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Grüne zu Finanzen und Steuern

Aus dem Programm „Stabil in bewegten Zeiten. Baden-Württemberg kann es.“

Landtagswahl Baden-Württemberg 2026, 8. März 2026Original-PDF, 87 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Finanzen und Steuern

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-0,6), aus 8 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 6 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 2 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Pensionsrücklagen in nachhaltige Landesprojekte investieren

Die Grünen wollen einen Teil der Rücklagen für Beamtenpensionen in nachhaltige Vorhaben im Land lenken. Damit sollen Kommunen leichter in Wärmenetze investieren können, was laut Programm auch der heimischen Wirtschaft und dem Handwerk nützt.

Das Land spart Geld für die Pensionen der Beamten. Die Grünen wollen einen Teil davon im Land anlegen. Das Geld soll in nachhaltige Projekte fließen. Zum Beispiel in Wärmenetze von Städten und Gemeinden.

Genutzt werden sollen Teile der Pensionsrücklagen oder des Versorgungsfonds. Als Beispiel nennt die Partei einen einfacheren Weg für Kommunen, den Ausbau von Wärmenetzen zu finanzieren. Das Land soll zudem seiner Rolle als Aktionär der EnBW gerecht werden; die Beteiligung an deren Kapitalerhöhung von über drei Milliarden Euro wird als Grundlage genannt, um Netze, Speicher sowie Wind- und Solarenergie auszubauen.

Originalzitat anzeigen (Seite 17)
„Wir wollen künftig auch Teile der Pensionsrücklagen oder des Versorgungsfonds für nachhaltige Projekte im Land nutzen.“
Seite 17 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Öffentliche Rücklagen sollen gezielt in Infrastruktur im Land fließen, was die staatliche Investitionslenkung schrittweise ausweitet.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Die Mittel sollen Vorhaben wie Wärmenetze finanzieren und so den Klimaschutz fördern.

Kommunalfinanzen dauerhaft stabilisieren

Die Grünen wollen die Finanzlage der Städte und Gemeinden dauerhaft sichern, kurzfristig über einen höheren Anteil der Gemeinden an der Umsatzsteuer. Wer Kommunen Aufgaben überträgt, soll nach dem Konnexitätsprinzip auch für das Geld sorgen.

Viele Städte und Gemeinden haben zu wenig Geld. Die Grünen wollen ihnen mehr Geld aus der Umsatz-Steuer geben. Wer den Gemeinden neue Aufgaben gibt, soll auch dafür zahlen. Das gilt für Land, Bund und EU.

Mittelfristig sollen die Gemeinschaftssteuern zwischen Bund, Ländern und Kommunen neu verteilt werden. Bestehende Pflichtaufgaben sollen dauerhaft ausfinanziert sein; der Aufgabenkatalog wird zusammen mit den Kommunen überprüft. Die Finanzbeziehungen zwischen Land und Kommunen sollen vereinfacht und der kommunale Finanzausgleich modernisiert werden. Investitionsförderung soll sich an Nachhaltigkeit ausrichten, und die Zusammenarbeit zwischen Kommunen wird gefördert.

Originalzitat anzeigen (Seite 24)
„Kurzfristig geht es um eine Erhöhung des Gemeindeanteils an der Umsatzsteuer: Das würde den Kommunen zusätzliche finanzielle Mittel verschaffen, um ihre Aufgaben besser erfüllen zu können.“
Seite 24 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die Kommunen sollen mehr Steuermittel für öffentliche Aufgaben und Daseinsvorsorge erhalten, was öffentliche Leistungen schrittweise stärkt.

Privates Kapital für Klima und Infrastruktur mobilisieren

Die Grünen wollen privates Geld für öffentliche Infrastruktur und Klimaschutz gewinnen und die Green Bonds des Landes ausbauen. Aus Sicht des Programms lassen sich Energiewende und Modernisierung nur mit öffentlichen und privaten Mitteln gemeinsam finanzieren.

Für Klimaschutz und neue Leitungen braucht es viel Geld. Die Grünen wollen dafür auch Geld von privaten Anlegern nutzen. Das Land gibt dafür grüne Anleihen aus. Davon soll es mehr geben.

Die Förderbanken des Landes und öffentliche Banken sollen Infrastrukturfinanzierung und Klimaneutralität zu Schwerpunkten machen. Bei Bund und EU will sich die Partei für weniger regulatorische Hürden einsetzen, etwa durch angepasste Eigenkapitalregeln für Kreditinstitute, Versicherer und Pensionsfonds bei nachhaltigen Vorhaben. Die Green Bonds sollen Geld in klimafreundliche Infrastruktur, Gebäudesanierung, Mobilität und erneuerbare Energien leiten. Bei Finanzanlagen des Landes zählen neben Rendite und Sicherheit auch Klimaschutz, soziale Kriterien und Menschenrechte.

Originalzitat anzeigen (Seite 25)
„Unser Ziel ist es, privates Kapital dorthin zu lenken, wo es gebraucht wird: in Wärmenetze, Speicherlösungen, Sanierungen und grüne Technologien.“
Seite 25 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen

    Der Punkt verbindet staatliche Lenkung über Förderbanken mit privater Finanzierung und dem Abbau regulatorischer Hürden.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Öffentliche Förderpolitik und Anlagen sollen stärker auf Klimaneutralität und klimafreundliche Investitionen ausgerichtet werden.

Sondervermögen vor allem in Kommunen investieren

Die Grünen wollen die mehr als 13 Milliarden Euro, die Baden-Württemberg aus dem Sondervermögen des Bundes erhält, zu zwei Dritteln an die Kommunen geben. Der Rest soll als Landesinvestition in Unikliniken, Hochschulen und Verkehrsinfrastruktur fließen.

Baden-Württemberg bekommt vom Bund mehr als 13 Milliarden Euro. Die Grünen wollen zwei Drittel davon den Städten und Gemeinden geben. Damit sollen Schulen, Kitas, Straßen und Busse besser werden. Der Rest geht an Kliniken und Hochschulen.

Das Programm verweist auf weitere 550 Millionen Euro, die das Land den Kommunen für 2025 und 2026 zugesagt hat. Bis 2030 übernimmt das Land zudem 600 Millionen Euro an Betriebskosten der Ganztagsbetreuung an Grundschulen. Die Partei will die Mittel nach eigener Aussage für Investitionen nutzen und nicht für Wahlgeschenke, wie sie es dem Bund vorwirft.

Originalzitat anzeigen (Seite 25)
„Zwei Drittel der Mittel gehen deswegen direkt an unsere Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg.“
Seite 25 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Kreditfinanzierte Mittel sollen in öffentliche Infrastruktur von Kommunen und Land fließen, was öffentliche Investitionen ausweitet.

Schuldenbremse reformieren, Ausgaben überprüfen

Die Grünen zeigen sich auch auf Landesebene offen für eine Reform der Schuldenbremse, halten eine Begrenzung der Schuldenquote aber grundsätzlich für richtig. Zugleich wollen sie bestehende Ausgaben überprüfen und Fördermittel zielgenauer einsetzen.

Die Schulden-Bremse begrenzt neue Schulden des Staates. Die Grünen wollen diese Regel im Land ändern können. Eine Grenze für Schulden soll es aber weiter geben. Das Land soll Geld gezielter ausgeben und an manchen Stellen sparen.

Solide Finanzen und Investitionen sollen nach dem Programm kein Gegensatz sein. Statt breit gestreuter Förderung setzt die Partei auf Wirkung und Zielgenauigkeit; Gelder sollen zügig abfließen. Verfahren sollen durch Bagatellgrenzen und pauschale Fördermechanismen einfacher werden. Als mögliche Einsparung nennt das Programm mehr Open-Source-Software in der Landesverwaltung, weil Lizenz- und Betriebskosten sinken.

Originalzitat anzeigen (Seite 26)
„Auch im Land sind wir offen für eine Reform der Schuldenbremse.“
Seite 26 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die Schuldenregel soll für mehr Investitionen geöffnet werden können, während eine Schuldengrenze und Ausgabenprüfungen beibehalten werden.

Steuerbetrug und Finanzkriminalität stärker verfolgen

Die Grünen wollen Steuerbetrug, Geldwäsche und organisierte Finanzkriminalität stärker verfolgen und dafür die Steuerverwaltung personell und digital ausbauen. Sie begründen das mit Fairness gegenüber allen, die ihre Steuern ehrlich zahlen.

Manche Menschen und Firmen betrügen bei der Steuer. Die Grünen wollen das stärker verfolgen. Dafür sollen die Steuer-Ämter mehr Personal und bessere Technik bekommen. Wer ehrlich Steuern zahlt, soll nicht benachteiligt sein.

Neue IT-Verfahren, KI-gestützte Analysen und die Vernetzung mit Sicherheitsbehörden sollen Betrug schneller sichtbar machen. Komplexe Fälle wie CumCum- und CumEx-Geschäfte sollen effizienter und gründlicher verfolgt werden. Die Taskforce Finanzkriminalität mit Fachleuten aus Polizei, Justiz und Steuerverwaltung wird weiter gestärkt. Die Nachwuchsgewinnung für die Steuerverwaltung bleibt ein Schwerpunkt; laut Programm bringt jede Fahnderin und jeder Fahnder im Schnitt eine Million Euro ein.

Originalzitat anzeigen (Seite 26)
„Steuerhinterziehung und Geldwäsche bekämpfen wir konsequent mit aller Härte.“
Seite 26 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die Steuerverwaltung soll ausgebaut und Steuerbetrug stärker verfolgt werden, was die staatliche Durchsetzung von Abgaben schrittweise stärkt.

Ausnahmen bei der Erbschaftsteuer schließen

Die Grünen wollen sich auf Bundesebene dafür einsetzen, Ausnahmen bei der Erbschaftsteuer zu schließen, die sie als ungerecht ansehen. Sie begründen das damit, dass ungleich verteilte Vermögen der Chancengleichheit im Weg stünden.

Vermögen ist in Deutschland ungleich verteilt. Die Grünen finden das ungerecht. Bei der Steuer auf Erbschaften gibt es Ausnahmen für sehr große Vermögen. Die Grünen wollen diese Ausnahmen im Bund beenden.

Als Beispiele nennt das Programm die Verschonungsbedarfsprüfung, mit der sehr große Betriebsvermögen von der Steuer verschont werden können. Hinzu kommt die Steuerfreiheit, wenn mehr als 300 Wohnungen vererbt werden. Auch Share Deals, bei denen Anteile an Gesellschaften statt Immobilien übertragen werden, zählt die Partei zu den Lücken.

Originalzitat anzeigen (Seite 26)
„Deswegen setzen wir uns im Bund dafür ein, Gerechtigkeitslücken bei der Erbschaftssteuer zu schließen.“
Seite 26 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Steuerausnahmen für große Erbschaften sollen wegfallen, was hohe Vermögen innerhalb der bestehenden Steuer stärker belastet.

Grunderwerbsteuer beim ersten Immobilienkauf senken

Die Grünen wollen die Grunderwerbsteuer für Menschen senken, die zum ersten Mal eine Immobilie kaufen und selbst darin wohnen. Voraussetzung ist, dass der Bund dies rechtlich erlaubt. Die Entlastung soll sozial gerecht gestaltet sein.

Wer ein Haus kauft, zahlt eine Steuer. Sie heißt Grund-Erwerb-Steuer. Die Grünen wollen sie beim ersten Kauf senken. Das gilt für Menschen, die selbst dort wohnen. Erst muss der Bund das erlauben.

Die Partei will den Weg ins Wohneigentum erleichtern, weil die eigenen vier Wände aus ihrer Sicht für Sicherheit und Unabhängigkeit stehen. Profitieren sollen vor allem Menschen, denen der Kauf bislang zu teuer war. Die Senkung soll kommen, sobald ein Bundesgesetz den Ländern diese Möglichkeit eröffnet.

Originalzitat anzeigen (Seite 58)
„Deshalb senken wir gezielt die Grunderwerbsteuer beim Ersterwerb einer Immobilie, sobald der Bundesgesetzgeber dies ermöglicht.“
Seite 58 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Eine Steuer soll für eine bestimmte Gruppe von Käufern gesenkt werden, was die Abgabenlast begrenzt verringert.

Was sagen die anderen Parteien zu Finanzen und Steuern?

Alle Programme in Baden-Württemberg im Vergleich