Zum Inhalt springen
parteiprogramm

CDU zur Landwirtschaft

Aus dem Programm „Der Mensch im Mittelpunkt: Veränderungsagenda von CDU Saar und Tobias Hans – So geht Zukunft. Programm der CDU Saar für die Landtagswahl 2022“

Landtagswahl Saarland 2022, 27. März 2022Original-PDF, 95 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Landwirtschaft

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 1 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

CO2-Bindung im Boden honorieren, Klimaberatung einrichten

Die CDU will sich im Bund dafür einsetzen, dass Landwirte für die Bindung von CO2 im Boden über Zertifikate bezahlt werden. Im Saarland soll eine Beratungsstelle die Betriebe beim Umgang mit dem Klimawandel unterstützen.

Böden können das Gas CO2 speichern. Die CDU will, dass Bauern dafür Geld bekommen. Außerdem soll es eine Beratungs-Stelle geben. Sie hilft Bauern, mit heißen und trockenen Sommern umzugehen.

Als Wege zur CO2-Bindung nennt das Programm den Aufbau von Humus und den Einsatz von Pflanzenkohle. Die Vergütung soll über einen Handel mit Zertifikaten laufen. Die Beratungsstelle „Landwirtschaft im Klimawandel“ soll bei der Landwirtschaftskammer oder beim zuständigen Ministerium angesiedelt werden. Die CDU begründet dies mit der doppelten Belastung der Betriebe durch Klimaschutzauflagen und spürbar heißere, trockenere Sommer.

Originalzitat anzeigen (Seite 68)
„Daher werden wir uns auf Bundesebene für eine stärkere CO2-Bindung im Boden (etwa durch Humusaufbau oder Einsatz von Pflanzenkohle) mit einer entsprechenden Honorierung einsetzen (Zertifikate-Handel).“
Seite 68 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    CO2-Bindung in Böden soll über einen marktbasierten Anreiz gefördert werden, was den Klimaschutz ohne neue Auflagen stärkt.

Regionale Lebensmittel in Kantinen und Ernährungsbildung stärken

Die CDU will erreichen, dass saarländische Kantinen möglichst ausschließlich Lebensmittel aus der Region verarbeiten. Außerdem sollen Ernährungs- und Verbraucherbildung gestärkt werden, vor allem an Schulen.

Die CDU will mehr Essen aus der Region. Kantinen sollen möglichst nur Lebensmittel aus der Nähe verwenden. An Raststätten soll es Automaten mit Produkten von Bauern geben. Kinder sollen in der Schule mehr über gesundes Essen lernen.

Das Ziel soll gemeinsam mit den Kantinen an Hochschulen, in Betrieben und in der Verwaltung verfolgt werden. An Rastanlagen will die CDU Automaten aufstellen, über die Landwirte ihre Erzeugnisse direkt verkaufen können. Die Ernährungsbildung an Schulen begründet das Programm damit, dass Essgewohnheiten früh geprägt werden. Die Vernetzungsstellen für Schulverpflegung und Seniorenernährung werden als wichtiger Beitrag hervorgehoben.

Originalzitat anzeigen (Seite 69)
„zum Ziel setzen, möglichst zu 100 Prozent regional produzierte Lebensmittel zu verarbeiten“
Seite 69 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Familienbetriebe und benachteiligte Flächen stärker fördern

Die CDU setzt auf bäuerliche Familienbetriebe, gleich ob konventionell oder ökologisch, und will den Ausgleich für naturbedingt benachteiligte Flächen deutlich erhöhen. Die Ökolandbau-Förderung soll je nach Nachfrage bleiben oder wachsen.

Die CDU will Bauernhöfe von Familien stärken. Es ist egal, ob sie bio sind oder nicht. Im Saarland sind fast alle Felder schwer zu bewirtschaften. Dafür sollen Bauern mehr Ausgleich bekommen. Wertvolle Wiesen sollen bleiben.

Laut Programm gelten 96 Prozent der landwirtschaftlichen Flächen im Saarland als von Natur aus benachteiligt. Die Förderung des Ökolandbaus soll sich an der Nachfrage nach Bioprodukten orientieren; eine Konkurrenz zwischen den Bewirtschaftungsformen will die CDU vermeiden. Betriebe sollen leichter nur Teile auf Öko umstellen können. Naturschutzrechtlich wertvolles Grünland soll erhalten bleiben, anderes Grünland soll in Einzelfällen ohne großen bürokratischen Aufwand anders genutzt werden dürfen. Zwischen Landwirtschaft, Jagd, Waldbesitz und Naturschutz will die CDU einen fairen Interessenausgleich im Dialog.

Originalzitat anzeigen (Seite 69)
„Hier setzen wir uns für eine wesentlich stärkeren Ausgleich ein, um die Wettbewerbsnachteile unserer Landwirte sowie die Primärproduktion regionaler Lebensmittel zu stärken.“
Seite 69 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die Ausgleichszahlungen für Landwirte auf benachteiligten Flächen sollen deutlich steigen, also mehr öffentliche Förderung im bestehenden System.

Was sagen die anderen Parteien zur Landwirtschaft?

Alle Programme im Saarland im Vergleich