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Grüne zur Digitalpolitik

Aus dem Programm „Wahlprogramm von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN MV für die Landtagswahl 2026 (Klare Kante für Mensch und Natur in MV)“

Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern 2026, 20. September 2026Original-PDF, 112 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Digitales

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst (-1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 3 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 1 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Offene Wissenschaft und digitale Infrastruktur ausbauen

Die Grünen wollen die bestehende Open-Access-Strategie des Landes zu einer Open-Science-Strategie erweitern und die digitale Ausstattung von Forschung, Lehre und Hochschulverwaltung ausbauen. Forschungsergebnisse sollen frei zugänglich sein, weil fehlender Zugang und schwache Infrastruktur aus Sicht des Programms die Wissenschaft bremsen.

Die Grünen wollen, dass Wissen aus der Forschung für alle frei lesbar ist. Das nennt man Open Science. Hochschulen sollen bessere digitale Technik bekommen. Auch die Verwaltung der Hochschulen soll digitaler werden.

Geplant sind gemeinsame landesweite Strukturen für den Umgang mit Forschungsdaten. Eine Infrastruktur für Publikationen und Daten soll auf Dauer aus öffentlichen Mitteln bezahlt werden, damit Forschung frei verfügbar und langfristig nutzbar bleibt. Digitale Systeme für Forschung und Lehre sollen ausgebaut, die Hochschulverwaltung digital modernisiert werden. Technologien wie Künstliche Intelligenz, klimaneutrale Energiesysteme und Infektionsforschung sollen gezielt gefördert werden, unter Achtung der Wissenschaftsfreiheit und mit Abwägung der Folgen.

Originalzitat anzeigen (Seite 37)
„die Weiterentwicklung der Open-Access-Strategie zu einer umfassenden Open-Science-Strategie sowie den Ausbau gemeinsamer landesweiter Infrastrukturen für Forschungsdatenmanagement.“
Seite 37 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Publikations- und Dateninfrastruktur soll dauerhaft öffentlich finanziert und Technologien staatlich gefördert werden, was die Rolle des Staates stärkt.

Verbindliche Digitalstrategie für Land und Kommunen

Die Grünen wollen eine verbindliche Strategie für die Digitalisierung der Verwaltung im ganzen Land. Land und Kommunen sollen eng zusammenarbeiten, damit Behördenleistungen überall online verfügbar sind. Das Programm sieht in unklaren Zuständigkeiten und uneinheitlichen Systemen die Ursache für teure und langsame Digitalisierung.

Die Grünen wollen einen festen Plan für digitale Ämter. Land und Gemeinden sollen dabei zusammenarbeiten. Man soll alles Wichtige online erledigen können. Das soll überall im Land gleich gut gehen.

Die Strategie soll Ziele, Verantwortlichkeiten und Qualitätsmaßstäbe bestimmen und dennoch anpassbar bleiben. Der IT-Dienstleister des Landes soll als zentraler Partner mit klaren Aufgaben und genügend Mitteln gestärkt werden. Kleinere Kommunen sollen über Kooperationen dieselbe moderne Infrastruktur nutzen können. Einzellösungen einzelner Behörden sollen durch kompatible, sichere und modulare Systeme mit offenen Schnittstellen ersetzt werden. Vorrang sollen Projekte mit konkretem Nutzen für Bevölkerung, Beschäftigte und Unternehmen haben. Unter dem Namen „Einfach-Amt“ soll die Verwaltung verständlich und bürgernah werden, online wie vor Ort.

Originalzitat anzeigen (Seite 47)
„eine verbindliche landesweite Strategie zur Digitalisierung der Verwaltung, die Ziele, Zuständigkeiten und Qualitätsstandards festlegt“
Seite 47 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Open Source, IT-Sicherheit und Datenschutz stärken

Die Grünen wollen die Verwaltung auf Open-Source-Software und offene Standards umstellen, um weniger von einzelnen Anbietern und großen Tech-Konzernen abzuhängen. Die IT des Landes soll besser gegen Cyberangriffe geschützt werden. Die Datenschutzaufsicht des Landes soll eigenständig bleiben.

Die Ämter sollen offene Software nutzen. Offene Software gehört keiner einzelnen Firma. So soll das Land weniger von großen Firmen abhängen. Die Computer der Ämter sollen besser vor Angriffen geschützt sein. Das Land soll seine eigene Datenschutz-Behörde behalten.

Geplant ist eine Open-Source-Strategie für das Land mit festen Schritten und Zeitplänen nach dem Vorbild Schleswig-Holsteins. Ein Innovationsfonds soll die Entwicklung freier Software für Behörden fördern. Die Grünen lehnen es ab, die Datenschutzaufsicht beim Bund zu bündeln, und wollen die Anlaufstelle im Land erhalten. Das Informationssicherheitsgesetz soll überprüft und mit klaren Standards, Personal und Geld unterlegt werden. Das Landes-CERT, das Notfallteam für IT-Sicherheit, soll deutlich mehr Personal bekommen. Hinzu kommen regelmäßige Notfallübungen und Schulungen für die gesamte Verwaltung.

Originalzitat anzeigen (Seite 48)
„konsequent auf Open-Source-Software und offene Standards setzen, um Abhängigkeiten von einzelnen Anbietern zu reduzieren und die digitale Souveränität der öffentlichen Verwaltung zu stärken“
Seite 48 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst

    Die eigenständige Datenschutzaufsicht des Landes wird gegen eine diskutierte Zentralisierung beim Bund verteidigt, was dem Datenschutz Vorrang gibt.

Digitalisierung ressourcenschonend gestalten

Die Grünen wollen, dass bei jedem Digitalprojekt des Landes von Beginn an Kriterien der Nachhaltigkeit gelten. Das Programm verweist auf den hohen Stromverbrauch von Servern und Rechenzentren. Papierverbrauch soll sinken, Geräte sollen länger genutzt werden.

Digitale Technik braucht viel Strom. Die Grünen wollen bei jedem Projekt auf die Umwelt achten. Ämter sollen weniger Papier verbrauchen. Computer sollen länger benutzt werden.

Nachhaltigkeit soll verbindlich in die Planung einfließen, auch um Rebound-Effekte zu vermeiden, also Mehrverbrauch, der Einsparungen wieder aufzehrt. Künstliche Intelligenz soll nur zum Einsatz kommen, wenn ihr Nutzen belegt ist und sie sparsam mit Ressourcen umgeht. Behörden sollen durch digitale Abläufe, rechtssichere elektronische Unterschriften und einfach bedienbare Online-Dienste deutlich weniger Papier benötigen. IT-Hardware soll länger im Einsatz bleiben, und Repair-Cafés sollen mehr Förderung erhalten.

Originalzitat anzeigen (Seite 48)
„bei allen Digitalisierungsprojekten von Anfang an Nachhaltigkeitskriterien berücksichtigen, auch um Rebound-Effekte frühzeitig zu erkennen und zu minimieren.“
Seite 48 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Digitalprojekte sollen verbindlich an Nachhaltigkeitskriterien gebunden und der KI-Einsatz davon abhängig gemacht werden, was Ressourcenschutz schrittweise Vorrang gibt.

Digitale Behördenangebote barrierefrei machen

Die Grünen wollen digitale Angebote der Verwaltung für alle zugänglich machen, unabhängig von Behinderung, Alter oder Sprachkenntnissen. Barrierefreiheit soll bei Entwicklung und Auftragsvergabe zum Standard werden. Aus Sicht des Programms verfehlt Digitalisierung ihr Ziel, wenn sie Menschen ausschließt.

Alle Menschen sollen die Online-Angebote der Ämter nutzen können. Das gilt auch für Menschen mit Behinderung und für ältere Menschen. Formulare soll es in Leichter Sprache geben. Es soll sie auch in anderen Sprachen geben. Helfer sollen Menschen bei digitalen Fragen unterstützen.

Ab 2028 soll das Land nur noch Software neu- oder weiterentwickeln lassen, die vollständig barrierefrei ist. Anwendungen sollen feste Standards erfüllen und mit verschiedenen Nutzergruppen entwickelt und getestet werden. Fortschritte sollen regelmäßig geprüft und veröffentlicht werden. Informationen, Anträge und Formulare soll es in Leichter Sprache und in den im Land am häufigsten gesprochenen Fremdsprachen geben. Medienhelferinnen und Medienhelfer sollen ehrenamtlich, an Schulen oder hauptamtlich an Bibliotheken Unterstützung leisten.

Originalzitat anzeigen (Seite 49)
„Barrierefreiheit als verbindliches Kriterium bei allen Vergaben verankern“
Seite 49 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Verbindliche Barrierefreiheit und mehrsprachige Angebote erweitern die Teilhabe von Menschen mit Behinderung, Älteren und Zugewanderten schrittweise.

Automatisierte Entscheidungen im Staat begrenzen

Die Grünen wollen, dass in heiklen Feldern wie Sozialhilfe und Strafverfolgung am Ende stets ein Mensch entscheidet. Ein Gesetz soll den Einsatz von Algorithmen in der Verwaltung an Transparenz und klare Verantwortung binden. „Predictive Policing“ soll verboten werden.

Computer sollen nicht allein über Menschen entscheiden. Das gilt zum Beispiel bei Sozialhilfe und bei der Verfolgung von Straftaten. Am Ende soll immer ein Mensch entscheiden. Die Polizei soll keine Programme nutzen, die Straftaten vorhersagen sollen.

Das Programm verlangt, dass sensible Entscheidungen nicht allein von Maschinen gefällt werden. Ein Algorithmen-Transparenzgesetz soll für die öffentliche Verwaltung gelten. Solche Systeme sollen nur eingesetzt werden, wenn sie nachvollziehbar sind, niemanden benachteiligen und ein Mensch die Verantwortung trägt. Für Sicherheitsbehörden sehen die Grünen ein Verbot von „Predictive Policing“ vor, also von Software, die Straftaten vorhersagen soll, sowie von anderen als diskriminierend eingestuften KI-Anwendungen.

Originalzitat anzeigen (Seite 75)
„dass Entscheidungen in sensiblen Bereichen wie Sozialhilfe oder Strafverfolgung nicht automatisiert erfolgen dürfen.“
Seite 75 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst

    Ein Verbot vorhersagender Polizeisoftware und Grenzen für automatisierte Entscheidungen schränken technische Mittel der Sicherheitsbehörden zugunsten der Bürgerrechte ein.

Datenschutz und Open Source stärken

Die Grünen wollen den Menschen mehr Kontrolle über ihre Daten geben. Dazu sollen kostenlose Kurse zum Selbstschutz im Netz entstehen und der Staat soll auf datensparsame, unabhängige IT mit Vorrang für Open Source setzen.

Die Grünen wollen persönliche Daten besser schützen. Es soll kostenlose Kurse geben. Dort lernen Menschen, wie sie sich im Internet schützen. Der Staat soll Programme nutzen, die wenig Daten sammeln. Open Source soll Vorrang haben. Das sind Programme, deren Bauplan jeder einsehen kann.

Unter dem Begriff „digitale Selbstverteidigung“ plant das Programm kostenlose Workshops in Volkshochschulen und Bibliotheken zum Schutz vor Datendiebstahl. Die IT-Infrastruktur soll unabhängig und datensparsam werden, mit öffentlichen oder europäischen Cloud-Diensten, die kein Tracking betreiben. Open-Source-Software soll klar bevorzugt werden. Weiterbildungen für die Bevölkerung und für Beschäftigte des öffentlichen Dienstes sollen so weiterentwickelt werden, dass sie die Nutzung solcher Alternativen fördern.

Originalzitat anzeigen (Seite 75)
„Wir werden kostenlose Workshops in Bibliotheken und Volkshochschulen einführen, die zeigen, wie man sich vor Datenklau schützt.“
Seite 75 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst

    Mehr Datenschutz, datensparsame staatliche IT und Schulungen zum Selbstschutz stärken die Privatsphäre gegenüber Datensammlung.

Was sagen die anderen Parteien zur Digitalpolitik?

Alle Programme in Mecklenburg-Vorpommern im Vergleich