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Grüne zu Umwelt und Tierschutz

Aus dem Programm „Wahlprogramm von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN MV für die Landtagswahl 2026 (Klare Kante für Mensch und Natur in MV)“

Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern 2026, 20. September 2026Original-PDF, 112 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Umwelt und Tierschutz

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Europaeher mehr EU (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 1 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 3 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Ostsee besser schützen

Die Grünen wollen die Ostsee für künftige Generationen erhalten. Dazu sollen weniger Schadstoffe ins Meer gelangen, schonendere Fangmethoden eingeführt und ein naturnaher Tourismus ausgebaut werden. Das Programm begründet dies damit, dass die Ostsee stark bedroht sei.

Die Grünen wollen die Ostsee schützen. Es sollen weniger Schadstoffe ins Meer kommen. Fischer sollen so fangen, dass es der Natur weniger schadet. Der Tourismus soll gut zur Natur passen.

Das Programm beschreibt die Ostsee als Erholungsort, Ziel für Touristen, Grundlage der traditionellen Fischerei und Lebensraum vieler Tierarten. Aus Sicht der Partei ist sie das am stärksten bedrohte Meer der Welt. Genannt werden drei Ansätze: geringere Einträge von Schadstoffen, umweltverträgliche Methoden beim Fischfang und die Weiterentwicklung eines naturnahen Tourismus.

Originalzitat anzeigen (Seite 3)
„indem wir Schadstoffeinträge reduzieren, umweltverträgliche Fangmethoden einführen und den naturnahen Tourismus weiterentwickeln“
Seite 3 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Gewässer schützen, Öl- und Gasbohrungen ablehnen

Die Grünen wollen die Wasserqualität verbessern und mehr natürliche Pufferzonen an Gewässern schaffen, damit Wasser in der Landschaft bleibt. Bohrungen nach Öl und Gas in der Ostsee und an Land lehnen sie ab. Das Programm verweist auf Dürren, Starkregen und Risiken für Schutzgebiete und Tourismus.

Die Grünen wollen sauberes Wasser in Seen und Flüssen. Am Ufer soll es breitere Streifen ohne Nutzung geben. Feuchte Wiesen und Auen sollen Wasser speichern. Das hilft bei Dürre und bei Überschwemmung. Nach Öl und Gas soll niemand bohren dürfen.

Die europäische Wasserrahmenrichtlinie und die Wasserstrategie des Landes sollen vollständig umgesetzt werden. Dazu gehören breitere Randstreifen an Gewässern sowie mehr Feuchtgebiete und Auen, die Überflutungen abmildern. Eine Vertiefung der Elbe auf dem Abschnitt von Dömitz bis Hitzacker lehnen die Grünen ab. Ebenso wenden sie sich gegen geplante Öl- und Gasbohrungen auf polnischer Seite nahe Usedom, weil diese nach Darstellung des Programms Schutzgebiete und den Tourismus treffen würden.

Originalzitat anzeigen (Seite 14)
„Wir verbessern die Wasserqualität unserer Gewässer durch die konsequente Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie und stärken natürliche Puffer wie Gewässerrandstreifen, Feuchtgebiete und Auen.“
Seite 14 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Die Ablehnung neuer Öl- und Gasbohrungen stellt den Schutz von Klima und Umwelt über die Förderung fossiler Rohstoffe.

Ostsee und Schweinswal besser schützen

Die Grünen wollen Schutzgebiete im Meer wirksamer sichern, Lebensräume wie Seegraswiesen und Riffe wiederherstellen und den Eintrag von Nährstoffen und Müll senken. Für den bedrohten Schweinswal soll ein breites Bündnis entstehen. Das Land soll nach dem Willen der Partei beim Meeresschutz vorangehen.

Die Grünen wollen die Ostsee schützen. Weniger Dünger, Öl und Plastik sollen ins Meer kommen. See-Gras-Wiesen und Riffe sollen wieder wachsen. Der Schweinswal ist vom Aussterben bedroht. Ein Bündnis soll ihn retten.

Stickstoff und Phosphor aus Dünger sollen deutlich reduziert werden, ebenso die Verschmutzung durch Öl, Plastik und Mikroplastik. Der Schutz vor Ölunfällen, etwa durch Schiffe der russischen Schattenflotte, soll ausgebaut werden. Traditionsfischer sollen Geld für den Wechsel zu naturverträglichen Fangmethoden erhalten, damit weniger Schweinswale als Beifang sterben. Wissenschaft, Fischerei, Naturschutzverbände, Tourismus und Kommunen sollen gemeinsam Lösungen entwickeln. Die Schweinswal-Allianz soll im Land und über die Ostseeparlamentarier-Konferenz für das ganze Meer entstehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 15)
„Meeresschutzgebiete effektiv vor zerstörerischen Einflüssen schützen, damit Artenvielfalt und Lebensräume dauerhaft erhalten bleiben und Fischbestände sich erholen können.“
Seite 15 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Naturschutz kooperativ ausbauen und Biotope vernetzen

Die Grünen wollen Naturschutz stärker über freiwillige, bezahlte Vereinbarungen mit Landnutzern organisieren und Schutzgebiete zu einem durchgehenden Biotopverbund verbinden. In Natura-2000-Gebieten sollen Pestizide und chemisch-synthetische Dünger verboten werden. Ziel ist laut Programm ein Naturschutz, der vor Ort mehr Zustimmung findet.

Die Grünen wollen Natur zusammen mit den Menschen vor Ort schützen. Bauern sollen freiwillig mitmachen und dafür Geld bekommen. Schutz-Gebiete sollen miteinander verbunden werden. In besonderen Schutz-Gebieten sollen Gifte gegen Schädlinge verboten sein. Auch Kunst-Dünger soll dort verboten sein.

Der Vertragsnaturschutz, also bezahlte Naturschutzleistungen auf freiwilliger Basis, soll wachsen, ergänzt durch regionale Beratung. Für mehr Artenvielfalt in Städten und Dörfern nennt das Programm Blühflächen. Feldraine und Hecken sollen mit Unterstützung neu entstehen, Küstenlebensräume und Wiesenvögel sollen geschützt werden. Das Grüne Band und die Schutzgebiete will die Partei auch über Landesgrenzen hinweg verknüpfen. Alleen sollen durch ein gemeinsames Baumkataster von Land und Kreisen besser geschützt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 15)
„Dafür setzen wir auf Kooperation statt Konfrontation, bauen den Vertragsnaturschutz weiter aus und fördern regionale Naturschutzberatung.“
Seite 15 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein Verbot von Pestiziden und chemisch-synthetischen Düngern in Natura-2000-Gebieten sowie mehr staatlich bezahlter Vertragsnaturschutz bedeuten mehr Regulierung und öffentliche Förderung.

Tierschutz verbindlicher machen und Tierbestände begrenzen

Die Grünen wollen dem Tierschutz im Land mehr Gewicht geben: mit einer unabhängigen Beauftragten-Stelle, einem Klagerecht für anerkannte Verbände und einer Obergrenze für Tierbestände. Aus Sicht des Programms fehlen bislang klare Regeln, wirksame Kontrollen und verlässliche Unterstützung.

Die Grünen wollen Tiere besser schützen. Eine unabhängige Person soll sich in der Regierung um Tier-Schutz kümmern. Tier-Schutz-Vereine sollen vor Gericht klagen dürfen. In einem Stall sollen nicht zu viele Tiere leben. Tier-Heime sollen sicher Geld bekommen.

Die Partei will sich für eine Höchstzahl an Tieren je Anlage und Region einsetzen. Für die Weidehaltung sollen Hütehunde und Schutzzäune auch im laufenden Unterhalt gefördert werden, nicht nur beim Kauf. Tierheime, Wildtier-Auffangstationen und Tierschutzorganisationen sollen dauerhaft Geld erhalten. Geplant sind zudem strenge Kontrollen des Brandschutzes in Ställen und mehr anlassbezogene Kontrollen. Eine Katzenschutzverordnung soll landesweit gelten, und die Betäubung mit CO2 soll enden.

Originalzitat anzeigen (Seite 17)
„einen unabhängigen Tierschutzbeauftragte*n in der Landesregierung einsetzen und ein Verbandsklagerecht für anerkannte Tierschutzorganisationen einführen.“
Seite 17 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Obergrenzen für Tierbestände, ein Verbandsklagerecht und mehr Kontrollen erhöhen die Auflagen für Tierhaltungsbetriebe.

Wälder ökologisch umbauen und alte Wälder schützen

Die Grünen wollen den Umbau der Wälder zu widerstandsfähigeren Beständen mit einem Aktionsprogramm beschleunigen und alte sowie naturnahe Wälder erhalten. Jagdregeln und die Förderung von Holz als Baustoff sollen dies ergänzen. Das Programm nennt Trockenheit, Stürme und Schädlinge als Gründe.

Die Grünen wollen die Wälder stärker machen. Wälder leiden unter Trockenheit, Sturm und Schädlingen. Ein Programm soll den Umbau der Wälder schneller machen. Alte Wälder sollen bleiben. Holz aus der Region soll öfter zum Bauen dienen.

Naturwälder und alte Wälder sollen als Rückzugsräume für Arten bestehen bleiben. Die Jagd soll so geregelt werden, dass sie in erster Linie dem Waldumbau dient und Konflikte zwischen Wild sowie Land- und Forstwirtschaft abnehmen. Holz soll als regionaler, klimafreundlicher Baustoff gefördert werden, was nach Darstellung der Partei auch die Wertschöpfung vor Ort stärkt.

Originalzitat anzeigen (Seite 17)
„ein Aktionsprogramm zum beschleunigten, ökologisch orientierten Waldumbau vorlegen.“
Seite 17 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Ein beschleunigter Waldumbau und die Förderung von Holz als klimafreundlichem Baustoff bauen den natürlichen Klimaschutz schrittweise aus.

Europäischen Meeres- und Naturschutz im Land umsetzen

Die Grünen wollen die EU-Vorgaben zu Natur und Umwelt im Land verbindlich in konkrete Maßnahmen übersetzen und die Natura-2000-Gebiete in der Ostsee besser schützen. Neue Öl- und Gasförderung lehnt die Partei ab. Alte Munition soll aus der Ostsee geborgen und die Verschmutzung des Meeres verringert werden.

Die Grünen wollen die Ostsee und die Natur besser schützen. Das Land soll die Umwelt-Regeln der EU wirklich umsetzen. Neue Förderung von Öl und Gas soll es nicht geben. Alte Munition soll aus dem Meer geholt werden. Weniger Plastik und Dünger sollen ins Meer gelangen.

Nach dem Programm stehen europäische Umweltziele oft nur auf dem Papier, was Artenvielfalt, sauberes Wasser und die Küsten gefährde. Die Umsetzung soll etwa den Schutz der Biodiversität und die Renaturierung von Ökosystemen betreffen. Mit den anderen Ostsee-Anrainern und dem Bund wollen die Grünen Maßnahmen vereinbaren, um Munitionsaltlasten zu bergen und Nährstoffeinträge sowie Plastikmüll zu verringern. Außerdem sollen vorbeugende Strategien gegen Havarien und Ölunfälle entstehen, wobei das Programm marode Tanker der russischen Schattenflotte als Beispiel nennt.

Originalzitat anzeigen (Seite 110)
„Dafür setzen wir die Ziele der europäischen Natur- und Umweltgesetzgebung auf Landesebene verbindlich um und stärken den Schutz der Natura-2000-Gebiete in der Ostsee.“
Seite 110 im Original

Einordnung

  • Europaeher mehr EU

    EU-Umweltrecht soll im Land verbindlich und konsequenter umgesetzt werden, was gemeinsame EU-Vorgaben stärkt.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Die Ablehnung neuer Öl- und Gasförderprojekte stellt den Klima- und Umweltschutz über die wirtschaftliche Nutzung.

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