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Freie Wähler zur Wirtschaft

Aus dem Programm „Bürgernahe Politik mit Sachverstand – Landtagswahlprogramm 2024“

Landtagswahl Sachsen 2024, 1. September 2024Original-PDF, 33 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Wirtschaft

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt (+0,6), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 4 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Außenpolitikeher Diplomatie zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Diplomatie zuerst, 1 eher Diplomatie zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Abschreckung zuerst, 0 deutlich Abschreckung zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Aufträge und Produkte regional halten

Die Freien Wähler wollen ein Prinzip der Nähe zum Leitbild des Wirtschaftens machen. Kommunen sollen mehr Aufträge an örtliche Anbieter vergeben dürfen, und regionale Produkte sollen stärker in der Region vermarktet werden.

Die Freien Wähler wollen die Wirtschaft vor Ort stärken. Gemeinden sollen mehr Aufträge an Firmen aus der Nähe geben dürfen. Produkte aus der Region sollen dort auch verkauft werden. So sollen Hersteller und Käufer zu Partnern werden.

Jede Region soll ihre Besonderheiten stärker als Standortvorteil herausstellen und nutzen. Das Programm versteht die Vergabe vor Ort und die regionale Vermarktung als Wirtschaftsförderung auf kommunaler Ebene. Zwischen Erzeugern und Verbrauchern soll durch Nahversorgung eine Partnerschaft entstehen, die über ein reines Handelsverhältnis hinausgeht.

Originalzitat anzeigen (Seite 5)
„Kommunale Aufträge sollen in größerem Umfang „vor Ort“ vergeben werden können.“
Seite 5 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Bürokratie für Unternehmen abbauen

Die Freien Wähler wollen Unternehmen von finanziellen und bürokratischen Lasten befreien, vor allem kleine und mittlere Betriebe. Für jede neue Vorschrift sollen zwei bestehende wegfallen. Das Programm stellt dies unter das Leitbild einer Sozialen Marktwirtschaft mit Wettbewerb und Leistungsprinzip.

Die Freien Wähler wollen weniger Vorschriften für Firmen. Für jede neue Regel sollen zwei alte Regeln wegfallen. Ämter sollen schneller und digital arbeiten. Das soll vor allem kleinen Firmen helfen.

Die Partei stellt Soziale Marktwirtschaft einer Planwirtschaft gegenüber und will Wettbewerb ohne aus ihrer Sicht unnötige Vorschriften und ohne Quoten. Eigentum und unternehmerische Entscheidungsfreiheit haben für sie den höchsten Rang. Öffentliche Vergaben sollen einfacher werden, Nachweise seltener nötig sein, und neue Regeln sollen vorab auf ihre Praxistauglichkeit geprüft werden. Die Verwaltung soll digital und wirtschaftsfreundlich arbeiten und schneller entscheiden. Nach Auffassung des Programms binden viele Vorschriften, ein gewachsener öffentlicher Sektor und fehlende Digitalisierung Arbeitskräfte, die anderswo gebraucht werden. Zudem will die Partei Fachkräfte sichern, Technologie fördern und bei der Unternehmensnachfolge helfen.

Originalzitat anzeigen (Seite 8)
„Vergabeverfahren für öffentliche Aufträge müssen vereinfacht, Nachweispflichten reduziert und Vorschriften bei ihrer Entstehung grundsätzlich auf Praktikabilität geprüft werden.“
Seite 8 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Weniger Vorschriften, einfachere Vergaben und die Regel, für jede neue Vorschrift zwei alte zu streichen, verringern die Regulierung der Wirtschaft.

Handwerk entlasten und attraktiver machen

Die Freien Wähler wollen die Lasten für Handwerksbetriebe durch Vorschriften so weit wie möglich verringern. Ein berufsvorbereitendes Jahr und mehr Wertschätzung sollen Handwerksberufe attraktiver machen.

Die Freien Wähler wollen dem Handwerk helfen. Betriebe sollen weniger Vorschriften erfüllen müssen. Es soll ein Jahr zur Vorbereitung auf den Beruf geben. So sollen mehr Menschen ins Handwerk gehen.

Laut Programm arbeiten fast 300.000 Menschen im sächsischen Handwerk, das für Identität und weltweites Ansehen des Landes stehe. Als Belastungen nennt die Partei Pflichten zur Dokumentation, Aufzeichnung und Offenlegung, die vorgezogene Fälligkeit der Sozialversicherungsbeiträge und Zusatzversicherungen. Diese Lasten will sie minimieren. Das Handwerk soll wieder eine Rolle für die Zukunft des Landes spielen.

Originalzitat anzeigen (Seite 9)
„Die Attraktivität des Berufes steigern wir durch Wertschätzung und die Einführung eines berufsvorbereitenden Jahres.“
Seite 9 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Dokumentations- und Offenlegungspflichten für Handwerksbetriebe sollen verringert werden, also weniger Regulierung.

Freien Handel sichern, Sanktionen nur zuletzt

Die Freien Wähler treten für offene Märkte und freien Handel ein, weil Sachsens Wirtschaft vom Export lebt. Sanktionen sollen nur als letztes Mittel eingesetzt werden, zugleich warnt das Programm vor einseitigen Abhängigkeiten.

Sachsen verkauft viele Waren ins Ausland. Die Freien Wähler wollen deshalb freien Handel. Sanktionen sind Handels-Strafen gegen andere Länder. Die Partei will sie nur im Notfall. Sachsen soll aber nicht von einem Land abhängig werden.

Das Programm beziffert die sächsischen Ausfuhren im Jahr 2022 auf 53 Milliarden Euro, etwa 60 Prozent davon innerhalb Europas, und die Einfuhren auf rund 35 Milliarden Euro pro Jahr. Sachsen exportiert demnach mehr, als es einführt. Die Partei will die Vorteile des grenzüberschreitenden Raums mit Tschechien und Polen nutzen, um Sachsen für Investoren attraktiver zu machen.

Originalzitat anzeigen (Seite 9)
„Die FREIEN WÄHLER setzen sich deshalb ein für die Offenheit von Märkten und einen freien Handel. Sanktionen müssen das letzte Mittel wirtschaftlicher Außenpolitik bleiben.“
Seite 9 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Das Bekenntnis zu offenen Märkten und freiem Handel stärkt Markt und Wettbewerb gegenüber Handelsschranken.

  • Außenpolitikeher Diplomatie zuerst

    Sanktionen sollen nur letztes Mittel sein, was gegenüber der heutigen Sanktionspolitik mehr Zurückhaltung bedeutet.

Zukunftstechnologien fördern, Marke „Made in Saxony“ einführen

Die Freien Wähler wollen die Förderung auf Zukunftstechnologien wie künstliche Intelligenz, autonomes Fahren sowie Luft- und Raumfahrt ausrichten. Sächsische Produkte sollen außerdem die Marke „Made in Saxony“ tragen.

Die Freien Wähler wollen neue Technik stärker fördern. Dazu gehören künstliche Intelligenz und selbstfahrende Autos. Auch Technik für Flugzeuge und Raumfahrt gehört dazu. Produkte aus Sachsen sollen ein eigenes Zeichen bekommen. Es heißt „Made in Saxony“.

Das Programm setzt bei der Technologieförderung Schwerpunkte auf künstliche Intelligenz, autonomes Fahren und die Luft- und Raumfahrttechnik. Innovationen sollen darüber hinaus gezielt im Bauwesen, im Tourismus und in der Landwirtschaft gefördert werden. Für Waren aus Sachsen ist eine eigene Herkunftsmarke mit dem Namen „Made in Saxony“ vorgesehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 10)
„Schwerpunktsetzung bei der Förderung von Zukunftstechnologien, vor allem in den Bereichen künstliche Intelligenz, „autonomes Fahren“ und Luft- & Raumfahrttechnik“
Seite 10 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Staat soll bestimmte Branchen und Technologien gezielt stärker fördern, was die öffentliche Rolle in der Wirtschaft schrittweise ausweitet.

Gründer mit Kapitalhilfe und Steuernachlässen unterstützen

Die Freien Wähler wollen Gründer nach Sachsen holen und dort halten. Dafür sehen sie Hilfe bei Fördermitteln, Beteiligungskapital und Krediten sowie niedrigere Unternehmenssteuern in den ersten Jahren vor. Eine internationale Werbekampagne soll das Bild Sachsens verbessern.

Die Freien Wähler wollen mehr neue Firmen in Sachsen. Gründer sollen Hilfe bei der Suche nach Geld bekommen. In den ersten Jahren sollen sie weniger Steuern zahlen. Eine Werbe-Kampagne soll Sachsen im Ausland bekannt machen.

Gründer sollen eine strukturierte Begleitung erhalten, wenn sie Fördergelder, Beteiligungskapital oder Darlehen suchen. Für die Anfangsjahre fordert das Programm flexiblere und niedrigere Sätze bei der Unternehmenssteuer. Auch über Sonderwirtschaftszonen in Sachsen soll diskutiert werden. Eine internationale Image- und Werbekampagne soll das Land als Standort mit Qualität, Fortschritt und hoher Lebensqualität darstellen. Ziel sind gut bezahlte Arbeitsplätze durch attraktive Rahmenbedingungen.

Originalzitat anzeigen (Seite 10)
„Es braucht aber auch flexiblere und ermäßigte Sätze bei der Unternehmenssteuer, sodass schwierige Anfangsjahre überwunden werden können.“
Seite 10 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Niedrigere Unternehmenssteuern für junge Firmen und die Debatte über Sonderwirtschaftszonen senken Abgaben und setzen auf unternehmerische Initiative.

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