen, und es sollen ein Landesresilienzkonzept sowie gesetzlich verankerte kommunale Resilienzpläne entstehen. Auch die Energieversorgung soll unabhängiger werden.

Die Grünen wollen das Land besser auf Krisen vorbereiten. Dafür soll MV enger mit den Ländern an der Ostsee zusammenarbeiten. Wichtige Anlagen wie Strom-Leitungen sollen besser geschützt werden. Jede Gemeinde soll einen Plan für Krisen haben. Schulen sollen Wissen über Katastrophen-Schutz vermitteln.

Das Programm verweist darauf, dass kritische Infrastruktur wie die Energieversorgung durch Krisen und Sabotage unter Druck gerate. Geplant ist ein Schutzkonzept für solche Anlagen an Land und auf See, das besonders auf zivil-militärische Zusammenarbeit setzt. Ein Landesresilienzkonzept soll ökologische, gesellschaftliche, wirtschaftliche und sicherheitspolitische Fragen verbinden; kommunale Resilienzpläne sollen gesetzlich festgeschrieben werden. Mehr erneuerbare Energien und ein weiterentwickeltes europäisches Stromnetz sollen die Energiesouveränität stärken. Katastrophen- und Zivilschutz soll in Schule, Hochschule und Erwachsenenbildung vermittelt werden, verbunden mit Kooperationen mit THW und Feuerwehr. Zudem will die Partei die Abwehr von Desinformation verbessern.

Originalzitat anzeigen (Seite 109)
„Dafür vertiefen wir die Zusammenarbeit mit den Ostseeanrainern beim Schutz kritischer Infrastruktur, in der Krisenvorsorge und im Katastrophenschutz.“
Seite 109 im Original

Einordnung

  • Europaeher mehr EU

    Die Zusammenarbeit im Rahmen der EU-Ostseestrategie und ein gemeinsames europäisches Energienetz sollen ausgebaut werden.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Der Ausbau erneuerbarer Energien wird als Weg zu mehr Energiesouveränität vorangetrieben.

  • Außenpolitikeher Abschreckung zuerst

    Der Schutz kritischer Infrastruktur mit zivil-militärischer Zusammenarbeit und die Abwehr hybrider Bedrohungen stärken die Verteidigungsbereitschaft schrittweise.

Was sagen die anderen Parteien zur inneren Sicherheit?

Alle Programme in Mecklenburg-Vorpommern im Vergleich