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Grüne zur Digitalpolitik

Aus dem Programm „Stabil in bewegten Zeiten. Baden-Württemberg kann es.“

Landtagswahl Baden-Württemberg 2026, 8. März 2026Original-PDF, 87 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Digitales

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-0,7), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Europaeher mehr EU (-1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 3 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Europäische Regeln im Netz durchsetzen, Kinder schützen

Die Grünen verlangen, dass europäische Regeln im Internet auch für Tech-Konzerne aus den USA und China gelten. Kinder sollen den Umgang mit sozialen Medien schrittweise lernen und dabei nicht sich selbst überlassen bleiben.

Die Grünen wollen feste Regeln für das Internet. Auch große Firmen aus den USA und China sollen sich an Europas Regeln halten. Kinder sollen lernen, wie man soziale Medien richtig nutzt. Das soll Schritt für Schritt gehen, wie beim Schwimmen-Lernen.

Nach Darstellung des Programms haben soziale Medien das Gespräch zwischen Bürgerinnen und Bürgern häufig eher geschwächt, und der Ton sei oft respektlos. Deshalb brauche das Netz Regeln und Ausbildung. Das Programm vergleicht dies mit dem Schwimmunterricht, bei dem Kinder stufenweise vom ersten Abzeichen bis zum höchsten lernen.

Originalzitat anzeigen (Seite 5)
„Im Internet müssen europäische Regeln gelten, auch für amerikanische und chinesische Tech-Konzerne.“
Seite 5 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Punkt will Regulierung gegenüber großen Digitalkonzernen durchsetzen, was schrittweise mehr staatliche Vorgaben bedeutet.

  • Europaeher mehr EU

    Der Punkt verteidigt die Geltung gemeinsamer EU-Regeln für Plattformen gegenüber Konzernen aus Drittstaaten.

Land zum führenden KI- und Quantenstandort machen

Die Grünen wollen Baden-Württemberg zum führenden Standort für künstliche Intelligenz in Europa machen und die Stärken der KI-Zentren Cyber Valley und IPAI bündeln. KI soll im gesamten Mittelstand ankommen, und auch die Quantentechnologie soll weiter ausgebaut werden.

Die Grünen wollen das Land stark machen bei künstlicher Intelligenz. Die Abkürzung dafür ist KI. Auch kleine und mittlere Firmen sollen KI nutzen können. Junge KI-Firmen sollen leichter Geld bekommen. Auch Quanten-Technik soll gefördert werden.

KI soll mit den starken Branchen des Landes verbunden werden, etwa dem Maschinenbau, der humanoiden Robotik und der Medienproduktion. Geplant sind KI-Reallabore, Zugang zu Risikokapital für KI-Start-ups und Einsatz für die europäische Kapitalmarktunion. Die Datenschutz-Grundverordnung soll bundesweit einheitlich ausgelegt werden, und der Landesdatenschutzbeauftragte soll Unternehmen direkt unterstützen. Die Netzwerke innBW und KI-Allianz BW sollen den Transfer in kleine und mittlere Betriebe weiter stärken. Mit europäischer Abstimmung soll die Abhängigkeit von KI-Konzernen außerhalb Europas sinken; die Initiative QuantumBW wird fortgeführt.

Originalzitat anzeigen (Seite 20)
„Wir ermöglichen die Einführung von KI in der gesamten Breite unseres Mittelstands.“
Seite 20 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen

    Der Punkt verbindet staatliche Technologieförderung mit weniger Bürokratie beim Datenschutz und besserem Zugang zu privatem Kapital.

  • Europaeher mehr EU

    Die Kapitalmarktunion soll vorangetrieben und die KI-Politik europäisch koordiniert werden, was die gemeinsame EU-Politik schrittweise stärkt.

Verwaltungsleistungen auf einer digitalen Plattform bündeln

Die Grünen wollen alle staatlichen Leistungen über eine einheitliche digitale Plattform zugänglich machen und das Once-Only-Prinzip einführen, nach dem Bürgerinnen und Bürger Angaben nur einmal machen müssen. Zugänge ohne Internet sollen für Menschen bleiben, die Hilfe brauchen.

Die Grünen wollen eine App für alle Ämter. Dort sollen Menschen alles online erledigen können. Sie sollen ihre Daten nur einmal angeben müssen. Wer kein Internet nutzt, soll weiter aufs Amt gehen können.

Als erster Schritt soll das Serviceportal Service BW zu einer einheitlichen Bürgerplattform und einer „Bürger-App BW“ werden; Vorbild ist das dänische Portal borger.dk. Leistungen sollen möglichst automatisch und ohne aufwendigen Antrag fließen. Ereignisse wie Firmengründung, Hausbau, Geburt oder die Aufnahme von Fachkräften aus Drittstaaten sollen über One-Stop-Shops laufen. Künstliche Intelligenz soll Standardverfahren automatisieren und Beschäftigte entlasten, aber nicht ersetzen. Kommunen erhalten zentrale Onlinedienste, ein landesweites Bezahlverfahren und Qualifizierung über Digitallotsen.

Originalzitat anzeigen (Seite 22)
„Unser Zielbild ist eine einheitliche digitale Plattform, über die man alle staatlichen Leistungen und Services abrufen und abwickeln kann.“
Seite 22 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Zentrale Zuständigkeit für Digitalisierung schaffen

Die Grünen wollen die politische Verantwortung für Digitalisierung und Staatsmodernisierung an einer Stelle bündeln, entweder bei einem Minister im Staatsministerium oder in einem eigenen Digitalministerium. So soll das Land im Föderalismus verlässlich und mit einer Stimme auftreten.

Heute sind viele Stellen für Digitales zuständig. Die Grünen wollen eine zentrale Stelle dafür. Das kann ein eigenes Digital-Ministerium sein. Dann ist klar, wer verantwortlich ist.

Die Partei erklärt sich bereit, an einer parteiübergreifenden Allianz zur Modernisierung des Staates aktiv mitzuarbeiten. Sie begrüßt, dass Bund und Länder eine gemeinsame Modernisierungsagenda planen. Die gebündelte Zuständigkeit soll verhindern, dass Verantwortung zwischen Ressorts verschwimmt.

Originalzitat anzeigen (Seite 22)
„Damit dies gelingt, werden wir eine zentrale politische Verantwortung für Digitalisierung und Staatsmodernisierung schaffen.“
Seite 22 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Digitale Souveränität und Cybersicherheit stärken

Die Grünen wollen die Verwaltung unabhängiger von Technologiekonzernen außerhalb Europas machen und stärker auf Open-Source-Software setzen. Zugleich soll der Schutz der digitalen Verwaltung vor Cyberangriffen weiter ausgebaut werden.

Die Grünen wollen, dass Ämter weniger von großen Firmen außerhalb Europas abhängen. Ämter sollen mehr offene Software nutzen. Die Daten der Menschen sollen sicher sein. Der Schutz vor Angriffen aus dem Internet soll wachsen.

Bei der Softwarevergabe soll Open Source Vorrang haben, soweit es technisch und wirtschaftlich sinnvoll ist. Die Datenstandards des föderalen Informationsmanagements FIM sollen für Datenbanken und Ausschreibungen des Landes verpflichtend werden. Register sollen in sicheren Clouds in Deutschland liegen, ohne Zugriff Dritter. Geplant sind Fortbildungen für alle Verwaltungsbeschäftigten zu Datenschutz und Cybersicherheit sowie der Ausbau sicherer Rechenzentren. Die Partei setzt sich außerdem für eine sichere europäische Infrastruktur für Forschungsdaten ein.

Originalzitat anzeigen (Seite 23)
„Deshalb werden wir systematisch prüfen, wo digitale Abhängigkeiten bestehen, und Strategien für den schrittweisen Umstieg auf selbstbestimmte, sichere und resiliente Lösungen entwickeln.“
Seite 23 im Original

Einordnung

  • Europaeher mehr EU

    Die europäische Forschungszusammenarbeit und eine gemeinsame europäische Forschungsdateninfrastruktur sollen ausgebaut werden.

Medienzentren und digitale Schulausstattung stärken

Die Grünen wollen Bibliotheken und Medienzentren im ganzen Land stärken und als Rückgrat der digitalen Bildungsinfrastruktur festigen. Über den Digitalpakt 2.0 und Landesgeld soll die digitale Ausstattung der Schulen ausgebaut werden.

Die Grünen wollen Medien-Zentren und Bibliotheken stärken. Medien-Zentren helfen Schulen bei der Technik. Schulen sollen gutes WLAN und moderne Geräte bekommen. Dafür gibt es Geld vom Bund und vom Land. Mehr Technik-Fachleute sollen an Schulen arbeiten.

Kreis- und Landesmedienzentren stellen laut Programm schon heute digitale Lernmedien, Fortbildungen und technische Hilfe für Schulen bereit; das Medienzentrengesetz soll reformiert werden. Das Land will Landesgeld und Mittel aus dem Bundesprogramm Digitalpakt 2.0 nutzen, um stabile WLAN-Netze, moderne Endgeräte und pädagogisch nutzbare Plattformen zu fördern. Die Vergabe der Mittel soll mit wenig Bürokratie auskommen. Zusammen mit den Schulträgern sollen dauerhaft mehr IT-Fachkräfte an Schulen kommen, die neben Reparaturen auch begleiten.

Originalzitat anzeigen (Seite 29)
„In den kommenden Jahren wollen wir diese Aspekte weiter ausbauen, indem wir Bibliotheken sowie die Kreis- und Landesmedienzentren in der Fläche stärken, stärker mit zivilgesellschaftlichen Akteur*innen vernetzen und hochskalieren.“
Seite 29 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Öffentliche Investitionen in digitale Bildungsinfrastruktur und Medienzentren sollen ausgebaut werden.

Medienbildung stärken, Altersgrenzen für Social Media durchsetzen

Die Grünen wollen die Medienbildung für alle Altersgruppen fördern, damit Menschen manipulierte Inhalte und Betrugsmaschen erkennen. Altersgrenzen für soziale Netzwerke sollen gemeinsam mit anderen Ländern wirksam durchgesetzt und digitale Inhalte technisch gekennzeichnet werden.

Alle Menschen sollen lernen, mit Medien gut umzugehen. Sie sollen falsche Bilder und Betrug erkennen. Für soziale Netzwerke gibt es Alters-Grenzen. Diese sollen wirklich gelten. Bilder und Videos sollen eine Kennzeichnung bekommen.

Medienbildung soll nicht nur an Schulen stattfinden; auch ältere Menschen sollen einbezogen werden, etwa mit Blick auf Betrug wie den Enkeltrick. Informationen über Nutzen und Risiken sozialer Medien sollen altersgerecht bereitstehen. Mit sogenannten Content Credentials, also fälschungssicheren Metadaten, sollen Herkunft und Unverfälschtheit von Bildern, Videos und Beiträgen nachvollziehbar werden. Das soll laut Programm Orientierung gegen Desinformation und Deepfakes geben.

Originalzitat anzeigen (Seite 74)
„Darum wollen wir gemeinsam mit anderen Ländern darauf hinwirken, Social-Media-Altersgrenzen endlich wirksam umzusetzen.“
Seite 74 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

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Alle Programme in Baden-Württemberg im Vergleich