Hilfenetz gegen Gewalt an Frauen absichern
Die Grünen wollen Frauenhäuser, Beratungsstellen und weitere Hilfen gegen geschlechtsspezifische Gewalt dauerhaft finanzieren und personell absichern. Hinzu kommen Prävention, Pflichtfortbildungen für Behörden und eine statistische Erfassung von Femiziden. Ohne Sicherheit gibt es aus Sicht des Programms keine Gleichberechtigung.
Die Grünen wollen Frauen besser vor Gewalt schützen. Frauenhäuser und Beratungsstellen sollen dauerhaft genug Geld bekommen. Polizei und Gerichte sollen Schulungen zu Gewalt machen. Schulen und Betriebe sollen vorbeugen. Das Land soll Morde an Frauen wegen ihres Geschlechts eigens zählen.
Das Hilfenetz soll landesweit langfristig finanziert werden, auch mobile Angebote und die Arbeit mit Tätern; in Frauenhäusern soll es mehr Personal für die Beratung von Kindern und Jugendlichen geben. Polizei, Justiz und Gesundheitspersonal sollen verpflichtend zu Trauma, Gewalt und geschlechtsbezogenen Verzerrungen fortgebildet werden. Geht es um häusliche oder sexualisierte Gewalt, sollen in den Verfahren qualifizierte Psychologinnen und Psychologen verbindlich mitwirken, ebenso vor Familiengerichten. Schulen, Hochschulen und Arbeitsstätten sollen Konzepte gegen sexualisierte und digitale Gewalt erhalten. Femizide sollen einheitlich definiert und von Polizei und Staatsanwaltschaft systematisch dokumentiert werden. Der Landesfrauenrat soll dauerhaft ausreichend Geld bekommen, und die Strafverfolgung im Netz soll durch bessere Ausstattung gestärkt werden.
Originalzitat anzeigen (Seite 81)
„Wir sichern das Beratungs- und Hilfenetz gegen geschlechtsspezifische Gewalt – einschließlich Frauenhäusern und Beratungsstellen – dauerhaft.“Einordnung
- Wirtschafteher mehr Staat
Der Punkt sieht dauerhaft höhere öffentliche Ausgaben für Hilfs- und Beratungsangebote vor.
- Gesellschafteher progressiv
Der Ausbau von Gewaltschutz, Gleichstellungsarbeit und Femizid-Erfassung stärkt Gleichstellung und Selbstbestimmung innerhalb bestehender Strukturen.