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Grüne zum Verkehr

Aus dem Programm „Wahlprogramm von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN MV für die Landtagswahl 2026 (Klare Kante für Mensch und Natur in MV)“

Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern 2026, 20. September 2026Original-PDF, 112 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Verkehr

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,1), aus 7 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 6 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 5 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Landesverkehrsplan mit verbindlichem Stundentakt erarbeiten

Die Grünen wollen einen Landesverkehrsplan aufstellen, der Bus und Bahn im ganzen Land verzahnt und überall mindestens einen Stundentakt verbindlich festlegt. So sollen Menschen auch ohne Auto bezahlbar ans Ziel kommen.

Die Grünen wollen einen Plan für den Verkehr im ganzen Land. Busse und Bahnen sollen überall mindestens einmal pro Stunde fahren. Dann kommen Menschen auch ohne Auto ans Ziel. Bis 2035 sollen alle Menschen Bus und Bahn ohne Hindernisse nutzen können.

Der Plan soll sich an den tatsächlichen Mobilitätsbedürfnissen der Bevölkerung ausrichten und feste Takte vorgeben. Landesweit soll mindestens ein Stundentakt verbindlich gelten. Bus und Bahn sollen auf dieser Grundlage zu einem flächendeckenden, abgestimmten Netz verbunden werden. Außerdem soll der öffentliche Nahverkehr bis 2035 barrierefrei ausgebaut sein.

Originalzitat anzeigen (Seite 22)
„einen Landesverkehrsplan erarbeiten, der die Mobilitätsbedürfnisse der Bürger*innen abbildet und im ganzen Land mindestens einen Stundentakt verbindlich sicherstellt.“
Seite 22 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein verbindlicher landesweiter Stundentakt erweitert das öffentlich organisierte Verkehrsangebot gegenüber heute.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Der Ausbau des Nahverkehrs soll Wege ohne Auto ermöglichen und wird im Programm mit weniger CO2 begründet.

Stillgelegte Bahnstrecken reaktivieren und Netz ausbauen

Die Grünen wollen stillgelegte Bahnstrecken wieder in Betrieb nehmen und bestehende ausbauen, damit ein dichtes und widerstandsfähiges Netz entsteht. Das Programm verweist auf lange Wartezeiten und darauf, dass schon eine Baustelle ganze Regionen abhängen könne.

Die Grünen wollen alte Bahn-Strecken wieder nutzen. Andere Strecken wollen sie ausbauen. So soll es mehr Verbindungen im Land geben. Züge sollen mit Strom oder Batterie fahren können.

Ausdrücklich genannt werden die Kaiserbahn, die Friedländer Bahn, die Nord-Süd-Bahn und die Darßbahn. Auch Usedom soll von Süden her über die Karniner Brücke angebunden werden. Hinzu kommt der Ausbau der Verbindung Rostock–Stralsund. Die Vorpommern-Magistrale soll zügig für 160 km/h ertüchtigt werden. Die Strecken sollen außerdem für elektrischen und batterieelektrischen Betrieb vorbereitet werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 22)
„die Reaktivierung stillgelegter sowie den Ausbau bestehender Bahnstrecken vorantreiben, um ein leistungsfähiges und robustes Netz im ganzen Land zu schaffen.“
Seite 22 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Reaktivierung und Ausbau von Strecken bedeuten zusätzliche öffentliche Investitionen in Infrastruktur.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Mehr Schienenverkehr und elektrischer Betrieb verschieben den Verkehr schrittweise zu klimafreundlicheren Formen.

Bus- und Bahnangebote besser vernetzen

Die Grünen wollen Bus- und Bahnfahrpläne aufeinander abstimmen und Regiobusse, Rufbusse sowie Mobilitätsstationen gezielt einsetzen. Aus Sicht des Programms fehlt bisher ein Konzept für den ländlichen Raum, das Pendlern, Schülern und Touristen gute Anschlüsse sichert.

Die Grünen wollen Bus und Bahn besser verbinden. Die Fahrpläne sollen zusammenpassen. Schnelle Busse sollen größere Orte verbinden. Ruf-Busse sollen dort fahren, wo kein normaler Bus fährt.

Regiobusse sollen Ober- und Mittelzentren auch über Kreisgrenzen hinweg schnell verbinden und keine vorhandenen Linien ersetzen. Rufbusse sollen verlässlich und rasch bestellbar sein und dort fahren, wo der Linienverkehr nicht hinkommt. Mobilitätsstationen sollen den Umstieg erleichtern, etwa mit Park and Ride, Bike and Ride und Carsharing. Das Programm setzt dafür auf eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Kommunen.

Originalzitat anzeigen (Seite 22)
„Bahn und Bus müssen aufeinander abgestimmt sein, deshalb braucht es eine partnerschaftliche Kooperation mit den Kommunen.“
Seite 22 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Zusätzliche Regio- und Rufbusse sowie Mobilitätsstationen weiten das öffentliche Verkehrsangebot schrittweise aus.

Landesweiten Verkehrsverbund schaffen

Die Grünen wollen einen Verkehrsverbund für ganz Mecklenburg-Vorpommern gründen. Er soll ein günstiges Ticket für alle Wege im Land ermöglichen, sodass auch bei Einzelfahrten ein Fahrschein für Bus und Bahn genügt.

Die Grünen wollen einen Verkehrs-Verbund für das ganze Land. Das ist ein Zusammenschluss von Bus- und Bahn-Firmen. Dann reicht ein Ticket für Bus und Bahn. Es soll auch eine gemeinsame App geben.

Der Verbund soll den Nahverkehr effizienter organisieren und Fahrten billiger machen. Eine einheitliche Mobilitäts-App gehört dazu. Das Angebot richtet sich nach dem Programm besonders an Einwohner, die Bus und Bahn nicht regelmäßig nutzen. Der Wechsel zwischen Bus und Bahn soll mit einem einzigen Ticket möglich werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 23)
„einen landesweiten Verkehrsverbund schaffen, der den ÖPNV effizienter organisiert, Fahrten kostengünstiger macht und eine einheitliche Mobilitäts-App bereitstellt.“
Seite 23 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein landesweiter Verbund bündelt den Nahverkehr stärker in öffentlicher Organisation und soll Fahrten verbilligen.

Deutschlandticket für unter 27-Jährige kostenfrei machen

Die Grünen wollen das Deutschlandticket für alle unter 27 Jahren kostenlos anbieten und für Menschen mit geringem Einkommen deutlich verbilligen. Mobilität dürfe nach dem Programm nicht vom Geldbeutel abhängen, weil sie Voraussetzung für Teilhabe, Bildung und berufliche Chancen sei.

Die Grünen wollen ein kostenloses Deutschland-Ticket für alle unter 27 Jahren. Menschen mit wenig Geld sollen es viel billiger bekommen. Die Grünen sagen: Junge Menschen haben oft kein Auto und wenig Geld. Sie sollen trotzdem überall hinkommen.

Das vergünstigte Ticket soll unter anderem Seniorinnen und Senioren, Auszubildenden und Menschen in der Grundsicherung zugutekommen. Das kostenfreie Ticket soll jungen Menschen nicht nur den Weg zu Schule, Hochschule oder Ausbildung ermöglichen, sondern auch Freizeitwege. Das Programm begründet dies damit, dass junge Leute im Flächenland oft auf Familienmitglieder angewiesen und in ihrer Teilhabe eingeschränkt seien.

Originalzitat anzeigen (Seite 23)
„das Deutschlandticket für alle unter 27 kostenfrei machen, damit sie nicht nur zur Schule, Uni, Hochschule oder zum Ausbildungsplatz, sondern auch zu Freund*innen, Jugendclubs und Freizeiteinrichtungen mobil sein können.“
Seite 23 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Ein kostenfreies Ticket für alle unter 27 wäre eine neue, öffentlich finanzierte Leistung für eine ganze Altersgruppe.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Günstigere und kostenlose Tickets sollen die Nutzung von Bus und Bahn fördern und damit klimafreundlichen Verkehr stärken.

Flächendeckendes Rad- und Fußwegenetz aufbauen

Die Grünen wollen das Landesradnetz rasch umsetzen und ein durchgehendes, sicheres Netz für Rad- und Fußverkehr im ganzen Land schaffen. Das Programm begründet dies mit schlechten, plötzlich endenden oder fehlenden Wegen, die Mobilität besonders für Kinder und Ältere riskant machten.

Die Grünen wollen mehr sichere Wege für Fahrräder und Fußgänger. Die Wege sollen im ganzen Land zusammenhängen. Zwischen größeren Orten soll es schnelle Rad-Wege geben. Auch bestehende Wege sollen gepflegt werden.

In jedem Landkreis und jeder kreisfreien Stadt sollen Koordinierungsstellen für Fuß- und Radverkehr entstehen. Die Zuständigkeit für Radfernwege soll mittelfristig beim Land liegen, und zwischen Ober- und Mittelzentren sollen Radschnellwege gebaut werden. Bestehende Infrastruktur soll verlässlich finanziert werden. Kommunen sollen Hilfe beim Aufbau von Mobilitätsstationen erhalten, und kurze Fußwege in Stadt und Land sollen wiederhergestellt oder neu angelegt werden. Bei Baumaßnahmen sollen alle Verkehrsteilnehmenden gleichberechtigt berücksichtigt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 24)
„wir setzen das Landesradnetz zügig um, mit dem Ziel eines flächendeckenden Netzes aus direkten und komfortabel befahrbaren Radverbindungen in ganz Mecklenburg-Vorpommern.“
Seite 24 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Neue Wege, Koordinierungsstellen und eine verlässliche Finanzierung bedeuten mehr öffentliche Ausgaben für Infrastruktur.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Der Ausbau von Rad- und Fußwegen fördert schrittweise emissionsfreie Fortbewegung gegenüber dem heutigen Stand.

E-Mobilität und Ladenetz landesweit ausbauen

Die Grünen wollen ein flächendeckendes öffentliches Ladenetz fördern, die Fahrzeuge des Landes bis 2031 klimaneutral machen und den Busverkehr elektrifizieren. Der Umstieg auf klimaneutrale Antriebe soll nicht an fehlenden Ladepunkten, Strompreisen, Wohnsituation oder Einkommen scheitern; dafür soll der im Land erzeugte erneuerbare Strom genutzt werden.

Die Grünen wollen mehr Lade-Stationen für Elektro-Autos im ganzen Land. Die Autos des Landes sollen bis 2031 klimaneutral fahren. Auch Busse sollen elektrisch fahren. Der Strom dafür soll aus dem eigenen Land kommen.

Regionale Anbieter und Gemeinden über 1.000 Einwohner sollen Geld erhalten, um Bahnhöfe, Park-and-Ride-Plätze und Verwaltungsparkplätze mit solarüberdachten Schnellladern auszustatten. Verkehrsunternehmen sollen beim Kauf emissionsfreier Busse und der zugehörigen Ladetechnik finanziell und logistisch unterstützt werden, orientiert an der Clean-Vehicles-Richtlinie der EU. Förderungen für private und gewerbliche Wallboxen sollen gebündelt und ergänzt werden, vor allem für Mieter, Mehrfamilienhäuser, Handwerk und kleinere Unternehmen. Bürgerenergiegenossenschaften sollen eigene Ladeangebote betreiben dürfen. Berufsschulen sollen mehr Aus- und Weiterbildung zur E-Mobilität anbieten.

Originalzitat anzeigen (Seite 24)
„die klimaneutrale Umstellung der Landesflotte sowie der Fahrzeuge nachgeordneter Behörden und Landesgesellschaften bis 2031.“
Seite 24 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das Vorhaben setzt auf zusätzliche staatliche Förderprogramme für Kommunen, Unternehmen und Privathaushalte.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Förderung von Ladenetz, E-Bussen und einer klimaneutralen Landesflotte bis 2031 beschleunigt den Umstieg auf emissionsfreie Antriebe.

Verkehrssicherheit nach der Vision Zero erhöhen

Die Grünen verfolgen das Ziel, dass niemand mehr im Straßenverkehr getötet oder schwer verletzt wird. Dafür sollen Straßen und Kreuzungen sicherer gestaltet, Orte stärker verkehrsberuhigt und Geschwindigkeiten an Gefahrenstellen gesenkt werden; das Programm verweist auf 94 Verkehrstote im Land im Jahr 2025.

Die Grünen wollen, dass niemand mehr im Straßen-Verkehr stirbt. Dafür soll es mehr Zebra-Streifen, Licht und moderne Ampeln geben. In Orten sollen Autos langsamer fahren. An Bus-Haltestellen außerhalb von Orten soll ein Tempo-Limit gelten.

Schwächere Verkehrsteilnehmende sollen durch mehr Beleuchtung, Zebrastreifen und moderne Ampeln geschützt werden. Kreuzungen und Einmündungen sollen nach Erfahrungen anderer Länder für Fuß- und Radverkehr umgestaltet werden. Die neuen Spielräume des Straßenverkehrsrechts sollen für mehr Verkehrsberuhigung innerorts genutzt werden. An Bushaltestellen außerhalb von Ortschaften sollen Geschwindigkeitszonen entstehen, wo noch kein Tempo 70 gilt, und auf Strecken ohne sichere Radführung soll Tempo 80 gelten.

Originalzitat anzeigen (Seite 25)
„Geschwindigkeitszonen an allen Bushaltestellen außerorts einführen, wo noch keine Tempo-70-Zone vorhanden ist“
Seite 25 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

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Alle Programme in Mecklenburg-Vorpommern im Vergleich