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CDU zur inneren Sicherheit

Aus dem Programm „Der Mensch im Mittelpunkt: Veränderungsagenda von CDU Saar und Tobias Hans – So geht Zukunft. Programm der CDU Saar für die Landtagswahl 2022“

Landtagswahl Saarland 2022, 27. März 2022Original-PDF, 95 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Innere Sicherheit

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst (+0,9), aus 13 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 1 eher Bürgerrechte zuerst, 1 ausgewogen, 9 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 2 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Polizei besser bezahlen, ausstatten und personell verstärken

Die CDU will Besoldung und Zulagen der Polizei an andere Bundesländer angleichen, Beförderungen beschleunigen und jedes Jahr 150 Anwärter einstellen. Der Beruf soll attraktiver werden, unter anderem durch weniger Überstunden und moderne Ausrüstung.

Die CDU will Polizisten besser bezahlen. Junge Polizisten sollen schneller aufsteigen. Jedes Jahr sollen 150 neue Polizisten anfangen. Die Polizei soll gute Ausrüstung bekommen. Es soll weniger Überstunden geben.

Bezahlung, Risikozulagen und Versorgung sollen sich im Gleichschritt mit anderen Ländern entwickeln. Junge Kommissarinnen und Kommissare sollen durchschnittlich zwei Jahre früher aufsteigen, wofür die Beförderungsbudgets erhöht werden. Erfahrene Beamte sollen auf Wunsch länger als bis zur Altersgrenze arbeiten können. Die Mindestgröße als festes Einstellungskriterium soll entfallen, und neue Laufbahnen wie Cyberkriminalisten sind vorgesehen. Gewalt gegen Einsatzkräfte will die CDU konsequent ahnden. In Ausrüstung und Gebäude wie die Großpolizeiinspektion Saarbrücken soll weiter investiert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 46)
„Wir setzen uns dafür ein, dass junge Kommissarinnen und Kommissare im Schnitt zwei Jahre schneller befördert werden können als bisher“
Seite 46 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Mehr Personal, bessere Ausstattung und höhere Budgets stärken die Polizei schrittweise innerhalb des bestehenden Systems.

Ordnungsdienste und Assistenzkräfte der Polizei ausbauen

Die CDU will rund 170 weitere Tarifbeschäftigte einstellen, um Polizeibeamte von Verwaltungsaufgaben zu entlasten. Der Polizeiliche und der Kommunale Ordnungsdienst sollen mehr Befugnisse und eine bessere Ausbildung erhalten.

Polizisten machen viel Büro-Arbeit. Die CDU will dafür etwa 170 andere Mitarbeiter einstellen. Die Ordnungs-Dienste sollen mehr Leute bekommen. Sie sollen auch mehr tun dürfen. So haben Polizisten mehr Zeit für ihre Haupt-Aufgaben.

Ermittlungsassistentinnen und -assistenten gelten im Programm als bewährt und sollen mehr werden; ihre Verbeamtung wird geprüft. Der Polizeiliche Ordnungsdienst soll personell wachsen. Fachleute im Angestelltenverhältnis sollen verstärkt in der IT, bei Cybercrime und in der Personalverwaltung arbeiten. Ziel ist, dass voll ausgebildete Vollzugsbeamte sich auf ihre Kernaufgaben konzentrieren.

Originalzitat anzeigen (Seite 47)
„Den Polizeilichen Ordnungsdienst wollen wir nicht nur weiter personell stärken, sondern auch dessen Befugnisse sowie jene des Kommunalen Ordnungsdienstes erweitern und verstärken.“
Seite 47 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Die Befugnisse der Ordnungsdienste sollen erweitert und ihr Personal aufgestockt werden, was die Ordnungsbehörden schrittweise stärkt.

Mehr Polizeipräsenz vor Ort, Einbrüche bekämpfen

Die CDU will die Polizei so organisieren, dass bis zu 1.000 Vollzugsbeamte in der Fläche eingesetzt werden können. Sicherheitspartnerschaften mit Kommunen sollen ausgebaut werden. Ein neues Programm soll Einbrüche weiter zurückdrängen.

Die CDU will mehr Polizisten auf den Straßen und in den Orten. Bis zu 1.000 Polizisten sollen nah bei den Menschen arbeiten. Land und Gemeinden sollen bei der Sicherheit zusammenarbeiten. Ein neues Programm soll Einbrüche verhindern.

Das Programm begründet die Präsenz vor Ort mit dem Sicherheitsgefühl der Bevölkerung. Erreicht werden soll sie durch organisatorische Änderungen bei der Polizei. Gegen Einbruchskriminalität will die CDU über die bisherige Ermittlungs- und Präventionsarbeit hinausgehen. Das neue Programm soll die Vorbeugung verbessern und die Aufklärungsquote erhöhen, mit dem Ziel, Einbrüche langfristig ganz zurückzudrängen.

Originalzitat anzeigen (Seite 47)
„Wir werden unsere Polizei daher mit organisatorischen Maßnahmen in die Lage versetzen, bis zu 1.000 Polizeivollzugsbeamte bürger- und zeitnah in der Fläche einsetzen zu können.“
Seite 47 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Mehr sichtbare Polizei und ein zusätzliches Programm gegen Einbrüche setzen stärker auf Sicherheit und Ordnung, ohne neue Eingriffsbefugnisse zu schaffen.

Videoüberwachung an Brennpunkten weiterentwickeln

Die CDU hält die Videoüberwachung öffentlicher Orte im Saarland, im Programm „Videoschutz“ genannt, für bewährt. Bestehende Standorte sollen regelmäßig überprüft werden. Zugleich soll laufend geprüft werden, ob weitere Kriminalitätsschwerpunkte hinzukommen.

An manchen Orten im Saarland gibt es Video-Kameras der Polizei. Die CDU findet das gut. Sie will die Orte regelmäßig überprüfen. Sie will auch schauen, ob Kameras an weiteren Orten sinnvoll sind.

Das Programm begründet die Kameras mit steigenden Zahlen bei Eigentums- und Gewaltdelikten, einer sichtbaren Drogenszene und dem Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung. Die Überwachung sei dort wirksam, wo sich solche Delikte auf engem Raum häufen. Sie ist Teil einer umfassenden Sicherheitsstrategie des Landes. Die bisherigen Standorte sollen regelmäßig evaluiert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 48)
„es wird fortlaufend geprüft, ob sich dessen Einsatz auch an anderen Kriminalitätsbrennpunkten anbietet.“
Seite 48 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Die bestehende Videoüberwachung soll beibehalten und möglicherweise auf weitere Orte ausgedehnt werden, also schrittweise mehr Überwachung.

Klarnamenpflicht und mehr Überwachung gegen Digitalkriminalität

Die CDU will gegen digitale und organisierte Kriminalität sowie Hass im Netz mit mehr Personal, Technik und neuen Überwachungsbefugnissen vorgehen. Sie fordert eine Klarnamenpflicht in sozialen Netzwerken und unverschlüsselte Daten für Ermittler. Sicherheit stellt das Programm über den Datenschutz.

Viele Straftaten passieren heute im Internet. Die CDU will, dass Menschen in sozialen Netzwerken ihren echten Namen nennen müssen. Die Netzwerke sollen der Polizei Daten ohne Verschlüsselung geben. Die CDU sagt: Sicherheit ist wichtiger als Daten-Schutz.

Das Programm nennt Straftaten gegen ältere Menschen wie den Enkeltrick, organisierte Kriminalität und Delikte mit verschlüsselter Kommunikation. Finanz- und Geldwäscheermittlungen sollen bundesweit deutlich gestärkt werden, um kriminelles Vermögen abzuschöpfen. Das Cyber-Abwehr-Trainingszentrum soll die nötigen technischen Fachleute erhalten. Für Überwachungsinstrumente, die technisch machbar und datenschutzrechtlich vertretbar sind, sollen rasch Rechtsgrundlagen entstehen. Hinzu kommen Prävention und Zusammenarbeit mit Behörden in Bund, Ländern und der Großregion.

Originalzitat anzeigen (Seite 48)
„daher setzen wir uns für eine Klarnamenpflicht in sozialen Netzwerken und die unverschlüsselte Bereitstellung von Daten durch Betreiber sozialer Netzwerke für Ermittlungszwecke ein.“
Seite 48 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheitdeutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

    Eine Klarnamenpflicht und unverschlüsselte Datenherausgabe gibt es heute nicht; beides würde Anonymität und Datenschutz zugunsten der Ermittler grundlegend einschränken.

Kinderpornografie härter verfolgen, Einträge dauerhaft speichern

Die CDU will, dass Einträge im Führungszeugnis nach schweren Sexualstraftaten gegen Kinder nicht mehr automatisch gelöscht werden. Internetanbieter sollen Verkehrsdaten im gesetzlich möglichen Umfang speichern. Die zuständige Polizeidienststelle soll mehr Personal und Technik erhalten.

Die CDU will Kinder besser vor sexueller Gewalt schützen. Einträge über solche schweren Taten sollen für immer im Führungs-Zeugnis stehen. Internet-Firmen sollen Verbindungs-Daten so lange speichern, wie das Gesetz es erlaubt. Die Polizei soll dafür mehr Leute und Technik bekommen.

Das Programm verweist auf steigende Fallzahlen bei Kinder- und Jugendpornografie und den hohen Aufwand, Täterstrukturen zu ermitteln. Anbieter, die den Speicherrahmen nach Paragraf 113b des Telekommunikationsgesetzes nicht ausschöpfen, sollen von der Bundesnetzagentur mit den höchstmöglichen Sanktionen belegt werden. Neben Präventionsarbeit soll die Fachdienststelle personell und technisch verstärkt werden. Ihre Beschäftigten sollen wegen der seelischen Belastung eine Erschwerniszulage bekommen.

Originalzitat anzeigen (Seite 48)
„die entsprechenden Eintragungen nicht nach einer bestimmten Zeit automatisch gelöscht werden, sondern zum Schutz unserer Kinder dauerhaft gespeichert bleiben.“
Seite 48 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Dauerhafte Registereinträge und die volle Nutzung der Verkehrsdatenspeicherung erweitern den Zugriff der Sicherheitsbehörden innerhalb des bestehenden Rechtsrahmens.

Hasskriminalität, besonders gegen LSBTI, bekämpfen

Die CDU will die Aufklärung über vorurteilsmotivierte Straftaten fortsetzen und prüfen, ob solche Taten, vor allem gegen LSBTI, genauer in der Kriminalstatistik erfasst werden. Polizei und Justiz sollen dafür weiter geschult werden.

Manche Menschen werden aus Hass angegriffen, zum Beispiel Schwule, Lesben oder trans Menschen. Die CDU will solche Taten genauer zählen. Sie prüft das. Polizei und Gerichte sollen mehr darüber lernen.

Die Aufklärungsarbeit soll die Gesellschaft sensibilisieren und das Problembewusstsein steigern. In der Aus- und Fortbildung von Polizei- und Justizbeschäftigten soll das Thema stärker verankert werden. Die Beauftragten der saarländischen Landespolizei für LSBTI-Belange sollen in ihrer Arbeit gestärkt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 49)
„Wir werden eine zielgenauere Erfassung vorurteilsmotivierter Kriminalität (Hasskriminalität), vor allem in Bezug auf LSBTI, in der Kriminalstatistik des Landes prüfen“
Seite 49 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Der Schutz von LSBTI vor Hasskriminalität soll durch Schulung, Beauftragte und mögliche bessere Erfassung schrittweise gestärkt werden.

Verkehrsdatenspeicherung für die Strafverfolgung ermöglichen

Die CDU will dem Staat mehr Eingriffsbefugnisse im Kampf gegen Kriminalität geben. Dazu zählt sie ausdrücklich eine rechtskonforme Speicherung von Verkehrsdaten, weil Täter im digitalen Raum aus ihrer Sicht sonst nicht ermittelt werden können.

Die CDU will, dass der Staat Verbindungs-Daten speichern darf. Das sind Daten darüber, wer wann mit wem im Netz Kontakt hatte. So soll die Polizei Täter im Internet finden. Die Speicherung soll sich an das Recht halten.

Das Programm betont, dass Grundrechte dem Einzelnen Freiräume gegenüber dem Staat sichern. Gegenüber Menschen, die diese Freiheiten für Straftaten nutzen, brauche der Staat aber wirksame Mittel. Die CDU will eine Rechtspolitik, die den Behörden Befugnisse gibt, um mit der Entwicklung der Kriminalität mitzuhalten. Die Verkehrsdatenspeicherung nennt sie als festen Bestandteil, da sich Täter im Netz nur so fassen ließen.

Originalzitat anzeigen (Seite 50)
„Hierzu gehört für uns in jedem Fall eine rechtskonforme Verkehrsdatenspeicherung, weil die Aufklärung und Ahndung von Straftaten voraussetzen, dass man den Täter überhaupt habhaft wird.“
Seite 50 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheitdeutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

    Eine Verkehrsdatenspeicherung, die es zur Zeit des Programms praktisch nicht gibt, soll eingeführt werden, was die Überwachungsbefugnisse des Staates grundlegend erweitert.

Verfassungsschutz personell und technisch stärken

Die CDU will den saarländischen Verfassungsschutz weiter mit Personal aufstocken und Geld für eine moderne Ausstattung geben. Sie sieht ihn neben der Polizei als Garanten für Sicherheit im Land.

Die CDU will den Verfassungs-Schutz im Saarland stärken. Der Verfassungs-Schutz ist eine Behörde, die Feinde der Demokratie beobachtet. Er soll mehr Personal bekommen. Er soll auch bessere Technik bekommen.

Nach dem Programm sorgt der Verfassungsschutz zusammen mit der Polizei für Sicherheit. Die CDU kündigt an, die Behörde weiterhin personell zu verstärken. Außerdem sollen Mittel für eine zeitgemäße und zielgerichtete Ausrüstung fließen.

Originalzitat anzeigen (Seite 50)
„Wir werden den saarländischen Verfassungsschutz weiterhin personell verstärken und finanzielle Mittel für eine moderne und zielgerichtete Ausstattung bereitstellen.“
Seite 50 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Mehr Personal und Ausstattung für den Verfassungsschutz bauen die Sicherheitsbehörden innerhalb des bestehenden Rahmens aus.

Cybercrime-Abteilung der Staatsanwaltschaft ausbauen

Die CDU will die Sonderabteilung Cybercrime bei der Staatsanwaltschaft Saarbrücken zu einer fachübergreifenden Ermittlungseinheit ausbauen. Neben Juristen sollen dort auch Fachleute für Wirtschaft und IT arbeiten, damit die Behörden mit der Kriminalität im Netz Schritt halten.

Die CDU will Straftaten im Internet besser verfolgen. Bei der Staatsanwaltschaft gibt es dafür schon eine Abteilung. Diese Abteilung soll größer werden. Dort sollen auch Fachleute für Computer und Wirtschaft arbeiten.

Das Programm verweist auf die wachsende Belastung der Strafverfolgung durch immer neue Formen der Cyberkriminalität. Die Behörden sollen personell und technisch so ausgestattet sein, dass sie schnell und kompetent handeln können. Die bestehende Sonderabteilung soll entsprechend der erwarteten Fallzahlen wachsen. Nur mit Fachleuten aus mehreren Disziplinen ließen sich komplexe Fälle mit technischen und wirtschaftlichen Bezügen effizient bearbeiten.

Originalzitat anzeigen (Seite 51)
„Hierzu bedarf es neben weiteren hochqualifizierten und strategisch weitergebildeten Juristinnen und Juristen auch zusätzlicher Wirtschafts- und IT-Referentinnen und -Referenten“
Seite 51 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Die Strafverfolgung im digitalen Raum soll mit mehr Personal und Fachwissen ausgebaut werden, ohne neue Befugnisse zu schaffen.

Sondereinheit zur Abschöpfung kriminellen Vermögens schaffen

Die CDU will Vermögen, das durch Straftaten erlangt wurde, konsequent einziehen. Dafür soll bei der Staatsanwaltschaft eine fachübergreifende Sondereinheit entstehen, die solche Werte früh sichert und später verwertet.

Die CDU sagt: Straftaten dürfen sich nicht lohnen. Der Staat soll Tätern ihr illegales Geld wegnehmen. Dafür soll es eine neue Einheit bei der Staatsanwaltschaft geben. Sie soll das Geld schnell sichern.

Als Beispiele nennt das Programm Erlöse aus dem Drogenhandel und durch Betrug erlangte Gelder, auch im Internet. Die Einheit soll kurz nach Beginn der Ermittlungen zugreifen. Sie soll außerdem die gesetzlich vorgeschriebene Zentralstelle für die Verwertung virtueller Währungen sein. Die CDU erwartet, dass sich die Ausgaben durch das eingezogene Vermögen rechnen.

Originalzitat anzeigen (Seite 52)
„Um den Zugriff auf kriminell erlangte Vermögenswerte effizient gestalten zu können, brauchen wir eine interdisziplinäre Sondereinheit bei der Staatsanwaltschaft.“
Seite 52 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Eine neue Sondereinheit soll den staatlichen Zugriff auf Vermögen aus Straftaten verstärken und baut damit die Strafverfolgung aus.

Haft durch gemeinnützige Arbeit vermeiden

Die CDU will Alternativen zur Haft fördern, vor allem bei Ersatzfreiheitsstrafen für Menschen, die ihre Geldstrafe nicht zahlen können. Das soll Kosten und Haftplätze sparen und die Chancen auf Resozialisierung verbessern.

Manche Menschen können ihre Geldstrafe nicht bezahlen. Dann müssen sie oft ins Gefängnis. Die CDU will das öfter vermeiden. Die Menschen sollen stattdessen gemeinnützig arbeiten. Das spart Geld und hilft den Betroffenen.

Das Programm begründet den Ansatz mit den Kosten jedes Hafttages und damit, dass Haft Bindungen an Familie und Beruf unterbricht. In der Justiz soll dafür eine professionelle Personal- und Organisationsstruktur entstehen. Sie soll das Programm Schwitzen statt Sitzen weiterentwickeln und gemeinsam mit freien Trägern eine aufsuchende Sozialarbeit aufbauen. Den Betroffenen will die CDU damit auch einen Weg aus kriminellen Zusammenhängen bieten.

Originalzitat anzeigen (Seite 52)
„Wir wollen vermeidbare Inhaftierungen verhindern und dadurch finanzielle Ressourcen sowie Haftkapazitäten schonen“
Seite 52 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst

    Vermeidbare Haft soll häufiger durch gemeinnützige Arbeit ersetzt werden, was den Strafvollzug schrittweise mildert.

Häuser des Jugendrechts landesweit einrichten

Die CDU will Häuser des Jugendrechts im ganzen Saarland schaffen. Dort arbeiten Justiz, Polizei, Jugendhilfe und weitere Stellen gemeinsam an Fällen straffälliger Jugendlicher, um früh und passend zum Einzelfall zu reagieren.

Die CDU will Häuser des Jugendrechts im ganzen Saarland. Dort arbeiten Polizei, Staatsanwaltschaft und Jugendamt zusammen. Sie kümmern sich um Jugendliche, die Straftaten begangen haben. Die Jugendlichen sollen schnell eine Strafe und auch Hilfe bekommen.

Nach dem Programm genügt bei Jugendlichen eine konsequente Strafverfolgung allein oft nicht, weil das Jugendstrafrecht auf Erziehung zielt. Nötig seien frühe, individuell zugeschnittene Sanktionen und altersgerechte Hilfen. Modellprojekte gibt es im Landkreis Saarlouis und in Neunkirchen, weitere entstehen in Merzig und St. Wendel. Die CDU will den Ansatz stärker fördern und auf das ganze Land ausweiten.

Originalzitat anzeigen (Seite 52)
„Diese wollen wir vollenden durch eine landesweite Ausdehnung von „Häusern des Jugendrechts“.“
Seite 52 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheitausgewogen

    Der Ansatz verbindet schnellere Sanktionen mit erzieherischen Hilfen für Jugendliche und nimmt damit keine Seite ein.

Katastrophenschutz bündeln und aufwerten

Die CDU will den Katastrophen- und Bevölkerungsschutz im Saarland aus einer Hand organisieren und besser ausstatten. Anlass sind aus ihrer Sicht die Flutereignisse von 2021. Ehrenamtliche Helfer sollen stärker unterstützt und finanziell entschädigt werden.

Die CDU will den Schutz bei Katastrophen verbessern. Die Zuständigkeiten sollen gebündelt werden. Es soll mehr Geld für Technik und Personal geben. Die Feuerwehr-Schule des Landes soll neu gebaut werden. Freiwillige Helfer sollen Geld für ihren Aufwand bekommen.

Vorgesehen sind mehr Personal für das Kompetenzzentrum Katastrophenschutz und eine Mindestbesetzung in den zuständigen kommunalen Behörden. Die Landesfeuerwehrschule soll neu gebaut und die Aus- und Fortbildung neu ausgerichtet werden. Das Land soll Geld für Infrastruktur und Technik bereitstellen und dezentrale Katastrophenschutzzentren bei den Gemeindeverbänden fördern. Ehrenamtliche Kräfte sollen Aufwandsentschädigungen erhalten und untereinander gleichgestellt werden; die Landesförderung für die Ausbildung durch ehrenamtliche Verbände soll wieder aufgenommen werden. Zudem plant die CDU ein besseres Krisenmanagement und regelmäßige Übungen mit der Bevölkerung.

Originalzitat anzeigen (Seite 53)
„Wir wollen deshalb eine echte Kompetenzbündelung und Aufwertung des Katastrophenschutzes im Saarland.“
Seite 53 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das Land soll mehr Geld und Personal in den öffentlichen Katastrophenschutz stecken, was öffentliche Leistungen ausbaut.

Polizeiarbeit über Grenzen hinweg ausbauen

Die CDU will die Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden mit den Nachbarländern verstärken, um Kriminalität zu bekämpfen, die die offenen Schengen-Grenzen ausnutzt. Geprüft wird ein internationaler Polizeiposten im Dreiländereck.

Die Grenzen in Europa sind offen. Manche Kriminelle nutzen das aus. Die CDU will deshalb, dass die Polizei mit den Nachbarländern enger zusammenarbeitet. Sie prüft eine gemeinsame Polizei-Station im Dreiländer-Eck. Dort treffen sich Deutschland, Frankreich und Luxemburg.

Das gemeinsame Zentrum für Polizei- und Zollzusammenarbeit in Luxemburg soll ausgebaut und das Mondorfer Abkommen weiterentwickelt werden. Der geprüfte internationale Polizeiposten soll nach Vorstellung der CDU als europäisches Vorbild dienen. Hinzu kommen ein Grenzalarmplan und eine engere Abstimmung mit den Partnern beiderseits der Grenze. Auch mit dem Bund will die CDU Möglichkeiten einer besseren interregionalen Kooperation auswerten.

Originalzitat anzeigen (Seite 93)
„Wir kämpfen für eine internationale Ausrichtung unserer Sicherheitsarchitektur, indem wir die Kooperation der Sicherheitsbehörden wie etwa das gemeinsame Zentrum der Polizei- und Zollzusammenarbeit Luxemburg ausbauen“
Seite 93 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Die bestehende Polizeikooperation soll ausgebaut und um neue Strukturen ergänzt werden, was die Sicherheitsbehörden schrittweise stärkt.

Was sagen die anderen Parteien zur inneren Sicherheit?

Alle Programme im Saarland im Vergleich