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FDP zu Europa

Aus dem Programm „Feuer und Flamme für Hessen. Programm zur Landtagswahl 2023“

Landtagswahl Hessen 2023, 8. Oktober 2023Original-PDF, 120 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Europa

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 0 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Europaausgewogen (-0,3), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 2 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 1 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

EU-Finanzregeln ohne nationale Zusätze umsetzen

Hessen soll sich im Bund dafür einsetzen, EU-Finanzregeln ohne zusätzliche nationale Auflagen umzusetzen, also ohne sogenanntes Gold Plating. Die FDP unterstützt eine vertiefte Kapitalmarktunion mit einheitlichen Regeln in ganz Europa.

Die EU macht Regeln für Banken und Finanz-Firmen. Deutschland soll keine eigenen Extra-Regeln draufsetzen. Die Regeln sollen in ganz Europa gleich sein. Die FDP will einen gemeinsamen europäischen Kapital-Markt.

Besonders bei Nachhaltigkeitsregeln im Finanzsektor (ESG) sollen Definitionen und Labels europaweit vergleichbar sein und nationale Zusatzanforderungen unterbleiben. Die Regulierung soll nach dem Programm kompetent und verlässlich sein und Innovationen ermöglichen. Auf europäischer Ebene will sich die FDP für die Vertiefung der Kapitalmarktunion einsetzen.

Originalzitat anzeigen (Seite 19)
„dass bei der Umsetzung von EU-Regulierungen auf „Gold Plating“ verzichtet und auf eine Regulierungsstrategie gesetzt wird, die dem Ziel einer vollständigen Kapitalmarktunion mit identischen Regulierungen gerecht wird“
Seite 19 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Zusätzliche nationale Auflagen für Finanzunternehmen sollen entfallen, was die Regulierungslast senkt.

  • Europaeher mehr EU

    Die Kapitalmarktunion soll vertieft und die Finanzregulierung europaweit vereinheitlicht werden, statt nationale Sonderregeln zu behalten.

EU durch Verfassungskonvent krisenfest machen

Die FDP will die europäische Integration in einzelnen Kernbereichen weiterentwickeln und unterstützt einen europäischen Verfassungskonvent. Außerdem soll die EU für weitere europäische Staaten offen sein. Begründet wird das mit der wachsenden Bedeutung der EU für Frieden, Freiheit und Wohlstand.

Die FDP will die EU stärker machen. Die EU soll besser mit Krisen umgehen können. Dafür soll es ein großes Treffen geben, einen Verfassungs-Konvent. Dort sollen neue Regeln für die EU entstehen. Auch weitere Länder sollen zur EU kommen können.

Das Programm nennt als Bausteine eine vertiefte Integration in Kernbereichen, eine Überprüfung von Aufbau und Arbeitsweise der EU-Institutionen, wirksame Regeln für solide Staatsfinanzen der Mitgliedsländer und eine gemeinsame Migrationspolitik. Die FDP tritt für eine aktivere Nachbarschaftspolitik ein, die europäischen Staaten mit gleichen Werten Schutz bieten soll. Der Konvent soll die Ergebnisse der Konferenz zur Zukunft Europas umsetzen. Versuchen, die europäischen Institutionen zu schwächen, etwa durch äußere Unterstützung stark europaskeptischer Parteien, will die Partei entgegentreten.

Originalzitat anzeigen (Seite 108)
„Demokraten in Hessen unterstützen daher die Einberufung eines europäischen Verfassungskonvents, um die Ergebnisse der Konferenz zur Zukunft Europas in konkretes Handeln umzusetzen.“
Seite 108 im Original

Einordnung

  • Europaeher mehr EU

    Die Integration soll in Kernbereichen vertieft, die EU erweitert und über einen Konvent reformiert werden, was die gemeinsame europäische Politik schrittweise ausbaut.

Regionen und Subsidiarität in der EU stärken

Die FDP will, dass Regionen stärker an der europäischen Gesetzgebung mitwirken und die Subsidiarität beachtet wird. Die Subsidiaritätsrüge soll wirksamer eingesetzt und weiterentwickelt, die hessische Landesvertretung in Brüssel gestärkt werden. EU-Fördermittel sollen Hessen weiter zugutekommen.

Die FDP will mehr Mitsprache für Regionen wie Hessen in der EU. Die EU soll nur regeln, was sie besser regeln kann. Das nennt man Subsidiarität. Regionen sollen mehr Zeit für Einwände bekommen. Das Büro von Hessen in Brüssel soll stärker werden.

Als Beispiel für aus ihrer Sicht drohende Überregulierung nennt die FDP geplante EU-Vorgaben zur Dämmung von Häusern. Die Subsidiaritätsrüge, mit der Parlamente Einspruch gegen EU-Vorhaben erheben können, soll so verändert werden, dass Regionen und ihre Parlamente genug Zeit für Bedenken haben. Hessen soll weiter Geld aus den Strukturfonds ELER, ESF und EFRE erhalten. Diese Mittel sollen neben ökologischen auch wirtschaftliche und soziale Ziele verfolgen, und ihre Wirkung vor Ort soll regelmäßig überprüft werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 108)
„Wir fordern daher unter anderem den effizienten Einsatz des Instruments der Subsidiaritätsrüge sowie seine Weiterentwicklung“
Seite 108 im Original

Einordnung

  • Europaeher weniger EU

    Die Regionen sollen EU-Vorhaben leichter rügen können und EU-Vorgaben sollen begrenzt werden, was Zuständigkeiten schrittweise näher an Länder und Regionen rückt.

Partnerschaften mit Regionen fortsetzen und vertiefen

Die FDP will Hessens Partnerschaften mit Regionen in Italien, Frankreich und Polen fortführen und nach Möglichkeit vertiefen. Die Partnerschaft mit der türkischen Region Bursa soll bestehen bleiben, aber auf die Zivilgesellschaft ausgerichtet werden. Zusätzlich soll Hessen stärker mit Regionen in Afrika zusammenarbeiten.

Hessen hat Partner-Regionen in anderen Ländern. Die FDP will diese Partnerschaften behalten und ausbauen. Mit der Region Bursa in der Türkei soll es weiter Kontakt geben. Dabei sollen vor allem Bürger und Vereine im Mittelpunkt stehen. Hessen soll auch mehr mit Regionen in Afrika arbeiten.

Die Partnerschaften gelten im Programm als wertvoll für die Verständigung zwischen Zivilgesellschaften und Politik. Die FDP sieht sie auch als Mittel, gemeinsame Anliegen in Brüssel besser hörbar zu machen. Gegenüber autoritären Bestrebungen in der Türkei verlangt das Programm eine deutliche Haltung. Bestehende Kooperationen mit wirtschaftlich und sozial vielversprechenden Regionen in Afrika sollen ausgebaut werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 109)
„Wir setzen uns daher für eine Fortsetzung und wenn möglich Vertiefung der Partnerschaften mit unseren Partnerregionen in Italien, Frankreich und Polen ein.“
Seite 109 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

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