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Grüne zur Landwirtschaft

Aus dem Programm „Stabil in bewegten Zeiten. Baden-Württemberg kann es.“

Landtagswahl Baden-Württemberg 2026, 8. März 2026Original-PDF, 87 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Landwirtschaft

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 6 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 6 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Europaausgewogen (0), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 0 eher mehr EU, 1 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 1 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Pestizide halbieren und Ökolandbau ausweiten

Bis 2030 soll der Pestizideinsatz im Land um 40 bis 50 Prozent sinken. Gleichzeitig soll der Ökolandbau auf 30 bis 40 Prozent wachsen.

Die Grünen wollen weniger Pestizide. Pestizide sind Gifte gegen Schädlinge und Unkraut. Bis 2030 soll fast die Hälfte davon wegfallen. Es soll viel mehr Bio-Landwirtschaft geben.

Die Ziele gelten bis 2030 und dienen aus Sicht des Programms dem Erhalt der Artenvielfalt. Das Programm verweist darauf, dass sich der Ökolandbau seit 2011 verdoppelt hat und der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln stetig zurückging, im Weinbau etwa durch Pheromon-Verfahren. Landeseigene Betriebe und Flächen sollen weiter auf Ökolandbau umgestellt werden. Zudem will die Partei die Agroforstwirtschaft als Maßnahme der Klimaanpassung voranbringen.

Originalzitat anzeigen (Seite 43)
„Wir werden bis 2030 den Einsatz von Pestiziden um 40 bis 50 Prozent reduzieren und den Ökolandbau auf 30 bis 40 Prozent der Landesfläche etablieren“
Seite 43 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Verbindliche Reduktions- und Ausbauziele lenken die Landwirtschaft stärker durch staatliche Vorgaben und Förderung.

EU-Agrarzahlungen an Umweltleistungen koppeln

Die Grünen wollen, dass EU-Agrargelder dem Grundsatz folgen, öffentliches Geld nur für öffentliche Leistungen zu zahlen. Einkommenswirksame Zahlungen sollen künftig an Umweltleistungen der Betriebe geknüpft sein.

Bauern bekommen Geld von der EU. Die Grünen wollen dieses Geld anders verteilen. Wer etwas für Umwelt und Natur tut, soll mehr bekommen. Kleine Höfe sollen besonders unterstützt werden.

Die Zahlungen sollen weiterhin zum Einkommen der Höfe beitragen, aber als Anreiz an Agrarumweltleistungen gebunden werden. Das Programm verlangt einen eigenständigen EU-Haushalt für Agrarpolitik und ländliche Entwicklung, dessen Umfang den heutigen Auszahlungen entspricht. Für die ersten Hektare eines Betriebs soll es mehr Geld geben, weil die kleinteilige Landwirtschaft aus Sicht der Partei mehr Artenvielfalt hervorbringt.

Originalzitat anzeigen (Seite 45)
„Die gemeinsame Agrarpolitik der Europäischen Union muss fairer und ökologischer werden.“
Seite 45 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Subventionen sollen in gleicher Höhe bleiben und stärker an staatlich definierte Umweltleistungen und kleine Betriebe gebunden werden.

  • Europaausgewogen

    Die gemeinsame EU-Agrarpolitik und ihr Budget sollen erhalten, aber inhaltlich umgebaut werden, ohne Zuständigkeiten zu verschieben.

Existenzgründungsprämie für junge Landwirte einführen

Die Grünen wollen junge Landwirtinnen und Landwirte mit einer Gründungsprämie und Beratung unterstützen, um die Hofnachfolge zu sichern. Zudem sollen die Ergebnisse des Strategiedialogs Landwirtschaft umgesetzt werden.

Viele Höfe finden keine Nachfolger. Die Grünen wollen jungen Bauern beim Start mit Geld helfen. Sie sollen auch gute Beratung bekommen. Bauern sollen leichter an Land kommen.

Die Prämie soll sich nach dem jeweiligen Konzept des Betriebs richten, ähnlich wie bei einer Förderung für Start-ups. Eine Reform der Agrarstruktur soll die Stellung der Landwirtinnen und Landwirte auf dem Bodenmarkt verbessern. Die Partei arbeitet an Konzepten gegen Insekten, Pilze und Bakterien, die wegen des Klimawandels Ernten bedrohen. Die Ausbildung in den grünen Berufen soll modernisiert werden, mit mehr Gewicht auf Klimaanpassung und Ökolandbau.

Originalzitat anzeigen (Seite 45)
„Deshalb werden wir eine Existenzgründungsprämie einführen, die sich am jeweiligen Betriebskonzept orientiert, analog einer Start-up-Förderung.“
Seite 45 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Eine neue staatliche Prämie und Eingriffe in den Bodenmarkt erweitern die Förderung der Landwirtschaft.

Natur- und Tierschutz für Höfe lohnender machen

Die Grünen wollen, dass sich Natur-, Klima- und Tierschutz für landwirtschaftliche Betriebe finanziell stärker auszahlen. Agrarumweltmaßnahmen sollen zum Einkommen beitragen und zunächst in einem Probejahr getestet werden können.

Bauern sollen mit Umwelt-Schutz und Tier-Schutz Geld verdienen können. Die Grünen wollen solche Betriebe mehr fördern. Bauern sollen Maßnahmen ein Jahr lang ausprobieren dürfen. Danach entscheiden sie, ob sie weitermachen.

Betriebe mit hohen Tierschutzstandards sollen mehr Förderung erhalten. Im Probejahr können geförderte Betriebe Maßnahmen ohne mehrjährige Bindung umsetzen und danach bewerten. Grünland, Weidewirtschaft, Schäferei und Ziegenhaltung sollen weiter gefördert werden, auch über Tierprämien. Biogasanlagen sollen leichter auf Reststoffe und Wärmenutzung umgerüstet werden können, wofür sich die Partei bei Bund und EU einsetzt. Digitale Verfahren wie Precision Farming und Robotik sollen gestärkt werden, eine ökologische Fischerei wird unterstützt.

Originalzitat anzeigen (Seite 45)
„Wir setzen uns deshalb für eine einkommenswirksame Komponente bei den Agrarumweltmaßnahmen ein.“
Seite 45 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die staatliche Förderung für Umwelt- und Tierschutzleistungen der Betriebe soll ausgebaut werden.

Gentechnikfreie Landwirtschaft schützen

Die Grünen wollen die gentechnikfreie Land- und Lebensmittelwirtschaft schützen und so die Wahlfreiheit von Verbrauchern und Landwirten sichern. Die Qualitätszeichen des Landes sollen gentechnikfrei bleiben.

Die Grünen wollen Landwirtschaft ohne Gentechnik schützen. Menschen sollen selbst wählen können, was sie essen. Auf Lebensmitteln soll klar stehen, was drin ist. Die Qualitäts-Zeichen des Landes bleiben ohne Gentechnik.

Die Gentechnikfreiheit der Landeszeichen gilt für den Anbau und für das Tierfutter. Das Programm begründet dies mit dem Schutz von Wertschöpfungsketten, Ökolandbau und der Qualitätsstrategie des Landes. Information, Transparenz und Kennzeichnung gelten als Grundlage des Verbraucherschutzes. Am Vorsorgeprinzip der EU will die Partei festhalten.

Originalzitat anzeigen (Seite 46)
„Die baden-württembergischen Qualitätszeichen für Lebensmittel bleiben gentechnikfrei – sowohl im Anbau als auch beim Tierfutter.“
Seite 46 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die bestehende Regulierung und Kennzeichnung der Gentechnik wird gegen die diskutierte Lockerung verteidigt.

Mehr regionales und pflanzliches Essen in Kantinen

Die Grünen wollen bis 2040 in Landeskantinen 70 Prozent regionale Lebensmittel anbieten und das pflanzliche Angebot ausbauen. Die Ernährungsstrategie des Landes soll weiterentwickelt werden.

In Kantinen des Landes soll mehr Essen aus der Region kommen. Bis 2040 sollen es 70 Prozent sein. Es soll auch mehr pflanzliches Essen geben. Kinder sollen in Kita und Schule mehr über gesundes Essen lernen.

Auch Mensen der Universitäten und Kantinen der Uni-Kliniken sollen einbezogen werden, und in einer Modellregion soll die Kantinenrichtlinie für alle öffentlichen Träger gelten. In Schulen, Kitas und Hochschulen sollen gesunde, bio-regionale Angebote nach den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung Standard werden. Ernährungsräte, das Projekt Lernort Bauernhof, Schulbauernhöfe und Maßnahmen gegen Lebensmittelverschwendung werden weiter unterstützt. Der Anbau von Eiweißpflanzen und das Angebot pflanzlicher Proteine sollen gestärkt werden. Erzeugergemeinschaften sollen gefördert und Tourismus-, Lebensmittel- und Landesmarketing zusammengeführt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 46)
„Bis 2040 wollen wir in den Landeskantinen 70 Prozent regionales Essen anbieten – frisch, lecker und klimagerecht.“
Seite 46 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Mehr pflanzliche und regionale Kost in öffentlichen Kantinen wird ausdrücklich mit Klimafreundlichkeit begründet.

Streuobst, Ökolandbau und Weinbau fördern

Die Grünen wollen Streuobstwiesen gemeinsam mit den Kommunen erhalten und dafür Modellregionen und einen Fonds schaffen. Auch der Ökolandbau und die Weinbaulandschaften sollen gestärkt werden.

Streuobst-Wiesen sind Wiesen mit vielen Obstbäumen. Die Grünen wollen sie erhalten. Dafür soll es eigenes Geld geben. Auch Bio-Höfe und der Weinbau sollen Hilfe bekommen.

Die Streuobstkonzeption des Landes soll umgesetzt und eine Allianz mit den Kommunen geschlossen werden. Landesweit sollen Managerinnen und Manager für Wertschöpfungsketten eingestellt werden, die Biomusterregionen dauerhaft sichern und das regionale Lebensmittelhandwerk einbinden. Mit dem Handel will die Partei über faire Lieferketten und auskömmliche Erzeugerpreise sprechen. Die unabhängige Züchtung an Landesanstalten und im Ökolandbau soll unterstützt werden. Im Weinbau sollen vor allem Kern- und Steillagen erhalten bleiben; Genossenschaften sollen auf robuste Rebsorten und zentral organisierten Pflanzenschutz umstellen.

Originalzitat anzeigen (Seite 47)
„Wir werden Streuobstmodellregionen in großen Streuobst-Hotspots in Baden und Württemberg gemeinsam mit engagierten Kommunen gründen und sehen dafür einen Streuobstfonds vor.“
Seite 47 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein neuer Fonds und zusätzliche staatliche Stellen erweitern die öffentliche Förderung der Landwirtschaft.

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