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Grüne zu Gleichstellung und Vielfalt

Aus dem Programm „Wahlprogramm von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN MV für die Landtagswahl 2026 (Klare Kante für Mensch und Natur in MV)“

Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern 2026, 20. September 2026Original-PDF, 112 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Gleichstellung und Vielfalt

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1,3), aus 6 Punkten

    Punkte je Stufe: 2 deutlich progressiv, 4 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Hilfenetz gegen Gewalt an Frauen absichern

Die Grünen wollen Frauenhäuser, Beratungsstellen und weitere Hilfen gegen geschlechtsspezifische Gewalt dauerhaft finanzieren und personell absichern. Hinzu kommen Prävention, Pflichtfortbildungen für Behörden und eine statistische Erfassung von Femiziden. Ohne Sicherheit gibt es aus Sicht des Programms keine Gleichberechtigung.

Die Grünen wollen Frauen besser vor Gewalt schützen. Frauenhäuser und Beratungsstellen sollen dauerhaft genug Geld bekommen. Polizei und Gerichte sollen Schulungen zu Gewalt machen. Schulen und Betriebe sollen vorbeugen. Das Land soll Morde an Frauen wegen ihres Geschlechts eigens zählen.

Das Hilfenetz soll landesweit langfristig finanziert werden, auch mobile Angebote und die Arbeit mit Tätern; in Frauenhäusern soll es mehr Personal für die Beratung von Kindern und Jugendlichen geben. Polizei, Justiz und Gesundheitspersonal sollen verpflichtend zu Trauma, Gewalt und geschlechtsbezogenen Verzerrungen fortgebildet werden. Geht es um häusliche oder sexualisierte Gewalt, sollen in den Verfahren qualifizierte Psychologinnen und Psychologen verbindlich mitwirken, ebenso vor Familiengerichten. Schulen, Hochschulen und Arbeitsstätten sollen Konzepte gegen sexualisierte und digitale Gewalt erhalten. Femizide sollen einheitlich definiert und von Polizei und Staatsanwaltschaft systematisch dokumentiert werden. Der Landesfrauenrat soll dauerhaft ausreichend Geld bekommen, und die Strafverfolgung im Netz soll durch bessere Ausstattung gestärkt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 81)
„Wir sichern das Beratungs- und Hilfenetz gegen geschlechtsspezifische Gewalt – einschließlich Frauenhäusern und Beratungsstellen – dauerhaft.“
Seite 81 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Punkt sieht dauerhaft höhere öffentliche Ausgaben für Hilfs- und Beratungsangebote vor.

  • Gesellschafteher progressiv

    Der Ausbau von Gewaltschutz, Gleichstellungsarbeit und Femizid-Erfassung stärkt Gleichstellung und Selbstbestimmung innerhalb bestehender Strukturen.

Gleichstellung mit Strategie und Parität verankern

Die Grünen wollen eine verbindliche Gleichstellungsstrategie für das Land erarbeiten und Gender-Budgeting im Landeshaushalt festschreiben. Führungsposten in Landesbetrieben und Beteiligungen sollen mindestens zur Hälfte mit Frauen besetzt werden. Das Programm begründet das damit, dass Frauen weniger verdienen und in Führungspositionen seltener vertreten sind.

Die Grünen wollen einen festen Plan für Gleichstellung im Land. Der Landes-Haushalt soll prüfen, wie Geld Frauen und Männern nützt. Das nennt man Gender-Budgeting. In Betrieben des Landes sollen Frauen mindestens die Hälfte der Chef-Posten bekommen.

Die Strategie soll über alle Ressorts hinweg Ziele, Maßnahmen und Zuständigkeiten bündeln, etwa für Arbeitsmarkt, Bildung, Gesundheit, Gewaltschutz und politische Teilhabe. In IT-Unternehmen von Land und Kommunen soll Parität durch gesetzliche Vorgaben mit Zwischenzielen, Sanktionen und transparenten Berichten abgesichert werden. Weibliche Führungskräfte sollen durch Mentoring-Programme gefördert werden. Städte und Dörfer sollen gendersensibel geplant werden, zum Beispiel mit kurzen Wegen, guter Beleuchtung und sicheren Übergängen. Mädchen sollen früh für MINT-Fächer gewonnen werden, begleitet von landesweiten Kampagnen mit Vorbildern.

Originalzitat anzeigen (Seite 85)
„eine umfassende Gleichstellungsstrategie für Mecklenburg-Vorpommern erarbeiten und verbindlich umsetzen.“
Seite 85 im Original

Einordnung

  • Gesellschaftdeutlich progressiv

    Eine Frauenquote von mindestens 50 Prozent für Führungsposten in Landesbetrieben, gesetzliche Paritätsvorgaben mit Sanktionen und verbindliches Gender-Budgeting führen neue Gleichstellungsinstrumente ein.

Antidiskriminierungsstellen ausbauen und dauerhaft finanzieren

Die Grünen wollen unabhängige Beratungsstellen gegen Diskriminierung landesweit ausbauen und vom Land langfristig finanzieren lassen. Zusätzlich soll eine zentrale, unabhängige Antidiskriminierungsstelle auf gesetzlicher Grundlage entstehen. Eine systematische Datenerfassung soll Diskriminierung sichtbar machen, besonders bei Mehrfachbenachteiligung.

Manche Menschen werden schlechter behandelt als andere. Die Grünen wollen mehr Beratungs-Stellen dagegen. Das Land soll diese Stellen lange bezahlen. Es soll auch eine zentrale Stelle gegen Diskriminierung geben. Opfer von Gewalt und Hass sollen schneller Hilfe bekommen.

Die zentrale Stelle soll durch ein Landesgesetz geschaffen werden und mit den Beauftragten für jüdisches Leben, gegen Antisemitismus und für Integration zusammenarbeiten. Geplant sind gezielte Hilfen für Frauen of Color, Frauen mit Behinderungen sowie Menschen in schwierigen Lebenslagen. Für Opfer von Gewalt und Hassverbrechen soll das Beratungs- und Hilfsangebot wachsen, mit zusätzlichem Geld für weitere Anlaufstellen und mehr Personal. Das Programm argumentiert, dass unerkannte Diskriminierung nicht bekämpft werden könne.

Originalzitat anzeigen (Seite 86)
„unabhängige Antidiskriminierungsberatungsstellen im ganzen Bundesland nicht nur erhalten, sondern ausbauen und langfristig durch das Land finanzieren.“
Seite 86 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Mehr Beratungsstellen, eine zentrale Landesstelle und Datenerhebung bauen den Schutz vor Diskriminierung und die Förderung von Vielfalt aus.

Queere Beratung langfristig fördern, Fachkräfte schulen

Die Grünen wollen Beratungs- und Hilfsangebote für queere Menschen über längere Zeiträume fördern und die Mittel jährlich an die Inflation anpassen. Bestimmte Berufsgruppen sollen verpflichtende Weiterbildungen erhalten. Das Programm verweist darauf, dass viele queere Menschen Ausgrenzung und fehlende Unterstützung erleben.

Die Grünen wollen queere Menschen stärken. Queer sind zum Beispiel lesbische, schwule oder trans Menschen. Beratungs-Stellen sollen länger Geld bekommen. Lehrkräfte und Polizei sollen Schulungen zu dem Thema machen müssen.

Die längere Förderung soll alle bestehenden Projekte zu Gesundheit, Leben, Aufklärung und psychologischer Hilfe umfassen und auch den ländlichen Raum erreichen. Verpflichtend weitergebildet werden sollen pädagogische Fachkräfte, Beschäftigte der Sozialarbeit und Schulpsychologie sowie die Polizei, um Mehrfachdiskriminierung vorzubeugen. Trans, inter, nicht-binäre und agender Menschen sollen umfassend am gesellschaftlichen Leben teilhaben können; die Grünen nennen dabei Gesundheit, Sicherheit, Sichtbarkeit, Schule und Sport. Queere Lebensrealitäten sollen in Bildung, Ausbildung und im öffentlichen Leben sichtbarer werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 87)
„schaffen wir längere Förderzeiten für Beratungsangebote und Hilfestellen im gesamten Bundesland mit jährlichen Inflationsangleichungen der Mittel.“
Seite 87 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Längere Förderung queerer Projekte, Pflichtschulungen und mehr Sichtbarkeit bauen die Unterstützung vielfältiger Lebensformen innerhalb bestehender Strukturen aus.

Inklusion von Menschen mit Behinderung voranbringen

Die Grünen wollen das Gesetz zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung im Land konsequent anwenden. Eine Landesbeauftragte für Inklusion soll benannt werden. Zusammen mit den Kommunen sollen Städte und Gemeinden barrierefrei werden.

Menschen mit Behinderung sollen überall mitmachen können. Die Grünen wollen das Gesetz dafür ernsthaft umsetzen. Eine Beauftragte des Landes soll sich um Inklusion kümmern. Städte und Gemeinden sollen weniger Hindernisse haben.

Das Programm nennt drei Schritte: die Umsetzung des Landesbehindertengleichstellungsgesetzes, die Benennung einer Beauftragten auf Landesebene und die Zusammenarbeit mit den Kommunen. Ziel ist nach Darstellung der Grünen, dass Hürden im Alltag, in den Köpfen und in den Orten abgebaut werden. Barrieren sollen sowohl baulich als auch rechtlich fallen.

Originalzitat anzeigen (Seite 89)
„Wir setzen das Landesbehindertengleichstellungsgesetz konsequent um, benennen eine Landesbeauftragte für Inklusion und arbeiten mit Kommunen an barrierefreien Städten und Gemeinden.“
Seite 89 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Die konsequentere Anwendung des Gleichstellungsgesetzes und ein neues Beauftragtenamt bauen Teilhabe und Gleichstellung schrittweise aus.

Landes-Antidiskriminierungsgesetz einführen

Die Grünen wollen ein Antidiskriminierungsgesetz für Mecklenburg-Vorpommern beschließen. Es soll Beratungsstellen dauerhaft absichern und festlegen, welche Formen von Diskriminierung vor Gericht eingeklagt werden können.

Die Grünen wollen ein neues Gesetz gegen Diskriminierung. Diskriminierung heißt: Jemand wird ungerecht behandelt, zum Beispiel wegen seiner Herkunft. Mit dem Gesetz sollen Betroffene klagen können. Beratungs-Stellen sollen dauerhaft Geld bekommen.

Das Gesetz soll die vorhandenen, von Land und Bund geförderten Beratungsstellen rechtlich und finanziell auf Dauer sichern. Es soll auf Landesebene festlegen, was als Diskriminierung gilt, sodass Betroffene dagegen klagen können. Eine koordinierende Antidiskriminierungsstelle soll entstehen. Dort sollen die Integrationsbeauftragten des Landes ebenso angesiedelt werden wie die Beauftragten, die für jüdisches Leben und den Kampf gegen Antisemitismus zuständig sind. Das Gesetz soll außerdem Antidiskriminierungsstrukturen ausbauen.

Originalzitat anzeigen (Seite 90)
„mit einem Landes-Antidiskriminierungsgesetz die bestehenden Beratungsstellen rechtlich und finanziell dauerhaft absichern sowie einen Landesrahmen für Diskriminierungstatbestände setzen und damit diese beklagbar machen“
Seite 90 im Original

Einordnung

  • Gesellschaftdeutlich progressiv

    Ein neues Landesgesetz mit einklagbaren Diskriminierungstatbeständen führt einen Rechtsschutz ein, den es im Land bisher nicht gibt, und stärkt Gleichstellung deutlich.

Was sagen die anderen Parteien zu Gleichstellung und Vielfalt?

Alle Programme in Mecklenburg-Vorpommern im Vergleich