Zum Inhalt springen
parteiprogramm

Grüne zur inneren Sicherheit

Aus dem Programm „Stabil in bewegten Zeiten. Baden-Württemberg kann es.“

Landtagswahl Baden-Württemberg 2026, 8. März 2026Original-PDF, 87 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Innere Sicherheit

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheitausgewogen (+0,3), aus 8 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 3 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 5 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Europaeher mehr EU (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 1 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Sicherheit im öffentlichen Raum stärken

Die Grünen wollen, dass sich Menschen überall im Land zu jeder Zeit ohne Angst bewegen können. Cem Özdemir kündigt dafür notfalls auch harte Maßnahmen an und setzt auf den Rechtsstaat und eine bürgernahe Polizei.

Die Grünen wollen mehr Sicherheit im Land. Alle sollen sich überall ohne Angst bewegen können. Das gilt am Tag und in der Nacht. Dafür will Cem Özdemir auch streng vorgehen, wenn es nötig ist. Die Polizei soll nah bei den Bürgern sein.

Das Programm nennt Bahnhöfe und Parks, Großstädte und Dörfer als Orte, an denen Sicherheit gelten soll. Für Straftäter soll es keine Nachsicht geben, auch nicht mit Verweis auf ihre kulturelle Herkunft. Wer die freie Lebensweise angreift, gilt für Özdemir als Gegner, unabhängig von der Herkunft. Als Maßstab nennt das Programm das Grundgesetz und das Strafgesetzbuch.

Originalzitat anzeigen (Seite 5)
„Ich will das angeschlagene Sicherheitsgefühl im Land in Ordnung bringen, wenn es nötig ist, auch mit robusten Maßnahmen.“
Seite 5 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Der Punkt kündigt ein härteres Vorgehen für mehr Sicherheit an, bleibt aber im bestehenden rechtsstaatlichen Rahmen.

Islamismus und hybride Bedrohungen abwehren

Die Grünen wollen kritische Infrastruktur besser gegen Sabotage, Spionage und digitale Angriffe schützen und nicht vertrauenswürdige Bauteile daraus entfernen. Sicherheitsbehörden sollen zudem islamistische Radikalisierung im Blick behalten, ohne Musliminnen und Muslime unter Generalverdacht zu stellen.

Strom, Wasser und Netze sollen besser geschützt sein. Unsichere Technik soll dort entfernt werden. Die Behörden sollen auch Islamisten im Blick haben. Muslime sollen dabei nicht alle verdächtigt werden.

Sabotage, Spionage, Desinformation und Angriffe auf Infrastruktur sollen früh erkannt und gestoppt werden; dafür brauche es technisch und personell gut ausgestattete Sicherheitsbehörden. Der Schutz kritischer Infrastruktur gilt als Baustein einer Gesamtstrategie. Beim Islamismus sollen Behörden Radikalisierungswege und Anwerbestrategien beobachten und zusammen mit der Zivilgesellschaft gegensteuern. Das Programm betont, die große Mehrheit der Muslime sei selbstverständlicher Teil der demokratischen Gesellschaft.

Originalzitat anzeigen (Seite 78)
„Wir wollen ihre Resilienz erhöhen und sie widerstandsfähiger gegen Krisen und Angriffe machen.“
Seite 78 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Besser ausgestattete Sicherheitsbehörden und stärkerer Schutz vor Extremismus und Sabotage erhöhen schrittweise das Gewicht der Sicherheit.

Organisierte Kriminalität mit mehr Personal bekämpfen

Die Grünen wollen zusätzliches Personal bei Polizei und Justiz und spezialisierte Schwerpunktstaatsanwaltschaften, um Organisierte Kriminalität besser zu bekämpfen. Finanzermittlungen bei Drogenkriminalität, schwerem Steuerbetrug und Geldwäsche sollen verstärkt werden.

Die Grünen wollen mehr Leute bei Polizei und Justiz. Besondere Staats-Anwälte sollen sich um Banden kümmern. Die Ermittler sollen dem Geld von Verbrechern genauer folgen. Fachleute für Computer und Finanzen sollen helfen.

Als Beispiele für schweren Steuerbetrug nennt das Programm Cum-Ex- und Cum-Cum-Geschäfte. Quereinstiege sollen leichter werden, um Fachleute aus IT-Branche und Finanzwesen zu gewinnen. Angestrebt wird außerdem eine zivilgesellschaftlich getragene Beobachtungsstelle für Organisierte Kriminalität. Kommunen sollen Hilfe bei Sicherheitskonzepten für Veranstaltungen bekommen.

Originalzitat anzeigen (Seite 78)
„Wir wollen neue personelle Ressourcen in der Polizei und Justiz schaffen sowie Schwerpunktstaatsanwaltschaften einrichten.“
Seite 78 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Mehr Personal und spezialisierte Staatsanwaltschaften stärken die Strafverfolgung schrittweise.

Jugendkriminalität mit Prävention und Erziehung begegnen

Die Grünen wollen steigender Jugendkriminalität vor allem mit Prävention, Jugendhilfe und frühen Interventionen begegnen. Eine Absenkung des Strafmündigkeitsalters lehnen sie ab; Haft im geschlossenen Vollzug halten sie bei Jugendlichen für ungeeignet.

Mehr Jugendliche begehen Straftaten. Die Grünen wollen vor allem vorbeugen. Erziehung soll wichtiger sein als Strafe. Kinder unter 14 sollen weiter nicht bestraft werden können.

Als Prävention nennt das Programm Sozialpolitik, Chancengerechtigkeit in der Bildung, mehr Jugendhilfe sowie offene und mobile Jugendarbeit. Die Häuser des Jugendrechts sollen in der Fläche ausgeweitet werden. In der Jugendforensik und in geschlossenen Einrichtungen der Jugendhilfe soll es mehr Plätze geben. Wo Jugendstrafhaft unvermeidbar ist, soll der Vollzug in Wohngruppen mit ausreichend Personal stattfinden.

Originalzitat anzeigen (Seite 78)
„Maßstab muss sein: Erziehen ist wirksamer als bestrafen. Freiheitsstrafen im geschlossenen Vollzug sind kein geeignetes Mittel.“
Seite 78 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst

    Der Vorrang von Erziehung vor Haft und die Ablehnung einer niedrigeren Strafmündigkeit verteidigen mildere Regeln gegen eine diskutierte Verschärfung.

Polizei personell stärken und Beruf attraktiver machen

Die Grünen wollen weiter in Personal, Struktur und Ausstattung der Polizei investieren und die Beamtinnen und Beamten von Büroarbeit entlasten. Die Polizeizulage soll auf mindestens 228 Euro im Monat steigen und die zweigeteilte Laufbahn vollständig eingeführt werden.

Die Polizei soll mehr Leute und gute Ausrüstung bekommen. Polizisten sollen weniger Büro-Arbeit haben. Sie sollen eine höhere Zulage bekommen: mindestens 228 Euro im Monat. Der Aufstieg im Beruf soll leichter werden.

Einsatz- und Ermittlungsassistenzen sollen Schutz- und Kriminalpolizei unterstützen, ein Rotationssystem soll Beschäftigte in stark belasteten Revieren schützen. An Kriminalitätsschwerpunkten setzt das Programm auf Quartiersmanagement. Flexible Arbeitszeiten und Gesundheitsmanagement sollen den Beruf attraktiver machen; der Einstieg soll weiter mit mittlerem Bildungsabschluss möglich sein. Der Neubau des Landeskriminalamts samt Kriminaltechnischem Institut soll zügig entstehen. Den Freiwilligen Polizeidienst spricht das Programm ebenfalls an.

Originalzitat anzeigen (Seite 79)
„Analog zur Bundeszulage wollen wir die Polizeizulage in Baden-Württemberg auf mindestens 228 Euro monatlich bei voller Ruhegehaltsfähigkeit anheben.“
Seite 79 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Mehr Personal, bessere Ausstattung und mehr Präsenz der Polizei stärken die Sicherheitsbehörden schrittweise.

Unabhängige Kontrolle der Polizei ausbauen

Die Grünen wollen, dass polizeiliches Fehlverhalten lückenlos aufgeklärt wird. Die oder der unabhängige Bürger- und Polizeibeauftragte soll mehr Befugnisse erhalten, und die Polizei soll einer wertegeleiteten Kultur verpflichtet sein.

Fehler der Polizei sollen aufgeklärt werden. Dafür gibt es eine unabhängige Beauftragte oder einen Beauftragten. Diese Person soll mehr Rechte bekommen, zum Beispiel Akten lesen. Die Polizei soll so vielfältig sein wie das Land.

Auch bei strafrechtlichen Ermittlungen soll die Kontrolle von Polizei und Verwaltung unabhängiger werden. Umgesetzt werden sollen die Empfehlungen zweier Gremien: der Stabsstelle für Führungs- und Wertekultur sowie des Untersuchungsausschusses zum Inspekteur der Polizei und zur Beförderungspraxis. Eine unabhängige Forschungseinrichtung soll das Ausmaß sexualisierter Gewalt in Landesbehörden untersuchen. Die Polizei soll die Vielfalt der Bevölkerung abbilden, auch in Führungspositionen.

Originalzitat anzeigen (Seite 79)
„Das Amt der*des unabhängigen Bürger- und Polizeibeauftragten werden wir bekannter machen und ihre*seine Befugnisse ausbauen, etwa das Recht auf Akteneinsicht.“
Seite 79 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst

    Mehr Befugnisse für eine unabhängige Kontrollstelle stärken die Rechte der Bürger gegenüber der Polizei schrittweise.

Europäische Analyseplattform für Sicherheitsbehörden bis 2030

Die Grünen wollen, dass Sicherheitsbehörden bei ihrer IT unabhängiger von außereuropäischen Anbietern werden. Spätestens 2030 soll eine Recherche- und Analyseplattform europäischer Unternehmen bereitstehen, auf die die Behörden umsteigen.

Polizei und andere Sicherheits-Behörden nutzen Programme zur Auswertung von Daten. Diese Programme sollen künftig aus Europa kommen. Bis 2030 soll ein solches Programm fertig sein. Firmen aus Baden-Württemberg sollen dabei helfen.

Das Programm begründet den Schritt mit der geopolitischen Lage, die mehr europäische Eigenständigkeit verlange. Als möglicher Weg wird eine europäische Entwicklungsausschreibung genannt. Die Plattform soll verfahrensübergreifend arbeiten, und Fachwissen aus Baden-Württemberg soll einfließen.

Originalzitat anzeigen (Seite 79)
„Wir Grüne streben auch für IT-Produkte im Sicherheitsbereich digitale Souveränität an.“
Seite 79 im Original

Einordnung

  • Europaeher mehr EU

    Der Umstieg auf eine gemeinsam europäisch entwickelte Sicherheitssoftware setzt auf mehr europäische Zusammenarbeit und Eigenständigkeit.

Freiwilligen Polizeidienst abschaffen

Die Grünen wollen den Freiwilligen Polizeidienst in Baden-Württemberg beenden. Das Programm hält dieses Modell für nicht mehr zeitgemäß, weil Polizeiarbeit anspruchsvoller und komplexer geworden sei.

Im Freiwilligen Polizei-Dienst helfen Bürger der Polizei. Die Grünen wollen diesen Dienst beenden. Sie sagen: Polizei-Arbeit ist heute sehr schwierig. Dafür braucht man voll ausgebildete Polizisten.

Das Programm begründet den Schritt mit den gestiegenen Anforderungen an die Polizeiarbeit. Stattdessen soll der Schwerpunkt darauf liegen, mehr voll ausgebildete Polizistinnen und Polizisten im Streifendienst einzusetzen. Die Leistung der bisherigen Freiwilligen erkennt das Programm ausdrücklich an.

Originalzitat anzeigen (Seite 80)
„Daher werden wir den Freiwilligen Polizeidienst abschaffen.“
Seite 80 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Strafvollzug auf Resozialisierung ausrichten

Die Grünen wollen einen Strafvollzug, der Rückfälle verhindert und Gefangene auf ein straffreies Leben vorbereitet. Dazu sollen Alternativen zur Haft und offene Vollzugsformen gestärkt werden.

Die Grünen wollen das Gefängnis-System ändern. Gefangene sollen lernen, ohne Straftaten zu leben. Manche Menschen sollen statt Gefängnis Hausarrest bekommen. Dabei überwacht sie ein elektronisches Gerät. Es soll auch genug Personal in den Gefängnissen geben.

Statt Ersatzfreiheitsstrafen, die bei nicht bezahlten Geldstrafen verhängt werden, nennt das Programm elektronisch überwachten Hausarrest als Möglichkeit. Offener Vollzug, Haftvermeidung und Wohngruppenvollzug sollen ausgebaut werden. Die Haftanstalten sollen genügend gut ausgebildetes Personal und gute Arbeitsbedingungen erhalten. Moderne Baustandards sollen Sicherheit, menschenwürdige Haftbedingungen und die Bedürfnisse der Beschäftigten verbinden.

Originalzitat anzeigen (Seite 80)
„Deshalb wollen wir uns für Alternativen zur klassischen Inhaftierung einsetzen – etwa durch elektronisch überwachten Hausarrest anstelle von Ersatzfreiheitsstrafen.“
Seite 80 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst

    Haftvermeidung, offener Vollzug und Hausarrest statt Ersatzfreiheitsstrafe mildern den Strafvollzug schrittweise.

Extremisten entwaffnen, Waffenrecht verschärfen

Die Grünen wollen Extremistinnen und Extremisten weiter die Waffen entziehen. Im Bund wollen sie ein strengeres Waffengesetz erreichen, damit Verfassungsfeinde gar nicht erst eine Erlaubnis bekommen.

Extremisten sollen keine Waffen haben. Die Grünen wollen ihnen die Waffen weiter wegnehmen. Das Waffen-Gesetz in Deutschland soll strenger werden. Feinde der Verfassung sollen keine Erlaubnis für Waffen bekommen.

Die laufende Entwaffnung von Extremisten im Land soll fortgesetzt werden. Für die Verschärfung des Waffengesetzes ist der Bund zuständig; die Grünen wollen sich dort dafür einsetzen. Ziel ist, dass Personen, die als verfassungsfeindlich gelten, keine waffenrechtliche Genehmigung erhalten.

Originalzitat anzeigen (Seite 81)
„Auf Bundesebene setzen wir uns für eine Verschärfung des Waffengesetzes ein, damit Verfassungsfeind*innen erst gar keine waffenrechtliche Erlaubnis erhalten.“
Seite 81 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Ein strengeres Waffenrecht und fortgesetzte Entwaffnung erweitern staatliche Eingriffe zugunsten der Sicherheit schrittweise.

Bevölkerungsschutz und Ehrenamt stärken

Die Grünen wollen den Schutz der Zivilbevölkerung ausbauen und begründen das mit der veränderten Sicherheitslage. Schutzbauten und kritische Infrastruktur sollen modernisiert, Zuständigkeiten gebündelt und Ehrenamtliche besser gestellt werden.

Die Grünen wollen die Menschen besser vor Katastrophen schützen. Schutzräume sollen modern werden. Eine neue Behörde soll Krisen planen und bewältigen. Freiwillige Helfer sollen gleiche Rechte bekommen. Sie sollen auch Vergünstigungen erhalten.

Wo nötig, sollen zusätzliche Schutzkapazitäten entstehen. Die für große Schadenslagen zuständigen Stellen sollen nach einer Empfehlung der Enquetekommission „Krisenfeste Gesellschaft“ in einem Bevölkerungsschutz-Präsidium zusammengeführt werden. Der Aktionstag zum Katastrophenschutz in Klasse 6 soll verbessert werden. Alle Helferinnen und Helfer sollen gleichgestellt werden, egal welcher Organisation sie angehören. First-Responder-Systeme sollen vereinheitlicht und gefördert werden; moderne Ausstattung und die Ehrenamtskarte sollen das Ehrenamt attraktiver machen.

Originalzitat anzeigen (Seite 81)
„Wir stärken den Katastrophenschutz sowie das Rettungswesen als zentrale Säule einer resilienten Gesellschaft.“
Seite 81 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Modernisierte Schutzbauten, zusätzliche Kapazitäten und Förderung des Ehrenamts bedeuten mehr öffentliche Investitionen.

Was sagen die anderen Parteien zur inneren Sicherheit?

Alle Programme in Baden-Württemberg im Vergleich